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Acht Milliarden: Der Auslands-Podcast des SPIEGEL Archiv

422 Episoden
28 Minuten
Immer wieder tauchen Berichte über den Einsatz von Uiguren als Zwangsarbeiter in China auf. Neue Recherchen des SPIEGEL zeigen nun das tatsächliche Ausmaß: Uiguren werden systematisch aus ihrer Heimatprovinz Xinjiang in andere Landesteile gebracht, wo sie unter teils prekären Bedingungen arbeiten müssen. Den Betroffenen drohen willkürliche Inhaftierungen, sie stehen unter ständiger Überwachung und sind oftmals in Wohnheimen untergebracht, die sie kaum verlassen dürfen.

In der aktuellen Folge des SPIEGEL-Podcasts »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Christoph Giesen, SPIEGEL-Korrespondent in Peking. In einer langwierigen Recherche in Kooperation mit der »New York Times« und dem Londoner »The Bureau of Investigative Journalism« fanden Giesen und seine Kollegen 75 Werke in elf Provinzen, in denen Angehörige der muslimischen Minderheit arbeiten müssen. Zu den Profiteuren zählen mutmaßlich auch deutsche Unternehmen, da sie direkt oder indirekt von dieser Form der Ausbeutung profitieren könnten.

Mehr zum Thema: 

(S+) Der VW-Konzern wollte beweisen, dass es in seinem umstrittenen Werk in Xinjiang keine Zwangsarbeit gibt. SPIEGEL-Recherchen belegen: Der Prüfbericht enthält Mängel, die Prüfer scheinen zweifelhaft: https://www.spiegel.de/wirtschaft/volkswagens-bluff-mit-den-menschenrechten-fragwuerdige-fabrik-in-xinjiang-a-cf3028b4-6c27-4caf-8277-47603c650a92

(S+) Der chinesische Staat soll in Umerziehungslagern rund eine Million Uiguren interniert haben: Die Xinjiang Police Files geben diesem System nun Namen und Gesichter:  https://www.spiegel.de/ausland/xinjiang-police-files-einblick-in-chinas-brutales-lagersystem-a-6e85c81a-43c5-4a7b-85ad-8c70b22179a2

Abonniert »Acht Milliarden«, um die nächste Folge nicht zu verpassen. Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast weiterempfehlt oder uns eine Bewertung hinterlasst.

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31 Minuten
Es war ein ausgesprochen knappes Ergebnis bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Polen. Der Liberale Rafał Trzaskowski hatte die erste Runde der polnischen Präsidentschaftswahl gewonnen, aber nur sehr knapp vor dem nationalkonservativen Kandidaten Karol Nawrocki. Am 1. Juni steht die Stichwahl an.

Stehen wir vor einer europäischen Schicksalswahl? »Ich glaube, dass in Polen eine ganz entscheidende Wahl ansteht. Es geht um nichts weniger als den Kurs des Landes«, sagt Jan Puhl, Redakteur im Auslandsressort. Er beschäftigt sich beim SPIEGEL seit Jahren mit Osteuropa.

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24 Minuten
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden ist an Prostatakrebs erkrankt. Seinem Büro zufolge handelt es sich um eine aggressive, aber behandelbare Form der Krankheit.

Nur wenige Tage vor Bekanntwerden der Krankheit wurden Details aus einem Enthüllungsbuch der Journalisten Jake Tapper und Alex Thompson veröffentlicht. Das Buch mit dem Titel »Original Sin« beschreibt den Niedergang des Ex-Präsidenten. Und fast noch wichtiger: Wie Bidens Zustand vor der Welt vertuscht wurde.

In der aktuellen Folge des SPIEGEL-Podcasts »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Roland Nelles, SPIEGEL-Korrespondent in Washington. Nelles hat Biden über Jahre beobachtet. Er sieht eher einen Fehler als einen Skandal: »Joe Biden wurde nicht abgewählt, weil die Amerikaner ihn für zu alt hielten, er wurde abgewählt, weil er die Inflation nicht in den Griff bekam«.

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31 Minuten
Er versprach eine Lösung in 24 Stunden. Nach drei Monaten scheint US-Präsident Donald Trump zu erkennen, was viele in der Ukraine schon lange wissen: Putin will keinen Frieden. Chronik eines angekündigten Scheiterns.

Am 8. Mai schrieb Trump noch, dass er sich an Sanktionen beteiligen werde. »Wenn der Waffenstillstand nicht eingehalten wird, werden die USA und ihre Partner weitere Sanktionen verhängen«, schrieb Trump nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf seiner Plattform »Truth Social«. Nach einem langen Telefonat Anfang der Woche mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin, scheint das nun anders zu sein. Offenbar verliert Trump das Interesse an der Vermittlerrolle und will das Problem den Europäern überlassen.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden«, dem Außenpolitik-Podcast des SPIEGEL spricht Host Juan Moreno mit Christian Esch, lange Jahre Bürochef des SPIEGEL in Moskau. Esch rekonstruiert die Ereignisse rund um die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg der letzten Monate, die letztlich zu einer Erkenntnis bei Trump geführt hätten: »Eigentlich bleibt jetzt nach all dem Hin und Her für die Amerikaner nur, dass jedem klar geworden ist - Putin will keinen Frieden«, so Esch.

 

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30 Minuten
Seit Wochen blockiert Israel Hilfslieferungen in den Gazastreifen. Das Welternährungsprogramm hat nach eigenen Angaben seine Lebensmittelvorräte in dem Palästinensergebiet aufgebraucht. Die Verteilung von Lebensmitteln wurde weitgehend eingestellt. In Gaza droht eine Hungerkatastrophe – und die internationale Kritik an Israel wächst.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit der SPIEGEL-Reporterin Juliane von Mittelstaedt. »Für die aktuelle Situation ist die israelische Regierung verantwortlich, allem voran die beiden rechtsextremen und rassistischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich. Benjamin Netanyahu, Israels Ministerpräsident, ist auf die beiden angewiesen, da er sonst keine Regierungsmehrheit hätte. Und es sind diese beiden, die schon lange den Traum hegen, alle Palästinenser aus Israel zu vertreiben«, so von Mittelstaedt. Vor diesem Hintergrund müsse man die Blockade des Gazastreifens und die sich anbahnende humanitäre Katastrophe sehen.

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28 Minuten
Fast könnte man sagen, dass Trump der Tradition treu bleibt, bei der ersten größeren Auslandsreise eines US-Präsidenten auf Gleichgesinnte zu treffen. Früher waren das die europäischen Alliierten, heute sind es die Golfstaaten. Trump hat sehr klargemacht, worum es ihm bei dieser Reise geht: Geld. Politische Ziele verfolgt er kaum.

In der aktuellen Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Mathieu von Rohr, Auslandschef des SPIEGEL. »Für Trump ist die Reise in erster Linie eine Gelegenheit, Geschäfte zu tätigen – und zwar Geschäfte, die gut für die amerikanische Wirtschaft sind und für seine eigenen Unternehmungen«, so von Rohr. Donald Trump habe noch nie ein Problem damit gehabt, sein Amt für private Zwecke zu nutzen. Dafür spreche auch der Fakt, dass Trump erwäge, Katars Geschenk, eine Boeing im Wert von 400 Millionen Dollar, anzunehmen und womöglich nach seiner Präsidentschaft privat zu nutzen, glaubt von Rohr.

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32 Minuten
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zwei Tage nach seinem Amtsantritt mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Beide seien sich dabei einig gewesen, »die Handelsstreitigkeiten rasch beilegen zu wollen«, teilte ein Sprecher der Bundesregierung am Donnerstagabend mit.

Auch der russische Angriffskrieg in der Ukraine sei demnach Thema zwischen den beiden Regierungschefs gewesen. Die beiden seien sich einig, »dass das Töten in der Ukraine ein rasches Ende finden müsse.«

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Melanie Amann, stellvertretende Chefredakteurin des SPIEGEL. »Ich habe den Eindruck, dass Merz versuchen wird, nicht auf Konfrontation mit Trump zu gehen. Er muss sich dafür allerdings unterordnen, und das fällt ihm naturgemäß schwer«, so Amann.

Und es geht um die Rolle von Donald Trump mit Blick auf die AfD. Kann Trumps Poltern auch in Deutschland dazu führen, dass sich Wählerinnen und Wähler von der AfD abwenden? Die Partei hat sich im Wahlkampf zu Trump bekannt. Und das Beispiel Kanada zeigt: Trumps Handelskrieg und seine Äußerungen über das Nachbarland der USA dürften einen erheblichen Einfluss auf den Wahlsieg des liberalen Premiers Mark Carney gehabt haben.

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44 Minuten
Zum verlängerten Wochenende hat Juan Moreno wieder eine Empfehlung für alle Podcast-Hörer – die zweite Folge der dreiteiligen Serie des SPIEGEL-Podcasts »Firewall« über das Phänomen Elon Musk.

Folge eins konntet ihr vergangene Woche schon hier hören. Darin ging es um Musks Aufstieg im Silicon Valley, seine waghalsigen Investments und explodierende Raketen. Folge zwei behandelt Musks Radikalisierung während der Coronapandemie und seine Twitter-Obsession.

In der dritten Folge geht es um Elon Musks Abkehr von den US-Demokraten hin zu Donald Trump. Hört gleich weiter bei »Firewall« oder auf SPIEGEL.de.

Mehr: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/elon-musk-erfolgsgeschichte-radikalisierung-und-pakt-mit-donald-trump-podcastserie-a-3d56c9cf-8e5e-4076-b9ce-07443bb08bc3?d=1744880557

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29 Minuten
JD Vance ist vom Sohn einer drogenabhängigen Mutter aus Ohio zum zweitmächtigsten Mann der USA aufgestiegen. Dabei hat er sich politisch so stark gewandelt – vom Liebling der Linken zum ultrarechten Einpeitscher. Nun scheint dieser Mann entschlossen, das System, das ihn groß gemacht hat, zu zerstören.

In der aktuellen Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit René Pfister, Bürochef des SPIEGEL in Washington. »Man kann den Aufstieg von Vance als amerikanisches Märchen lesen – als den Beweis dafür, dass in den USA immer noch jeder alles erreichen kann, wenn er sich nur genügend anstrengt«, so Pfister. Allerdings wende sich Vance jetzt genau gegen das System, das ihm den Weg nach oben ermöglicht habe.

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23 Minuten
Eine linke, besonnene Physikerin, dazu noch Mexikanerin. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum schien schlechte Voraussetzungen für den Umgang mit Trump zu haben. Bisher konnte sie die Wirtschaftskatastrophe für ihr Land abwenden. Wie lange noch?

Die Zollpolitik der USA erschüttert den Welthandel. Ausgerechnet Mexiko, ein Land, das wirtschaftlich komplett von den USA abhängig ist, verhandelt recht erfolgreich. Der Grund: Die Staatschefin Claudia Sheinbaum ist politisch mit Populisten groß geworden und scheint daher den richtigen Ton im Umgang mit Donald Trump zu treffen.

In dieser Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Jens Glüsing, Mexiko-Korrespondent des SPIEGEL über Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum. »Mexiko ist im Handelskrieg mit den USA bislang glimpflich davongekommen – und das verdankt es hauptsächlich dem Verhandlungsgeschick Sheinbaum«, so Glüsing. Trump scheint seine mexikanische Amtskollegin offenbar als harte, aber faire Verhandlerin zu schätzen. Sie sei eine »wunderbare Frau«.

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49 Minuten
Juan Moreno hat eine Empfehlung mitgebracht – den SPIEGEL-Podcast »Firewall« mit einer dreiteiligen Serie über das Phänomen Elon Musk. Wie wurde der Techmilliardär so reich, mächtig und radikal? 

Folge eins könnt ihr hier hören. Darin geht es um Musks Aufstieg im Silicon Valley, seine waghalsigen Investments und explodierende Raketen.

Folge zwei behandelt seine Radikalisierung während der Coronapandemie und seine Twitter-Obsession – ihr findet sie ab sofort bei »Firewall«. Um Elon Musks Abkehr von den US-Demokraten hin zu Donald Trump geht es in der dritten Folge – ab dem 24. April bei »Firewall«. SPIEGEL-Plus-Abonnenten können alle drei Folgen schon jetzt hören.

Mehr: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/elon-musk-erfolgsgeschichte-radikalisierung-und-pakt-mit-donald-trump-podcastserie-a-3d56c9cf-8e5e-4076-b9ce-07443bb08bc3?d=1744880557

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35 Minuten
Man kann es nicht anders sagen: US-Präsident Donald Trump stürzt die Weltwirtschaft mit seinen Zöllen ins Chaos. Das primäre Ziel ist klar: US-Präsident Donald Trump will Chinas Aufstieg stoppen und belegt vor allem Importe von dort mit brachialen Zöllen.

Auch wenn einige Produkte ausgenommen sind, gilt in der Spitze ein Einfuhrzoll von sagenhaften 145 Prozent. »Wir werden uns nicht von anderen Ländern als Geisel nehmen lassen, insbesondere nicht von feindlichen Handelsnationen wie China«, teilte Trump mit.

In der aktuellen Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Bernhard Zand, Korrespondent des SPIEGEL in New York und davor viele Jahre in China. Für Zand ist keineswegs ausgemacht, wer diesen Handelskrieg gewinnen wird: »Die USA standen bis vor Kurzem wirtschaftlich glänzend da. China hatte Probleme. Aber die Chinesen bereiten sich auf diese Situation seit gut zehn Jahren vor und wissen ziemlich genau, wie sie darauf reagieren können.«

Und noch eine andere Gefahr besteht. Sollte es den USA gelingen, die Chinesen wirklich wirtschaftlich zu isolieren, wonach es derzeit nicht aussieht, dürfte das die Wahrscheinlichkeit eines militärischen Konflikts mit Taiwan deutlich erhöhen. Dann wäre der Handelskrieg nur ein Vorspiel zu einem echten bewaffneten Konflikt, erklärt Zand.

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35 Minuten
Der Westen denkt bei Krieg an Waffensysteme, Soldaten und Aufrüstung. Russland hat dazu andere Vorstellungen, sagt Marineoffizier und Sicherheitsforscher Helge Adrians.

Die Vorstellungen von Krieg sind in den Köpfen der Menschen seit vielen Jahrhunderten unverändert: erst eine Krise, dann eine Kriegserklärung, dann ein Krieg. Es folgen Angriffe, Bombardierungen, Schlachten. Armeen und militärisches Gerät treffen aufeinander.

Russland hat vor einigen Jahren erkannt, dass man im 21. Jahrhundert zu den gleichen Ergebnissen kommen kann, zum Beispiel politische Kontrolle über einen Gegner erlangen, ohne zu schießen.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit dem Marineoffizier Helge Adrians über Russlands hybride Kriegsführung. »Social Media, Medien, Cyberspace, diese ganzen Felder, die unser tägliches Leben beeinflussen und damit auch unser Entscheidungsverhalten, wurden als Kriegsschauplatz ausgemacht«, sagt Adrians, der derzeit Gastwissenschaftler bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin ist, wo er zu Sicherheitsfragen forscht.

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29 Minuten
Ein Pariser Gericht hat Marine Le Pen für fünf Jahre von Wahlen ausgeschlossen. Die Rechtspopulistin will nun ein rasches Berufungsverfahren. Kann sie so ihre politische Karriere retten?

Anfang der Woche, nach ihrer Verurteilung wegen Veruntreuung von EU-Geldern, schien die Lage für Marine Le Pen noch aussichtslos. Ein Pariser Gericht hatte entschieden, dass Le Pen, Frontfrau des rechten »Rassemblement National«, von der Wahl 2027 ausgeschlossen werden sollte. Und da die Gerichte in Frankreich langsam arbeiten, schien ein frühes Berufungsverfahren ausgeschlossen. Doch nun könnte es doch schneller gehen. Der amtierende Justizminister, Éric Dupond-Moretti, der der Macron-Regierung angehört, sagte, er fände es gut, wenn Marine Le Pen die Möglichkeit bekäme, noch vor der Präsidentschaftswahl das Berufungsverfahren zu durchlaufen.

In der aktuellen Folge von »Acht Milliarden« spricht Moderator Juan Moreno mit Britta Sandberg, Korrespondentin des SPIEGEL in Paris, über ein Urteil, das wie eine Bombe einschlug. »Le Pen ist politisch sicher nicht am Ende, aber Fakt ist auch, dass sich die Justiz fast zehn Jahre Zeit gelassen hat für dieses Urteil und es sehr gut vorbereitet hat. Selbst wenn sie jetzt durch diesen Berufungsprozess in die Lage versetzt werden sollte, 2027 zu kandidieren – wollen die Franzosen dann eine Präsidentin, die eigentlich zwei Jahre lang eine elektronische Fußfessel tragen müsste, nur von 9 Uhr bis 16 Uhr auf der Straße sein könnte und sich nicht aus Paris wegbewegen darf, weil sie Meldeauflagen hat?«, fragt Sandberg.

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27 Minuten
US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, große Pläne für eine zweite Amtszeit zu haben – zumindest das entsprach der Wahrheit. Zwar war von vielen Beobachtern erwartet worden, dass er seine Agenda unkontrollierter als in der ersten Amtszeit verfolgen würde, das Ausmaß scheint aber doch viele zu erschrecken: Grönland, Teil von Dänemark, einem Nato-Partner, wird offen mit militärischen Mitteln gedroht. Die Zollpolitik stellt alles infrage, was in den 80 Jahren nach Ende des Zweiten Weltkriegs aufgebaut wurde. Die Regierung wird mittels Massenentlassungen systematisch ausgehöhlt. Trump vertritt eine radikal konservativ-libertäre Agenda.

In der aktuellen Folge von »Trumps Amerika« spricht Host Juan Moreno mit Mathieu von Rohr, Leiter des SPIEGEL-Auslandsressorts über die ersten Wochen der Trump-Präsidentschaft. Für von Rohr steht fest, dass die USA derzeit zwar Stärke demonstrieren wollen, in Wahrheit aber das Land seine Rolle als uneingeschränkte Weltmacht verlieren wird. »Die Macht der USA bestand darin, dass es sich auf seine Partner, eine Gruppe von wirtschaftlich starken liberalen Demokratien verlassen konnte. Auf diese enge Verbindung haben vor allem die Chinesen immer mit Neid geblickt. Trump zerstört das gerade«, so von Rohr.

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