Morgenimpuls Archiv
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Vor ein paar Wochen hatte ich eine Anfrage von zwei Schülerinnen einer siebten Klasse einer Realschule. In Religion ist in der siebten Klasse Ordensleben auf dem Stundenplan. Und die beiden Freundinnen hatten den Auftrag, ein Referat zu erstellen und Anhand eines Beispiels eine Ordensgemeinschaft vor zu stellen und daran zu erklären, was Ordensleben ist. Sie hatten meine Gemeinschaft im Internet gefunden, sich ziemlich gut belesen und dann angefragt. Nachdem es eine Weile wegen der technischen Modalitäten hin und her ging, haben wir dann doch ein Telefoninterview gemacht und ein Mädel hat die Fragen gestellt und die Freundin meine Antworten mitgeschrieben. Mir macht so etwas grundsätzlich viel Freude und diesmal war es noch viel interessanter, weil beide Mädchen nicht die geringste Idee hatten, was Klosterleben eigentlich ist. Da sind die Fragen nochmal ganz anderer Art und ich muss versuchen, so einfach wie möglich zu antworten. Aber irgendwie hatte ich etwas falsch gemacht. Nachdem wir schon eine ganze Weile geplaudert hatten, haben sie mich dann gefragt: Machen Sie das mit dem Kloster in Ihrer Freizeit, also so wie Sport oder Musik oder sind Sie das Immer? Ich fand die Frage wunderbar und ich habe erzählt, dass ich das immer bin: Ordensfrau, in allem was ich denke und tue, in Arbeit und Freizeit, beim Beten und Essen und Spielen und so weiter. Am anderen Ende der Leitung war es eine Weile still, weil es so viel zu schreiben gab und dann kam ganz professionell gefragt: Möchten Sie noch etwas sagen, was vielleicht noch wichtig wäre, um zu verstehen, was Sie machen? Ich hatte gefühlt drei Sekunden zum Nachdenken und habe dann gesagt: Das Wichtigste an dem, wie ich lebe und was ich tue, ist mein Glaube an Gott und daran, dass Jesus Christus auferstanden ist von den Toten. Wenn ich das nicht glauben würde, wäre die Art wie ich lebe, sinnlos. Sie haben sich bedankt und das Gespräch war zu Ende. Den ganzen Tag aber ist mir diese Frage und meine Antwort noch nachgegangen und ich hoffe sehr, dass die beiden Mädels vielleicht ein bisschen gespürt haben, warum ich so lebe und dass es allein Gott ist, der mich dazu bewegt.
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Rudelsingen ist wieder populär. In Stadien sowieso seit Jahrzehnten. Vor den Bundesligaspielen singen sich die Fans warm, erleben schon dadurch ein unglaubliches Gemeinschaftsgefühl und eine Kraft, die sich später, wenn es gut geht, auf die eigene Mannschaft überträgt. Und auch bei Konzerten und Partys jeglicher Art. Es macht erst Spaß, wenn alle mitsingen und man das tolle Gefühl hat, dazu zu gehören. Am Sonntag hatten wir ein ähnliches Erlebnis mit Kaffeeklatsch und Rudelsingen zum Frühling im Olper Mutterhaus. Frühlingslieder, Maigesänge und Oster- und Marienlieder waren geplant. Und es war ein herrliches Erleben für alle. Plötzlich trifft man Leute, die man lange nicht gesehen hat und freut sich wie Bolle. Dann merkt man, dass man viele Lieder tatsächlich noch kann und es klang zwischendurch wie ein 80-köpfiger mehrstimmiger eingeübter Chor. Und ein Gesang, den wir eigentlich nur mal ausprobieren wollten, klang schon so gut, dass wir ihn demnächst als Kanon singen werden. Außer dass die Melodie frisch und munter ist, ist auch der Text schön und lautet:„Singen macht Spaß, singen tut gut. Ja singen macht munter und Singen macht Mut. Singen macht froh, denn Singen hat Charme, die Töne nehmen uns in den Arm. All unsre Stimmen, sie klingen mit im großen Chor, im Klang der Welt.“Das ist wirklich ein gutes Programm: Spaß haben, sich selbst etwas Gutes tun, munter werden, Mut bekommen, froh werden, von schönen Tönen umarmt werden und spüren, dass alle unsere Stimmen einen großen Anteil haben am Klang der weiten Welt. Ich kannte noch von unseren alten Mitschwestern die schöne Feststellung, dass Gesang doppeltes Gebet sei. Also singen und summen wir doch heute zwischendurch fröhlich vor uns hin, tun wir uns selbst und anderen damit Gutes und loben wir Gott.
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Hast Du es mitbekommen? Vergangene Woche waren König Charles und seine Frau Camilla in den USA. Ich von mir kann nicht behaupten, Fan von Königreichen zu sein, aber die Rede, die König Charles gehalten hat, war zutiefst beeindruckend. Da hat jemand verstanden, was Sprache ist und wie man Sprache klug verwendet und Inhalte vermittelt, die gut und sachlich und verbindend sind und wo Inhalte das Wichtigste sind und in heiterer Gelassenheit dargebracht werden. Es hat mich begeistert.Wir spüren ja in den letzten Jahren auch bei uns sehr, wie sich Sprache und Sprechen verändert hat. Wo oft nicht mehr in klug abgewogenen Sätzen geredet wird, sondern in hastig dahingeworfenen Halbsätzen mit Halbwahrheiten oder Lügen, die als Fakten dargereicht werden, ohne sie zu überprüfen, sondern sie als alternative Fakten darstellt, die sich als anderen Begriff für Lügen etabliert hat.Da lobe ich mir die klare und unüberhörbare Wahrheit des Evangeliums. Im Abschnitt aus dem Johannesevangelium heute heißt es zum Beispiel: "In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht."Frieden ist die Gabe Jesu an seine Jüngerinnen und Jünger und er gibt sie bis heute. Und es liegt an denen, die sich seine Follower, seine Nachfolger nennen, diesen Frieden anzunehmen und weiter zu verbreiten in allem was sie denken, reden und tun. Und noch etwas ist wichtig. Auf einer Website bemerkt eine Frau: "Es darf keinerlei 'Ausreden' geben, auf das Gebet für den Frieden in der Welt zu verzichten!"Es ist also beides: eine friedliche Sprache und ein friedliches Tun und trotz allem Unfrieden darauf zu vertrauen, dass das Gebet um den Frieden in der Welt unverzichtbar ist. Das eine zu tun und das andere nicht zu lassen ist die Art von Klugheit und Wahrheit, die hier und heute wichtig sind.
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"Meine wilden fetten Jahre sind vorbei", um es mal mit einem Zitat aus einem Juli-Song zu sagen. Und mit die wildeste Zeit war natürlich das Abitur. Nicht das Abitur an sich. So das Drumherum. Und ich glaube, das trägt.Wir sind in der Schule mitten im Gipfelanstieg. Das meiste liegt längst hinter uns – bei Lehrkräften und den Lernenden, die jetzt plötzlich Prüflinge heißen. Bei uns gab es nun das erste Mal einen "Segen to go" vor den ersten Prüfungen. Das hat sogar mir gutgetan. Wir tragen keinen den Gipfel hoch, aber wir tragen ein bisschen mit. Wir nehmen nichts einfach ab, aber wir sind noch da. Gipfelanstiege oder Zielgradeneinlauf sind mit am schlimmsten. Jetzt lohnt sich wirklich der Weg zurück nicht. Jetzt aufgeben, wie peinlich. Da warten doch schon alle im Ziel. Die warten nicht nur. Die erwarten etwas. Den Sieg. Den Erfolg. Damit gefeiert werden kann.Gott geht mit. Gott steht nicht erst am Zieleinlauf. Gott begleitet. Mein Gott ist nicht laut. Der brüllt mich nicht an, während ich kämpfe. Der schreit keine platten Motivationssprüche vom Seitenrand. Mein Gott hält. Mein Gott trägt. Mein Gott nimmt mir nicht meine Verantwortung. Mein Gott ist wie ein Trainer, der neben mir mit dem Fahrrad fährt. Der leise sagt, dass es wirklich anstrengend ist, aber das Ziel gar nicht so weit weg und dass er da ist und mein Tempo fährt.Gott erträgt mich, dich und uns und das, was der Welt durch und mit Menschen passiert. Und darin sind gerade die getragen, die so hart kämpfen müssen. Gott erträgt, damit wir getragen sind.
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Im Jahr 2024 wurde ICQ eingestellt, ein Nachrichtendienst; und Ende letzten Jahres dann der Musiksender MTV abgeschaltet. Dinge, die meine Jugend geprägt haben, werden plötzlich abgeschaltet. Und ich habe dieses Jahr gemerkt, auch Tanz in den Mai überlasse ich immer mehr der Dorfjugend. Aber in meiner Jugend habe ich gerne Musikvideos geschaut. Geht heute auch noch. Sogar viel einfacher. Aber mache ich kaum noch. Meistens stolpere ich dann über eins, wenn ich Musik oder Inspiration für Wortgottesdienste suche.Einer der letzten Wortgottesdienste vor Wochen war nur mit einzelnen Klassen in unserer Schulkapelle. Das mag ich am liebsten. Da ist mehr Raum, mehr Tiefe, mehr Begegnung. Ich versuche dann herauszufinden, was meine Lernenden so hören und dann berührt mich das plötzlich doppelt. Beim Aussuchen und dann beim Erleben im Moment des Gottesdienstes, wenn wir sogar da manchmal ein Musikvideo gemeinsam schauen.Solange ich da bin – kann dir keiner weh tun. Da bin ich so hängen geblieben bei einem Song von Billi Eilish. Wunderschön. Was für eine Zusage. Was für ein Versprechen. Aber ein Versprechen, das man kaum halten kann. Eine Verantwortung, die kaum zu tragen ist. Und geleichzeitig ist das eine Haltung. Ich bin da.Da schwingt für mich der Gottesname mit. JHWH. "Ich bin, der ich bin." Ich bin da. Und selbst wenn dir einer weh tut, dann schütze ich deine Würde, deinen Kern, dein Du. Das ist keine billige Vertröstung. Das ist Ambivalenz. Weil wir manchmal schrecklich allein sind. Weil wir manchmal und so haltlos fühlen. Weil wir Gott nicht immer spüren können. Und trotzdem ist Gott, der, der er ist und da.Spürst du Gott manchmal? Spürst du seine Zusage? Solange ich da bin – kann dir keiner (wirklich) weh tun, denn ich bin, wer ich bin.
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Heute ist der 1. Mai und der Tag hat seine vielfältigen Bedeutungen. Wir haben uns im Konvent darüber unterhalten, wie wir den Tag als Kinder und Jugendliche erlebt haben. Bei einer Mitschwester kommt dann immer der Satz des Vaters der gesagt hat: "Mal ein Feiertag, an dem man nicht in die Kirche muss!" Bei mir kommt auch noch einmal deutlicher heraus, wie wir zum Beispiel in der DDR-Diktatur damit umgegangen sind.Am Abend vor dem 1. Mai sind wir zum Tanz in den Mai gegangen, in der Nacht haben wir den neuen Pfarrer aus dem Bett geklingelt, weil wir wussten, dass er Geburtstag hat und haben mit einer ganzen Truppe bei ihm Frühstück bekommen. Dann sind wir auf den nächsten Berg gewandert, um den Sonnenaufgang zu erwarten und ihn mit Gitarrenbegleitung zu besingen und mit dem mitgebrachten Bier aus den Rucksäcken anzustoßen. Am frühen Nachmittag war dann die Maidemonstration im Dorf, zu der alle Leute verpflichtet waren und für uns das Beste daran war, dass wir unsere Fahrräder mit bunten Krepppapierstreifen schmücken konnten. Und abends war dann in der Kirche die Eröffnung der Maiandachten zu Ehren Marias, der Muttergottes, bei der die Kirche freiwillig proppenvoll, die gefühlvollen Lieder mit Inbrunst gesungen und die Texte schon damals ein bisschen weltfremd waren. Und dann habe ich sehr viel später irgendwann mitbekommen, dass seit 1955 der 1. Mai der Gedenktag des heiligen Josef des Arbeiters geworden war. Meine Güte, das alles an einem Tag!Was ist davon geblieben für mich und für Dich? Vielleicht könnten wir heute mal nachdenken über den Wert der Arbeit bei uns selbst, in unseren Familien, in unserer westlichen Gesellschaft und weltweit. Über die Arbeit, die wir brauchen, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen und auch, um uns zu entwickeln und kreativ zu werden. Und was es für die vielen Menschen bedeutet keine Arbeit zu haben.Und natürlich auch den Feiertag genießen mit hoffentlich sonnigem Flair und Lust auf Draußenzeit.
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Wie ich hier bei uns im Konvent, so haben viele Leute jeden Tag die Frage, was sie denn heute zum Mittag kochen sollen. Mit dieser Frage sind wir sehr privilegiert. Denn wir haben etwas zu kochen und brauchen nur eine Idee, wie wir die Lebensmittel, die wir haben oder einkaufen können, verarbeiten und zu einem schmackhaften Gericht machen. Millionen von Menschen in unserer einen Welt haben eher die Frage, ob sie heute überhaupt etwas zu essen finden oder für sich und ihre Familien bekommen können.Da spüre ich immer, wie relativ unsere Fragen und Sorgen sind in Bezug auf die, mit denen wir leben. Natürlich können wir auf Hilfswerke und Organisationen verweisen, die sich weltweit darum kümmern. Aber ich muss auch wissen, dass es von meinem Dazutun, von meiner Spendenbereitschaft abhängen kann, wie diese Organisationen die Rationen verteilen können oder nichts zur Verfügung haben. Wenn dann aber der amerikanische Präsident die größte weltweite Hilfsorganisation seines Landes mit einem Federstrich auslöscht und auflöst, ist das zunächst nur ein Verwaltungsakt. Aber was das auslöst, wird in den nächsten Jahren immer deutlicher werden. Mangelernährung und kaum noch medizinische Hilfe werden Millionen von Menschen weiter in Hunger, Armut, Verzweiflung, Flucht und Tod treiben.Die goldene Regel im Evangelium, die man auch nahezu gleichlautend in allen Religionen findet heißt aber: "Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso für sie." Jetzt kann man gut über die da oben schimpfen und bedauern, dass man selbst da nichts dran tun kann. Ich kann aber tatsächlich viel tun: mich an Spendenaufrufen beteiligen und einen Beitrag geben, der meinen Möglichkeiten entspricht, mich bei Tafeln und Hilfsorganisationen einbringen und mithelfen, selbst einen einfacheren Lebensstil leben und keine Lebensmittel verschwenden, regionale Anbieter fördern und so weiter.Manchmal ist es anstrengend, wenn die kleine, leichte und lockere Frage nach dem, was ich heute kochen könnte, in dem großen Zusammenhang der Welternährung endet. Und ich merke bei solchen Gedanken immer auch, wie dankbar ich bin, in einer Region der Welt zu leben, wo ich mir um das tägliche Brot nicht so große Gedanken machen muss.
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Die Mutter hat genug zu tun. Immer schon. Sie hat insgesamt 24 Kinder bekommen und ein Teil von ihnen ist auch zunächst groß geworden. Früher war die Familie wohlhabend und adelig. Jetzt müht sich der Vater mit Mitarbeitern und Söhnen in der eigenen Färberei, um das Geld zu verdienen, das die große Familie braucht. Die jüngste Tochter ist schon als Siebenjährige irgendwie anders, schwierig und unlogisch und erzählt ernsthaft, dass ihr Jesus begegnet sei und sie ihm gelobt hat, zu den Dominikanerinnen zu gehen und Gelübde abzulegen. Die Mutter versucht in den Jahren danach, ihrer Tochter diese Flausen auszutreiben und lässt sie als Dienerin und Magd die anstrengendsten Arbeiten machen, versucht mehrfach sie zu verheiraten und an den Mann zu bringen. Dann wird es der Tochter zu bunt. Sie schneidet sich selbst die Haare ab und meldet sich bei den Dominikanerinnen an und wird angenommen, obwohl sie mit 16 Jahren eigentlich dafür zu jung ist. Vielleicht merken auch die Verantwortlichen, dass diese junge Frau irgendwie anders ist. Im Laufe der Jahre wird sie eine sehr bekannte Frau, die sich nicht fürchtet, sich mit Kaisern, Königen und Päpsten anzulegen und harrsche Briefe zu schreiben, wenn ihr klar war, dass sie gegen die herrschenden Zustände etwas tun muss. Dabei kann sie ja zunächst weder schreiben noch lesen, weil es für Mädchen damals nicht notwendig schien. Sie diktiert mehreren Menschen gleichzeitig ihre Briefe und entwickelt ihre Gedanken zum Zusammenleben in Kirche und Stadtgesellschaft. In der Pestepidemie, die ihre Stadt heimsucht, pflegt und betreut sie furchtlos die Kranken und viele Menschen spüren, dass diese Frau durch ihr Gebet und ihre Furchtlosigkeit unglaublich viel bewirkt.Katharina von Siena stirbt mit 33 Jahren und wird schon zu Lebzeiten sehr verehrt. Im Jahr 1461 wird sie heiliggesprochen und 1939 zur Schutzpatronin von Italien erklärt. 1970 erhält sie den Titel "Kirchenlehrerin" und 1999 wurde sie von Johannes Paul II. zusammen mit der heiligen Birgitta von Schweden und Edith Stein zur Patronin Europas erhoben, sie, die viele Jahre in ihrer Familie als schwierige Tochter galt.
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Am Samstag hatten wir in Köln zu tun und sind also am frühen Vormittag hingefahren. Zunächst zu unseren Schwestern im fertig renovierten Haus, um noch einige Dinge anzuschauen, zu notieren, zu planen. Da war es ganz ruhig und angenehm. Dann bin ich schnell zum Hauptbahnhof gelaufen, um dort etwas zu besorgen und war schon verblüfft, wie viele Menschen schon unterwegs waren und wie trubelig es war. Und dann sind wir kurz vor Mittag in die Innenstadt gegangen, um einige Einkäufe zu machen, die in unserem kleinen Städtchen nicht so gut gehen.Aber diese vielen Leute, der viele Verkehr, die vollen Geschäfte. Zwischendurch mussten wir echt lachen, weil es so laut war und wir überhaupt nicht mehr klarkamen. Und dann haben wir uns, völlig unlogisch, bei einem Café an einen Außentisch gesetzt und Cappuccino bestellt und etwas zum Mittagessen. Und da saßen wir, mitten im Trubel, bei laufendem Verkehr und vielen Touris und Fußballfans, die zum Spiel am Nachmittag wollten, haben die Sonne genossen und tiefenentspannt alles beobachtet, geplaudert und die Pause sehr angenehm erlebt.Da ist mir bewusst geworden, was den Unterschied macht zwischen genervtem Ertragen und entspanntem Erleben. Es ist die eigene innere Verfasstheit. Wenn ich selbst entspannt, geduldig und ohne Druck bin, kann ich alles andere ringsum gut haben und den lieben Gott einen guten Mann, eine gute Frau sein lassen und seine Menschen auch. Aber wenn ich selbst unter Druck bin, gehetzt und frustriert, in Eile und mit Terminen, dann ist alles ringsum zu viel und macht mich kirre und ich renne herum wie viele andere, die schlecht gelaunt und miesepetrig durch den Tag hetzen.Bei Johann Baptist Metz habe ich vor langer Zeit den bemerkenswerten Satz gelesen "Religion ist Unterbrechung". Diese Aussage, so habe ich in einer Zusammenfassung gelesen, lädt dazu ein, die Rolle der Religion im modernen Leben neu zu betrachten. Sie ermutigt dazu, die alltäglichen Abläufe zu unterbrechen, um Raum für tiefere Überlegungen und spirituelle Erfahrungen zu schaffen. In einer Welt, die oft von Routine und Stress geprägt ist, kann diese Unterbrechung eine wertvolle Gelegenheit zur Selbstreflexion und zur kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Lebensweise bieten. Das könnte auch für heute eine gute Idee sein und vielleicht sogar notwendig und heilsam für Dich und mich.
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Ich habe einen Segenstext gefunden, der mir gefallen hat und gleichzeitig Fragen aufwirft. Darin heißt es nach der Bitte an Gott in acht Punkten:Mut erfülle uns – für den täglichen Kleinkram brauche ich vielleicht nicht unbedingt Mut, aber für viele Menschen eben doch, weil sie jeden Tag zu kämpfen haben mit allem, was sie schaffen müssen. Und damit sie nicht mutlos werden, ist diese Bitte sehr real.Freude belebe uns – ich kann nicht immer hocherfreut und mit strahlendem Lächeln durch den Tag wuseln, aber manchen von uns tut es gut, mit Freude und Freundlichkeit durch dich belebt und mit einem kostenlosen Lächeln lebendiger zu werden.Hoffnung beseele uns – das, was uns wirklich antreibt ist die Hoffnung. Egal in welcher Lebenslage ob Krankheit, Katastrophe, Missgeschick, totalem Kummer. Hoffnung auf Zukunft, auf Besserung, auf neue Chance macht unsere Seele lebendig.Beharrlichkeit dränge uns – manchmal geht es einem auf den Geist, wenn jemand echt immer beharrlich dranbleibt an seiner Kritik an seinen Vorschlägen, an seinem Besserwissen. Aber wenn ich mich dann drängen lassen, geht es voran und bekommt Hand und Fuß.Ungeduld mahne uns – die Ungeduld eines anderen mir gegenüber oder meine eigene Ungeduld machen Dinge möglich, die ich und wir in lustloser Lethargie einfach nicht geregelt bekommen. Ungeduld ist keine Tugend, aber oft so notwendig.Vertrauen stärke uns – das gegenseitige Vertrauen ist eine der wichtigsten Grundlagen für ein Zusammenleben in Partnerschaft, Familie, Gemeinschaften und Gesellschaften. Vertrauen in mich selbst, Vertrauen in meine Mitmenschen und Vertrauen in Gott.Licht leite uns – nicht erst seit der Forschung mit Sterbenden und Nahtoderfahrenen wissen wir, dass unser Leben einem wunderbaren Licht entgegengeht. Dieses Licht zu suchen und zu finden und in seine Richtung zu gehen, macht das Leben heller.Friede segne uns – bei all den verrückten Kriegen, die durch ein paar Machtbesessene ausgelöst werden, spüren wir, dass wir oft selbst so wenig dagegen tun können, aber eigener innerer Frieden macht mich und meine Umgebung friedlicher und gesegneter.Und all diese Überlegungen legen wir Gott vor mit der Bitte, uns damit zu segnen, damit auch unser Leben für andere zum Segen werden kann.
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Konkurrenz belebt das Geschäft. Das sagen wir Menschen ja recht häufig. Wer ist besser, wer ist größer, wer is schöner, wer hat vielleicht mehr zu verlieren und wer muss sich beweisen? Viele von uns kennen diese Konkurrenzgedanken. Wir versuchen uns abzusichern, was wir haben. Manchmal leider auch mit Gewalt. Die Bibel hat auch schon davon erzählt, dass es Konkurrenten gab. König Saul und David. Saul hasst den jungen, erfolgreichen David, der viel schöner ist als er, und er versucht ihn zu töten. David flieht und er erhält später die Gelegenheit zur Rache. Er könnte Saul umbringen, zweimal! Und er tut es nicht. Beim ersten Mal schneidet er nur den Zipfel von Sauls Gewand ab, beim zweiten Mal raubt er Krug und Speer, direkt neben dem schlafenden König Saul. David zeigt, es wäre ihm leichtgefallen, Saul zu töten, aber er lässt es. Denn er weiß, der Mensch, Saul, steht unter Gottes Schutz. Was bedeutet das eigentlich für uns heute? Auch wir erleben Konkurrenz, Konflikte, ein verletztes Ego. Jesus gab im Evangelium die klare Antwort: Liebe deine Feinde. Was du von anderen erwartest, das tue auch an anderen. Das ist herausfordernd, für manche auch überfordernd. Aber geht es nicht um den Staat, nicht um Strafen oder Gesetze? Es geht um unser eigenes Handeln, um unsere Entscheidung. Versuche alles, damit dein Feind nicht dein Feind bleibt! Lass anderen die Chance zur Umkehr. Hier zeigt sich das Geheimnis der Barmherzigkeit Gottes. Sie schenkt Raum für Veränderung, Hoffnung für die, die gegen uns stehen, und zeigt: Wahre Stärke liegt nicht im Töten, in der Macht, sondern im Verschonen, im Ermöglichen. König David und Jesus, sie lehren uns: Mut, Geduld und Liebe sind größer als unser Hass. Und so kann Konkurrenz nichts zerstören, sondern uns zum Besseren führen. Und es bleibt doch die Weisheit: Konkurrenz belebt das Geschäft. Der DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und der Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.
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In den letzten Wochen sind manche Hochzeitseinladungen in meinem Briefkasten gelandet. Die Hochzeit-Saison startet langsam; im Mai geht's dann richtig los. Wie ist das eigentlich mit diesen Einladungen? Da machen sich Menschen ja unglaublich viel Arbeit, um andere dazu zu bekommen, bei ihrer Hochzeit dabei zu sein. Eine Hochzeitseinladung begegnet uns indirekt auch in der Heiligen Schrift. Und dabei ist es nur eine ganz kurze Wanderung, von Nazareth nach Kana, gerade mal 13 Kilometer. Doch die Hochzeit im Kontext von Jesus dauerte eine ganze Woche. Gäste kommen und gehen, es gibt viel zu organisieren. Wer würde eine solche Einladung ablehnen oder ausschlagen? Und dann sind alle bei der Hochzeit, und das Problem geht weiter, der Wein geht aus. Wer sorgt für Nachschub? Wer bringt die Fülle in die Feier? Genau da kommt Maria ins Spiel. Sie sieht, dass etwas fehlt und wendet sich an Jesus. “Meine Zeit ist noch nicht gekommen”, sagt er, und trotzdem passiert etwas. Durch ihr Handeln, durch ihre Bereitschaft, durch ihr Mittun kann Jesus wirken. Das Wunder: Wasser wird zu Wein, ein Alltag wird verwandelt, etwas Gewöhnliches wird außergewöhnlich, Gott bringt Fülle, Freude und Leben mitten in das Leben. Und das gilt auch für uns heute. Wir erleben Momente, in denen unser Alltag leer wirkt. Prüfungen, Stress, Beziehungsroutine. Wir fühlen uns manchmal wie die Diener in dieser Geschichte: Was kann ich schon tun? Und doch, wenn wir bereit sind, das zu tun, was möglich ist: Aufmerksam sein, helfen, zuhören, einen Schritt gehen; dann kann etwas Neues entstehen. Das Wunder von Kana zeigt, kleine Handlungen, Offenheit und Vertrauen können Großes bewirken. Aus Wasser wird Wein, aus Gewöhnlichem wird Fülle. Gottes Verwandlung beginnt nicht irgendwo weit weg. Sie beginnt dort, wo wir stehen, in unserem Alltag, in unseren Möglichkeiten, in unserer Bereitschaft das Leben zu gestalten. Letztlich ist es diese Frage: Wollen wir die große Einladung, die Gott uns in unserem Leben macht, annehmen? Der DOMRADIO-Morgenimpuls: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken zu Gott und der Welt. Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel die Religionslehrerin Vanessa Grbavac und Pfarrer Stefan Wißkirchen darüber, wie sie Glauben und Alltag miteinander verbinden. Im Radio um viertel nach 6 Uhr und als Podcast.
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Am Mittwoch gab es einen Termin, der schon lange ausgemacht war. Eine Mutterhausbesichtigung mit Kaffeeklatsch für Mitglieder der hiesigen Frauengemeinschaft. Geplant für circa 25 Frauen. Alles klar und ordnungsgemäß an der Pforte angemeldet. Dann vor zwei Wochen der Rückruf: Oh, wir sind zu 60 Frauen, geht das? Ja, klar geht das. Also noch eine zweite Schwester organisiert, die eine zweite Führung macht und alles klar. Und dann fünf Tage vorher wieder ein Anruf: Oh, sorry, wir sind 80 Frauen, die gern kommen möchten. Geht das auch noch? Wir haben herzlich gelacht und noch eine dritte Schwester gefragt, ob sie eine Führung durchs Haus übernehmen kann. Und ich kann ehrlich sagen, dass es ein wunderbarer Nachmittag war. In der Mutterhauskirche versammelt, ging es in einem kurzen Impuls um die Frauen, die dort explizit dargestellt sind und die uns ein Lebensbeispiel geben: Maria, die Muttergottes, die mit ihrem Ja zu den Zumutungen Gottes auf ihre eigenen Lebenspläne verzichtet hat. Klara von Assisi, die ein hochherrschaftliches Leben in Reichtum und Ehren ausgeschlagen hat, um in Armut und schwesterlicher Gemeinschaft Gott zu ehren und mit ihrem Gottvertrauen sogar ein großes sarazenisches Heer zu vertreiben. Und Theresia Bonzel, die sich um Waisenkinder kümmern wollte, aber keine Hilfsorganisation gegründet hat, sondern eine geistliche Gemeinschaft mit beidem: Gott zu ehren und den Menschen zu dienen. Und dann die Frage an jede einzelne Frau: was ist es, was spätere Generationen über Dich sagen werden? Was wäre dein Attribut, mit dem man Dich und Dein Wirken darstellen würde? Das ist echt bedenkenswert und hat bei einigen doch Fragezeichen bei sich selbst deutlich werden lassen. Der wirklich schöne Kaffeeklatsch und die drei Führungen durchs Haus haben den Frauen Einblicke gegeben in die Arbeits- und Lebensweise der Schwestern und der dort ansässigen Verwaltung unserer Werke und mancher Frau ein Aha-Erlebnis verschafft. Dieser Nachmittag hatte also die verschiedenen Aspekte von Kirche ganz einfach zusammengebracht: Interesse am Neuen zeigen, gemeinsam Hören, Nachdenken, Beten und gesegnet werden, Mahl halten und in der Gemeinschaft von Glaubenden unterwegs sein.
5 Minuten
Eine unserer sehr alten Mitschwestern im Altenheim ist zwischendurch immer mal etwas desorientiert, verwirrt, ein bisschen "neben der Spur", wie man so sagt. Dieser Tage war das auch so. Sie kam ins Nachbarzimmer, hat sich vorgestellt und der dortigen Mitschwester freundlich gesagt, dass sie jetzt hier im Haus eine Weile bleiben wird und das Nachbarzimmer bewohnt. Wir beide haben uns bedankt und ich habe ihr versprochen, sie gleich auch zu besuchen. Im Gespräch dann in ihrem Zimmer haben wir über Gott und die Welt, über den Krieg in der Ukraine und über den wechselhaften April geplaudert, über ihr schlechtes Befinden und darüber, dass man mit 99 nun auch tatsächlich alt ist und dass das Leben noch nie so schwierig war. Dann sind wir so die Etappen ihres langen Lebens entlanggegangen. 1927 geboren, hat sie die Hitlerzeit, den zweiten Weltkrieg, die harte Nachkriegszeit sehr bewusst erlebt und dann im Orden an vielen Stationen sehr segensreich für viele Menschen gearbeitet. Da kommt plötzlich ein Erinnern und sie sagt: "Oh, das ist ja wahr: Es war nie nur leicht und manches echt hart, aber wenn das so jetzt sehe, habe ich ein sehr schönes Leben."Und ihr freundliches Lächeln war wieder da und die Einordnung in Zeit und Raum wieder gegeben. Das Radio, dass sie sonst immer genutzt hat, habe ich ihr wieder angeschaltet, den richtigen Sender gesucht und habe mich von ihr, die jetzt zufrieden in ihrem Sessel saß, wieder verabschiedet. Viele Menschen kennen das: Die alten und sehr alten Mitmenschen kommen mit der scheinbar immer schneller gehenden Gegenwart nicht mehr klar, leiden unter den Kriegsberichten, den Bildern von Angriffen auf Städte und deren Opfer, von Flüchtenden und verletzten Kindern. In der Verquickung mit dem eigenen Erinnern, verheddert sich alles und wird immer unsortierter. Oft tut es dann gut, wenn sich jemand Zeit nimmt, den Geschichten lauscht und bei der Einsortierung hilft. Und wenn man es schafft, Nähe und Vertrauen zu vermitteln, dieses: "Ich bin bei Dir, ich halte Dir die Hand, ich höre Dir zu, ich mag Dich gern." Dass Gott uns zusagt, dass wir bis zum Ende die Würde der Gotteskindschaft besitzen, ist eine wunderbare Gewissheit. Aber dass wir unseren Mitmenschen dabei helfen, sie auch zu spüren und zu haben, ist manchmal ganz leicht und hilft ungemein.
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Wir sind ja, ob wir wollen oder nicht, immer irgendwie von Werbung umgeben. Ob im Fernseher oder Radio, ob in den anderen Medien oder beim Weg durchs Städtchen beim Einkaufen. Eine Werbung ist mir dieser Tage tatsächlich buchstäblich ins Gesicht gesprungen. Ein Hörgeräteakustiker, an dessen Geschäft ich vorbeigelaufen bin, hat ein riesiges Plakat im Schaufenster mit zwei älteren, sehr fitten Menschen beim Joggen. Es hätte Werbung für Sportkleidung sein können, so stylisch war sie. Und die Überschrift wirkt zunächst auch so. Da heißt es: Fit für den Frühling? Aber die zweite Überschrift hieß: Gutes Hören hält gesund. Die Werbung hat mich beschäftigt und das ist immer ein gutes Zeichen für gute Werbung. Da ist natürlich sehr gut zu kombinieren, dass ich, wenn ich gut höre, sehr viel besser mit anderen aktiv sein kann und auch leiseren Plaudereien unterwegs gut folgen kann.Ein zweiter Aspekt ist auch, wenn ich gut höre, bin ich im Straßenverkehr sicherer, weil ich besser zuordnen kann, was ringsum passiert und ob jemand hupt, oder ein Warnsignal kommt, ob die Ampel klickt oder ein Fahrzeug schnell auf mich zukommt. Und dann fiel mir noch etwas anderes ein. Wenn ich die Betonung anders setze, heißt es GUTES Hören hält gesund. Wenn ich also mehr die guten Nachrichten heraushöre und nicht an den schlechten hängenbleibe. Wenn ich im Alltag und meiner Umgebung die kleinen oder großen frohen Botschaften vernehme und registriere, dann bleibt mein Geist und meine Seele gesünder. Wir wissen heute, dass Kinder und Jugendliche, die viele Stunden in den sozialen Medien scrollen, unglaublich viel Negatives und Schlimmes sehen und hören, sehr viel mehr psychische Erkrankungen bekommen und Schwierigkeiten mit der Interaktion im normalen Leben haben. Also ist die Idee nicht schlecht, eher auf das GUTE zu hören. Und die gute und beste Botschaft im heutigen Abschnitt des Johannesevangeliums heißt: "Denn es ist der Wille meines Vaters, dass alle, die den Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben und dass ich sie auferwecke am Letzten Tag." Was brauche ich mehr, um diesen Tag "Fit für den Frühling" zu sein. Für heute und für den letzten Tag. Der vielleicht heute ist.