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547 Episoden
1 Stunde 39 Minuten
Die Zukunft von Berlins Stadien ist umstritten: Muss das Olympiagelände – Ort der Spiele von 1936 - „entnazifiziert“ werden? Benötigen der Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark, ehemalige Heimstatt des BFC Dynamo, und das Sportforum Hohenschönhausen eine historische Kommentierung? Die 4. Veranstaltung der Reihe "Im Lauf durch die Epochen: Sport und Systemwechsel im 20. Jahrhundert" hat nach der Rolle Berliner Stadien in Demokratie und Diktatur und ihrer heutigen erinnerungskulturellen Symbolkraft gefragt.
17 Minuten
In der sechsten Folge der Podcastreihe "Gegen alle Mauern" wird „Krieg gespielt“. Das klingt heute komisch, war aber in der DDR für Kinder und Jugendliche im Grunde verpflichtend. Die staatlich angeordnete „Wehrerziehung“ gehörte für die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zum Alltag als junge Menschen. Und das alles sollte dann auch noch paradoxerweise dem Frieden dienen – Frank Ebert, Dorothea Fischer, Johanna Kalex, Josephine Keßling und Bernd Stracke berichten darüber.

Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Redaktion: Johannes Romeyke

Sprecherin: Johanna Geißler

Moderation: Martin Becker

Technik: Friedhelm Mund

Recherche: Mattis Kilian
1 Stunde 46 Minuten
Die Staatssekretäre der letzten DDR-Regierung sind in Öffentlichkeit und Geschichtswissenschaften kaum als Akteure des politischen Transformations- und Vereinigungsprozesses der DDR 1990 bewusst. Es gibt weder schriftliche Quellensammlungen noch systematische Zeitzeugeninterviews, die die politische Aufgabe und die biographisch geprägten Expertisen dieser letzten DDR-Staatssekretäre in den Blick nehmen. Dabei sind sie wichtige Zeitzeugen der friedlichen und demokratischen Transformation der DDR. Als Experten wussten sie in ihren jeweiligen Bereichen bestens über vorhandene Defizite, Probleme und Herausforderungen Bescheid – und auch über bis dahin von der SED-Diktatur unter Verschluss gehaltene Akten.

In der Veranstaltung wurden Ausschnitte aus kürzlich aufgenommenen Zeitzeugeninterviews, die mit Staatssekretären und Staatssekretärinnen der letzten DDR-Regierung geführt wurden, gezeigt und auf dem Podium mit drei Staatssekretären vertieft.
1 Stunde 27 Minuten
Die Folgen des politischen Umbruchs von 1989/90 wurden bislang vor allem mit Blick auf die Länder hinter dem einstigen Eisernen Vorhang untersucht. In gewisser Weise verlängert die zeithistorische Forschung damit jene Perspektive, die in den 1990er Jahren dazu führte, dass Transformation als einseitige Angleichung an den Westen verstanden wurde. Demgegenüber brachte Philipp Ther den Begriff der Kotransformation ins Spiel, um die vielfältigen Interaktionen und Rückwirkungen zwischen den postkommunistischen Umbruchprozessen in Osteuropa und dem vermeintlich stabilen Westen zu thematisieren. Der »Triumph« westlicher Ideen, liberaler Demokratie und kapitalistischer Marktwirtschaft erscheint auf diese Weise nicht mehr als ungebremster Siegeszug von West nach Ost, sondern als eine krisenhafte und widersprüchliche Beziehungsgeschichte mit offenem Ausgang.

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Ch. Links Verlag haben am 21.09.2022 zur Premiere des neuen »Jahrbuches Deutsche Einheit« eingeladen. Der dritte Band versammelt neben den konzeptionellen Überlegungen Philipp Thers zur Kotransformation erstmals empirische Fallstudien zur Kotransformation des Westens und richtet damit den Blick auch auf die Folgen des deutschdeutschen Vereinigungsprozesses für die Regionen der alten Bundesrepublik.
19 Minuten
So richtig die Wahl hatte man nicht in Sachen Bildung als junger Mensch in der SED-Diktatur –zumindest nicht, wenn man offen widersprach. Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Jürgen Gutjahr, Johanna Kalex, Josephine Keßling, Bernd Stracke und Volker Wiederberg berichten in dieser Folge der Podcastreihe "Gegen alle Mauern" von ihren Erfahrungen als unangepasste junge Leute mit dem Bildungs- und Erziehungssystem in der DDR – und die waren für die damaligen Jugendlichen meist nicht besonders ermutigend.

Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Redaktion: Johannes Romeyke

Sprecherin: Johanna Geißler

Moderation: Martin Becker

Technik: Friedhelm Mund

Recherche: Mattis Kilian
1 Stunde 9 Minuten
Viele Debatten der vergangenen Jahre zeichnen sich durch Zuspitzungen und vermehrt extreme Meinungsäußerungen aus. Beklagt wird von vielen ein zunehmend aggressives Gesprächsklima, das den Austausch kontroverser Ansichten und Argumente verhindert. Sei es bei der Corona-Politik, der Flüchtlingskrise, dem Klimawandel oder Fragen von Identität und sozialer Gerechtigkeit: Wird unsere Gesellschaft tatsächlich immer gespaltener und die Standpunkte unversöhnlicher? Die Bundesstiftung Aufarbeitung hat den Internationalen Tag der Demokratie genutzt, um über Fragen von demokratischer Teilhabe und Diskussionskultur zu reden. Welchen Einfluss haben die beobachteten Entwicklungen auf die Gestaltung von Politik, welche Auswirkungen auf unsere Gesellschaft?
1 Stunde 20 Minuten
Jede Gesellschaft, jeder Staat steht nach Gewaltherrschaft, Diktaturen oder Kriegen vor der Frage, wie mit den begangenen Verbrechen, mit den Opfern und Tätern umgegangen werden soll. Die Formen des Umgangs mit der Vergangenheit sind dabei sehr vielfältig. Die 10-teilige Veranstaltungsreihe „Transitional Justice“ möchte anhand ausgewählter Länderbeispiele unterschiedliche Aspekte von gesellschaftlichen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen nach Systemumbrüchen aufzeigen sowie Einblicke in die Erinnerungskultur und -politik in ihrem jeweiligen nationalen Kontext geben. Moderiert wird die Reihe von Tamina Kutscher, Chefredakteurin von dekoder.org.

Die fünfte Veranstaltung „Zwischen Befreiung und Beeinflussung – Vom Umgang mit der sowjetischen Besatzung im heutigen Kaukasus“ hat den Fokus auf die Staaten Georgien, Aserbaidschan und Armenien gerückt.
17 Minuten
Wir waren wie Kanarienvögel in einem Spatzenhaus“, hat Bernd Stracke (damals Leipzig) die Situation der Jugendlichen in der SED-Diktatur zusammengefasst, die Anne Hahn (früher Magdeburg) als „bunte Leute“ bezeichnet. Beide Zeitzeugen erzählen uns, wie heftig der Staat durchgriff, wenn man als junger Mensch in der DDR einfach nur so sein wollte wie man will. Als Experten ordnen Jochen Voit und Bernd Lindner die Zeitzeugenberichte in dieser Folge der Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ ein.

Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Redaktion: Tabea Soergel

Sprecherin: Johanna Geißler

Moderation: Martin Becker

Recherche: Mattis Kilian

Technik: Friedhelm Mund
1 Stunde 33 Minuten
Zwar trug der Marxismus-Leninismus durchaus Züge einer politischen Religion, indes vermochte die Staatsideologie der DDR die Bedeutung von Religion(en) und Glauben nicht vollständig zu verdrängen. Nach der Friedlichen Revolution hatte der Marxismus-Leninismus als Mittel des Machterhalts und der Herrschaftslegitimation ausgedient, und trotzdem trug der Systembruch kaum zum Bedeutungsgewinn von Religion und Glauben bei. Bis heute sind die ostdeutschen Bundesländer säkularisierter als die westdeutschen – wenngleich die überweltlichen Religionen auch im Westen Deutschlands an Bedeutung verlieren. Doch was an der ostdeutschen Entwicklung lässt sich als Vorläufer der westdeutschen interpretieren – und was als (zum Teil historisch bedingte) Geschichte eigener Art? Diese und andere Fragen wurden in der zwölften Veranstaltung der Reihe „Zukunftswerkstatt Einheit“ diskutiert.
21 Minuten
Diesmal wird es ziemlich wild: In Folge 3 der Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ erleben wir explodierende Radios und Bands, die anderthalb Stunden nach ihrer Gründung schon auf der Bühne stehen. Dafür gehen wir nach Leipzig und Berlin in den frühen 1980er-Jahren und lernen „Chaos“ und „Pankow“ kennen, beide Gründer von Punk-Bands der ersten Stunde in der DDR. Beide sind für ihre Musik und ihren Lebensstil von Polizei und Stasi brutal verfolgt worden – und haben sich doch nicht brechen lassen. Experten sind Jochen Voit und Bernd Lindner.

Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Redaktion: Tabea Soergel

Sprecherin: Johanna Geißler

Moderation: Martin Becker

Recherche: Mattis Kilian

Technik: Friedhelm Mund
18 Minuten
In Folge 2 der Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ geben uns Josephine Keßling und Chris Lopatta Einblicke in ihr junges unangepasstes Leben in der DDR und zeigen uns auch, dass es sich lohnen konnte, in der SED-Diktatur für die Nische zu kämpfen, in der man weitgehend tun und lassen konnte, was man mochte – ob nun in der Jungen Gemeinde in Halle oder als Fußballfan von Union Berlin. Experte ist der Historiker Stefan Wolle.

Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Redaktion: Tabea Soergel

Sprecherin: Johanna Geißler

Moderation: Martin Becker

Recherche: Mattis Kilian

Technik: Friedhelm Mund
18 Minuten
In Folge 1 der zehnteiligen Podcastreihe „Gegen alle Mauern“ geben Dorothea Fischer, Mitbegründerin der Jungen Gemeinde in Jena sowie Frank Ebert, damals Umwelt-Bibliothek Berlin (UB), unter anderem Einblick in das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zwang, in dem sich oppositionell eingestellte Jugendliche in der DDR bewegten. Experte ist Peter Wurschi, Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Eine Produktion von Musealis im Auftrag der Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland.

Redaktion: Tabea Soergel

Sprecherin: Johanna Geißler

Moderation: Martin Becker

Recherche: Mattis Kilian

Technik: Friedhelm Mund
1 Stunde 48 Minuten
2022 jähren sich zwei Ereignisse zum 30. Mal: das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen, als Rechtsextreme Ende August 1992 Geflüchtete und vietnamesische Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter terrorisierten und deren Wohnblock anzündeten, sowie der Anschlag auf zwei von türkeistämmigen Familien bewohnte Häuser in Mölln im November 1992, bei dem drei Menschen starben und neun schwer verletzt wurden. Die Angriffe reihten sich ein in die Welle von gewaltsamen Ausschreitungen und brutalen Übergriffen auf Menschen vor allem mit Migrationsgeschichte, die in den 1990er-Jahren das junge vereinte Deutschland erschütterte. Nur allzu oft geschahen die Taten unter stillschweigender Duldung bis hin zum aktiven Mittun politisch sonst eher unauffälliger Bürgerinnen und Bürger.

Aus Anlass dieser Jahrestage, aber auch vor dem Hintergrund der rassistischen und rechtsextremen Anschläge in Halle 2019 und Hanau 2020 als jüngste Beispiele für die andauernde Gewalt gegen als nicht-zugehörig markierte Personen haben wir am 18. August 2022 in ost-west-übergreifender Perspektive diskutiert.
1 Stunde 2 Minuten
Wieso waren die Kirchen in der DDR 1989 voll, aber kurz darauf wieder leer? Hat die evangelische Kirche in Ostdeutschland damals die historische Chance verpasst, Mitglieder zu gewinnen? Könnten nicht gerade die Kirchen unsere polarisierte Gesellschaft heute wieder stärker zusammenführen? Und bräuchte eigentlich auch die EKD einen Ostbeauftragten?

In der letzten Folge der East Side Stories sprechen die ehemalige Pröpstin Friederike von Kirchbach und der Pfarrer Dr. Justus Geilhufe über die Entwicklung der evangelischen Kirche in Ostdeutschland, über ihre Rolle in der Gesellschaft, das innerkirchliche Verhältnis zwischen Ost und West und darüber, was auch westdeutsche Gemeinden für die Zukunft von den ostdeutschen Brüdern und Schwestern lernen könnten.

Friederike von Kirchbach (*1955, Gersdorf in Sachsen) studierte Theologie in Leipzig und Jena und war ab 1986 in der kirchlichen Jugendarbeit in der DDR tätig. Anfang der 1990er-Jahre wurde sie Pfarrerin im sächsischen Kreischa. Sie war Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages und Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Bis zu ihrem Ruhestand war sie zuletzt Pfarrerin in Berlin-Kreuzberg.

Dr. Justus Geilhufe (*1990, Dresden) studierte Theologie und Philosophie in Jena, Princeton, München und Leipzig und hat in Göttingen promovierte. Seit 2021 ist er Gemeindepfarrer im mittelsächsischen Großschirma, Pfarrer der Domgemeinde Freiberg und Seelsorger an der Technischen Universität Freiberg.
57 Minuten
In dieser Folge unterhalten sich zwei ostdeutsche Filmemacher aus unterschiedlichen Generationen über die Bedingungen, unter den ihre Filme entstehen, was sie persönlich antreibt, ob die DEFA für sie noch eine Rolle spielt und ob es so etwas gibt wie eine ‚ostdeutsche Perspektiven‘ in der deutschen Filmszene.

Thomas Heise (*1955, Ost-Berlin) studierte in der DDR Regie, brach das Studium aber 1982 ab, um seine künstlerische Freiheit zu wahren. Er zählt heute zu den wichtigsten deutschen Dokumentarfilmern der Gegenwart.

Christoph Eder (*1987, Göhren auf Rügen) hat an der Filmuniversität Babelsberg Regie studiert. Sein dortiger Abschlussfilm mit dem Titel „Wem gehört mein Dorf“ wurde vielfach ausgezeichnet und für den Deutschen Filmpreis 2022 nominiert.