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Acht Milliarden: Der Auslands-Podcast des SPIEGEL Archiv

422 Episoden
33 Minuten
Es ist nun für alle sichtbar: Mit der Verhaftung seines stärksten Kontrahenten verwandelt Erdoğan die Türkei vollends in eine Autokratie. Womöglich hat er die Rechnung ohne die Türken gemacht.

Ekrem İmamoğlu, Bürgermeister von Istanbul, schien gute Chancen zu haben. In drei Jahren wählt die Türkei einen neuen Präsidenten. Der Oppositionspolitiker hat alles, was man braucht, um dem amtierenden Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan gefährlich werden zu können: charismatisch, rhetorisch bewandert und gute Umfragewerte. Das scheint ihm nun zum Verhängnis geworden zu sein. Vergangene Woche wurde der Hoffnungsträger verhaftet. Höchstwahrscheinlich auf Wunsch Erdoğans. Nun protestieren Hunderttausende im ganzen Land gegen die Verhaftung - und gegen den Präsidenten.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Maximilian Popp, SPIEGEL-Reporter im Auslandsressort und langjähriger Kenner der Türkei. Für ihn steht das Land an einem Scheideweg, der entweder weiter in den Abgrund führt oder in eine bessere, demokratische Zukunft. »Erdoğan ist als Hoffnungsträger gestartet, mittlerweile ist das Land in meinen Augen nur noch eine Tragödie. Wirtschaftlich heruntergekommen und politisch ausgehöhlt. Das treibt die Menschen auf die Straße, und mir gibt das Hoffnung«, so Popp.

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27 Minuten
Donald Trump hat Amerika einen gehörigen Rechtsruck verpasst. Welche Teilschuld trägt die Linke an dieser Entwicklung?

»Politics is downstream from culture«, also etwa »die Politik folgt der Kultur«, lautet ein Zitat, das Andrew Breitbart zugeschrieben wird, de, Gründer des rechten Krawallportals Breitbart News. Der Bürochef des SPIEGEL in Washington, René Pfister, glaubt, dass dem Sieg Donald Trumps nicht zuletzt ein kultureller Klimawandel in den Vereinigten Staaten vorausging: von langer Hand organisiert in rechten Think-Tanks und befördert von durch eine Stimmung, die linken Eliten in Medien und Kultur verbreiteten.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Pfister über eine Amerika, das sich in den letzten Jahren mehr und mehr verändert hat: »Die Ära der Wokeness sei ein für alle Mal vorbei, sagte Trump am 4. März bei seiner Rede vor dem US-Kongress, aber rechte, doktrinäre Amerika, das die neue Administration zu erschaffen sucht, scheint mir deutlich gefährlicher«.

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38 Minuten
Ein Zollchaos erschüttert die US-Finanzmärkte, der Dollar soll gezielt abgewertet werden. Wirtschaftsexperten sind verwirrt. Wird der US-Präsident einen Liz-Truss-Moment erleben? Ein Erklärungsversuch der »Trumponomics«.

Ex-US-Präsident Donald Trump trat mit einem Versprechen an: »Wenn ich zum Präsidenten gewählt werde, wird der Aktienmarkt steigen, die Preise werden fallen und ich werde massenweise sehr gut bezahlte Jobs schaffen«, so Trump. Die Amerikanerinnen und Amerikaner glaubten ihm, wählten Trump zum 47. Präsidenten und erleben ihr »blaues Wunder«.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Michael Sauga, Wirtschaftskenner und SPIEGEL Autor in Brüssel, über Trumps Wirtschaftsagenda. Deren Folgen zeigen sich bereits gute acht Wochen nach der Amtseinführung: der amerikanische Aktienmarkt hat zeitweise zehn Prozent seines Wertes verloren, langjährige Handelspartner wurden mit Zöllen abgestraft und sogar Trump selbst schließt eine Rezession nicht mehr aus.

Sauga kritisiert: »Ein durchdachter Plan ist nicht erkennbar.« Seine Prognose: Unternehmen und Reiche profitieren, während die unteren Einkommensschichten, darunter viele Trump-Wähler, am stärksten leiden werden.

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44 Minuten
Steffen Kopetzky ist einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller und er sieht Raum für eine europäische Großmacht. Unsere Werte seien attraktiver als Unterdrückung, Rassismus und Vorurteile.

Der Autor Steffen Kopetzky ist dafür bekannt, packende Geschichten in einem historisch präzise recherchierten Rahmen spielen zu lassen. In »Monschau« ging es vordergründig um einen Pockenausbruch in den 1960er Jahren, dennoch wurde der Roman als Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie wahrgenommen. Gerade ist sein neues Buch erschienen: »Atom«, einem Spionagethriller zur Zeit des Zweiten Weltkrieges, in dem es um die Entwicklung der Atombombe geht.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Steffen Kopetzky über »Atom«, die Angst vor einem aufkeimenden »Technofaschismus« und Kopetzkys Hoffnung auf eine europäische Armee. »Ich glaube, dass nationale Alleingänge uns nicht weit bringen werden. Ob das die Migrationskrise, ob es die Verteidigungskrise ist oder eben auch eine atomare Aufrüstung. Wir sollten so etwas immer im europäischen Kontext denken.«

Kopetzky sieht die Notwendigkeit einer kulturellen und moralischen Führung Europas: »Unsere Werte sind attraktiver als Unterdrückung, Rassismus und Vorurteile.« Europa habe die besten Karten, eine führende Weltmacht zu werden, wenn es den Willen dazu habe.

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24 Minuten
Unser Host Juan Moreno ging in seiner Jugend gegen Aufrüstung auf die Straße. Er war immer felsenfest überzeugt, dass Deutschland nie eine Atombombe haben sollte. Mittlerweile ist er sich nicht mehr sicher.

Wird Trumps Amerika zu Hilfe eilen, wenn Europa angegriffen wird? Wohl kaum. Und kann Europa sicher sein, dass Russland nie angreifen wird, wenn es weiß, dass der Kontinent keine glaubwürdige nukleare Abschreckung besitzt?

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« erzählt Host Juan Moreno, warum ein Gespräch mit dem ehemaligen Außenminister Sigmar Gabriel ihn einige fundamentale Überzeugungen, was nukleare Abschreckung betrifft, überdenken ließ.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version wurden die Tonaufnahmen von Sigmar Gabriel mit einem Audio-Filter bearbeitet, weil das Aufnahmegerät ausgefallen war und auf eine Handyaufnahme zurückgriffen werden musste. Das hat allerdings zu einer Verfremdung der Stimme geführt. Deshalb haben wir die Passagen durch die Originalaufnahmen ersetzt. Die schlechte Qualität bitten wir zu entschuldigen. 

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33 Minuten
Der Präsident der Vereinigten Staaten schreit vor versammelter Presse einen jahrelangen Verbündeten an. Im Podcast erklärt SPIEGEL-Auslandschef Mathieu von Rohr, was das bedeutet: Die USA verlassen die von ihnen geschaffene Weltordnung.

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump, Vizepräsident J.D. Vance und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj endete am Freitag in einer diplomatischen Katastrophe. Selenskyj war nach Washington gereist, um ein Rohstoffabkommen mit der US-Regierung zu unterschreiben. Die Hoffnung der Ukrainer war, dass die Amerikaner für Rohstoffe Sicherheitsgarantien geben würden. Was einer der »Deals« von Donald Trump werden sollte, lief völlig aus dem Ruder. Selenskyj stürmte aus dem Weißen Haus. Trump hat mittlerweile angekündigt, die Militärunterstützung für die Ukraine auszusetzen.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit dem SPIEGEL-Auslandschef Mathieu von Rohr über einen Eklat, der für viele vor allem eines klargemacht hat: Die USA haben sich entschieden, sie stehen an der Seite Russlands, nicht des Westens.

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27 Minuten
Es könnte das Ende eines jahrzehntelangen Konflikts sein. PKK-Gründer Abdullah Öcalan will den bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat aufgeben. Die Frage ist, ob seine Kämpfer ihm folgen.

Es begann mit einem Handschlag im türkischen Parlament, den niemand verstand. Der türkische Ultranationalist, Devlet Bahçeli, Chef der Partei der nationalistischen Bewegung (MHP), ging auf Abgeordnete der linken, prokurdischen DEM-Partei zu. Bis vor kurzem eine undenkbare Geste.

Nun scheint diese Geste in einer Sensation zu münden: Gestern verlasen DEM-Abgeordnete ein Schreiben, das der inhaftierte Gründer der kurdischen Terrororganisation PKK, Abdullah Öcalan, verfasst hatte. Öcalan rief darin die Kämpfer der PKK auf, die Waffen niederzulegen und die Organisation aufzulösen.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit dem SPIEGEL-Auslandsreporter Maximilian Popp über die Ereignisse, die 40 Jahre türkische Innenpolitik auf den Kopf stellen. »Natürlich fand diese Annäherung nicht ohne Präsident Recep Tayyip Erdoğan statt. Er regiert seit 2018 mit den Nationalisten der MHP. Es gibt machtstrategische Gründe, warum Erdoğan sich auf diesen Friedensschluss eingelassen hat, innen- und außenpolitische, und ja, vielleicht ist auch einer seiner Beweggründe, sich für immer einen Platz in den türkischen Geschichtsbüchern zu sichern: als der Mann, der den bewaffneten Konflikt mit den Kurden beendet hat«, so Popp.

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43 Minuten
Erste Gespräche zwischen den USA und Russland über ein Kriegsende in der Ukraine. Nicht dabei: die Ukraine. Sicherheitsforscherin Florence Gaub analysiert, wie das Land seine Sicherheit gewährleisten könnte.

Nach dem Ende des Kalten Krieges gab die Ukraine ihre nuklearen Waffen ab, im Vertrauen auf Schutzversprechen der USA und Russlands. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren überfiel Russland die Ukraine. Nun verhandeln Russland und die USA über ein mögliches Kriegsende in der Ukraine – ohne die Ukraine. Einen Beitritt der Ukraine zur NATO bezeichneten die Amerikaner im Zuge dessen bereits als unrealistisch.

In der aktuellen Folge von »8 Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit der Militärstrategin Florence Gaub über die brisante Option, dass die Ukraine angesichts fehlender Sicherheitsgarantien durch die USA eine Atombombe entwickeln könnte. Gaub erläutert: »Eine Option für die Ukraine ist, sich eine Atombombe zuzulegen. Sie haben die Ressourcen und die Leute, die recht schnell eine Atombombe bauen könnten.« Das könnte wiederum zu nuklearer Aufrüstung führen. Gaub warnt: »Wenn die Ukraine diesen Weg geht, könnte das einen Dominoeffekt auslösen, bei dem andere Staaten ebenfalls über die Entwicklung eigener Atomwaffen nachdenken.«

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23 Minuten
JD Vance hält bei der Münchner Sicherheitskonferenz eine historische Wutrede. Der US-Vizepräsident sieht Europa als Totengräber der Freiheit. Welche Konsequenzen hat dieser kulturkämpferische Angriff?

JD Vance sieht in Europa eine Bedrohung – das hat der US-Vizepräsident während seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz ziemlich klargemacht. Diese Bedrohung sei »nicht Russland, nicht China, überhaupt kein ausländischer Akteur«, sondern es sei eine »Bedrohung von innen«.

Die Europäer würden sich hinter »Begriffen aus der sowjetischen Ära wie Missinformation und Desinformation verstecken«. Aber in Wirklichkeit gehe es nur darum, Andersdenkende zum Schweigen zu bringen, so der Vizepräsident der USA. Vance hat in gut 20 Minuten Europas Wertefundament zerlegt.

In dieser Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Francesco Collini, SPIEGEL-Journalist im Auslandsressort, über eine historische Rede, die zeigt, dass die neue US-Regierung Europa vor ungekannte Herausforderungen stellt.

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20 Minuten
Russland versucht seit Jahren, mit Hackerangriffen und Trollfabriken die öffentliche Meinung in Deutschland zu beeinflussen. Jetzt gibt es eine neue, kostengünstige Taktik: Wegwerfagenten.

Im Dezember vergangenen Jahres sollen Täter in russischem Auftrag Autos sabotiert und Grünen-Aufkleber hinterlassen haben – um es wie das Werk von Klimaaktivisten aussehen zu lassen. Anfangs schien der mutmaßliche Plan aus Russland aufzugehen: »Klima-Radikale attackieren Autos mit Bauschaum«, titelte »Bild«. Auf Facebook entlud sich der Volkszorn gegen den grünen Kanzlerkandidat Robert Habeck und seine Partei.

In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Sven Röbel, SPIEGEL-Investigativreporter. Er hat den Fall zusammen mit Roman Höfner, Roman Lehberger, Bastian Obermayer und Wolf Wiedmann-Schmidt recherchiert.

 »Recht bald merkten wir, dass die Spur nicht ins grüne Verbrenner-kritische Milieu führte, sondern eher nach Moskau. Mit der Aktion sollte offenbar die Stimmung in Deutschland im Sinne Russlands beeinflusst werden«, so Röbel. Zum Einsatz seien wohl sogenannte »Low-Level-Agents« gekommen, »in Geheimdienstkreisen auch als Wegwerfagenten bekannt«.

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34 Minuten
Vor fünf Jahren verließen die Briten die EU. Mittlerweile räumt sogar die Mehrheit der Brexiteers ein, dass das Experiment gescheitert ist. 

Und wer führt in den Umfragen? Nigel Farage, das politische Gesicht der Leave-Kampagne.

»Take back control«, darum sollte es gehen. Mit dem Brexit wollte Großbritannien nicht nur aus der EU austreten, sondern man wollte wieder frei sein, wieder die Kontrolle über das eigene Land haben. Gerade in Fragen der Einwanderung. 52 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten für den Austritt. Von diesen Wählern sind mittlerweile nur noch 11 Prozent davon überzeugt, dass es gut für das Land war.

Umso überraschender ist, dass ausgerechnet der Politiker, der wie kein anderer für den Ausstieg kämpfte, jetzt wieder die Umfragen anführt.

In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Steffen Lüdke, SPIEGEL-Korrespondent in London. Lüdke ist davon überzeugt, dass Farages Aufstieg vor allem etwas über einen anderen Mann sagt: den britischen Premier Keir Starmer. »Er führt eine historisch unbeliebte Regierung an, von der eine Mehrzahl der Briten glaubt 'Gut, mit dem wird es auch nicht besser'«, so Lüdke. Farage sei mal wieder der Nutznießer.

 

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32 Minuten
Vor der Wahl fragten sich viele, wie die zweite Amtszeit Donald Trumps aussehen würde. Aus manchen Befürchtungen ist inzwischen Gewissheit geworden. Zwar ist Trump deutlich vorbereiteter gestartet als 2017. Das Chaos ist aber das Gleiche: Nachbarstaaten droht er mit Zöllen. Migranten in den USA leben in Angst. Und Europa fragt sich, ob die Amerikaner noch derselben Wertegemeinschaft angehören.

In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit René Pfister, SPIEGEL-Bürochef in Washington. Pfisters erste Bilanz, gut zwei Wochen nach dem Amtsantritt von Donald Trump: »Ich glaube, wenn es ein überragendes Gefühl gibt in diesen ersten Tagen von Donald Trump, dann ist es, dass er es todernst meint.«

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39 Minuten
China und die USA liefern sich bei künstlicher Intelligenz ein Wettrüsten. Die Überzeugung dahinter: Wer KI beherrscht, wird die Welt dominieren. Und Europa? Ist im Tiefschlaf, allen voran Deutschland.

Es gibt derzeit nur zwei Länder, die im globalen Rennen um KI-Vorherrschaft aussichtsreiche Startplätze belegen: China und die USA. US-Präsident Donald Trump hat kürzlich Investitionen von mehr als 500 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur angekündigt. China hat am Tag von Trumps Inauguration sein eigenes KI-Modell vorgestellt: DeepSeek. Das Modell hat nach eigenen Angaben deutlich weniger gekostet, ist aber genauso leistungsfähig wie amerikanische Systeme.

Dieser Wettbewerb wird geopolitisch das 21. Jahrhundert prägen. Europa versucht primär, mit Regulierung zu reagieren. In der KI-Entwicklung scheint der Kontinent, trotz brillanter Forschung, hoffnungslos abgeschlagen.

In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit dem Politologen und KI-Experten Martin Wendiggensen, der in den USA an der Schnittstelle von KI und internationaler Politik forscht. »Europa ist in diesem Wettbewerb um die KI-Vorherrschaft derzeit abgeschlagen, dabei haben wir genug brillante Mathematiker und Physiker, um mit den USA und China mitzuhalten«, so Wendiggensen. Sollte Europa den Anschluss verlieren, droht mittelfristig eine enorme KI-Abhängigkeit und letztlich ein Wettbewerbsnachteil, der alle Wirtschaftsbereiche angehen wird – mit katastrophalen Folgen für den Wohlstand in der EU und in Deutschland.

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30 Minuten
Donald Trump scheint unentschlossen: Wird er China als Konkurrenten attackieren oder umgarnen? Taiwan könnte dabei zur reinen Verhandlungsmasse werden. 

Am Telefon stimmte die Chemie offenbar. Kurz vor seinem Amtsantritt sprachen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping miteinander. Die beiden Männer wünschten sich einen guten Start und verabredeten einen baldigen Besuch. Prompt schien sich Trumps sonst sehr robuste China-Rhetorik abzumildern. Beobachter machen dafür auch den Einfluss von Multimilliardär Elon Musk verantwortlich. Dieser plädiert schon aus eigenen Geschäftsinteressen heraus für eine konziliantere China-Politik der USA.

In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit SPIEGEL-Redakteur Cornelius Dieckmann über das Verhältnis der beiden Supermächte unter Donald Trump. »Also wenn die Chinesen schlau sind, dann schmeicheln sie Trump hier und da, dann geben sie ihm irgendwas, was sie für lässlich halten und versuchen ihn im Gegenzu zu Konzessionen in Sachen Taiwan zu bewegen«, so Dieckmann.

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31 Minuten
Donald Trumps Amtsantritt war mehr als der formale Beginn seiner zweiten Präsidentschaft: Es war eine Machtdemonstration.

Die USA durchleben einen fundamentalen Politikwechsel. Direkt nach seiner Amtseinführung hat Amerikas neuer Präsident Donald Trump unmissverständlich klargemacht, was sein Land und die Welt von ihm in Zukunft zu erwarten hat: »America First«. Nur ist er bei dieser Amtszeit besser vorbereitet.

Der neue Präsident wird das, was er im Wahlkampf angekündigt hat, umsetzen. Das zeigt die Flut von Dekreten, die Trump bereits am ersten Tag unterschrieben hat.

Dieser Tag wird ohne Frage in die Geschichte der USA eingehen , weil das Land in eine radikal andere Richtung steuert als bisher.

Darüber sprechen Host Juan Moreno und der Auslandschef des SPIEGEL, Mathieu von Rohr in Reihe »Trumps Amerika« des Auslandspodcasts »Acht Milliarden«. Hier steht alle 14 Tage die US-Politik im Mittelpunkt. Jeden zweiten Dienstag analysiert Moreno gemeinsam mit Beobachtern und Expertinnen die wichtigsten politischen Ereignisse der Vereinigten Staaten und ordnet sie ein.

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