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OK COOL Archiv
507 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Dr. Stefan Simond hat einen großen Teil seines Forscherlebens der Beschäftigung mit "Wahnsinn" in Spielen gewidmet: er begutachtete Gegner in Zwangsjacken, analysierte fetischisierte Patientinnen und stellte sich die Frage, warum die Spielewelt seit Jahrzehnten so sehr vom "Wahnsinn" fasziniert ist, das sie ihn immer wieder als Stilmittel und Eigenschaft zitiert. Von Vaas Montenegro aus FarCry über Outlast bis Bloodborne - die Chancen stehen gut, dass SpielerInnen dieses Phänomen schon einmal auf dem Bildschirm begegnet ist. Aber warum ist das so? Gemeinsam mit Dom Schott sucht Stefan Simond nach Gründen für die scheinbare Omnipräsenz des "Wahnsinns" in Videospielen und kontrastiert die fiktiven, oftmals stark verzerrten Darstellungen mit seiner Berufserfahrung als Pfleger in einer psychiatrischen Klinik. Kleine Vorwarnung: Im Gespräch geht es um teils sehr eindrückliche Schilderungen aus dem Alltag in einer psychiatrischen Klinik und mentale Erkrankungen im Allgemeinen. Wer sich nicht danach fühlt, kann sich diese Folge für einen besseren Tag aufheben!
1 Stunde 8 Minuten
Mikey kennt sich mittlerweile in den (digitalen) Aufnahmestudios von OK COOL bestens aus: Im Sommer 2025 war sie zum ersten Mal zu Gast, um mit Dom über das Debut-Spiel ihres Teams zu sprechen: Bloodletter, ein Roguelite-Mix aus Slay the Spire und mittelalterlichen Medizinhandbüchern. Der Titel, der damals im Early Access erschien, hatte es Dom enorm angetan - so sehr, dass es nicht bei dem einen Gespräch zwischen den beiden bleiben sollte. So erschien vor einigen Monaten hier bei OK COOL eine zweiteilige Doku, die das Bloodletter-Team in den 24 Stunden vor dem EarlyAccess-Release ihres Titels begleitete und dann noch einmal am Tag danach ausfragte, wie sie den großen Erscheinungstag erlebt haben. Spoiler: Nicht alles lief so glatt wie erhofft. Die Doku gibt's nach wie vor für alle Supporter, ist auch Monate später unverändert hörenswert! Und nun ist Mikey noch einmal zum Mikrofon von Dom zurückgekehrt, denn Bloodletter hat einen kritischen Moment seiner Entwicklungsgeschichte erreicht: Den Sprung vom Early Access in den Full Release, der exakt ein Tag nach diesem Gespräch hier passieren wird. Wie sehen die letzten Vorbereitungen eines Indie-Teams für diesen Schritt aus? Welche Lehren ziehen die Studi-Freunde aus der Entwicklungszeit der letzten Monate? In Hinblick auf das wirklich einzigartige Art Design des Spiels selbst fragt Dom aber auch Mikey aus, wie sie sich von mittelalterlichen Illustrationen und Gothic-Artworks zu dem ganz besonderen Stil ihres Spiel inspirieren ließ.
37 Minuten
Eine neue Woche, ein neuer Blick auf die spannendsten Neuerscheinungen im Spielregal - von Herzen garniert mit Doms schönen Erinnerungen an sein Wochenendspiel, das ihn einfach nicht loslassen wollte. Außerdem gibt's was Neues: Ab sofort werden bei OK MÜD auch Spiele empfohlen, die zum Oberthema der Woche passen und die Dom auf Herz und Nieren begutachtet hat. Das ist eine Konsequenz des neuen Sendekonzepts von OK COOL, das euch Dom in dieser Folge noch einmal kurz zusammenfassen wird. Die ausführliche Version gibt's bei der neusten Folge "OK COOL packt aus", bevor sich OK MÜD in Zukunft in die bunte Riege der Supporter-Formate einfügen wird.
1 Stunde 16 Minuten
Mick Prinz ist Projektleiter des "Good Gaming Support": ein Mix aus Beratungsangebot, Weiterbildungsmöglichkeit und Auskunftsstelle für Menschen, die sich mit dem Themenfeld Hass und Rechtsextremismus in der Spielwelt auseinandersetzen müssen oder wollen. Die Liste der Interessierten, die dieses Angebot nutzen, ist lang - und äußerst bunt: Schulklassen, Behörden, Museen, Einzelpersonen und insbesondere auch Entwicklerteams aus der Spielebranche bilden sich mit der Hilfe von Mick und seinem Team weiter. "Good Gaming Support" ist ein Projekt-Arm der Amadeu-Antonio-Stiftung und hat sich über die letzten Jahre zu einem stark nachgefragten Angebot entwickelt - das nun allerdings überraschend seinem vorzeitigen Aus entgegenblickt. Denn eigentlich war "Good Gaming Support", das als Teil des Bundesprogramms "Demokratie lebt" gefördert wird, bis Ende 2028 durchfinanziert und geplant. Die Schwarz-Rote Bundesregierung scheint nun allerdings das Angebot vorzeitig beenden zu wollen, um den Nutzen zu prüfen und gegebenfalls ein neues Projekt auf die Beine zu stellen. Über diese Neuigkeit kann sich Mick und sein Team nur wundern. Und ärgern, denn gut kommuniziert wurde diese Entscheidung aus der Politik gegenüber dem Projektteam nicht. Im Gespräch mit Dom Schott erklärt uns Mick Prinz, warum und wie genau "Good Gaming Support" ein so wichtiger Baustein im Kampf gegen Hass und Rechtsextremismus in der Spiele geworden ist. Er skizziert anschauliche Beispiele für die Arbeit des Projekts und sinniert über die Zukunft - nicht nur die "seines" Projekts, sondern auch über seine eigene.
40 Minuten
OK COOL ist ein erfolgreiches Podcastprojekt: Seit sechs Jahren schiebt euch nun schon Dom Schott gemeinsam mit seinem Team wöchentlich liebevoll produzierte MP3s in die Ohren, die sich um die Welt der Spiele und ihre Menschen drehen. Mittlerweile ist OK COOL der dritterfolgreichste Crowdfunding-Spielepodcast Deutschlands - und jetzt wird es Zeit für den nächsten, großen Schritt. Um das Profil des Podcasts zu schärfen und die Stärken von OK COOL weiter auszubauen, wird das Programmkonzept auf ein neues Fundament gestellt. Der Abwechslungsreichtum bleibt, aber der Fokus wird klarer und bekommt eine neue Struktur, die auf einen Blick klarmacht, wofür OK COOL eigentlich steht. In dieser Podcastfolge erklärt Dom, wie das neue Konzept funktionieren wird, wie die Umbauarbeiten hinter den Kulissen abliefen und warum es überhaupt notwendig war, das Programm von OK COOL zu verändern.
59 Minuten
Ganz kurz fühlte sich Dom Schott wieder wie ein Teenager, als er die erste Runde Bloodspill startete - ein oldschooliger Multiplayer-Shooter im düsteren Mittelalter, garniert mit grober Polygonalgrafik, die an die frühen 2000er Jahre erinnern. Noch ist das Spiel nur eine Demo aber während der Release noch ein paar Monate entfernt liegt, merkt Dom Schott jetzt schon: Bloodspill hat Potential - gerade auch wegen seiner Retro-Inszenierung. Gleichzeitig muss er sich fragen: Kann ein solcher, sogenannter Boomer-Shooter in einem überfüllten Spielregal überhaupt noch erfolgreich sein? Warum nicht gleich ein Spiel machen, das grafisch für eine womöglich sehr viel größere Zielgruppe ansprechend aussieht? Um das herauszufinden, trifft Dom den Macher des Spiels: Fabian Jäckel, ein erfahrener Entwickler, der viele Gedanken zum Spielemarkt, Retro-Ästhethik und nicht zuletzt der deutschen Förderlandschaft mitgebracht hat. Doch im Gespräch geht es nicht nur um Bloodspill, sondern auch um ein älteres Projekt von Fabian, an dem er weiter im Hintergrund arbeiten will - und das verdammt ambitioniert aussieht: Calamity - Oath of Despair, ein Mix aus Dark Souls, Diablo und Roguelite-Überlebenskampf. Klingt abgefahren, oder? Die beiden sprechen auch darüber.
38 Minuten
Tomb Raider zählt zu den ganz großen Klassikern der Spielewelt: Das Actionspiel machte die Archäologin Lara Croft zu einem Popstar, der nicht nur das Spieleregal, sondern auch Musikvideos, Comics und schließlich sogar Hollywood im Sturm erobern sollte. Ganz nebenbei inspirierte die Bildschirmheldin eine ganze Generation junger Menschen zu einem Studium der Archäologie und Ägyptologie - kein Scherz, gleich zwei davon sind heute in diesem Podcast zu hören! Denn Dom Schott hat das allererste Tomb Raider nie gespielt. Als Kind lugte er kurz in das Intro hinein, aber echte Spielerfahrungen sammelte er mit dem Archäologie-Abenteuer nicht. Ganz anders ist da bei seiner Mitstreiterin, die ihn durch diese Nachholaktion führen wird: "Jeurnay" zählt Tomb Raider zu ihren liebsten Franchises und hat nicht zuletzt wegen Lara Croft ihr Ägyptologie-Studium begonnen. Bis heute beschäftigt sie sich mit der Reihe und übersetzt spontan in diesem Vorgeplänkel die Hieroglyphen, die auf der Spielepackung von 1996 zu sehen sind. Gänsehaut!
21 Minuten
Eine neue Woche, ein neuer Ausblick auf die spannendsten Releases der nächsten Tage. Und weil Dom vergangenes Wochenende so viel Zeit im Zug verbracht hat, gibt's heute außerdem eine ganz besondere Buchempfehlung obendrauf!
1 Stunde 4 Minuten
Es gibt diese Spiele, die mit nur ein, zwei Screenshots einen mächtigen Eindruck hinterlassen. Und Recollage gehört zu diesen seltenen Titeln: Ein Hase mit roten Glubschaugen geiert über einen tiefen Abgrund, aus dem ein Anglerfisch mit Armen und Beinen zurückstarrt. Eine Ratte mit menschlichem Gesicht huscht durch den Schatten, während eine zweiköpfige Gestalt - eine Mischung aus Frosch und Halbmond (?!) - im Mondlicht wartet. Kein Witz: Diese Kreaturen gibt es allesamt in dem ungewöhnlichen Adventure - wenn die SpielerInnen das wünschen. Denn in Recollage können und müssen wir unsere Spielfigur immer wieder ganz neu umbauen und zurechtbasteln, damit sie die vielen Rätsel lösen kann. Lösungswege gibt es viele, seltsame Kreaturen, die dabei entstehen, sowieso. Und der bizarre Look passt nicht zuletzt ganz wunderbar zur Geschichte, die Recollage erzählt - es geht um Kindheitstrauma, dysfunktionale Eltern-Kind-Beziehungen und die Schwierigkeiten des noch-nicht-erwachsen-Seins. Hinter dem Spiel steckt ein dreiköpfiges Studi-Team der HTW Berlin, die eigentlich noch weit vor ihren Abschlussarbeiten und dem Einstieg ins Berufsleben als SpieleentwicklerInnen stehen. Und trotzdem ist ihr erstes gemeinsames Projekt jetzt schon so interessant, ausgereift und vielversprechend, das Dom mit Marius Mülhaupt, einem der drei Köpfe von Studio Windspiel, unbedingt sprechen musste.
30 Minuten
Wir leben in aufregenden Zeiten, in denen es nur wenige Konstanten gibt. Eine davon ist OK MÜD, euer wöchentlicher Blick auf die interessantesten Neuerscheinungen der Woche, der auch heute voller Empfehlungen steckt. Obendrauf packt Dom noch einen Titel, der sein Wochenende fest im Griff hatte und schon 2019 erschienen ist. Freut euch drauf, Wunschzettel raus, es ist Empfehlungszeit!
1 Stunde 8 Minuten
Vorneweg ein versöhnliches Wort an alle Kartographie-LiebhaberInnen: Es ist wunderschön, dass ihr Maßstäben, Höhenstufen, Flussbetten und Topographie-Legenden so viel abgewinnen könnt! Für die meisten Menschen aber ist Kartographie eben doch vor allem eins: ganz schön trocken. Umso erstaunlicher, dass es dem Hamburger Indie-Team Pipapo Games gelungen ist, aus diesem Thema ein erfolgreiches Cozy Game zu machen. Map Map heißt ihr Spiel und lässt uns Fantasie-Inseln metergenau vermessen. In Gestalt eines abenteuerlustigen Mädchens verorten wir antike Ruinen, uralte Eichenbäume und viele andere Landschaftsmaker auf unserer zunächst noch blanken Karte. Punkte gibt's für möglichst genaue Vermessungen, der Schwierigkeitsgrad wird schnell fordernder. Lukas Hort ist Teil des Indie-Teams und war unter anderem für das Design der Inseln verantwortlich, die SpielerInnen kartographieren müssen. Im Gespräch mit Dom Schott erklärt der Hamburger, wie er sich den Erfolg von Map Map erklärt, wie das junge Team die fordernde Entwicklung anging und warum ausgerechnet ein Greifhakensimulator eine überraschend wichtige Rolle in dieser Erfolgsgeschichte spielt.
29 Minuten
Die neue Woche ist da und droht uns mit vielversprechenden und spannenden Releases zu erdrücken! Wusstet ihr nicht? Keine Sorge, Dom Schott hat für euch die Release-Listen gesichtet und verrät euch, welche Spiele da hoffnungsvoll an unsere Türen / Festplatten klopfen. Und es wird wieder bunt: vom Grusel-Adventure bis zum Campingausflug ist wieder mal alles dabei!
1 Stunde 24 Minuten
Nora Beyer ist eine der bekanntesten Spielejournalistinnen im deutschsprachigen Bereich: In Reportagen und Kritiken für GameStar, GAIN, Spiegel und viele weitere Redaktionen beschäftigt sie sich seit Jahren mit spielkulturellen Themen - nicht nur, aber insbesondere die feministische Perspektive ist ein Kern ihrer Arbeit. Vier Jahre nach ihrem ersten Besuch bei OK COOL meldet sie sich heute mit großen Neuigkeiten zurück: Sie hat ihre Doktorarbeit beendet, die sich über mehrere hundert Seiten mit einer aufregenden und potentiellen, neuen Perspektive für Spielekritik UND Spieleentwicklung beschäfigt: "Care Ethik", oder die Frage, wer sich eigentlich um wen in Spielen kümmert und warum. Im Gespräch erklärt sie die Feinheiten ihrer Arbeit, wie diese Forschung ihre Perspektive auf Videospiele verändert hat und nicht zuletzt wie es ihr gelungen ist, über Jahre hinweg diese Forschungsarbeit voranzutreiben, während sie parallel Kinder großziehen und weiterhin mit Freelance-Aufträgen Geld verdienen musste.
25 Minuten
Die neue Woche beginnt direkt mit einem frisch entdeckten Lieblingsspiel- zumindest bei Dom Schott, der sich nur schwer von diesem Titel (den er euch in dieser Folge natürlich vorstellen wird) losreißen kann. Aber irgendwie klappt es dann doch, um anschließend gemeinsam mit euch mit neugierigen Augen durch die Release-Kalenderblätter der nächsten sieben Tage zu blättern. Freut euch, sind wieder ein paar Highlights dabei!
58 Minuten
"Jeurnay" nennt sich die studierte Ägyptologin auf YouTube und Instagram, wo sie seit einigen Monaten ihre spektakulärsten Entdeckungen in den "Tomb Raider"-Spielen teilt. Sie übersetzt Tempelinschriften im Spiel, analysiert Polygon-Tempelarchitektur und stellt sich die Frage, wo die berühmte Spielereihe, die Lara Croft seit den 90ern Ruinen und Höhlen schickt, von der Wirklichkeit abweicht - und warum. Ihr Publikum wächst stetig und auch Dom Schott gehört zu den Menschen, die die Arbeit der Forscherin schätzen. Er selbst hat zwar Archäologie studiert, aber das Alte Ägypten gehörte nie zu seinen großen Leidenschaften - die Beiträge von "Jeurnay" beginnen das nun aber Video um Video allmählich zu ändern. Und damit wurde es höchste Zeit für ein Gespräch mit der Forscherin: Wer ist sie eigentlich im echten Leben? Was motiviert sie zu dieser Arbeit? Und warum hat es ihr ausgerechnet das Alte Ägypten so angetan? Ihr seid nur einen Podcast von den Antworten auf diese und noch einige weitere Fragen entfernt!