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Total Sozial! Archiv

325 Episoden
33 Minuten
Sie sind oft die ersten, die ihren Job verlieren. Sie haben häufig nicht die Sprachkenntnisse, um ihren Kindern beim Homeschooling zu helfen oder zu verstehen, wo sie gesponsorte Laptops bekommen können. Und wenn es daheim zu häuslicher Gewalt kommt, droht die Abschiebung, wenn sie keinen eigenen Aufenthaltstitel haben. In der Beratungsstelle KOFIZA finden sie Hilfe und im Haus TAHANAN können sie wohnen, wenn es ganz schlimm kommt. www.invia-muenchen.de
29 Minuten
Gut 1.000 meist ältere Menschen nutzen im Landkreis Traunstein die mobilen sozialen Dienste der Malteser. Kreisgeschäftsführer Peter Volk hat zusammen mit seinen Mitarbeitern die Herausforderung angenommen, Dienste wie Hausnotruf, hauswirtschaftliche Versorgung oder Menue-Service auch im Corona-Lockdown weiterzuführen. Es sei von Anfang an das Ziel gewesen, alle Kunden in der Krise weiter zu versorgen, so Volk. Die Hygieneauflagen machten das aber nicht gerade einfach, betont Irene Volk, die im Landkreis Traunstein die mobilen sozialen Dienste koordiniert. Die Mitarbeiter müssten die zu betreuenden Senioren immer wieder daran erinnern, dass man Abstand halten soll. Das sei schwierig, weil zwischen Mitarbeitern und Kunden oft ein Vertrauensverhältnis entstehe. Zurzeit sei nebenbei "ratschen" oder sich kurz zusammensetzen aber wegen der Corona-Auflagen nicht möglich, so Irene Volk. Für viele ältere Kunden sei das nur schwer nachvollziehbar. Wie wichtig es ist, dass auch im Lockdown die Dienste weiterlaufen, zeigt der Fall von Therese Ziegler. Die alleinstehende Seniorin war im vergangenen November in ihrem Haus gestürzt und hatte sich dabei eine Platzwunde am Kopf, Risse in der Nase sowie Prellungen am Knie und an der Hüfte zugezogen. Ohne die Dienste der Malteser wäre es für die 82-jährige Rentnerin aus Siegsdorf schwierig geworden, den Alltag in den eigenen vier Wänden zu meistern. Mit Hilfe des Malteser Menue-Services und der hauswirtschaftlichen Versorgung konnte die ältere Dame sich zuhause auskurieren. Über ihre Erfahrungen mit den Malteser Angeboten für Senioren erzählt sie ausführlich in den Malteser Momenten.
31 Minuten
Während sich Dank der Impfungen gerade Optimismus auf ein baldiges Ende der Corona-Pandemie breit macht, steckt die Welt nach wie vor in einer anderen Pandemie. Und das seit Jahrzehnten. Die Rede ist von HIV. Die Medizin macht Fortschritte, die Diagnose ist für Betroffene aber immer noch ein Schock. So auch für Andreas. Er hat seine Diagnose im Juni 2010 bekommen. „Damals lag ich ganz tief am Boden, jetzt geht’s mir richtig gut", erzählt der Bundeswehrsoldat in "Total Sozial". Gemeinsam mit Regina Lange-Rönning, der Leiterin der Caritas-Aidsberatung sprechen wir darüber, was eine HIV-Diagnose heute noch bedeutet - und was nicht.
33 Minuten
Susanne Berger war nach ihrem zweiten Suizidversuch ins Krankenhaus gekommen und dort haben die Ärzte festgestellt, dass sie schwanger war. Außerdem sah die Nackenfalte des Kindes im Ultraschall irgendwie verdächtig aus. Doch Susanne Berger wollte ihr Kind bekommen. Hilfe bekam sie im Haus Lucia des Skf (Sozialdienst katholischer Frauen). https://www.skf-muenchen.de/unser-angebot/mutter-und-kind/lucia-intensiv-betreutes-wohnen-ibw.html https://radio.mk-online.de/sendungen/total-sozial.html
26 Minuten
Weit mehr als 250 Kirchen und Kapellen gibt es in München. Außerhalb der Gottesdienstzeiten werden die mächtigen Bauten aber gerade kaum genutzt. Anders in St. Anton. Die Kirche am alten Südfriedhof hat seit knapp einem halben Jahr die Kirchentüren für Bedürftige geöffnet und bietet dort in der Antonius-Küche täglich warme Mahlzeiten an. Rund 180 Klientenkommen jeden Tag, wenn die Caritas und die Kapuziner den Kirchenraum gemeinsam in eine provisorische Suppenküche umbauen. Für einen Tag schaut "Total Sozial" hinter die Kulissen der Antoniusküche und spricht mit Bedürftigen und den Organisatoren.
28 Minuten
Trauer und Tod. Das waren früher noch viel stärker totale Tabuthemen. Zum Glück hat sich die Trauerkultur in den letzten Jahren zunehmend verändert: Für Betroffene gibt es inzwischen immer mehr Unterstützungs-Angebote und Anlaufstellen. Doch es gibt auch heute noch Trauernde, die oft weniger Beachtung erhalten: Geschwister, die ihren Bruder oder die Schwester verloren haben. Wenn ein Kind oder junger Erwachsener stirbt, stehen oft die Eltern im Fokus. In dieser Ausgabe von Total Sozial geht es deswegen explizit um das Thema Geschwistertrauer. Was bedeutet der Verlust der Schwester oder des Bruders für ihr Leben und ihre Zukunft? Und was hilft in dieser schwierigen Lebenssituation? Antonia Vedder, 30, erzählt von dem Verlust ihres Bruders. Sie berichtet, wie sie den Tod ihres Bruders erlebte und was bzw. wer ihr bei der Trauer geholfen hat. Und es geht um die Arbeit des Vereins verwaiste Eltern und trauernde Geschwister. Dieser bietet zum Beispiel eine besondere Gruppe für trauernde Geschwister an.
27 Minuten
In München eine passende und bezahlbare Wohnung zu finden, ist extrem schwierig. Richtig schlimm wird es, wenn man zuvor seine Wohnung aus irgendeinem Grund verloren hat. Die Folge: Hunderte Menschen in München sind wohnungs- oder obdachlos. Gerade mit zunehmendem Alter steigt die Belastung für Betroffene noch zusätzlich. Das Haus St. Benno in Oberschleißheim hilft. Die Einrichtung des Katholischen Männerfürsorgevereins KMFV bietet rund 60 dauerhafte Wohnplätze für Menschen, die im Alter wohnungslos geworden sind oder von Wohnungslosigkeit bedroht waren. Um auf den gestiegenen Bedarf zu reagieren, wird die Einrichtung aktuell noch weiter ausgebaut. In "Total Sozial" stellen wir Ihnen das Haus vor und Bewohner erzählen, warum St. Benno mehr bietet als nur ein Dach über dem Kopf.
26 Minuten
Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder im Regelschulsystem scheitern. Schlechte Noten und Verweise zerstören dabei oft auch das letzte bisschen Selbstbewusstsein. Eine neue Chance bekommen sie an der Clemens-Maria-Hofbauer-Schule in Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge auf dem Gelände des Clemens Maria Kinderheims in Putzbrunn. Hier werden sie in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung besonders gefördert. Und statt Verweisen sammeln sie hier lieber Bonuspunkte. Die können Sie gegen besondere Erlebnisse eintauschen. Zum Beispiel Computer zerlegen mit dem Schulleiter. In der kommenden Woche macht Total Sozial übrigens aus Osterferiencoronaundurlaubsgründen eine Woche Pause. Die nächste Folge gibt´s dann wieder am 16.4. Homepage: www.clemaki.de/angebote/privates-foerderzentrum
31 Minuten
Kaum ein anderer Arbeitsbereich ist in der Corona-Pandemie so in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wie die Pflege. Und in kaum einem anderen Bereich war man sich in dieser Zeit so einig, dass die Arbeitsbedingungen und Bezahlungen verbessert werden müssen. Klatschen allein reicht nicht! Das betonte auch die Caritas, einer der größten Altenpflegeheim Betreiber des Landes, immer wieder. Doch einen Flächentarifvertrag, der genau das ändern sollte, lehnte die Caritas Ende Februar ab. Unsolidarisch und falsch, habe sich der Verband mit seiner Entscheidung verhalten, sagen sogar die eigenen Mitarbeiter. Wie es dazu kam und wie es jetzt weitergeht, darüber sprechen Robert Hinke von der Gewerkschaft Verdi und Gabriele Stark-Angermeier aus dem Caritas Vorstand im Erzbistum München und Freising in Total Sozial.
39 Minuten
Wir bieten Ihnen heute eine Folge aus unserem Podcast „Einfach Leben“ an, in der es um Wirksamkeit und Nebenwirkungen beim Thema „Impfen“ geht. Sie ist eine perfekte inhaltliche Ergänzung zu unserer Folge „Licht am Ende des Tunnels“. Die eigentlich an dieser Stelle geplante Folge von „Total Sozial“, in der wir über die Schwierigkeiten von Migrantinnen in der Corona-Krise berichten wollten, müssen wir leider verschieben, weil die Interviewpartnerin krank ist. Wenn Ihnen die Folge gefällt, hören Sie gerne auch in die anderen Folgen von "Einfach Leben" rein.
29 Minuten
Die Welt impft sich aus der Corona-Pandemie. In Deutschland läuft die Kampagne bisher zwar schleppend, aber die Impfstoffe lassen zumindest auf ein absehbares Ende der Krise hoffen – wenn alle mitmachen. Viele Menschen haben aber noch Zweifel an den Vakzinen: zu kurz geforscht, zu schnell zugelassen, zu wenig Wissen über mögliche Langzeitfolgen. Experten wie, der Münchner Infektiologe Arne Kroidl, betonen aber, dass die Impfung die einzig sinnvolle Lösung ist: „Gegen solche respiratorischen Viren lässt sich sonst nicht besonders viel machen." Warum die Impfung sinnvoll ist, wie die Impfstoffe von Biontech, Astrazeneca und Co. funktionieren und was dran ist an den Gerüchten rund um die Vakzine, darum geht’s im großen Impfspecial von Total Sozial.
25 Minuten
Ein Projekt, das vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert wird, unterstützt Frauen bei der Wohnungssuche und betreut sie weiter auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben. Second Stage heißt dieses Projekt. In München wird es unter anderem vom Sozialdienst katholischer Frauen gestemmt. Nötig ist es, da immer wieder Frauen vor ihrem gewalttätigen Partner flüchten müssen. Ganz wichtig zu betonen bei diesem Thema: Frauen werden keineswegs nur in sozialen Brennpunkten von ihrem männlichen Partner geschlagen, vergewaltigt, beschimpft oder gedemütigt. Die Studie "Gewalt gegen Frauen in Paarbeziehungen" des Familienministeriums zeigt, dass auch Frauen in mittleren und hohen Bildungs- und Sozialschichten Opfer von Gewalt werden. Für die die es schaffen, sich vom Partner loszureißen, bietet das Münchner Frauenhaus eine erste Auffangstation. Doch dort können sie nur vorübergehend bleiben. Im Anschluss können die Frauen durch das Projekt Second Stage zum Beispiel bei der Wohnungssuche unterstützt werden. Was Second Stage genau ist und was dort getan wird, um den Frauen zu helfen, das hören Sie in dieser neuen Ausgabe von Total Sozial. Total Sozial, immer freitags 16 Uhr, auf DAB+, im Webradio und als Podcast für unterwegs überall wo es Podcasts gibt.
26 Minuten
Leibliche Kinder hat Erika Ferch nie gehabt, aber eine Pflegetochter - und 17 Kinder, die sie als Bereitschaftspflegekraft kurzfristig bei sich aufgenommen hat, wenn sie in ihrer eigenen Familie nicht bleiben konnten. Organisiert werden diese sogenannten "Inobhutnahmen" über das Salberghaus, das von der Katholischen Jugendfürsorge KJF betrieben wird.
22 Minuten
Bildungseinrichtungen kochen derzeit auf Sparflamme, denn es finden kaum Kurse statt. In den Altenheimen fehlt es an Personal. Diese beiden Erkenntnisse haben beim Institut für Bildung und Entwicklung der Caritas zu einer interessanten Situation geführt: Mitarbeiter, die normalerweise hier Fortbildungskurse organisieren, arbeiten nämlich jetzt in Altenheimen der Caritas. Darüber spricht Brigitte Strauß mit Geschäftsleiter Matthias Wölfel und Ivonne Rohland. Sie ist einer der Frauen, die den Job vorübergehend gewechselt haben.
39 Minuten
„Ist Würde unantastbar oder akzeptieren wir Ausnahmen“ – das ist eine der Fragen, die die Caritas in ihrer neuen Jahreskampagne stellt. Die läuft unter dem Motto „Das machen wir gemeinsam“ und in ihr geht’s natürlich darum, wie Deutschland als Gesellschaft die Corona-Krise meistern kann und was wir für die Zeit danach gelernt haben? Der Diözesandirektor der Münchner Caritas, Georg Falterbaum, spricht darüber im "Total Sozial"-Talk und verrät, warum er den Applaus für systemrelevante Berufe richtig fand.