Seelenfutter Archiv
312 Episoden
39 Minuten
In Nordfriesland gehören Windmühlen zum Landschaftsbild. In der 162. Folge des Lyrikpodcast Seelenfutter stellen Windmühlen das verbindende Motiv. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren das Gedicht "Ironiker mit 35" vom "Ewige Brunnen"-Herausgeber Dirk von Petersdorff, in dem es zu einem spektakulären Vergleich zwischen Windrad und menschlischem Selbstbild kommt. Dazu klingt "Don Quijote" von Joachim Ringelnatz, von einem Windmühlenjäger. Verse aus 1. Könige und den Sprüchen Salomos machen daraus Nahrhaftes für die Seele.
41 Minuten
Dichterinnen sprechen. Die Portugiesin Florbela Espanca legt ihr lyrisches Selbstverständnis aus: "Dichterin sein". Weibliche Pessoa wurde sie genannt. Sie ist: Sie selbst. Und geht dabei durch Hölle und Himmel. Dazu legen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard ein derartig abgeklärtes Gedicht der "pommerschen Sappho" Sibylla Schwarz: "Wer kann jedermann gefallen?" dichtet sie im 17. Jahrhundert. So viel innere Freiheit! Dazu Worte aus dem Epherbrief und aus den Sprüchen Salomos.
36 Minuten
Morgenstimmungen, Aufbruchsgeist - optimistisch ist der Ton gesetzt in der 160. Folge des Lyrikpodcast Seelenfutter. Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann präsentieren "Froher Morgen" des Leipziger Dichters Georg Maurer mit dem Frühstücksei, das genauso glücklich macht wie weißes Brot; in dem Gedicht wird der neue Tag willkommen geheißen als ein aus den Nachtsorgen Schlüpfen wie ein Kücken das der Schale kriecht. Augst Stramm's "Der Morgen" ist ein expressionistisches Feuerwerk, in dem der Wechsel aus Nachtgeräusch zum Morgenglitzern lautsprachlich und wortgewand inszeniert wird. Wunderbar! Dazu zwei Psalmworte. So soll das, um gut in den Frühlingsmorgen zu kommen.
1 Stunde 10 Minuten
Ulf Bästlein stammt aus Husum. Seine Gesangskunst hat ihn in der ganzen Welt bekannt gemacht. Heute lehrt er als Professor in Graz. Von dort schaltet sich Ulf Bästlein als Gast zum Seelenfutter hinzu und stellt mit "Tenebrae" eines der gewichtigsten Gedichte des jüdischen Dichters Paul Celan vor. Der ganze Schmerz an der Shoa legt sich auf Karfreitagsmotive. Als Besonderheit bringt der Oratorien- und Liedsänger Ulf Bästlein eine Vertonung von Friedrich Döhl zu Gehör. Dazu stellen die Podgast-hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte von Alberto Caeiro ("Du, Mystiker") und Kristin Jahn ("Dein Glanz in unserer Nacht"). Eine special-Folge des Seelenfutters, die aus der Karfreitagsstimmung den Weg ins Licht sucht. Begleitet von Bibelworten aus Daniel, den Psalmen und von Paulus.
34 Minuten
Der Frühling, der Frühling. Das ist nicht nur pralle Blütenkraft. Das Frühlingsgefühl der beiden Seelenfutter-Gedichte ist deutlich ambivalenter. "Im Frühling" von Georg Trakl fühlt noch den Schnee und kann sich vom Winterverfall noch nicht lösen. Dagegen erlebt Wilhelm Bruchmüller in "Der alte Johannisfriedhof" das Neue vor dem Hintergrund des Alten: "...rings junges Leben über längst vergessnem Leid". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard können dem Frühling auch noch nicht recht über den Weg trauen und halten daher am Zögerlichen einen Moment fest. Dazu gibt es kraftvolle Bibelworte vom Propheten Jesaja und aus den Psalmen.
41 Minuten
Die Jubiläumsfolge! Drei Jahre Seelenfutter. Darauf stoßen die Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard erstmal an! Und präsentieren dann zwei wundervolle lyrische Texte: Zu einem traumschönen Haiku von Issa erklingt ein Heine-Gedicht aus dem "Buch der Lieder". Himmlisch, dieser Blick nach oben. Dazu gibt es Worte vom Propheten Jeremia und aus den Psalmen. Seelen-köstlich.
39 Minuten
Morgenstimmungen. Traurig-heiter klingt es bei Luis de Camoes, einem portugiesischen, nein: DEM portugiesischen Dichterfürst. Die Morgendämmerung sieht Vertrauliches, Trauriges, das Leben Tragendes. William Shakespeare, DER englische Vers-Heros, dichtet in seinem 33. Sonett von dem Lauf der Sonne, morgens herrlich, im Tageslauf sich verschattend - eine Metapher für das Leben.... Die Pointe am Ende: "Doch Liebe trägt's". Tiefe Gedanken zweier poetischer Überflieger. Dazu Bibelworte aus den Psalmen und dem Prediger Salomo. Seelenkost.
33 Minuten
Vorfrühlingsgefühle - das ist der poetische Stoff, aus dem die Gedichte des aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter gesponnen sind. "Vorfrühling" - Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard haben zwei Texte mit gleichlautetendem Titel zueinander gestellt. Rainer Marie Rilke gibt den Ton an, mit einem achtzeiligen Meisterwerk. "Härte schwand." So hebt es an. Dazu erklingt ein Gedicht von Hermann von Lingg, staunend, tastend, fragend. Worte die gut tun.
37 Minuten
März ist es, und es zieht nach draußen. Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren zwei "outdoor"-Gedichte, eine treffliche Einstimmung auf den Vorfrühling. Einen leichten Ton schlägt Klabund in "Spaziergang" an, um nach einem Vogelklex-Mißgeschicht schließlich die ganz großen Fragen anzurühren. Dagegen klingt Detlev von Liliencrons "Märztag" vom Grundton eher melancholisch: Während das Frühjahr neues Leben bringt, lässt es sich (auch schon wieder) nicht festhalten. Dazu Bibelworte aus den Psalmen und den Sprüchen Salomos. Seelenköstlich.
37 Minuten
In der 153. Folge ihres Lyrik-Podcast präsentieren Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard zwei Seelenfutter-Debütanten. Carola Moosbach ist zeitgenössische Lyrikerin und Juristin aus Köln. "Zwischenmut" benennt die Kraft, sich aus einer Krise wieder aufzurichten, unbändiger Lebenswille trotz enormer Schwerkraft. Die Energie aus Zerbrechlichkeit. Dagegen klingt Peter Baums "Ich wandre" abgeklärt, nicht irritierbar, in innerer Gewissheit. Beide Gedichte handeln davon, was wirklich zählt im Leben. Seelenkraft!
39 Minuten
Zum Seelenfutter-Jubiläum bekamen die Lyrik-Hosts Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard wunderbare Gedichte von Hörerinnen und Hörern zugesandt. Nicole K. schickte ein Gedichte-Paar, das nun komplett in eine Seelenfutter-Folge aufgenommen wurde. Verbunden durch ein Mond-Motiv und in zarter Schreibweise - und doch könnte es unterschiedlicher kaum sein: Das Haiku von Ryokan und Herta Kräftners "Sonett an deine Hände". Großartig! Wir sind reich beschenkt!
38 Minuten
Das Gefühl der Ferne, Empfindung, fremd zu sein: Das ist der Stoff, aus dem die beiden Gedichte des aktuellen Lyrikpodcasts Seelenfutter sind. Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren "abends fahren Schiffe" des zeitgenössischen Lyrikers Dincer Gücyeter, sehnsuchtsvoll und zugleich vergangenheitsberaubt, und "Ein Freund ging nach Amerika" von Peter Rosegger, der im Zuge der dritten Emigrationswelle deutschsprachiger USA-Auswanderer die Erfahrung der Fremde und der Heimatverbundenheit in schlichte, tiefe Verse bringt. Seelensehnsucht.
39 Minuten
Ein furioses Jubiläums-Seelenfutter! Zwei Gedichte über das Dichten. Der chilenische Avantgardist Vicente Huidobro lässt seine Worte fast explodieren, in "Arte poetica" malt er ein Bild vom Dichter, der Schöpfer ist. In seinem Wort erblüht die Rose. Danke für die wunderbare Übersetzung von Mario Markus (und dem Rimbaud Verlag!). Dazu stellen die Podcast-Jubilare Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard "Ein kleines Lied" von der 16jährigen Marie von Ebner-Eschenbach, so fein, so zart, so auf den Punkt gedichtet. Hach! Und dazu berührende Psalmworte.
Auf die nächsten 150!
Auf die nächsten 150!
40 Minuten
Einfach traumhaft. In der neuen Folge des Lyrik-Podcast "Seelenfutter" präsentieren Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard Gedichte mit enormer Freiheitskraft. Quelle dieser Energie ist die Vorstellung, die Phantasie, der Traum. Mit dem Gedicht "Träume" des großartigen Stefan Zweig spricht "Sie sperren mich in Alltäglichkeiten" der wunderbaren und geheimnisvollen Emily Dickinson. Gefangenschaft verachten, lächeln von fern. Dazu Bibelworte vom Propheten Joel und aus den Psalmen. Traumschön...
39 Minuten
Liebesgedichte tun gut. Also: "Wir müssen reden über Liebe". Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard präsentieren zwei Gedichte, die irgendwie überlaufen. Wobei Elisabeth Barrett Browning mit dem Sonett eine strenge Form nimmt ("Wie lieb ich dich habe, lass mich zählen, wie", um das unbegrenzte Gefühl in Worte zu bringen, während Richard Dehmel expressiv in Form und Inhalt zu seinem "Lobgesang" anstimmt. Berauschend. Hach, da sind wir irgendwie mitgenommen. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus dem Johannesbrief. Seelenschmaus.