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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
36 Minuten
Das Literarische Sextett – der zeitgemäße Literatursalon

Jeden 3.Mittwoch um 18 Uhr in der P.Bar Provisorium 

Sieben (!) Autoren lesen jeweils etwa eine Viertelstunde. Alles ist unterschiedlich: die Qualität, das Geschlecht, das Alter sowieso. Es lesen schöne Männer, dürre Frauen, zickige Beamte, unterschätzte Sekretärinnen, überschätzte Journalistenschüler und geschätzte Alleinerziehende, Berufsbohemians, Fantasy-Nerds und gewitzte Wortverdreher, avantgardistische Hurz-Epigonen wie Kerkeling-Verächter. Nicht nur Agatha Christie oder Dante werden sich im Grabe umdrehen; auch die Zuhörer erfreuen sich mehr, oder auch weniger, beim Lauschen und Dösen nach dem Genuss feiner Tröpfchen, der Stimmen unserer Autoren.

Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr

Gastgeber ist Wanja Belaga.

Durch den Abend führt: Uwe Kullnick
40 Minuten
Eine Geschichte darüber, wie Fini endlich ihr Cello bekommt und mit seiner Hilfe den Klang ihres Lebens findet.

DAGMAR SAVAL

In Wien geboren, Studium der Romanischen Sprachen, Kunstgeschichte, Philosopie. In Wien, Genf,  Paris. Promotion. Private musikalische Ausbildung (Klavier, Cello). Bibliothekarsausbildung an der ÖNB, dann in der Theatersammlung der ÖNB /heute Theatermuseum, Wien.

Nach der Heirat mit dem Maler Ralph Wünsche, Westberlin/Berlin. Lektorin im Propyläen Verlag/Ullstein, Dramaturgie  in der Abteilung Fernsehspiel SFB/RBB, Akademie der Künste, Archiv Abteilung Darstellende Kunst, Berlin.

Zahlreiche Publikationen, Briefeditionen, meist Erstveröffentlichungen über Musik, Theater mit Schwerpunkt Exil 1933 -1945.

Szenisch – musikalische Lesungen in Berlin, Wien u.a. Städten
18 Minuten
Eine Rezension von Rosa Eidelpes

Den Text der Rezension lesen Sie hier.  Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.

Sprecherin ist: Marlisa Thumm
13 Minuten
Edgar Allan Poe wurde am 19. Januar 1809 in Boston, Massachusetts geboren und starb am 7. Oktober 1849 in Baltimore, Maryland.  Er war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Poe prägte entscheidend die Genres der Kriminalliteratur, der Science-Fiction und der Horrorliteratur. Seine Poesie wurde zum Fundament des Symbolismus und damit der modernen Dichtung.

Sprecher ist Uwe Kullnick
36 Minuten
Gedichte zu wichtigen Themen rund um den Nahostkonflikt. Bemerkenswerte politische Gedichte von Ellen Rohlfs.

In diesem Buch präsentiert die Menschenrechtlerin und Übersetzerin Milena Rampoldi des Presseportals für die Menschenrechte ProMosaik das Engagement der deutschen Menschenrechtlerin und Übersetzerin Ellen Rohlfs und eine Auswahl ihrer Gedichte zu wichtigen Themen rund um den Nahostkonflikt. Mit ausgewählten Gedichten und einem Nachwort von Dr. Milena Rampoldi.

Gedichte sind für die Autorin die Sprache der Seele; denn Poesie und Menschenrechtsarbeit, Kunst und Friedensarbeit lassen sich nicht voneinander trennen. Poesie für die Menschenrechte ist in diesem Sinne eine dialogische Poesie. Über die kolonialistische Beschaffenheit des Nahostkonflikts schreibt Milena Rampoldi: „Für mich ist der israelisch-palästinensische Konflikt kein religiöser Konflikt und kein Kampf zwischen Religionen, sondern ein Kampf um Land, Ressourcen, Siedlungen, Wasser und Macht. Aber Religionen können den Konflikt wiederum auf mikro-sozialer Ebene ohne Zweifel lösen.“

Die Menschenrechtsarbeit ist eine Lebensaufgabe und pessimistisch ausgedrückt ist sie eine Sisyphusarbeit, der aber Ellen Rohlfs unermüdlich nachgeht. Im Nachwort schreibt Evelyn Hecht-Galinski über Ellen Rohlfs: „Tatsächlich verbindet mich mit  Ellen ein politischer Einklang, da auch ich mich als bekennende Anti-Zionistin dagegen wehre, dass Deutschland dieses „besondere“ Verhältnis zu Israel pflegt, unter Ausblendung der international geächteten Völkerrechts- und Menschenrechtsverbrechen. Keine deutsche Staatsräson für die ethnische Säuberung Palästinas! Demzufolge gibt der Holocaust dem „Jüdischen Staat“ nicht das Recht als koloniales Terror-Regime im illegal besetzten Palästina zu herrschen und ein anderes Volk, das palästinensische, zu vertreiben, zu enteignen und jeglicher Rechte zu berauben.“

Sprecher: Uwe Kullnick
10 Minuten
Die französische Autorin Annie Ernaux betrachtet sich selbst im Alter von 18 Jahren, der Zeit ihrer größten Erniedrigung. Bewegend und ungeschönt.

Folgen Sie dem Link zum Artikel und entdecken Sie weitere besondere Mädchenschicksale auf AstroLibrium

Hier geht es zum Artikel 
8 Minuten
Maxim Billers brillante literarische Verarbeitung seiner Familiengeschichte im Roman „Sechs Koffer“

Eine Rezension von Doreen Mildner

Den Text der Rezension lesen Sie hier. 

Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.

Sprecherin ist: Marlisa Thumm
21 Minuten
In unserer Serie Sonntagslyrik hören Sie heute Gedichte von Novalis. Novalis war ein deutscher Schriftsteller der Frühromantik und Philosoph.

Sprecher ist Uwe Kullnick
22 Minuten
In diesen Tagen erschien im Verlag Buch&Media, München ein besonderes Buch von Norbert Göttler: “herbstwind wischpara” – Bairische Lyrik.

Gedichte in bairischer Mundart neigen leicht zum Lieblichen, Klischeehaften. Nicht so beim Bezirksheimatpfleger von Oberbayern Dr. Norbert Göttler. Seine philosophischen Texte zum Thema »Herbst« atmen das Erdige, Morbide, Schräge. Sie ziehen einen feinen Bogen zwischen Melancholie und bissigem Witz. Nicht selten zeichnen sie auch die gebrochenen Linien in Gesellschaft und Politik nach. Norbert Göttler gelingt es auf diese Weise, dem Dialekt seine ureigene Funktion wiederzugeben: unmittelbare Sprache der Seele zu sein.

Norbert Göttler wurde 1959 in Dachau geboren und studierte in München Philosophie, Theologie und Geschichte. Er arbeitet als Schriftsteller, Publizist und Fernsehregisseur (BR, ARD, 3sat, arte). Er veröffentlichte Lyrik, Romane und Kurzgeschichten. Göttler ist Mitglied des PENs, der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste sowie der Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber. 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2008 den Bayerischen Poetentaler. Seit 2012 ist er Bezirksheimatpfleger von Oberbayern.

Der Autor liest einige Gedichte aus seinem Buch: “herbstwind wischpara” hier im Literatur Radio Hörbahn.
39 Minuten
Man begegnet dem Autor bereits auf dem Cover, eingeladen durch ein Kunst-Foto von Engelbert Jost zu einer Reise in dieses faszinierende Gesicht eines Menschen. Die hier versammelten letzten Reisen sind keine Spaziergänge, aber auch keine entsagungsvollen Totengräbergeschichten; vielmehr ist hier ein scharf durchdringender Verstand verbunden mit tiefer Sicht und Einsicht am Werk, der ungebrochen jung und revolutionär von vereinzeltem Scheitern zwar erzählt – nichtsdestotrotz aufrührerisch und unbeirrt Wahrheiten offenlegt, die vielleicht noch nicht einmal eingetreten sind, aber bereits drohend am Horizont heraufziehen.

Im Grunde wird unser aller letzte Reise an skizziert, von der man noch nichts wissen kann. Doch ist dies eine Extrapolation meiner Erkenntnis, nicht aber der klassische und lakonische Erzählton dieser Hochspannungsliteratur. „Was wäre, wenn…“ und schon sitzt man in der Achterbahn… nach Morgen.

“Die letzte Reise”

enthält zwölf raffiniert geschriebene Erzählungen. Und immer schafft der Autor am Ende der Geschichten eine unerwartete Wendung. Er beschreibt nicht nur die reine Utopie, es ist vielmehr die erschreckende Wirklichkeit in ihrer Absurdität, faszinierend und schauderhaft zugleich. Bernhard Ganter versteht es wie kein anderer, den Leser zu fesseln.

Geschichten werden nicht erfunden, sie werden erträumt, werden erlebt, mit all den Gefühlen und Eigenschaften die in uns Menschen tief verwurzelt sind. Und so werden alle Geschichten wahr. Denn der Hass ist wahr, die Folter und der Krieg sind wahr, das Weinen ist wahr, die Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen ist wahr, und ebenso wahr ist auch die Dummheit. Der Heldenmut und die Feigheit sind wahr. Nur der Geschichtenschreiber, der Träumer, er ist damit der Lügner. Aber ist nicht auch die Lüge wahr? Die Geschichten in diesem Buch sind von gestern, sie sind von heute, und sie sind von morgen. und allesamt sind sie wahr, weil das Leben wahr ist, und die Hoffnung auf die Zukunft. Quelle Amazon

Musik: L’Arc~en~Ciel

Spielberg Verlag

Siehe weitere Beiträge von Bernhard Ganter bei Hörbahn “Die letzte Reise”
45 Minuten
Uwe Kullnick vom  Literatur Radio Hörbahn führt das Interview mit Prof. Dr. Thomas Anz, Herausgeber der Zeitschrift Literaturkritik.de   vom September 2015

Das Interview war gleichzeitig der Start für eine neue Sendereihe im Literatur Radio Hörbayern, die seitdem ohne Unterbrechung jede Woche ohne Unterbrechung läuft. Künftig kann man einige der Artikel aus Literaturkritik.de nicht nur lesen…

Die durch Werbung, Buchverkäufe und Lizenzvergaben erwirtschafteten Mittel dienen ausschließlich der Erhaltung und der Verbesserung des Rezensionsforums und der Förderung des Studienschwerpunktes. Wir bitten daher die Leserinnen und Leser des kostenfrei zugänglichen Rezensionsforums ausdrücklich um Unterstützung durch Bestellungen in unserer Buchhandlung bzw. bei unseren Partnern sowie vor allem durch ein Online-Abonnement unserer Angebote. Potentielle Sponsoren bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Zeitschrift, Buchhandlung und Verlag sind Bestandteile des TransMIT-Zentrums für Literaturvermittlung in den Medien. Dieses ist Teil der TransMIT Gesellschaft für Technologietransfer mbH (www.transmit.de), zu deren Trägern die mittelhessischen Hochschulen in Marburg und Gießen gehören. Die Gesellschaft ermöglicht und unterstützt unternehmerische Aktivitäten an Universitäten.

Ab Juli 2001 wurde im Umfeld des Studienschwerpunktes und in Kooperation mit der Universität Rostock das multimdediale Informations- und Lernsystem “Literaturkritik in Deutschland. Theorie und Praxis vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart” entwickelt. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms “Neue Medien in der Bildung” gefördert.

Alle Beiträge von Literaturkritik.de finden Sie hier

Bildnachweis

Ersteller:Herder-Institut

Urheberrecht:Herder-Institut
11 Minuten
Beim Betrachten einer Geigerin von der Proszeniumsloge aus findet man das zweite Augenpaar neben sich … Diese Gedichte entstanden zuerst in Italienisch und wurden dann in die Muttersprache zurückübersetzt.
23 Minuten
"Freischärler-Reminszenzen" Louise Aston wurde 1814 geboren und starb 1871. Sie war eine deutsche Schriftstellerin und Vorkämpferin für die demokratische Revolution (Märzrevolution) und die Frauenbewegung. 1814 in Gröningen als jüngstes von vier Kindern eines Konsistorialrats geboren, wird Louise Franziska Hoche mit 17 Jahren gegen ihre Willen mit dem in Magdeburg lebenden englischen Fabrikanten Samuel Aston verheiratet. Sie führt ei  extravagantes Leben und provoziert in Magdeburg und Göttingen, wo sie sich zeitweilig aufhält, wiederholt Skandale. Nach der Scheidung 1839 führt ihr offensiv gelebter Nonkonformismus - sie trägt Männerkleidung, raucht auf der Straße und lebt offene Beziehungen - zu regelmäßiger polizeilicher Überwachung wegen »unsittlicher Lebensweise« und schließlich zu ihrer Ausweisung als »staatsgefährliche Person«. Louise Aston schreibt neben einer Reihe von Romanen radikale Gedichte, die ihr heftige Kritik aus den Reihen der Frauenbewegung eintragen. Sie ist Herausgeberin der politischen Wochenzeitschrift »Der Freischärler. Für Kunst und sociales Leben« im Verlag von Leopold Lassar in Berlin. 1871 stirbt Louise Aston verarmt und politisch resigniert im Alter von 57 Jahren in Wangen im Allgäu an Brustwassersucht. Quelle Zeno.org Sprecher ist Uwe Kullnick
7 Minuten
Hartmut Merkt ist Schriftsteller und Literaturhistoriker. Schon früh beschäftigte er sich intensiv mit Georg Trakl und Paul Celan sowie mit Franz Kafka. Er gab die Zeitschrift „Bisbala“ heraus und gründete die Gruppe Literateam. Seine Literatur stellt eine Symbiose aus Magie und Realismus dar und weist ihn auch dem sogenannten magischen Realismus zu. Hören Sie seine kurze Geschichte „Augenrollen zum Beispiel“ Ein etwas verstörendes Stück „Realismus“ Es liest Uwe Kullnick