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  3. Kaffee Selber Rösten - der Heimröster Podcast Podcast

Episoden

41 Minuten
Kaffee schmeckt nicht immer so, wie man es sich erhofft hat – und das liegt selten an der Röstmaschine. In dieser Folge nimmt Ingo von Roast Rebels sechs Faktoren auseinander, die den Geschmack von Rohkaffee tatsächlich prägen: Art und Varietät, Processing, Herkunft, Anbauhöhe, Sortierung sowie Alter und Lagerung.

Los geht's beim SCA Flavor Wheel und dem Punktesystem der Specialty Coffee Association: Ab 80 von 100 Punkten spricht man von Specialty Coffee, bewertet von geschulten Q Gradern anhand von Süße, Acidity, Bitterkeit und Nachgeschmack. Ein Kaffee aus Panama wurde einmal für rund 30.000 $ pro Kilogramm versteigert – ein Extrembeispiel dafür, wie stark außergewöhnliche Qualität den Preis treibt.

Danach geht's tiefer in die Botanik: Arabica bringt mehr Zucker, mehr Öl und damit mehr geschmackliche Vielfalt mit als Robusta (botanisch Canephora). Dazu kommen Varietäten wie Gesha, Pacamara oder SL28, die sich sensorisch deutlich von den Klassikern Typica, Caturra und Bourbon abheben.

Beim Processing erklärt Ingo den Unterschied zwischen gewaschenem Kaffee (klar, mit ausgeprägter Acidity, starkes Terroir) und Natural-Kaffee (vollmundiger, süßer, weniger klar im Ursprungsgeschmack) – plus einen Blick auf experimentelle Fermentierungen, bis hin zu einem Kaffee im Roast-Rebels-Sortiment, der mit Pfirsich kofermentiert wird.

Weitere Themen: warum Herkunftsland und Region (z.B. Huila oder Tolima in Kolumbien, Guji oder Yirgacheffe in Äthiopien) den Geschmack prägen, wie Anbauhöhe über Dichte und Süße entscheidet, welche Rolle Grading und Rohkaffeedefekte spielen – und warum zu alter oder falsch gelagerter Rohkaffee einen unangenehmen, sackartigen Geschmack bekommt. Kühle, dunkle Lagerung in Kunststoffbeuteln wie Ecotact verlangsamt die Alterung deutlich.

Zum Schluss gibt's konkrete Praxistipps: Single-Origin-Kaffees nebeneinander verkosten, an Cuppings und Kaffeefestivals wie der World of Coffee teilnehmen und kleine Samples bestellen, bevor man größere Mengen einkauft.

Wer noch tiefer einsteigen möchte, dem empfiehlt Ingo zwei Bücher: "Green Coffee" von Chris Kornman und den Kaffeeatlas von James Hoffmann. Insgesamt gibt es weltweit rund 120 bekannte Kaffeearten, kommerziell relevant sind aber vor allem Arabica und Robusta – alle anderen Arten wie Liberica, Excelsa, Eugenioides oder Stenophylla bleiben eher Nischen für Sammler und Competition-Kaffees.

Passend zur Folge findest du auf roastrebels.com ein breites Sortiment an Single-Origin-Rohkaffees mit unterschiedlichen Verarbeitungsarten, darunter der im Video erwähnte Kaffee aus Kolumbien San Sebastian.

Roast Rebels ist eine Anlaufstelle für Specialty Coffee Roasting in Europa: Kleinröstmaschinen wie Kaffelogic Nano 7e, Aillio Bullet, Gene Café, BEHMOR und Nucleus LINK, hochwertiger Rohkaffee sowie Service Center in Deutschland und der Schweiz gehören zum Angebot, dazu kostenloser Versand innerhalb der EU. Wer tiefer einsteigen will, findet in der Roast Rebels Academy eigene Kurse fürs Kaffeerösten, etwa die Aillio Bullet Masterclass (11 Kapitel, 30 Videos, 4+ Stunden) oder den Kaffelogic-Nano-7-Kurs (7 Kapitel, 24 Videos, 3,5+ Stunden), beide gratis beim jeweiligen Maschinenkauf.

00:00 Intro

00:28 Warum Kaffee unterschiedlich schmeckt

02:00 Das SCA Flavor Wheel

06:30 SCA-Punkte: So wird Kaffee bewertet

09:21 Die 6 Faktoren im Überblick & Art & Varietät

15:49 Processing – Washed, Natural, Honey & Experimentell

23:11 Origin – Herkunftsland & Region

26:46 Anbauhöhe

28:49 Sortierung, Grading & Defekte

35:12 Alter & Lagerung

36:21 Praxistipps: Cupping & Kaffeefestivals

40:02 Outro & wo du Rohkaffee findest
23 Minuten
Vier Sample-Röster, ein Kaffee, zwei Q-Graderinnen als unabhängige Jury: In dieser Folge lässt Ingo von Roast Rebels den Ikawa, den ROEST, den Kaffelogic Nano 7 und den Nucleus LINK gegeneinander antreten. Nicht das Datenblatt entscheidet, sondern die Tasse – verkostet im Blindtest von Sierra Yeo und Catherine Queiroz.

Sierra Yeo ist Schweizer Brewers Cup Meisterin und war bereits UK Brewers Cup Champion. Catherine Queiroz arbeitet bei der NKG-Gruppe im Rohkaffee-Qualitätsmanagement und wurde Vize-Weltmeisterin im Cup Tasting. Beide sind zertifizierte Q-Graderinnen.

Geröstet wurde für alle vier Maschinen derselbe Kaffee: ein gewaschener kolumbianischer San Sebastian, jeweils mit dem werkseitig mitgelieferten Standardprofil der Maschine.

Technisch liegen die vier Röster weit auseinander: Der Ikawa misst die Luft- statt der Bohnentemperatur über bis zu fünf Sensoren. Der Kaffelogic Nano 7 und der baugleiche Nucleus LINK arbeiten mit einem präzisen Bohnentemperatursensor und PID-Steuerung. Der ROEST ist als einziger der vier mit einer Trommel statt reinem Heißluftstrom unterwegs. Bei der Kapazität liegt der Ikawa bei 50g (auch als 100g-Version erhältlich), der ROEST schafft 50 bis 200g, Kaffelogic Nano 7 und Nucleus LINK jeweils 50 bis 100g – der Nano 7 mit optionalem BOOST Kit sogar bis zu 200g.

Das Ergebnis des Cuppings: Platz 1 geht an den Nucleus LINK, Platz 2 an den ROEST L200 Ultra, Platz 3 an den Kaffelogic Nano 7 und Platz 4 an den Ikawa. Warum die vier Maschinen trotz teils identischer Hardware so unterschiedlich schmecken, ordnet Ingo im Detail ein.

Roast Rebels ist deine Anlaufstelle für Specialty Coffee Roasting in Europa – mit Sample-Röstern wie dem Kaffelogic Nano 7e und dem Nucleus LINK, kuratiertem Rohkaffee, Service Centern in Deutschland und der Schweiz sowie kostenlosem Versand innerhalb der EU. Die Academy findest du unter academy.roastrebels.com, den Shop unter roastrebels.com.

00:00 Intro: Welcher Sample-Röster ist der beste?

00:18 Warum wir Kaffee sensorisch statt nur technisch vergleichen

00:45 Die vier Sample-Röster im Test

01:11 Sierra Yeo – Schweizer Brewers Cup Meisterin

01:35 Catherine Queiroz – Vize-Weltmeisterin Cup Tasting

02:34 Aufbau des Videos

03:16 Die vier Röster im Überblick

03:33 Ikawa: Technik & Sensorik

04:49 ROEST: Technik & Sensorik

05:53 Kaffelogic Nano 7: Bauweise & PID-Steuerung

06:40 Nucleus LINK: Herkunft & Profil-Datenbank

07:23 Kapazität & BOOST Kit

08:04 Röstprofile im Vergleich

09:20 Röstung 1: Ikawa

10:20 Röstung 2: ROEST

11:02 Röstung 3: Kaffelogic Nano 7

12:08 Röstung 4: Nucleus LINK

14:28 Cupping mit Sierra & Catherine

16:04 Ranking Platz 4: Ikawa Sample Röster

16:45 Ranking Platz 3: Kaffelogic Nano 7

17:38 Ranking Platz 2: ROEST L200 Ultra

18:15 Ranking Platz 1 (Gewinner): Nucleus LINK

20:19 Warum schmecken die Röster unterschiedlich?

21:17 Fazit: Der Gewinner steht fest

21:50 Outro & Roast Rebels
20 Minuten
Was macht kolumbianischen Kaffee eigentlich so besonders? In dieser Folge nehmen wir dich mit nach Kolumbien – eines der bedeutendsten Kaffeeanbauländer der Welt und gleichzeitig eines der vielseitigsten.

Wir starten bei den Wurzeln: Die ersten schriftlichen Belege für Kaffeeanbau in Kolumbien stammen aus dem Jahr 1740, exportiert wurde erstmals um 1830. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Kaffee das wichtigste Exportgut des Landes. 1927 wurde die Nationale Kaffee-Föderation gegründet, die bis heute Farmer unterstützt – und mit der Werbefigur Juan Valdez wurde "100% kolumbianischer Kaffee" zu einem international bekannten Qualitätssiegel.

Danach geht's auf eine Reise durch sechs der bekanntesten Anbauregionen: Huila, die mengenmäßig größte Region, das sehr hoch gelegene Nariño mit seiner klaren Säure, das vollmundige Tolima, das lebendige, fruchtige Cauca, das milde Antioquia und die sogenannte Kaffeeachse aus Caldas, Risaralda und Quindío. Jede Region hat durch Höhenlage, Mikroklima und familiäre Anbaustrukturen ihr eigenes Geschmacksprofil – kein Wunder, dass Kolumbien nach Brasilien als zweitbiodiversestes Land der Welt gilt.

Wir sprechen auch über zwei ganz besondere Kaffees aus unserem eigenen Sortiment: den Colombia Washed Peach Castillo, einen mit Pfirsich kofermentierten Kaffee mit einer verblüffend intensiven Pfirsichnote, und den Colombia San Sebastian aus Cauca, einen unserer liebsten Alltagskaffees mit grünem Apfel, Orangenzitrus und karamelliger Süße.

Und weil Theorie allein nicht reicht, gibt's am Ende auch eine ganz konkrete Röstempfehlung: Für einen mittelhellen, gewaschenen kolumbianischen Kaffee als Filterkaffee targetieren wir 13 bis 14 Prozent Gewichtsverlust, den Yellow Point bei etwa 4:45 Minuten und den First Crack zwischen 8:30 und 8:50 Minuten, bei einer Gesamtröstzeit von rund 10 Minuten.

Kolumbianischen Rohkaffee gibt's bei Roast Rebels in kleinen Mengen ab 1 kg, 5 kg oder 15 kg – genau zugeschnitten auf Heimröster und kleine Röstereien, mit kostenlosem Versand in die EU und Lager in der Schweiz für Schweizer Kunden. Wer roasten lernen will, findet in der Roast Rebels Academy praxisnahe Kurse für Einsteiger und Profis, etwa die Aillio Bullet Masterclass mit 11 Kapiteln, 30 Videos und über 4 Stunden Inhalt.

Mehr dazu: roastrebels.com und academy.roastrebels.com
40 Minuten
Eine eigene Rösterei zu eröffnen klingt nach einem Traum – bis die Rechnung kommt. Ingo von Roast Rebels rechnet in dieser Folge transparent vor, mit welchen Investitionen du wirklich planen musst: von der Röstmaschine über Zubehör wie Zyklon, Destoner und Loader bis hin zu Lab-Equipment, Lager und rechtlichen Kosten.

Am Ende steht eine konkrete Zahl: Für eine 10 bis 15 kg Rösterei mit 20 bis 50 Tonnen Jahresproduktion solltest du zwischen 80.000 und 120.000 Euro einplanen. Wer kleiner und risikoärmer starten will, findet im Aillio Bullet ab rund 5.000 Euro eine bewährte Alternative – laut Roast Rebels haben damit bereits etwa 8.000 Menschen weltweit ihr eigenes Kaffee-Business gestartet.

Die Kernkosten im Detail: Eine 10 bis 15 kg Röstmaschine liegt bei rund 30.000 Euro. Dazu kommen ein Destoner für 3.000 bis 8.000 Euro, ein Loader für 4.000 bis 7.000 Euro sowie ein Abluftsystem inklusive Anschluss für 5.000 bis 10.000 Euro und mehr. Für Strom- und Gasinstallation solltest du nochmal etwa 3.000 Euro einplanen. Bei den Sample-Röstern für die Rohkaffee-Bewertung nennt Ingo den Nucleus LINK Sample Roaster und den Kaffelogic Nano 7e als Topgeräte im Bereich von 1.000 bis 2.000 Euro. Für die Qualitätssicherung braucht es zusätzlich Lab-Equipment wie Feuchtigkeits- und Farbmessgeräte, hier liegt die Spanne zwischen 700 Euro für ein Einsteigerset und 2.500 bis 3.000 Euro für ein All-in-One-Gerät.

Zur Sprache kommen außerdem: die Kapazität und Energiequelle der Röstmaschine, Röstsoftware wie Artisan und Cropster, der Unterschied zwischen Destoner und Color Sorter, Lager und Versand, Büro- und Onlineshop-Kosten sowie ein Budget für rechtliche Abklärungen und Bewilligungen. Wer nicht sofort das volle Investment stemmen will, findet in Kooperationen, Lohnrösterei oder einem Co-Roasting Space einen risikoärmeren Zwischenschritt.

Roast Rebels ist Europas führende Plattform für Specialty Coffee Roasting: Kleinröstmaschinen wie der Kaffelogic Nano 7e, der Aillio Bullet, Gene Café, BEHMOR und der Nucleus LINK, dazu kuratierter Rohkaffee aus aller Welt. Service Center in Deutschland und der Schweiz sorgen für lokalen Support, der Versand innerhalb der EU ist kostenlos. Die Roast Rebels Academy bietet Kurse rund ums Kaffeerösten, darunter die Aillio Bullet Masterclass mit 11 Kapiteln, 30 Videos und über 4 Stunden Inhalt für 249 Euro – gratis beim Kauf eines Aillio Bullet direkt bei Roast Rebels.

Aillio Bullet

Nucleus LINK Sample Roaster

Kaffelogic Nano 7e

Equipment-Checkliste (Blogbeitrag)

Shop

Academy
35 Minuten
Welches Gerät brauchst du wirklich, um Feuchtigkeitsgehalt und Wasseraktivität in Rohkaffee zu messen – und was kosten falsche Entscheidungen? Ingo von Roast Rebels hat fünf Geräte live am gleichen Kaffee getestet: CoffMeter M1, Lighttells MD-500, DiFluid Omix Plus, Lighttells AW-600 und CoffMeter W1. Das Ergebnis ist ernüchternd – und lehrreich.

Was misst welches Gerät? CoffMeter M1 und Lighttells MD-500 messen nur Feuchtigkeitsgehalt und Dichte – günstig, schnell (unter 3 Sekunden), aber kein aw-Wert. Wer Wasseraktivität braucht, greift zum Lighttells AW-600 (ca. 6 Minuten im Quick-Modus), zum CoffMeter W1 (ca. 2 Minuten, algorithmisch extrapoliert) oder zum DiFluid Omix Plus – das einzige Gerät im Test, das mit der präziseren Chilled-Mirror-Methode misst und gleichzeitig Feuchtigkeitsgehalt, Dichte, Screen Size und Röstgrad abdeckt.

Sind die Werte zwischen Geräten vergleichbar? Nein. Im Test mit demselben Brasilien Fazendas Dutra-Rohkaffee: Feuchtigkeitsgehalt CoffMeter M1 10,0%, Lighttells MD-500 8,8–8,9%, DiFluid Omix Plus 10,3%. Wasseraktivität: Omix Plus 0,625–0,629, AW-600 0,553, CoffMeter W1 0,58. Jede Marke nutzt eigene Algorithmen – geräteübergreifende Vergleiche sind nicht aussagekräftig. Wichtiger als die absolute Zahl ist die Konsistenz über Zeit mit demselben Gerät.

Alle Geräte aus dieser Episode findest du bei Roast Rebels:

CoffMeter M1: https://roastrebels.com/difluid-coffmeter-m1/

CoffMeter W1: https://roastrebels.com/difluid-coffmeter-w1/

DiFluid Omix Plus: https://roastrebels.com/difluid-omix-plus-green-coffee-roast-color-analyzer/

Lighttells MD-500: https://roastrebels.com/lighttells-md-500/

Lighttells AW-600: https://roastrebels.com/lighttells-aw-600/

Roast Rebels ist Europas führende Plattform für Specialty Coffee Roasting – mit Kleinröstmaschinen, Messgeräten für Feuchtigkeitsgehalt, Wasseraktivität und Röstgrad (DiFluid, Lighttells, CoffMeter), hochwertigen Rohkaffees und Service Centern in Deutschland und der Schweiz. Kostenloser Versand in der EU.

Shop: https://roastrebels.com

Academy: https://academy.roastrebels.com
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Über diesen Podcast

Wir von Roast Rebels haben uns einem einzigen Thema verschrieben: Kaffee einfach selber rösten. Einerseits bieten wir die bewährtesten Heimröster sowie qualitativ hochwertige Rohkaffees an, andererseits möchten wir Leute, die Ihren Kaffee zuhause rösten mit Tipps, Wissen, Röstprofilen und Tutorials dabei unterstützen, schnell zu guten Röstergebnissen zu kommen. Du findest daher viele Informationen und Röstprofile auf unserer Website, hier im Podcast oder auch auf unserem YouTube Kanal. Mehr Infos unter: https://roastrebels.com Oder aus der Schweiz: https://roastrebels.ch
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