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Gemeinsam Neues ausprobieren: Tochter Rebekka Stünkel und Vater
Bernd Scharein haben das Abenteuer Chiaanbau gewagt. In diesem
Jahr haben sie auf Schareins Betrieb in Rethem im Heidekreis zum
ersten Mal rund 1,2 Hektar mit der Sonderkultur bepflanzt.
Mittlerweile ist der Chia gut gewachsen, seine kleinen blauen
Blüten sind auf dem Feld gut zu sehen.


Doch vorher sind Vater und Tochter schon auf einige Tücken beim
Anbau gestoßen, wie Rebekka Stünkel im Gespräch mit LAND &
FORST-Redakteurin Corinna Mayer erzählt. Kniffelig war schon die
Aussaat: Der Vater drillt Mitte Mai. Doch das Saatgut in Reihen
auszubringen, ist auch für so einen erfahrenen Landwirt wie Bernd
Scharein eine Herausforderung. Denn es ist nur ein kleiner
Zwei-Kilo-Sack, der 1,2 Millionen keimfähige blau leuchtende
Lichtkeimer-Samen enthält. Trotzdem: Die Aussaat des „Golds der
Azteken“ gelingt.


Wie kam es überhaupt zum Chiaanbau? Das Interesse der 25-Jährigen
an der Landwirtschaft wurde durch besondere Umstände geweckt. „Im
letzten Jahr ist meine Mama gestorben, mein Papa war schon immer
ein ziemlicher Alleinkämpfer, aber seitdem noch viel mehr“,
erzählt Rebekka Stünkel. Seitdem greift die chemisch-technische
Assistentin ihrem 61 Jahre alten Vater unter die Arme und
übernimmt die Büroarbeit des Hofes.


Schnell stellt sie fest: „Mein Papa arbeitet von frühmorgens bis
spätabends, auf dem Acker und bei den Tieren, auch an Weihnachten
und trotzdem bleibt einfach wenig übrig.“ Sie macht sich Sorgen
und beginnt die Suche nach einer Nische, die hier bei ihnen
funktionieren kann und den Betrieb erweitert.


Und so findet Rebekka über Umwege auch zum Chia, der in
Deutschland lange als nicht anbaubar galt. Wie genau die junge
Frau schließlich an das knappe Saatgut gelangte, welche Hürden es
mit dem Chia bisher zu überwinden gab und welcher Weg noch vor
dem Vater-Tochter-Gespann liegt, schildert sie in der neuen
Podcastfolge.
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„#28 Abenteuer Chiaanbau“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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