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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
22 Minuten
Scholem Alejchems ‚Tewje‘ ist einer der bekanntesten jiddischen Romane. Das anfängliche Glück, das dem Tewje wiederfährt, ist jedoch nicht von Dauer: einem Hiob gleich muss er ein Unglück nach dem anderen erleiden, bis er letztendlich alles verloren hat. Tewje und seine Familie sind aber nicht nur Einzelschicksale, hier spiegeln sich ebenso diverse politische Entwicklungen im Russland der vorletzten Jahrhundertwende wieder. …

Sprecher ist Gerhard Luhofer
8 Minuten
Seit 5 Jahren wächst sie im Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT

Uwe-Michael Gutzschhahn, Radioredakteur für Kids Corner, geboren in Langenberg im Rheinland, aufgewachsen in Dortmund, studierte Germanistik und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort 1978 mit einer Arbeit über den zeitgenössischen Schriftsteller Christoph Meckel. Uwe-Michael Gutzschhahn ist Verfasser von Erzählungen, Kinder- und Jugendbüchern und Gedichten. Daneben ist er als Herausgeber von Anthologien und als Übersetzer aus dem Englischen hervorgetreten. Daneben ist er als Herausgeber von Anthologien

Er erhielt 1979 den Förderpreis für Literatur des Landes Nordrhein-Westfalen, 1984 den Würzburger Literaturpreis sowie 1993 den Preis der Internationalen Bodenseekonferenz. 2011 wurde er gemeinsam mit dem Autor für Morris Gleitzmans Einmal mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet, den er 2019 für die Übersetzung Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen, zusammen mit dem australischen Autor Steven Herrick, erneut erhielt. 2019 wurde Uwe-Michael Gutzschhahn zu den Münchner Turmschreibern berufen.

Er arbeitete über zwei Jahrzehnte als Lektor in verschiedenen Kinder- und Jugendbuchverlagen und war bei Ravensburger und Hanser Programmleiter. 2001 verließ er die Verlagsarbeit und ist seither freiberuflich als Übersetzer, Autor, Herausgeber, Lektor und Literaturagent tätig. Seit 1996 lebt er in München.
18 Minuten
Als die Erste Frauenbewegung gegen Ende des 19. Jahrhunderts auch hierzulande erstarkte, schlug sich das in den Erzählungen, Novellen und Romanen etlicher Literatinnen nieder. Unter ihnen nicht wenige, die sich zugleich einen Namen als Protagonistinnen der Bewegung gemacht hatten wie etwa Hedwig Dohm, die bereits seit einigen Jahrzehnten aufsehenerregende Essays gegen pastorale und andere AntifeministInnen publizierte und in der Frauenemanzipationsbewegung „eine der größten Umwälzungen der Weltgeschichte“ erkannte. …

Eine Rezension von Rolf Löchel

Den Text der Rezension finden Sie hier.

Es sprach Uwe Kullnick
16 Minuten
Gottes Werk und Teufels Beitrag ist die Geschichte des Homer Wells, der in einem Waisenhaus groß wird und dort lernt, dass die Wege des Lebens nicht nur im Licht verlaufen …

Sprecher ist Gerhard Luhofer
5 Minuten
John Mihopulos ist ein wahrer Meister der Natur- und Tierfotografie. Er beobachtet seit Jahren das Verhalten von Vögeln, ihre Lebensweise und ihre speziellen Eigenschaften. Mit seinen einzigartigen Bildern, die in bester Qualität, mit aufwendiger Technik und großer Detailverliebtheit aufgenommen wurden, möchte er dem Betrachter die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Natur nahebringen. Tauchen auch Sie mit diesem faszinierenden Bildband in die wunderbare und magische Welt der Vögel ein und betrachten Sie deren Leben aus einer 360°-Perspektive. Vielleicht animiert Sie dieses Buch darüber hinaus, beim nächsten Spaziergang dem Zwitschern der Vögel zu lauschen oder den einen oder anderen Vogel selbst zu fotografieren.
38 Minuten
“Frau, Geschichte und Poesie” von Yurimer Angelika Martinez LUCERO. Deutsche Übersetzung Karin Schenk. Illustrationen von Beatriz Chavez. ProMosaik Verlag 2020. Sprecherin: Susanna Bummel-Vohland.

Aus dem Vorwort von Beatriz Elena Chavez Moronta und Elvy Noe Velasco Alvarez sinngemäß und gekürzt: Frau Lucero ist Lehrerin für Sprache und Literatur im Bundesstaat Aragua in Venezuela, Absolventin des Masterstudiengangs für Theater in Caracas, Leiterin mehrerer Lehrstühle für Sprache und Theater und selbst Schauspielerin auf der Bühne. Sie ist wissenschaftliche Fachjournalistin und Gastredakteurin sowie Mitglied verschiedener Jurys. Das Buch ist hier  zu erhalten.

Die Gedichte reisen in ein weibliches Bewusstsein Richtung Verlassenheit und Selbsterkenntnis, Engel und Teufel. Eine Frau wie ein Baum, verwurzelt bei den Ahnen, Schmetterlinge und Blumen im Leib. Gebrochen, neu aufgerichtet und wieder ins Tageslicht aufgeschossen.

Sprecherin: Susanna Bummel-Vohland
9 Minuten
Der Titel und Valerie Hansens Eingangsthese führen ein wenig in die Irre: Das Jahr 1000 war tatsächlich nicht der Beginn der Globalisierung. Was an dem Datum (bzw. den Jahren um dieses Datum herum) stimmt, sagt die in Yale lehrende Historikerin und China-Expertin einmal eher vorsichtig: Dass ab jetzt ein Objekt tatsächlich einmal um die Welt hätte reisen können. Eine sehr vage Begründung und wahrscheinlich am ehesten dem Marketing geschuldet. …

Eine Rezension von Georg Patzer

Den Text der Rezension finden Sie hier.
29 Minuten
Anna Bergmann, Professorin an der Europa-Universität Viadrina, versucht in diesem anspruchsvollem Werk eine Kausalkette aufzubauen, mit der sie den Charakter der modernen Medizin als einer Medizin, die sich mechanistisch auf die Heilung und Gesundung von Organen konzentriert auf letztlich die Traumatisierung des kollektiven Unterbewusstseins durch die Erfahrungen der Pestausbrüche in Europa zurückführt und plädiert dafür, dieses Weltbild zugunsten eines ganzheitlichen Medizinansatzes aufzugeben, der den Menschen als Körper/Seele – Einheit sieht. …

Sprecher ist Gerhard Luhofer
14 Minuten
„Beate Gruhn, in Wiesbaden geboren. Als MTA war sie auf dem Gebiet der Immungenetik tätig. Vor zehn Jahren entdeckte sie „eine neue Welt“, die Welt des Schreibens. Veröffentlichungen: In Anthologien des „Freien Literatur Projekts München“, bei Rowohlt, Salon Literatur Verlag, in verschiedenen Zeitschriften, beim Bayerischen Rundfunk, Erzählband „Zeitfragmente.“ In ihrem Gedichtband Eiland lässt die Autorin in Ton und Rhythmus der Sprache Bilder entstehen, belichtet aktuelle Themen in „Meldung“, „In jener Zeit“ blickt sie zurück auf Vergangenes, macht in „Unterwegs“ ihre Beobachtungen, unternimmt „Eine Reise in die neue Welt“ und sucht im letzten Kapitel „Worte“.
7 Minuten
Tiny Stricker fährt U-Bahn, beschäftigt sich mit Gesten, Blicken, Worten, Stimmungen, Codes und Gesichtern, aber eigentlich ist er auf der Suche nach der “Seele” der Stadt. Zwischendurch steigt er zur Oberfläche auf, nimmt die Jahreszeiten wahr, sieht seine Umgebung mit neuen Augen. Auch spontane Reisen unternimmt er, die mit seiner Suche zusammenhängen, gelangt auf diese Weise bis nach Weimar oder Sarajevo. Ein Großstadtbrevier unserer Tage ist entstanden, gleichzeitig ein andersartiges München-Buch.

Tiny Stricker wurde bekannt durch Werke wie “Trip Generation” und “Spaghetti Junction”, die das Unterwegssein zum Thema hatten, und auch diese U-Bahn-Odyssee ist im Grunde eine “Roadnovel”, ein ausschweifender Reiseroman.

Klaus Hübner, Publizist, Literaturkritiker und Redakteur. Geboren 1953 in Landshut. Lebt in München.Studium der Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München. 1980 Promotion zum Dr. phil., 1981–1983 DAAD-Lektor in Bilbao (Spanien). 1984–2016 Redakteur der monatlich erscheinenden Zeitschrift

Fachdienst Germanistik. Lektorats- und PR-Tätigkeit beim iudicium verlag, Lehrbeauftragter für Neuere Deutsche Literatur und Deutsch als Fremdsprache an der Universität München, Dozent für Colleges und Sprachschulen, Schriftsteller-Seminare mit dem Goethe-Institut, Mitarbeit an Literaturlexika und literaturwissenschaftlichen Publikationen, Publizist und Literaturkritiker mit regelmäßiger Mitarbeit an zahlreichen Zeitungen, Zeitschriften und Online-Publikationen. Sekretariat des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung (2003–2017). Redaktionsmitglied der Zeitschrift Literatur in Bayern (seit 2012). Arbeitet seit 2017 am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Universität München in der Redaktion der Zeitschrift Spiegelungen; Koordinator des Spiegelungen-Preises 2017, Jurymitglied beim Spiegelungen-Preis 2020.
19 Minuten
Friedrich Dürrenmatt zählt mit seinen nahezu dreißig Stücken zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dramatikern des 20. Jahrhunderts. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren feierte er mit Der Besuch der alten Dame oder Die Physiker große Theatererfolge, die mit ihrer Aktualität und Popularität bis heute zu den meistgespielten Stücken auf deutschen Bühnen gehören. Auch seine abgründigen Parabeln und spannenden Kriminalromane – denken wir nur an Der Richter und sein Henker oder Das Versprechen mit ihren eigenbrötlerischen Kommissären Bärlach und Matthäi – gehören längst zum Bildungskanon unserer Zeit, ja sie sind Teil der Schullektüre geworden. …

von  Manfred Orlick

Den Text des Essays finden Sie hier

Sprecher ist Uwe Kullnick
18 Minuten
Wir schreiben das Jahr 1937 bzw. 1938. Den junge Franz Huchel aus dem Salzkammergut hat´s nach Wien verschlagen, als Lehrbub in die Trafik des Otto Trsnjek. Dort lernt er das Geschäft und auch die Liebe kennen (und an letzterer zu leiden lernt er auch) und er muss die Erfahrung machen, daß die Zeiten für solche wie den Otto Trsnjek, aber auch für ihn, nicht gut sind seit die Herren aus Berlin in Wien das Sagen haben….

Gerhard Luhofer stellt ihnen den Roman „Der Trafikant“ von Robert Seethaler vor, der 2012 im Züricher Verlag „Kein & Aber“ erschienen ist. …

Sprecher ist Gerhard Luhofer
8 Minuten
Spätsommer 1900 im Bayerischen Wald. Die junge Arbeiterin Maria blickt von einer Anhöhe herab auf ihr Dorf. Die Glasfabrik, die den Menschen hier Arbeit gibt, steht in Flammen. Maria selbst hat das Feuer gelegt aus Rache für eine ungesühnt gebliebene Vergewaltigung. In dieser verheerenden Brandnacht nimmt die Geschichte einer Familie ihren Ausgang, in deren Zentrum der Aufstieg Georg Schatzschneiders, unehelicher Sohn einer Magd, zum Lenker eines Großkonzerns steht. Doch wo vordergründig unbändiger Ehrgeiz und unternehmerischer Instinkt zu den Erfolgsgaranten einer atemberaubenden Karriere im erst noch geteilten, dann wiedervereinigten Deutschland werden, begleicht im Hintergrund Generation um Generation dieser Familie eine große, aus einer Notlüge entstandene Schuld, die die Vorfahren Georgs auf sich geladen haben.

In seinem ersten Roman, Die Unverhofften, erzählt der preisgekrönte Dramatiker Christoph Nußbaumeder eine packende und berührende Familiensaga über vier Generationen; ein Sozial- und Aufsteigerepos, das die Verteilungskämpfe und Widerstandsbewegungen eines ganzen Jahrhunderts bis in die unmittelbare Gegenwart verhandelt und gleichzeitig den ewigen Treibstoff der großen Menschheitsdramen anschaulich macht: Liebe, Verrat und das unstillbare Bedürfnis des Menschen nach Anerkennung.

Klaus Hübner, Publizist, Literaturkritiker und Redakteur. Geboren 1953 in Landshut. Lebt in München.Studium der Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaft in Erlangen und München. 1980 Promotion zum Dr. phil., 1981–1983 DAAD-Lektor in Bilbao (Spanien). 1984–2016 Redakteur der monatlich erscheinenden Zeitschrift

Fachdienst Germanistik. Lektorats- und PR-Tätigkeit beim iudicium verlag, Lehrbeauftragter für Neuere Deutsche Literatur und Deutsch als Fremdsprache an der Universität München, Dozent für Colleges und Sprachschulen, Schriftsteller-Seminare mit dem Goethe-Institut, Mitarbeit an Literaturlexika und literaturwissenschaftlichen Publikationen, Publizist und Literaturkritiker mit regelmäßiger Mitarbeit an zahlreichen Zeitungen, Zeitschriften und Online-Publikationen. Sekretariat des Adelbert-von-Chamisso-Preises der Robert Bosch Stiftung (2003–2017). Redaktionsmitglied der Zeitschrift Literatur in Bayern (seit 2012). Arbeitet seit 2017 am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Universität München in der Redaktion der Zeitschrift Spiegelungen; Koordinator des Spiegelungen-Preises 2017, Jurymitglied beim Spiegelungen-Preis 2020.
16 Minuten
Vielleicht ist unsere Galaxie nur ein winziger flimmernder Nebel in einem Einweckglas. Es steht in einem blendend weiß gekachelten Kubus auf einem Labortisch. Mit bloßem Auge betrachtet, sieht der Behälter leer aus. Mittels einer „optoplasmatischen Lupe“, die darüber angebracht ist, kann man sich jedoch ins Innere zoomen. Dann sieht man „unzählige glitzernde Staubkörnchen und glimmernde Cluster, deren Zwischenräume von milchig fluoreszierenden Schleiern sowie von dunklen Fäden durchsetzt“ sind. Dreht man weiter am Binokular, taucht plötzlich unser Sonnensystem auf, und schließlich ein blau-weiß-brauner Planet, die Erde. Doch wo befinden wir uns eigentlich? Neben dem weißen Kubus erstreckt sich eine kilometerlange Lagerhalle. Hier reiht sich „Hochregal an Hochregal, und jedes einzelne ist vom unteren bis zum oberen Fach mit leicht getrübten, leer anmutenden Einweckgläsern bestückt“.

Eine Rezension von Jan Süselbeck

Den Text der Rezension finden Sie hier.
13 Minuten
Gelesen von Marlisa Thumm (aus Projekt Gutenberg)

Manfred Kyber

Geboren am 01.03.1880 in Riga, gestorben am 10.03.1933 in Löwenstein/Württemberg.

Kyber studierte von 1900 – 1902 Philosophie, Psychologie und Deutsche Literaturgeschichte in Leipzig. Er arbeitete als Verlagsangestellter und war Leiter der “Deutschen Volksbühne” in Riga. Kyber war ein Anhänger Rudolf Steiners, seine anthroposophischen Tiergeschichten zeigen diesen Einfluß. Kyber setzte sich vehement für den Tierschutz ein.