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Seelenfutter Archiv

312 Episoden
33 Minuten
"O meine müden Füße ihr müsst tanzen" beginnt ein äußerst melancholisches Gedicht von Georg Büchner. Für tiefen Weltschmerz und eine Lebenslast findet der große Dramatiker und Lyriker bewegende Worte. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen dazu die Worte, die der persische Mystiker und Dichter Rumi auf seinen Sarkophag hat schreiben lassen. So hoffnungsvoll, voller Licht und Kraft. Dass der Fürst des Lachens an seiner Grabstätte erscheinen wird, um dort zu tanzen. Da ist kein Raum für Trauer. Seelenlast und Seelenlicht.
41 Minuten
Als prophetischer Mahner zeigt sich Hermann Löns, sonst politisch eher nicht sehr weitsichtig, in seinem dunklen Gedicht "Der Bohrturm", das die Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard kurz nach dem sog. Welterschöpfungstag vorstellen. Löns' Liebe zur Natur und seine Sorge um ihre Verwundbarkeit durch einen hemmungslosen Fortschrittsgeist sind anrührend. Dazu stellen die Podcast-Hosts "Natur" von Joachim Ringelnatz, bei dem die nenn- und fühlbare Grenze zwischen Natur und menschliche Geschaffenem allmählich verschwimmt. Was für ein zartes Gedicht! Dazu gibt es Worte von Jesaja und Lukas. Seelenfeinkost.
38 Minuten
Kein Widerspruch, Hugo Ball's "Frühling" im Sommer zu lesen. Die feine Wortkunst, die den Winter der eigenen Gedanken überwinden sieht in der Lebenskraft eines "Du", ist zeitlos und wunderschön. Rose Ausländers "Wenn du willst" benennt auch die Kraft zu überwinden, den Schatten der Vergangenheit zu begegnen und neue Wege zu gehen. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter zwei zart-starke Gedichte vor. Dazu Bibelworte, assoziativ.
36 Minuten
Lebensfreude hängt nicht an Besitz und Konsum. Diese Lebenskunst vermitteln die beiden Gedichte des aktuellen Lyrikpodcast Seelenfutter. Heiter kommt "Rosen in fremden Gärten" daher. Fred Endrikat, auch "Ringelnatz des Ruhrgebiet" genannt, beobachtet dabei scharf und nimmt die Untiefen von gesellschaftlicher Ungleichheit präzise in den Blick. Goethes kurzes Gedicht "Eigentum" spricht von dem, was tatsächlich wichtig und dem Menschen eigen ist. Lebensklug die Lyrik, vertiefend die Bibelverse, die Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard dazu stellen.
38 Minuten
Zwei Herzensgedichte stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der aktuellen Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter vor. Stefan George, die sagenumwogene, sich grandios selbstinszenierende Lichtgestalt, leidet an einer anstehenden Trennung, mit zeitlos berührenden Versen. Rosalia de Castro, erstmals im Seelenfutter, zeichnet ein Gegenbild zum Schmerz der Einsamkeit. Und darin der alles überstrahlende Vers: "Um die Welt zu füllen, genügt manchmal ein einziger Gedanke". Dazu Bibelverse. Seelenfeinkost.
41 Minuten
Es geht um Trost. Er reicht nicht immer für alle Tage, dichtet die Lyrikerin Carola Moosbach, und doch "...singt in alten Liedern der Wind mit leisem Gemurmel mir Trost in die Seele". Das Gedicht "Gute Tage" setzt den Ton in der 172. Folge des Lyrikpodcast Seelenfutter. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen dazu "Trost" von Rainer Maria Rilke, der darin von der milden Nachtluft gelispelt wird. Wirklich tröstlich.
38 Minuten
Die wundervollen Sommerabende. Ein Friede, eine Ruhe. Erst im Alter, "da mein Haar beginnt zu bleichen", erkennt mans: So geht Glück. Das Gedicht "Ruhe des Herzens" von Otto Ernst ist ein wahrer Glücksfall. Eine Miniatur für eine Idylle, die nie kitschig, sondern immer beseelend ist. Hach...! Dazu erklingt in der aktuellen Folge des Lyrikpodcast Seelenfutter ein Haiku von Shiki, dem jüngsten der großen Vier des japanischen Kurzgedichts, ein Zeitgenosse von Otto Ernst. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard sind selbst so beglückt von diesen Sommertexten, Seelenkraft für sie und für alle, die lauschen. Dazu gibts Bibelverse aus Matthäus und aus den Sprüchen Salomos.
33 Minuten
"Wir müssen über Liebe reden". Wieder einmal stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard im Lyrikpodcast Seelenfutter Liebesgedichte vor. Diesmal kommen sie in erstaunlicher Leichtigkeit angeflattert. Kurt Schwitters' "Gedicht aus Norwegen für Helma" lebt von einer Gartenidylle, in der ein Spiel mit Worten und Bildern schlicht bezaubert. Zum Niederknien! Dazu erklingt "An meine kleine Freundin" von Georg Heym, auch verspielt, verliebt, eine traumschöne Skizze, die Herzen erobern muss. Dazu gibt es Bibelworte von Prediger und Hohelied. Ein großes "Hach"!
40 Minuten
Es wurd stürmisch beim Seelenfutter, und auch ungemütlich. Das Gedicht "Weltende" von Jakob von Hoddis ist ein Klassiker des literarischen Expressionismus, irritierend, verspielt, aufwühlend. Und trifft den Ton auch von manchem aktuellen Zeitgefühl. Dazu stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein Gedicht der herausragenden US-amerikanischen Dichterin Emily Dickinson, das einen riskanten Blick hinter das Sichtbare wirft, ein grandioser Tastversuch. Seelennahrung in stürmischer Zeit.
33 Minuten
Zwei Sehnsuchtstext hält die neue Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter bereit. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard stellen das Gedicht "Nomaden" von Kristin Jahn und "Nur dich" von Else Lasker-Schüler zueinander, sie sprechen auf wunderbare Weise miteinander, von Sehnsucht und Erfüllung - oder eben auch nicht. Dazu gibt es Bibelworte von Jesaja und Jeremia. Tut wirklich gut.
41 Minuten
Das Glück... Die schwedische Lyrikerin Karin Boye weiß schon mal, wo es nicht zu finden ist: "Die satten Tage, die sind niemals groß". So beginnt ihr Gedicht "In Bewegung", das endet mit dem Aufruf zum Aufbruch: "Brich auf, brich auf! Es graut der neue Tag". Eine lebendige Inspiration in die Bewegung hinein, innerlich und äußerlich. Dazu stellen die Podcaster Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Ernst Stadlers "Glück". Darin scheint die bewegte Suche ans Ziel gekommen zu sein. Bilder für das Nachhausgekommensein: "Ich steige selig in die Kammer meines Glückes nieder". Zentral ist dabei die Metapher eines Mantels. Hört selbst die 167. Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter. Triggerwarnung: Glück kann ansteckend sein. Dazu gibt es Worte aus Josua und den Psalmen.
41 Minuten
"Heimat" ist ein - sagen wir mal - komplizierter Begriff. Vor allem, wenn jemand sie vermisst. Noch mehr, wenn sie jemandem vorenthalten wird. In der aktuellen Folge des Seelenfutters präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard schillernde Heimat-Gedanken, in "auskunft" von der afrodeutschen Aktivistin und Lyrikerin May Ayim, im "Heimatlied" von Hedwig Lachmann. Aufregend, provokant, seelentief.
36 Minuten
Das Orpheus-Motiv durchzieht das aktuelle Seelenfutter, der Schmerz des Sängers über einen herzzerreißenden Verlust. Yvan Goll muss sich nach allen Frauen der Erde umsehen, nachdem er, "Orpheus", seine Eurydike, verlor. Ludwig Hölty lässt seine kleine Harfe, das Instrument des Orpheus, hinter den Altar seiner Kirche hängen, wenn er einst gestorben sein wird, zwischen die Totenkränze mancher Mädchen. Tiefer Schmerz, dringliches Sehnen, der Wunsch, erinnert zu werden. Es geht um reichlich Seelenregungen im Lyrik-Podcast, in dem Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Gedichte und ihre Kontexte vorstellen. Dazu klingen Worte aus dem Hohelied und nach Lukas. Hach...!!
38 Minuten
Der Mai hält nicht, was er verspricht. Die Eisheiligen machen ihrem Namen alle Ehre. In die Sehnsucht nach lauer Wärme hinein präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zwei Mai-Gedichte zum Frösteln. "An den Mai" von Gustav Falke beschimpft den Wonnemonat, der mühsam daherplätschert, statt aus dem Vollen zu fließen. Herrmann-Neiße's "Eisheilige" durchlebt die Härte und Gewalt von spätem Eis im Mai, die vandalistische Zerstörung, jedoch nur von kurzer Dauer. Warme Winde blasen die Wut davon. Was für tröstliche Aussichten! Dazu Bibelworte aus der Genesis und vom Prediger. Tut gut!
44 Minuten
Ein einziges Wort kann alles ändern. Wer dichtet, weiß um die Wucht der wenigen, manchmal der einzelnen Worte. Im 163. Lyrik-Gespräch zwischen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard kommen Franz Werfel "Das Gespräch" und Emily Dickinson zu Wort. Während bei Werfel ein singuläres Wort alle Kräftverhältnisse dreht, meditiert Dickinson das Nahrhafte des Wortes sowie die Nähe von "Wort" und "Geist". Schwarzbrot für den Geist und für die Seele. Dazu erklingen Worte nach Matthäus und aus den Psalmen.
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