Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
29 Minuten
Drei Sachbücher vermitteln zwischen damals und heute
Theodor Fontanes Romanwerk ist eine bewundernswerte Altersleistung. Zwischen seinem 60. und 80. Lebensjahr hat der Autor 16 Romane veröffentlicht, in seinem Nachlass befand sich noch ein weiterer Roman. Ihr Bogen spannt sich von den beiden frühesten historischen Romanen über Preußens schwerste Krisenzeit zu Anfang des 19. Jahrhunderts bis zu den Zeitromanen der letzten Jahre. Ging man früher von einem „heiteren Darüberstehen“ des Autors über seine Gestalten und Begebenheiten aus, wird seit mehr als einem halben Jahrhundert immer stärker der Gesellschaftsschilderer, der Zeitkritiker Fontane wahrgenommen, der das Zeittypische im Persönlichen, das Repräsentative im „besonderen Fall“ einfing …
Eine Rezension von Klaus Hammer
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecher ist Uwe Kullnick
Theodor Fontanes Romanwerk ist eine bewundernswerte Altersleistung. Zwischen seinem 60. und 80. Lebensjahr hat der Autor 16 Romane veröffentlicht, in seinem Nachlass befand sich noch ein weiterer Roman. Ihr Bogen spannt sich von den beiden frühesten historischen Romanen über Preußens schwerste Krisenzeit zu Anfang des 19. Jahrhunderts bis zu den Zeitromanen der letzten Jahre. Ging man früher von einem „heiteren Darüberstehen“ des Autors über seine Gestalten und Begebenheiten aus, wird seit mehr als einem halben Jahrhundert immer stärker der Gesellschaftsschilderer, der Zeitkritiker Fontane wahrgenommen, der das Zeittypische im Persönlichen, das Repräsentative im „besonderen Fall“ einfing …
Eine Rezension von Klaus Hammer
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecher ist Uwe Kullnick
26 Minuten
Paul Carl Wilhelm Scheerbart wurde am 8. Januar 1863 in Danzig geboren und starb am 15. Oktober 1915 in Berlin, Er war auch unter seinen Pseudonymen Kuno Küfer und Bruno Küfer bekannt. Scheerbart war ein deutscher Schriftsteller phantastischer Literatur und auch ein Zeichner. Der junge Ernst Rowohlt verlegte 1909 Scheerbarts skurrile Gedichtsammlung Katerpoesie als eines der ersten Bücher des Rowohlt Verlags. Der Schlussvers des Gedichts “Sei sanft und höhnisch” lautet: „Charakter ist nur Eigensinn. Es lebe die Zigeunerin!“ Diesen Vers pflegte Rowohlt oft zu zitieren.
Sprecher ist Uwe Kullnick
Sprecher ist Uwe Kullnick
1 Stunde 21 Minuten
Ein Beitrag von Alexander Bertsch über Leben und Werk von Jean-Paul Sartre (1905-1980)
Vorgetragen von Alexander Bertsch im Kleist-Archiv Sembdner am 17. Oktober 2005
Sprecher ist Uwe Kullnick
Jean Paul Sartre
Jean-Paul Charles Aymard Sartre geboren am 21. Juni 1905 in Paris; gestroben am 15. April 1980 ebenfalls in Paris) war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus und als Paradefigur der französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts.
Alexander Bertsch
1940 in Heilbronn geboren. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Musik in Tübingen und Stuttgart. Er lebt heute in Abstatt bei Heilbronn. 1987 erschien der Lyrikband Fluchtpunkte, es folgten die Romane Wie Asche im Wind (1993), Die endliche Reise (1999), Die Liebe, die Kunst und der Tod (2004), der Erzählband Philemons Aufzeichnungen (2006), sowie der Lyrikband Dämmerungswelten (2010). 2014 erschien der Roman Eine Sinfonie der Welt, 2015 die Fluchtgeschichte Kein Fährmann wartet am Totenfluss und 2017 der Kriminalroman Mörderische Ausgrenzungen. Außerdem schrieb Bertsch Texte für literarisches Kabarett und Theaterstücke: Träume flussabwärts (Musical, 1993), Käthchen in verschiedenen Varianten für das Theaterschiff Heilbronn (1995/96). Die listigen Weiber von Weinsberg (Schauspiel mit Musik, Weibertreufestspiele 2000), Letzte Tage in Marseille – Arthur Rimbaud, Schauspiel (Theaterschiff Heilbronn 2013). Teilnahme mit Textbeiträgen an dem Kulturprojekt ‚Segni die Pace‘ (Zeichen des Friedens) der Universität Rom (2001).
Vorgetragen von Alexander Bertsch im Kleist-Archiv Sembdner am 17. Oktober 2005
Sprecher ist Uwe Kullnick
Jean Paul Sartre
Jean-Paul Charles Aymard Sartre geboren am 21. Juni 1905 in Paris; gestroben am 15. April 1980 ebenfalls in Paris) war ein französischer Romancier, Dramatiker, Philosoph und Publizist. Er gilt als Vordenker und Hauptvertreter des Existentialismus und als Paradefigur der französischen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts.
Alexander Bertsch
1940 in Heilbronn geboren. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Musik in Tübingen und Stuttgart. Er lebt heute in Abstatt bei Heilbronn. 1987 erschien der Lyrikband Fluchtpunkte, es folgten die Romane Wie Asche im Wind (1993), Die endliche Reise (1999), Die Liebe, die Kunst und der Tod (2004), der Erzählband Philemons Aufzeichnungen (2006), sowie der Lyrikband Dämmerungswelten (2010). 2014 erschien der Roman Eine Sinfonie der Welt, 2015 die Fluchtgeschichte Kein Fährmann wartet am Totenfluss und 2017 der Kriminalroman Mörderische Ausgrenzungen. Außerdem schrieb Bertsch Texte für literarisches Kabarett und Theaterstücke: Träume flussabwärts (Musical, 1993), Käthchen in verschiedenen Varianten für das Theaterschiff Heilbronn (1995/96). Die listigen Weiber von Weinsberg (Schauspiel mit Musik, Weibertreufestspiele 2000), Letzte Tage in Marseille – Arthur Rimbaud, Schauspiel (Theaterschiff Heilbronn 2013). Teilnahme mit Textbeiträgen an dem Kulturprojekt ‚Segni die Pace‘ (Zeichen des Friedens) der Universität Rom (2001).
11 Minuten
Hendrike Witt analysiert umsichtig die Bibel-Zitate in Schmidts Frühwerk.
Hendrike Witts Studie Arno Schmidt und die Heilige Schrift behandelt die Auseinandersetzung Arno Schmidts (1914–1979) mit dem Christentum unter besonderer Berücksichtigung seiner direkten und indirekten Bibelzitate. Ausführlich besprochen werden fünf Erzählungen, von dem 1946 entstandenen Leviathan bis zu Kaff auch Mare Crisium von 1959/60. Einführende Abschnitte informieren über die Rolle der Bibel in der Literatur allgemein sowie über die Theorie der Intertextualität und ihre verschiedenen Konzepte. Weiterhin legt ein Kapitel über Schmidt und Heinrich Böll Gemeinsamkeiten und Gegensätze der beiden Nachkriegsautoren dar. Diese Teile des Buches ordnen Schmidts Positionen historisch ein. …
Eine Rezension von Martin Lowsky
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecher ist Uwe Kullnick
Hendrike Witts Studie Arno Schmidt und die Heilige Schrift behandelt die Auseinandersetzung Arno Schmidts (1914–1979) mit dem Christentum unter besonderer Berücksichtigung seiner direkten und indirekten Bibelzitate. Ausführlich besprochen werden fünf Erzählungen, von dem 1946 entstandenen Leviathan bis zu Kaff auch Mare Crisium von 1959/60. Einführende Abschnitte informieren über die Rolle der Bibel in der Literatur allgemein sowie über die Theorie der Intertextualität und ihre verschiedenen Konzepte. Weiterhin legt ein Kapitel über Schmidt und Heinrich Böll Gemeinsamkeiten und Gegensätze der beiden Nachkriegsautoren dar. Diese Teile des Buches ordnen Schmidts Positionen historisch ein. …
Eine Rezension von Martin Lowsky
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecher ist Uwe Kullnick
11 Minuten
Michel Houellebecq hält in „Serotonin“ einer erkrankten Gesellschaft den Spiegel vor und nimmt dafür in Kauf, zum Vorzeigeautor der Neuen Rechten zu werden. Zu Unrecht?
Der Fehler, den nicht wenige Leser und Kritiker mit den Romanen Michel Houellebecqs machen, besteht weniger in der Identifikation von Autor und Erzähler, sondern vielmehr in einem unsicheren Umgang mit der in den Texten sowie in öffentlichen Äußerungen zur Schau gestellten affirmativen Haltung angesichts der kontroversen Themen, die dort zu lesen sind. Da ist schnell die Rede vom ‚Provokateur‘, mal als Vorwurf, mal als Lob. Ein Intellektueller, der die emotional diskutierten Themen unserer Zeit anpackt und sie zum Romanstoff verarbeitet. …
Eine Rezension von Sascha Seiler
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecher ist Uwe Kullnick
Der Fehler, den nicht wenige Leser und Kritiker mit den Romanen Michel Houellebecqs machen, besteht weniger in der Identifikation von Autor und Erzähler, sondern vielmehr in einem unsicheren Umgang mit der in den Texten sowie in öffentlichen Äußerungen zur Schau gestellten affirmativen Haltung angesichts der kontroversen Themen, die dort zu lesen sind. Da ist schnell die Rede vom ‚Provokateur‘, mal als Vorwurf, mal als Lob. Ein Intellektueller, der die emotional diskutierten Themen unserer Zeit anpackt und sie zum Romanstoff verarbeitet. …
Eine Rezension von Sascha Seiler
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecher ist Uwe Kullnick
27 Minuten
Wieland war einer der bedeutendsten Schriftsteller der Aufklärung im deutschen Sprachgebiet und der Älteste des klassischen Viergestirns von Weimar, zu dem er neben Johann Gottfried Herder, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller gezählt wurde. Wieland veröffentlichte seine Gedichte, wie die meisten anderen Werke, zuerst in der von ihm selbst 1773-1789 in 68 Bänden herausgegebenen Zeitschrift »Der Teutsche Merkur«.
Sprecher ist Uwe Kullnick
Sprecher ist Uwe Kullnick
1 Stunde 6 Minuten
Dr. Dieter R. Fuchs aus seinem dritten Buch „Zhulong – ein Drache erwacht“.
Der anerkannte Spezialist für Netsuke* (gesprochen Netske) entwickelt eine Erzählung über ein Mädchen, dass in einem Schaufenster in China ein Amulett aus Jade entdeckt, in dem ein uraltes Drachenwesen gefangen ist. Alles Weitere wird in der Lesung verraten.
Im anschließenden Interview verrät Dieter R. Fuchs viel über die Netsuke und seine Leidenschaft für die ostasiatischen Kulturen.
Der anerkannte Spezialist für Netsuke* (gesprochen Netske) entwickelt eine Erzählung über ein Mädchen, dass in einem Schaufenster in China ein Amulett aus Jade entdeckt, in dem ein uraltes Drachenwesen gefangen ist. Alles Weitere wird in der Lesung verraten.
Im anschließenden Interview verrät Dieter R. Fuchs viel über die Netsuke und seine Leidenschaft für die ostasiatischen Kulturen.
28 Minuten
Isabella Feimers lyrische Sprache ist körperlich erfahrbar, zwischen Sprachen und physikalischen Stofflichkeiten, zwischen Begeisterung und Angst changierend. Dann wird sie wieder knapp, verdichtet sich zu neuen Worten und düsteren Naturbeschreibungen. In balladenhafter Form holt Feimer aus, greift bis in die Kindheit zurück und dichtet sich durch den Kosmos bis zum Zustand Europas. Das Du bleibt stets Projektionsfläche, die Narration wird stets gebrochen. Während man zuerst einmal mit den vielen Eindrücken dieser sinnlichen Sprache konfrontiert ist, bringt die Autorin subtil die großen Themen der Gegenwart aufs Tapet
8 Minuten
Eine Rezension von Manfred Orlick
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecherin ist: Marlisa Thumm
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecherin ist: Marlisa Thumm
24 Minuten
Arno Geiger hat ein äußerst berührendes Buch über seinen Vater geschrieben, der trotz seiner Alzheimerkrankheit mit Vitalität und Klugheit beeindruckt. Im Alltag ist der Vater oft hellwach, aber seine Vergangenheit, sein Haus und seine Kinder hat er vergessen. Arno Geiger erzählt, wie er nochmals Freundschaft mit seinem Vater schließt und ihn viele Jahre begleitet. Er entdeckt, dass es auch mit der Krankheit bei seinem Vater noch alles gibt: Charme, Witz, Selbstbewusstsein und Würde. Ein lebendiges, oft komisches Buch, das von einem Leben erzählt, das es immer noch zutiefst wert ist, gelebt zu werden. Quelle Amazon
Uwe Kullnick, der damalige Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes FDA, unterhielt sich mit dem Preisträger. Heraus kam eine ungewöhnliche, wenngleich bei vielen Menscen zu erhoffende Einstellung des Autors und Menschen.
Arno Geiger erhielt den FDA Literaturpreis für Respekt, Toleranz und Humanität. Für sein Buch “Der alte König in seinem Exil”
“Demenz bedeutet kein Leben ohne Lachen, Liebe und Glück. Elternschaft besteht auch darin, den Kindern einen guten Umgang mit Krankheit und Alter zu schenken, und damit der großartige Begleiter zu bleiben, der man zuvor war.”
Uwe Kullnick, der damalige Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes FDA, unterhielt sich mit dem Preisträger. Heraus kam eine ungewöhnliche, wenngleich bei vielen Menscen zu erhoffende Einstellung des Autors und Menschen.
Arno Geiger erhielt den FDA Literaturpreis für Respekt, Toleranz und Humanität. Für sein Buch “Der alte König in seinem Exil”
“Demenz bedeutet kein Leben ohne Lachen, Liebe und Glück. Elternschaft besteht auch darin, den Kindern einen guten Umgang mit Krankheit und Alter zu schenken, und damit der großartige Begleiter zu bleiben, der man zuvor war.”
9 Minuten
Mit starkem Pinselstrich gegen den Kitsch. Niedlich war gestern:
„Der kleine Prinz“ in der Übersetzung von Peter Sloterdijk und mit neuen Illustrationen von Nicolas Mahler. Rezension von Hannelore Piehler.
Gleich vorneweg: Den berühmtesten Satz ließ Peter Sloterdijk unangetastet. Anders als beim Literaten Hans Magnus Enzensberger, der daraus ein sperriges Satzkonstrukt bastelte („Man begreift gar nichts, wenn das Herz nicht dabei ist. Das, worauf es ankommt, ist mit bloßem Auge nicht zu sehen.“), lauten die Zeilen in der Neuübersetzung Sloterdijks weiterhin schlicht: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Er habe darüber nachgedacht, hier anders zu übersetzen, erzählte der Philosoph bei der Präsentation seiner neuen Übersetzung Anfang Dezember 2015 in Berlin. Dann aber habe er ihn einfach so gelassen: „Der Satz hat eine Klassizität erlangt, die man ihm nicht nehmen kann.“ ….
Eine Rezension von Hannelore Piehler
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecherin ist: Susanna Bummel-Vohland
„Der kleine Prinz“ in der Übersetzung von Peter Sloterdijk und mit neuen Illustrationen von Nicolas Mahler. Rezension von Hannelore Piehler.
Gleich vorneweg: Den berühmtesten Satz ließ Peter Sloterdijk unangetastet. Anders als beim Literaten Hans Magnus Enzensberger, der daraus ein sperriges Satzkonstrukt bastelte („Man begreift gar nichts, wenn das Herz nicht dabei ist. Das, worauf es ankommt, ist mit bloßem Auge nicht zu sehen.“), lauten die Zeilen in der Neuübersetzung Sloterdijks weiterhin schlicht: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“. Er habe darüber nachgedacht, hier anders zu übersetzen, erzählte der Philosoph bei der Präsentation seiner neuen Übersetzung Anfang Dezember 2015 in Berlin. Dann aber habe er ihn einfach so gelassen: „Der Satz hat eine Klassizität erlangt, die man ihm nicht nehmen kann.“ ….
Eine Rezension von Hannelore Piehler
Den Text der Rezension lesen Sie hier.
Alle bisherigen Radio-Rezensionen finden Sie hier.
Sprecherin ist: Susanna Bummel-Vohland
14 Minuten
Susanna Bummel-Vohland spricht mit Alexandra Ernst über die Gründe, warum manche Menschen erst später lesen und schreiben lernen und ihre Erfolgsgeschichte als Autorin. Alexandra Ernst berichtet über ihren Werdegang und macht allen Mut, immer weiter voran kommen zu wollen. So versteht sie sich auch als Inklusions-Botschafterin. Sie schreibt in Standardsprache, ist aber auch Übersetzerin für Einfache Sprache. Susanna Bummel-Vohland führte das Gespräch mit ihr am Stand des Alfa-Selbsthilfe Dachverbands. Für alle Interessierten die Kontaktadresse: saluma.ev@t-online.de
22 Minuten
Gedichte: "Aber in Wirklichkeit"
I… aber in Wirklichkeit! …
Ja, „In Wirklichkeit“ wäre ein gutes Schlagwort – oder auch „Weiß“, der Titel ihres 2014 in Warschau erschienen Gedichtbandes (Zweisprachig: Weiß / Biel ).
Ansonsten wäre zu ergänzen, dass Bettina Wöhrmann über Marina Zwetajewa promoviert und auch vieles von ihr übersetzt hat (Oberbaum Verlag). Das hat auch mit ihrer Lyrik zu tun. Auch Anna Achmatova („Poem ohne Held“), Boris Pasternak, Joseph Brodsky, Jelena Schwarz und Gennadyj Ajgi hat Bettina Wöhrmann übersetzt. Daneben arbeitet sie auch für Literaturzeitschrift OSTRAGEHEGE (Dresden).
Sprecherin: Bettina Woehrmann
I… aber in Wirklichkeit! …
Ja, „In Wirklichkeit“ wäre ein gutes Schlagwort – oder auch „Weiß“, der Titel ihres 2014 in Warschau erschienen Gedichtbandes (Zweisprachig: Weiß / Biel ).
Ansonsten wäre zu ergänzen, dass Bettina Wöhrmann über Marina Zwetajewa promoviert und auch vieles von ihr übersetzt hat (Oberbaum Verlag). Das hat auch mit ihrer Lyrik zu tun. Auch Anna Achmatova („Poem ohne Held“), Boris Pasternak, Joseph Brodsky, Jelena Schwarz und Gennadyj Ajgi hat Bettina Wöhrmann übersetzt. Daneben arbeitet sie auch für Literaturzeitschrift OSTRAGEHEGE (Dresden).
Sprecherin: Bettina Woehrmann
19 Minuten
Sprecherin ist Katharina Glück
Das Thema “Nichts ist wahr, alles ist erlaubt” haben wir aus Friedrich Nietzsches Traktat ‚Also sprach Zarathustra’ entnommen, getrieben von einem differenzierten Gefühl davon, was wahr sein will, oder erlaubt. Der Irakkrieg wurde auf Basis von Fakten erklärt, die sich Jahre später von Anbeginn als unrichtig entpuppt haben, die Wahrheiten über den Syrienkrieg oder den Ukrainekonflikt scheinen eine Frage der Perspektive zu sein. Ist die Wahrheit so komplex, dass wir sie nicht ermessen können oder liegt sie einfach meist oder immer im Auge des Betrachters? Degeneriert die Wahrheit technologisch zu einem Algorithmus dessen, was die meisten wollen, suggestiv gesteuert durch weltumspannende Macht-Netzwerke? Ist das Internet ihre Demokratisierung oder ihre Verklappung in Masse und Konsum? Und im Privaten genauso? Ist eigentlich nichts wahr, in unseren Partnerschaften, in den Beziehungen zu Freunden und Bekannten? Ist die Lüge im Interesse der eigenen Darstellung der Normalfall? Alles nur ein Fegefeuer der Eitelkei
(Text aus: http://www.zuendeln.de/?p=7266)
“mich hat die frage danach immer fasziniert, die theologische frage: „was ist wahrheit“ – die frage, die pilatus stellt – und auf die es ja keine antwort gibt. Zum terminus wahrheit gibt es kein frage- und antwortspiel. Es wird immer eine form des hinanreichens sein, der erkenntnis – auch der subtext der beziehung, erotik, sexualität: vollkommenheit im stückwerk – das, was wir kennen sehen wir – ich habe bewusst diese frage in den erotischen konnex gestellt, weil uns geschöpfe da ein ringen um wahrheit zum du hin und als philosophisch/theologische anwandlung …”
Das Thema “Nichts ist wahr, alles ist erlaubt” haben wir aus Friedrich Nietzsches Traktat ‚Also sprach Zarathustra’ entnommen, getrieben von einem differenzierten Gefühl davon, was wahr sein will, oder erlaubt. Der Irakkrieg wurde auf Basis von Fakten erklärt, die sich Jahre später von Anbeginn als unrichtig entpuppt haben, die Wahrheiten über den Syrienkrieg oder den Ukrainekonflikt scheinen eine Frage der Perspektive zu sein. Ist die Wahrheit so komplex, dass wir sie nicht ermessen können oder liegt sie einfach meist oder immer im Auge des Betrachters? Degeneriert die Wahrheit technologisch zu einem Algorithmus dessen, was die meisten wollen, suggestiv gesteuert durch weltumspannende Macht-Netzwerke? Ist das Internet ihre Demokratisierung oder ihre Verklappung in Masse und Konsum? Und im Privaten genauso? Ist eigentlich nichts wahr, in unseren Partnerschaften, in den Beziehungen zu Freunden und Bekannten? Ist die Lüge im Interesse der eigenen Darstellung der Normalfall? Alles nur ein Fegefeuer der Eitelkei
(Text aus: http://www.zuendeln.de/?p=7266)
“mich hat die frage danach immer fasziniert, die theologische frage: „was ist wahrheit“ – die frage, die pilatus stellt – und auf die es ja keine antwort gibt. Zum terminus wahrheit gibt es kein frage- und antwortspiel. Es wird immer eine form des hinanreichens sein, der erkenntnis – auch der subtext der beziehung, erotik, sexualität: vollkommenheit im stückwerk – das, was wir kennen sehen wir – ich habe bewusst diese frage in den erotischen konnex gestellt, weil uns geschöpfe da ein ringen um wahrheit zum du hin und als philosophisch/theologische anwandlung …”
42 Minuten
Das Literarische Sextett – der zeitgemäße Literatursalon
Jeden 3. Mittwoch um 18 Uhr in der P.Bar Provisorium
Sieben (!) Autoren lesen jeweils etwa eine Viertelstunde. Alles ist unterschiedlich: die Qualität, das Geschlecht, das Alter sowieso. Es lesen schöne Männer, dürre Frauen, zickige Beamte, unterschätzte Sekretärinnen, überschätzte Journalistenschüler und geschätzte Alleinerziehende, Berufsbohemians, Fantasy-Nerds und gewitzte Wortverdreher, avantgardistische Hurz-Epigonen wie Kerkeling-Verächter. Nicht nur Agatha Christie oder Dante werden sich im Grabe umdrehen; auch die Zuhörer erfreuen sich mehr, oder auch weniger, beim Lauschen und Dösen nach dem Genuss feiner Tröpfchen, der Stimmen unserer Autoren.
Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr
Gastgeber ist Wanja Belaga.
Durch den Abend führt: Uwe Kullnick
Jeden 3. Mittwoch um 18 Uhr in der P.Bar Provisorium
Sieben (!) Autoren lesen jeweils etwa eine Viertelstunde. Alles ist unterschiedlich: die Qualität, das Geschlecht, das Alter sowieso. Es lesen schöne Männer, dürre Frauen, zickige Beamte, unterschätzte Sekretärinnen, überschätzte Journalistenschüler und geschätzte Alleinerziehende, Berufsbohemians, Fantasy-Nerds und gewitzte Wortverdreher, avantgardistische Hurz-Epigonen wie Kerkeling-Verächter. Nicht nur Agatha Christie oder Dante werden sich im Grabe umdrehen; auch die Zuhörer erfreuen sich mehr, oder auch weniger, beim Lauschen und Dösen nach dem Genuss feiner Tröpfchen, der Stimmen unserer Autoren.
Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr
Gastgeber ist Wanja Belaga.
Durch den Abend führt: Uwe Kullnick