Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
26 Minuten
Hier findet ihr auch eine Einschätzung meiner Person von Freunden und Kennern. Ich würde mich freuen, ihr könntet das noch ergänzen. Ein paar vermisse ich schon, besonders die meiner Frau. Es war ungewöhnlich, aber wer dürfte denn über sich schreiben
„Ein im sehr eigenen Kopf reisender, der nie ankommt und dabei liebevoll nervt. Ein Erzähler – kein Erfinder!“
„Ein immer jung Gebliebener mit einem wachen Geist, ein Dichter, ein Denker und ein Träumer.“
„Ein großes Herz, barock, ein Erfahrener zwischen Leben und Tod, große Bandbreite, Sehnsucht nach dem Unfassbaren, auch ein Schalk, ein Klarblickender, ein Sarkast ab und an, ein Zyniker, Blick in die Weite. Ein Erzählender mit Tiefe. Nichts zwischen Himmel und Erde ist ihm fremd.“
„Ein gebildeter Bär aus 1001 Nacht.“
„mitm Glaeschen Rotwein in Ungarn vorm Haeuschen sitzen“
„Glücklicher alter Mann mit junger schöner Frau.“
„Ein Suchender, der seine Suche grandios beschreibt“
„Typisch Lehrer.“
„Ein kluger Kopf und Denker. Ein Mensch, der die Öffentlichkeit sucht und liebt.“
Es las Susanna Bummel-Vohland
„Ein im sehr eigenen Kopf reisender, der nie ankommt und dabei liebevoll nervt. Ein Erzähler – kein Erfinder!“
„Ein immer jung Gebliebener mit einem wachen Geist, ein Dichter, ein Denker und ein Träumer.“
„Ein großes Herz, barock, ein Erfahrener zwischen Leben und Tod, große Bandbreite, Sehnsucht nach dem Unfassbaren, auch ein Schalk, ein Klarblickender, ein Sarkast ab und an, ein Zyniker, Blick in die Weite. Ein Erzählender mit Tiefe. Nichts zwischen Himmel und Erde ist ihm fremd.“
„Ein gebildeter Bär aus 1001 Nacht.“
„mitm Glaeschen Rotwein in Ungarn vorm Haeuschen sitzen“
„Glücklicher alter Mann mit junger schöner Frau.“
„Ein Suchender, der seine Suche grandios beschreibt“
„Typisch Lehrer.“
„Ein kluger Kopf und Denker. Ein Mensch, der die Öffentlichkeit sucht und liebt.“
Es las Susanna Bummel-Vohland
1 Stunde 21 Minuten
Der Neuschwanstein-Thriller „Ohne Herz“ von Markus Richter, die Fortsetzung seines Überraschungserfolges „Ins Herz“, das Highlight der Edition Tingeltangel des Jahres 2019 sein.
1 Stunde 13 Minuten
Mini ist eine Banane: außen gelb und innen weiß. Ihr Vater hingegen bleibt durch und durch gelb: Er spricht nur gebrochen Deutsch und betreibt ein Chinarestaurant. Als ihr Vater ins Krankenhaus kommt, muss Mini im Restaurant schuften, sich mit dem trotzigen Koch streiten – und sie kann Bela nicht wiedertreffen, bei dem sie so viel Ruhe gefunden hat. Dann reist auch noch Onkel Wu an. Der traditionsbewusste Chinese holt die Vergangenheit wieder hoch: das frühere Leben, die gefährliche Flucht als Boatpeople aus Vietnam. Poetisch, klug, unterhaltsam: Der ungewöhnliche Roman erzählt von der Tragik des Andersseins, der Suche nach Heimat – und der Suche nach Glück.
Que Du Luu, 1973 in Südvietnam (Saigon/Cholon) geboren, ist chinesischer Abstammung. Nach Ende des Vietnamkriegs flüchtete die Familie wie Millionen andere Boatpeople über das Meer. Es folgte ein fast einjähriger Aufenthalt in einem thailändischen Flüchtlingslager.
In Deutschland betrieben die Eltern später ein China-Restaurant. Luu wuchs in Herford auf und lebt in Bielefeld. Sie studierte Germanistik und Philosophie. Vor und während des Studiums arbeitete sie unter anderem in der Gastronomie, in der Pflege, Altenpflege, als Nachtwache in der Psychiatrie.
Que Du Luu, 1973 in Südvietnam (Saigon/Cholon) geboren, ist chinesischer Abstammung. Nach Ende des Vietnamkriegs flüchtete die Familie wie Millionen andere Boatpeople über das Meer. Es folgte ein fast einjähriger Aufenthalt in einem thailändischen Flüchtlingslager.
In Deutschland betrieben die Eltern später ein China-Restaurant. Luu wuchs in Herford auf und lebt in Bielefeld. Sie studierte Germanistik und Philosophie. Vor und während des Studiums arbeitete sie unter anderem in der Gastronomie, in der Pflege, Altenpflege, als Nachtwache in der Psychiatrie.
1 Stunde 12 Minuten
Prof. Höllmann ist emeritierter Professor Sinologie, chinesische Archäologie und Kunst sowie Ethnologie an der Universität München. Derzeit ist er in der zweiten Amtsperiode Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Wir sprechen mit ihm über sein neues Buch in dem es um politische Gedichte aus dem alten China geht. Sein besonderer Untertitel ist: “Um mich von wichtigeren Dingen abzulenken, habe ich in den letzten Wochen einige antike politische Gedichte aus dem Chinesischen übersetzt.“ Er hatte die ungewöhnliche Idee sie per Mail zu versenden und schrieb dazu an die Adressaten: „Diese werde ich nun regelmäßig unter dem Betreff ‘Tagesgedicht’ versenden. Damit soll nicht zuletzt die notwendig gewordene Abschottung ein wenig durchbrochen werden.”
Er versendete die erste mail am 22. März 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie an einen kleinen Kreis lyrikaffiner Freunde und Bekannter verschickte. Das roughbook Nr. 51 versammelt diese digitale Ritualfolge nun zu einer Anthologie aus insgesamt 60 Texten, die von der analytischen Klarheit und sprachlichen Wucht der Poesie zeugen und von der ‘respektvollen Rücksichtslosigkeit’ der Übersetzung.
Im Anhang des Bandes, der eine Zeitspanne vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 12. Jahrhundert abdeckt, erleichtern Kurzbiographien der Autoren und Verweise auf den historischen Kontext den Zugang zu den Gedichten. Zum Beispiel: “Wenn das Lebensende naht, kommen doch nur die Schmeißfliegen, um ihr Beileid zu bekunden” (von Hanshan, aus dem 7. Jahrhundert). Hören Sie nun eine Auswahl der Gedichte, gelesen vom Autor und anschließend ein Gespräch zwischen Prof. Höllmann und Dr. Uwe Kullnick
Er versendete die erste mail am 22. März 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandemie an einen kleinen Kreis lyrikaffiner Freunde und Bekannter verschickte. Das roughbook Nr. 51 versammelt diese digitale Ritualfolge nun zu einer Anthologie aus insgesamt 60 Texten, die von der analytischen Klarheit und sprachlichen Wucht der Poesie zeugen und von der ‘respektvollen Rücksichtslosigkeit’ der Übersetzung.
Im Anhang des Bandes, der eine Zeitspanne vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 12. Jahrhundert abdeckt, erleichtern Kurzbiographien der Autoren und Verweise auf den historischen Kontext den Zugang zu den Gedichten. Zum Beispiel: “Wenn das Lebensende naht, kommen doch nur die Schmeißfliegen, um ihr Beileid zu bekunden” (von Hanshan, aus dem 7. Jahrhundert). Hören Sie nun eine Auswahl der Gedichte, gelesen vom Autor und anschließend ein Gespräch zwischen Prof. Höllmann und Dr. Uwe Kullnick
21 Minuten
Zahlreiche Nachrufe und etliche Neuerscheinungen zum 100. Geburtstag des jüdischen Nachkriegsdichters und Holocaustüberlebenden Paul Celan belegen auch 50 Jahre nach dessen Selbstmord die anhaltende Aktualität und Bedeutung seines außergewöhnlichen und in vieler Hinsicht einzigartigen lyrischen Werks, das sich sprachlich so radikal wie kein anderes mit der Shoah auseinandersetzt. …
Eine Rezension von Annette Vieth
Den Text der Rezension finden Sie hier.
Es sprach Uwe Kullnick
Eine Rezension von Annette Vieth
Den Text der Rezension finden Sie hier.
Es sprach Uwe Kullnick
29 Minuten
Die junge amerikanische Autorin beschreibt in dieser „autobiographischen Erzählung“ das Innenleben einer orthodoxen jüdischen Gemeinschaft in New York, in der sie aufwächst. Schon früh fangt sie an, Zweifel zu hegen und sich innerlich zu diesem Leben Fragen zu stellen. In ihrer arrangierten Ehe wird sie nicht glücklich, als die Einschulung ihres dreijährigen Sohnes in die Cheder ansteht, fasst sie den Entschluss, sich von der Gemeinschaft zu trennen und ein säkulares Leben zu führen. Deborah Feldmann lebt heute mit ihrem Sohn in Berlin, sie hat dort eine neue Heimat gefunden. …
Sprecher ist Gerhard Luhofer
Sprecher ist Gerhard Luhofer
50 Minuten
Eine Sammlung von Gedichten der zeitgenössischen Dichterin aus Uganda, Carolyne Afroetry MA, in der deutschen Übersetzung von Milena Rampoldi von ProMosaik
Die Themen sind Frau, Liebe, Konflikt und Beziehung.
Der Untertitel lautet “Tagebuch einer ungeliebten Frau”.
Ein Auszug:
Die Zeit schwebt wie ein Hubschrauber in der Luft
Die Temperatur deiner Lust
Steigt auf wie Dampf.
Du gehst in meinem Leben ein und aus
Wie eine Drehtür.
Wie ein Nomade.
Deine Anwesenheit ist von kurzer Dauer.
Du bleibst nie.
Sprecherin: Susanna Bummel-Vohland
Die Themen sind Frau, Liebe, Konflikt und Beziehung.
Der Untertitel lautet “Tagebuch einer ungeliebten Frau”.
Ein Auszug:
Die Zeit schwebt wie ein Hubschrauber in der Luft
Die Temperatur deiner Lust
Steigt auf wie Dampf.
Du gehst in meinem Leben ein und aus
Wie eine Drehtür.
Wie ein Nomade.
Deine Anwesenheit ist von kurzer Dauer.
Du bleibst nie.
Sprecherin: Susanna Bummel-Vohland
27 Minuten
„Sie war nicht nett.“ So lautete der erste Satz der monumentalen Biografie Die talentierte Miss Highsmith (2009) von Joan Schenkar. Wahrlich, kein schmeichelhaftes Kompliment für die amerikanische Kriminalschriftstellerin Patricia Highsmith, die als eine der geheimnisvollsten, meistbewunderten und meistverfilmten Autorinnen der Welt gilt. Zwanzig Romane und mehrere Bände mit Kurzgeschichten hatte sie zu Lebzeiten publiziert, von denen es bis heute ständig Neuauflagen gibt. …
Eine Rezension von Manfred Orlick
Eine Rezension von Manfred Orlick
11 Minuten
Boyle vermag es erneut, seine Leser in einer Kaskade der Gefühle zu solidarisieren, und in einem brillanten Abgesang auf die menschliche Unmoral in Bezug auf „Tierversuche“ Zeichen zu setzen. „Sprich mit mir“ bleibt als flehentlicher Appell an SAM in meinen Erinnerungen. Andererseits mutiert dieser Titel zum Synonym für dieses Buch, weil es seine Leser anspricht. Unmittelbar, ungefiltert und mit Gebärden, denen man sich nicht entziehen kann. Lesenswert …
Sprecher Arndt Stroscher
Sprecher Arndt Stroscher
16 Minuten
Die altgriechischen Gelehrten erblickten im Staunen einst den Anfangsgrund aller Philosophie. Verwundert über dieses Naturphänomen oder jenen logischen Zusammenhang sollte dem Wesen der Dinge nachgespürt werden, bis diese lückenlos erklärt werden konnten. Die Philosophie etablierte sich als erste Wissenschaft und emanzipierte sich von ihren vorsokratischen Ursprüngen, die wir nach heutigem Verständnis wohl mehr als neugierig-grüblerische Dichtung denn strenge Episteme lesen. Nico Bleutges ausgewählte und in feiner Komposition rearrangierte Essays aus den letzten 15 Jahren, die der schmuckvolle Band Drei Fliegen versammelt, treten nun an, den oft verunglimpften dichterischen Wissensdurst als eigenständige Erkenntnisform wieder in sein Recht zu setzen. Und zwar als eine, die das Staunen über die Welt lebendig erhält. …
Eine Rezension von Maximilian Mengeringhaus
Eine Rezension von Maximilian Mengeringhaus
23 Minuten
Pierre Drieu La Rochelle ist ein umstrittener Autor: Als Anti-Semit und bekennender Faschist arbeitete er im 2. Weltkrieg offen mit den Besatzern in Paris zusammen. In den sechs Erzählungen dieses Buches thematisiert er den Schrecken des 1. Weltkrieges, den er selbst vor z.B. Verdun miterlebt hat. Seine Verachtung für Frankreich und seine Bewunderung für Deutschland durchziehen diese Erzählungen wie ein roter Faden, nichtsdestotrotz setzt er die Wunden, die ein solcher Krieg auch in der Psyche der Menschen schlägt, literarisch gekonnt in Szene.
11 Minuten
Heinrich von Kleist 1777 in Frankfurt an der Oder als Offizierssohn geboren, tritt Bernd Wilhelm Heinrich von Kleist 1792 selbst in den Militärdienst und nimmt am Rheinfeldzug gegen die französische Republik teil. Zum Leutnant befördert, quittiert er 1799 den Militärdienst und studiert Rechtswissenschaften in Frankfurt an der Oder. Die Lektüre von Kants Schriften lässt sein rationalistisches Weltbild zerbrechen und löst eine Lebenskrise aus. Nach zahlreichen Reisen lebt er längere Zeit in Paris und in der Schweiz, wo u.a. sein populärstes Stück »Der zerbrochene Krug« entsteht. Nach Stationen in Leipzig und Dresden und Weimar tritt er in Berlin in den preußischen Staatsdienst ein. Mit dem militärischen Zusammenbruch Preußens gerät Kleist 1806 in mehrmonatige französische Gefangenschaft. 1808 beginnt er mit der Herausgabe der Monatsschrift »Phöbus. Ein Journal für die Kunst«. Die Uraufführung des »zerbrochenen Kruges« in einer Bearbeitung von Goethe am Hoftheater in Weimar wird zu einem Misserfolg. Kleist begeistert sich für die patriotischen Schriften von Ernst Moritz Arndt, scheitert mit dem Plan, unter dem Namen »Germania« eine politische Wochenzeitschrift mit nationaler Tendenz in Österreich herauszugeben und wird 1810 Herausgeber der Tageszeitung »Berliner Abendblätter«, die im März 1811 eingestellt wird. Nach Jahren von wiederkehrender Krankheit und Misserfolgen, in denen er mehrfach Selbstmordabsichten äußert, nimmt sich Heinrich von Kleist am 21.11.1811 gemeinsam mit seiner Freundin Henriette Vogel, die er ein paar Tage zuvor kennengelernt hatte, am Kleinen Wannsee bei Berlin das Leben.
9 Minuten
Christine Auerbach, Jahrgang 1981, ist für den Bayerischen Rundfunk immer wieder im Ausland unterwegs. Am liebsten erzählt sie dabei anhand von kleinen Geschichten von großer Politik. Ihre Recherchen haben sie bisher nach Russland, Ägypten, USA und Frankreich geführt. 2012 hat sie dafür den CNN-Journalist Award erhalten.
16 Minuten
Hans Würdinger, geboren 1954 in Postmünster, Studium der Kath. Theologie in Passau und Fribourg/Schweiz. 1980 Priesterweihe in Passau. 1982-1987 Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kirchengeschichte an der Kath-theol. Fakultät der Universität Passau. 1987 Promotion zum Dr. theol.. seit 1994 Pfarrer in Neuhaus am Inn, Vornbach und Mittich. 2002-2007 Chefredakteur des Passauer Bistumsblatts. 2005 Ehrenmitglied des P.E.N. Oberösterreich. 2009 päpstlicher Ehrenkaplan.
10 Minuten
Wer die Autobiographie einer großen Persönlichkeit liest, interessiert sich vor allem für den Menschen oder die Epoche, in der er gelebt hat. Der Leser will also Fakten historischer, kultureller oder psychologischer Art erfahren. Aber dem Verfasser der Autobiographie geht es nicht allein um Fakten, sondern auch um die Kohärenz der Ereignisse und der Ideen, den organischen Aufbau, die gute Lesbarkeit, kurz: um die literarische Gestalt seines Berichtens, die Poetizität. Wir sagen da nichts Neues: Besonders seit den Forschungen der amerikanischen Kulturwissenschaftler Hayden White und Stephen Greenblatt weiß man, dass jegliche Geschichtsschreibung ein subjektives Unterfangen ist, das nicht ‚Wahrheit‘ vorträgt, sondern poetisches Schaffen ist. Bei der Autobiographie kommt noch hinzu, dass der Verfasser vielleicht absichtlich Tatsachen unterschlägt und Unwahres erzählt, weil ihm Manches peinlich oder rufschädigend erscheint. Die Grenze zwischen Unwahrhaftigkeit und Kreativität ist freilich fließend. Resümee unserer vielleicht zu knappen Darstellung: Eine Autobiographie ist ein poetisches Werk. …
Eine Rezension von Martin Lowsky
Eine Rezension von Martin Lowsky