Ruhrpodcast Archiv
171 Episoden
41 Minuten
Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist der Interessenvertreter der Handwerkskammern in NRW (7 Kammern in NRW) zum Wohle des Handwerks. Man sehe sich als kritischer Partner der Landesregierung und bringe für die politische Meinungsbildung die Position des in der Regel inhabergeführten Mittelstands ein. Dabei verstehe man sich als Impulsgeber für Entwicklungsprozesse, um Handwerkskammern und Handwerksbetriebe zukunftssicher aufzustellen. Das Handwerk ist laut Eigenangaben der bedeutendste und vielseitigste Wirtschaftszweig in Deutschlands größtem Bundesland, Nordrhein-Westfalen. In nordrhein-westfälischen Handwerksbetrieben arbeiten über 1,1 Million Beschäftigte. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von 130,7 Milliarden Euro. Das Handwerk sei damit der stärkste Wirtschaftsbereich. Hat das Handwerk also immer noch den viel besungenen goldenen Boden? Wie steht es aktuell um die Nachwuchsfrage im Handwerk, besonders mit Blick auf das Ruhrgebiet? Daran schließt sich das Thema Nachfolgeregelung an – wie steht es damit? Aus- und Weiterbildung im Handwerk, wie wird das aktuell, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Krise geregelt? Planungssicherheit für Friseurhandwerk und Fußpflege – welche Handwerksbetriebe sind besonders vom Corona-Shutdown betroffen? „Künstliche Intelligenz im Handwerk“ – gibt es dazu ein Positionspapier KI? Wie sieht die Strategie dazu aus? Persönliche Erfahrungen unsererseits machen deutlich: Bezogen auf das Ruhrgebiet denken immer noch einige Handwerksunternehmer, „dieses Internet ist doch nur eine Welle, in ein paar Jahren spricht davon keiner mehr.“ Matthias Heidmeier zeigt sich gut aufgelegt im lebhaften und informativen Dialog mit Host Frank Zepp Oberpichler. Aufgrund von Corona waren beide alleine im Aufnahmeraum, saßen über 1,50 Meter auseinander und hatten Plastiktütchen über dem Mikro – wie man das so gern im Fernsehen sieht. Weitere Info: www.whkt.de
32 Minuten
Was hat jemand, der in Düsseldorf lebt, mit dem Ruhrgebiet am Hut? Nicht viel, sollte man meinen. Allerdings verbindet unser Gast dieser Episode besonders viel mit dem Pott. Tobias Cremer alias der „Carrera-Mann“ aus Düsseldorf ist zu uns gekommen, um mit Host Frank „Zepp“ Oberpichler vor allem über eines zu sprechen: Musik. Cremer hat nicht nur eine ganz besondere Leidenschaft in Sachen Motorsport, er ist auch Manager der Band NICHTS, über die er bereits einen Dokumentarfilm gedreht hat. Punk, Alternative Rock, Metal, New Wave, Industrial oder Gothic. Die besonders durch die 80er Jahre geprägten Musikgenres der schwarzen Szene im Ruhrgebiet sind so vielfältig, dass ein begeisterter Musikliebhaber dieser Szene sich im Ruhrgebiet eigentlich nur wohlfühlen kann. Naheliegend, dass Cremer deshalb nun seinen zweiten Dokumentarfilm plant: „Der Pott tanzt schwarz“ soll von der schwarzen Szene im Ruhrgebiet handeln und alte Erinnerungen ans Licht bringen, die aufgrund wenig übrig gebliebener Fotos und Aufzeichnungen zu verblassen drohen. Denn obwohl das Ganze noch nicht allzu lange her ist, gibt es nur wenig Material. Aus diesem Grund wird „Der Pott tanzt schwarz“ ein Projekt, bei dem nun alle gefragt sind. Denn nicht nur die Musik prägte die Szene: Alte Fotos, Videoaufzeichnungen, Zeitungsartikel oder vielleicht das ein oder andere Kleidungsstück aus der Zeit sind bei Tobias Cremer herzlich willkommen, um den neuen Dokumentarfilm eben möglichst authentisch herüberzubringen. Da sieht man mal, wohin einen eine Kfz-Ausbildung bei Opel und ein anschließendes BWL-Studium führen können. Eben ganz woanders hin. Die schwarze Szene prägte bereits seine Jugend, während die Anderen in seinem Alter eher die üblichen Charts der 80er hörten. Tiefsinnige Texte, die Psyche des Menschen, Gefühle der Perspektivlosigkeit in der Jugend und ein Verkäufer der einen darum bittet, sich nach dem Anhören einer Platte bitte nicht aufzuhängen. Was für viele vielleicht abschreckend klingt, bewegt auch heute noch eine große Gruppierung junger sowie älterer Generationen. Und im Ruhrgebiet fühlt sich die Szene heute noch wohl: Vom „Old Daddy“ in Duisburg, zum Modegeschäft „Mode Wichtig“ in der Mülheimer Altstadt bis hin zum „Dark Ages Gothic Shop“ in Essen zu noch vielen weiteren Szene-Magneten. Cremer spricht mit uns über seine persönliche Verbindung zum Ruhrgebiet, verschiedene Bands und warum er nicht mehr bei Opel arbeitet. Einen fahren, das macht er allerdings immer noch. Weitere Info: https://www.facebook.com/Der-Pott-tanzt-schwarz-100324398333585/ http://autorennbahncenter.de/die-firma/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
40 Minuten
Markus Günther studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Bochum, Lyon und Montreal. Er war für zahlreiche deutsche und US-Zeitungen tätig, darunter für die FAZ und die Los Angeles Times. Von 1995 bis 2000 arbeitete er als EU- und NATO-Auslandskorrespondent in Brüssel. Günther war Mitglied im Pressekorps des Weißen Hauses. 2007 veröffentlichte er die erste deutschsprachige Obama-Biographie. Von 1. Juli 2009 bis 5. Dezember 2011 war Markus Günther Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung. Seit dem 1. Februar 2019 ist Markus Günther Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln und somit verantwortlich für die externe und interne Kommunikation des Erzbistums. Zudem ist er Leiter der Hauptabteilung Medien und Kommunikation im Generalvikariat Köln. Im Februar 2017 erschien sein erster Roman Weiß und 2020 der Roman Pietà. Aus dem Klappentext von Pietà: Was heißt schon Erwachsenwerden? Wo beginnt es, und wo hört es auf? Und was muss dabei geschehen? Markus Günther hat eine klassische «Coming of Age»-Geschichte geschrieben, und doch fällt sein Held Lutz Brokbals aus jedem literarischen Rahmen. Ja, er hadert mit sich selbst und seinen Gefühlen, er wartet sehnsüchtig auf die große Liebe und ein abenteuerliches Leben. Doch da ist noch etwas, was ihn quält und lähmt: die Frage nach den letzten Dingen, auch nach dem Tod. Alice Millers «Drama des begabten Kindes» hallt in dieser Geschichte ebenso nach wie Hermann Hesses Jugendroman «Peter Camenzind». Auch Lutz Brokbals kann seine widerstreitenden Gefühle kaum bändigen und lernt schließlich doch die wichtigsten Lektionen des Lebens, die Liebe und den Abschied. Der Riese, den Lutz besiegen muss, ist in keiner Fabelwelt zuhause, sondern in der Seele eines jeden Menschen. Erst wenn er zu Fall gebracht ist, weitet sich der Blick für die unendlichen Möglichkeiten der Liebe, der Freiheit, des Lebens. Dann wird aus Zweifel Zutrauen und aus Todesfurcht Lebenslust. Stimmen zum Buch: Markus Günthers Erzählung vom Erwachsenwerden des überempfindlichen Lutz Brokbals reiht die Momente einer allmählichen Verwandlung wie Perlen aneinander. Seine Poesie trägt die Prägungen bestimmter Orte und Jahre und beschwört doch jene Ängste und Sehnsüchte, die zu allen Zeiten Menschen bewegt haben. Ein packendes Buch, das den schwierigen und existenziellen Fragen des Lebens nicht ausweicht. Und das sich vielleicht gerade deshalb liest wie eine kraftvolle Ermutigung, sich zuversichtlich auf das Abenteuer Leben einzulassen. Ein Buch für alle Liebenden, für alle Trauernden und für alle, die noch wachsen wollen. Weitere Info: https://www.fontis-shop.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
34 Minuten
Wir hätten den gebürtigen Oberhausener fragen können: „Wie kommt man auf Cheesy?“ Eine weitere Frage hätte lauten können: „Vinyl, CD oder Laptop?“ Um mit der dritten Frage: „Duisburger Daddy oder Sterkrader, Stratosphäre, E-Dry, Gelber Elefant, Siggis Kalei, Prater, Delta, Matrix, Zwischenfall, Bahnhof Langendreer, Rock-o-la, was war für dich der beste Club?“ endlich Klarheit zu schaffen. Haben wir so nicht gefragt und doch einiges erfahren. Michael Krisang, so der Geburtsname von Cheesy, hat in den 80ern mit DJ-Kollege Emil den Plattenladen 28 Kubikmeter eröffnet. Zuvor hat er eine Lehre zum Stahlbauschlosser bei der Gutehoffnungshütte GHH abgeschlossen. Danach gab es fast nur noch Musik. Aktuell legt Cheesy im Oberhausener Kulttempel an der Mülheimer Straße auf. Sein Geld verdient er allerdings mittlerweile eher mit dem Online-Plakathandel Luisposter. War man mit den anderen DJs aus der Region in Kontakt? Was waren für ihn die besten Clubs im Ruhrgebiet in den 80er, 90er, 2000er 10er Jahren? Wie wird Corona die Szene verändern? Ist God a DJ, wie Faithless vermuteten? Ist DJ noch ein Traumberuf? Welche Rolle spielen bei alledem die Einstürzenden Neubauten? Fragen über Fragen an einen, der seit über 36 Jahren hinter dem DJ-Pult steht und anfangs noch Kassetten umdrehte. Ein entspanntes Gespräch über Szene, Musik und Gastronomie im Ruhrgebiet. Und was ist nun der ultimative Partykracher, um das Volk auf die Tanzfläche zu lotsen? Weitere Info: https://www.luisposter.de/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
34 Minuten
Fratz A. Thum, geboren 1967 in einem kleinen katholischen Kaff in Bayern bekam 1980 die erste Platte der Band „Hass“ in die Finger und danach war nichts mehr wie vorher. Bereits Mitte der 80er Jahre begann er Konzerte zu organisieren und Platten zu tauschen. 1986 zog er mit seiner Plattenkiste von Gig zu Gig und gründete mit Hulk ConnAction den Vorgänger von Hulk Räckorz. 1988 traf er auf Axel Kurth, die beiden verstanden sich gut und Fratz begann, Touren für Axels Band WIZO zu buchen und brachte die erste Veröffentlichung auf dem neu gegründeten Label Hulk Räckorz raus (der Rest ist Geschichte). Über die Jahre folgten viele weitere WIZO-Veröffentlichungen und Touren in Deutschland, Ungarn, Japan, Frankreich, England, Amerika, Canada. Von 1994 bis 1996 spielte Fratz Bass bei der Regensburger Band Use To Abuse, die seinen Lebensweg immer mal wieder kreuzt und auch mehrere Platten auf Hulk Räckorz rausbringt. Bereits 1996 holte er sich die Domain www.punk.de wo man WIZO Merch bestellen konnte. 2005 organisierte Fratz die WIZO-Abschiedstour. Danach gings aus Bayern in den Ruhrpott, genauer gesagt nach Gladbeck. In diesem Jahr gab er ein kurzes Intermezzo bei Rasta Knast am Bass bevor er 2007 die Band Rockwohl Degowski gründete. Zwischendurch stampften Fratz mit inzwischen Ehefrau Vera Vandal die Modemarke Sexypunk aus dem Boden. 2008 wird der Shop auf punk.de gelauncht, wie er jetzt ist, sodass jeder Platten, e-Tickets oder mp3s verkaufen kann. 2009 organisierten Fratz und Axel die WIZO Reunion, die seitdem mit einer umfangreichen Tour alle zwei Jahre durch die Republik und angrenzende Länder führt. Mittlerweile ist er Vater zweier Kinder und sieht sich als Berufsjugendlicher. „Für mich war es ein Befreiungsschlag ins Ruhrgebiet zu kommen. Die Menschen sind hier viel herzlicher und weniger mit dem Ellenbogen unterwegs, als in Bayern.“ Fratz ist überzeugt, dass das Ruhrgebiet riesiges Potenzial hat: „Eigentlich ist es eine Metropole, wo Berlin und Hamburg gar nicht hinstinken können.“ Für ihn ist das Ruhrgebiet ein Freizeitparadies geworden. Aktuell spielt er u.a. Bass bei der Punk-Rock-Band „Kupferwerk Gold“. Weitere Info: www.punk.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
33 Minuten
Was treibt einen Internisten dazu immer wieder Fünfzeiler und weitere Reimkost darzureichen? In dem Hörbuch „Kohle, Kappes, Koniferen“, welches Hubertus Janssen mit WAZ-Kulturredakteur Jens Dirksen herausgab, sind erste Hinweise zu finden. In Geschichten und Gedichten wird das Urgemüse des Ruhrgebiets mit all seinen Licht- und Schattengewächsen präsentiert. Die gesamte Flora und Fauna des Ruhrpotts, des Rheinlandes und Westfalens, Europas und vom Rest der angrenzenden Welt steht Janssen bei, wenn es darum geht Kohle von Kappes zu trennen. Fragt sich, was es mit den Koniferen auf sich hat. Wie kommt ein niedergelassener Arzt auf Zeilen wie: „Mein Schwein hat Borderline“, „Die Wildsau in Breslau“ oder schlicht auf den „Labrador im Schlaflabor“? Ärzte in der Deutschen Literatur gibt es einige: Arthur Schnitzler, Alfred Döblin, Uwe Tellkamp, Gottfried Benn, um nur einige zu nennen. Der uns allen bekannte Marcel Reich-Ranicki sagte einmal, Literaten und Mediziner seien "Fachleute für menschliche Leiden". So gesehen ist der Spagat also nicht groß. Friedrich Schiller war ausgebildeter Regimentsmedikus, John Keats Wundarzt, Georg Büchner promovierter Anatom. Heinrich Hoffmann, der Vater des "Struwwelpeter", leitete als Chefarzt die Frankfurter Irrenanstalt, Anton Tschechow meinte, "die Medizin ist meine gesetzliche Ehefrau, die Literatur meine Geliebte". Und dann gibt es auch noch die, die Medizin studierten, sich aber noch vor dem Examen ganz der Literatur verschrieben: Louis Aragon, Bertold Brecht, André Breton, Henrik Ibsen, Stanislaw Lem, Hermann Löns und August Strindberg, um auch hier nur einige zu nennen. Zur Verwertung von Hubertus Janssen für den Ruhrpodcast freigegeben: 2020 Schotten dicht Zwanzig alte Mottenkugeln tummeln sich in der Kajüte, wo sie vierzig Motten doubeln, Schotten dichten, staubig jubeln, grinsend aus der Mottentüte. Weitere Info: http://vonneruhr.de/jd_hub.html www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
41 Minuten
René Schiering schreibt unter anderem im Auftrag von RTL II, Sat.1 und RTL fürs Fernsehen und hat bisher zwei Romane und zwei Musikalben veröffentlicht. Schiering wuchs in Gladbeck auf. Nachdem er auf der Realschule die Fachoberschulreife erreicht hat, wechselte er auf das Heisenberg-Gymnasium, wo er 1996 sein Abitur machte. Bis August 1997 leistete er in einem Krankenhaus Zivildienst und zog dann nach Köln. Dort studierte er Allgemeine Sprachwissenschaft, englische Philologie und Philosophie und bekam nach Zwischenstationen in Kiel und Nijmegen im Sommer 2002 den Magistertitel verliehen. 2003 wechselte er zum Promotionsstudium im Fach Sprachwissenschaft an die Universität Konstanz. Nach einer Summa-cum-laude-Promotion 2006 forschte und lehrte er als Sprachwissenschaftler an der Uni Leipzig (2006–2007) und der Uni Münster (2008–2011). In der Medienbranche sammelte er früh Erfahrungen in zahlreichen Projekten, unter anderem beim Jahrbuch Fernsehen, bei der Cologne Conference und im Ständigen Sekretariat des Deutschen Fernsehpreises. Seit Oktober 2011 arbeitet Schiering hauptberuflich als Drehbuchautor und Schriftsteller. Im Ruhrpodcast ging es von Sprachwissenschaft über Nachmittags-TV zu „Berlin Tag und Nacht“. Von „Die Straße“ über Trash-TV bis hin zu aktuellen Lese- und Sprechgewohnheiten. Ein Gespräch mit einem der wegging und zurückkam, der heute sagt: „Ich gehöre hier hin, aber streue mich aus.“ Weitere Info: http://vonneruhr.de/ruhrpott_koeter.html www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
33 Minuten
Als Vater von zwei Kindern ist es Jonathan Knaup ein Herzensanliegen, insbesonderedie Lebensqualität von Familien in einer Großstadt wie Essen durch eine faire Neuverteilung des öffentlichen Raums zu verbessern. So geht es im Gespräch um den Alltags(rad)verkehr, Fahrradstraßen, sichere Radwege, Straßenkreuzungen, Fahrrad-Demos sowie um großes menschliches Engagement und zielführende Netzwerkaktivitäten. Letztlich also um nicht weniger als die bevorstehende Mobilitätswende, die wiederum Hand in Hand mit dem Klimaschutz geht.
RadEntscheid, was ist das?
Der RadEntscheid ist ein Bürger*innenbegehren, mit dem die Initiatorinnen und Initiatoren sich für eine Verbesserung der Radwege-Infrastruktur in Essen einsetzen. Sie wollen, dass Menschen jeden Alters und jeder Fitness die Möglichkeit haben, in Essen sicher Rad zu fahren. Damit der Stadtrat sich mit den Forderungen beschäftigen muss, benötigen sie 15.000 Unterschriften. Im besten Fall nimmt die Stadt das Begehren dann an und setzt es um. Lehnt sie es ab, werden alle Essener*innen aufgefordert, an der Urne darüber abzustimmen. Wenn mindestens 15 Prozent abstimmen und die Hälfte von ihnen die Forderungen unterstützt, muss die Stadt sie umsetzen. Die Unterschriftenaktion beginnt voraussichtlich im späten Frühjahr. Wer steckt dahinter?
Die Initiative ist eine Gruppe aus begeisterten Alltags- und Freizeit-Radfahrenden. Alle bewältigen die meisten ihrer Wege mit dem Fahrrad. Zu den Aktiven zählen unter anderem Studierende, Angestellte, Eltern und Rentner*innen. Das Team besteht aus drei Vertretungsberechtigten und vielen Aktiven, die alle Treffen und Arbeitsgruppen koordinieren. Der RadEntscheid wird von einem wachsenden Bündnis aus Organisationen, Unternehmen und Initiativen unterstützt. Dieser Podcast wurde am 11.03.2020 aufgezeichnet. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus musste die Kidical Mass Essen für den 21.03.20 abgesagt werden. Die nächste Kidical Mass in Essen findet voraussichtlich am 6.6.20 (Samstag) statt. Weitere Infos: https://radentscheid-essen.de https://www.facebook.com/RadEntscheid.Essen/ https://www.facebook.com/KidicalMassEssen/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
39 Minuten
Das Sophie-Scholl-Gymnasium in Oberhausen ist eine Schule ohne Rassismus, wie Direktor Holger Schmenk stolz verkündet. Schmenk, Jahrgang 1978, ist seit 2017 Direktor des Gymnasiums. So beschreibt er seine Bildungseinrichtung: „Das Sophie-Scholl-Gymnasium versteht sich seit mehr als 125 Jahren als soziale Schule, die kein Kind zurücklassen will und über umfangreiche Beratungs- und Förderinstrumente verfügt. Wir bieten unterschiedlichste Angebote über den modernen Unterricht hinaus, kooperieren mit zahlreichen außerschulischen Partnern und haben den Anspruch, Talente zu entfalten und auf die individuellen Interessen und Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler einzugehen.“ Neben seiner Tätigkeit als Rektor dieser Schule frönt Holger Schmenk seiner Leidenschaft als Heavy-Metal-Fan. Wie das zusammenpasst? Wie er einerseits den Anzug trägt und andererseits die Kutte? Das erfährt der geneigte Hörer in dieser Ruhrpodcast-Folge, einem gut aufgelegten Talk über Schülerinnen und Schüler von heute, verändertes Sozialverhalten und hochkomplexe Strukturen im modernen Metal. Rock with it! Holger Schmenk liest am 07.05.2020 aus „Kumpel in Kutten 2“ im Bergbau Museum in Bochum. Auch auf der Bühne: Tom Angelripper der Ruhrpott-Metal-Legende Sodom. Weitere Info: https://www.ssg-oberhausen.de/ https://www.verlag-schmenk.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
38 Minuten
Die große Zeit der Kohle- und Stahlindustrie ist seit Ende der 1970er Jahre vorbei. Die Städte im Ruhrgebiet haben seitdem mit unterschiedlichen Problemen des Strukturwandels zu kämpfen. In vielen innerstädtischen Bereichen macht sich Leerstand breit, die vorherrschende Nutzung über Einzelhandel befindet sich im drastischen Rückgang. Städtebauliche Veränderungsprozesse müssen von den Akteuren vorangetrieben werden, um diesen Entwicklungen innovative Umnutzungsideen entgegenzusetzen. Ebenso müssen sich Städte gegenwärtigen Ansprüchen, wie dem demographischen Wandel, erforderlichen Umweltaspekten und geändertem Konsumverhalten, anpassen. Dass das mitunter sehr schwierig ist, alle Akteure unter einen Hut zu bekommen und Konsens herzustellen, weiß Miriam Beul, Immobilienjournalistin und Agenturinhaberin der Agentur textschwester Immobilienkommunikation. Im Gespräch mit Zepp Oberpichler und Co-Moderatorin Annika sprach die gebürtige Duisburgerin über die Stadtentwicklung, insbesondere auch Entwicklungen, Geschehnisse und Bauskandale in Duisburg sowie Probleme, die viele andere Ruhrgebietsstädte in Zeiten des Strukturwandels ebenfalls betreffen. Durch das Talk-Format „Let’s Immotalk“ im Museum DKM, welches Miriam maßgeblich für den Immobilienentwickler Aurelis Real Estate erarbeitete, hat sie viele Entwicklungen und Ideen für Duisburg miterlebt und weiß auch, woran die Umsetzung hapert. In dem Format trafen Immobilienexperten, Projektentwickler sowie Investoren auf Akteure der Stadt Duisburg zum Netzwerken, Diskutieren und um auf die Potenziale Duisburgs hinzuweisen. „Duisburg wird von ganz vielen schlauen Leuten in der Immobilienwelt chronisch unterschätzt“, sagt Miriam. Diese Leute wollte sie gemeinsam mit Aurelis und dem Talkformat nach Duisburg holen. Eine interessante Frage stellte uns die Immobilienjournalistin Miriam Beul im Anschluss an das Podcast-Gespräch: Welche jungen und neuen Markenbotschafterinnen und -botschafter hat das Ruhrgebiet? Miriam nannte die altbekannten wie Helge Schneider, Herbert Grönemeyer oder Herbert Knebel. Doch jüngere und vor allem Frauen als Repräsentantinnen aus dem Ruhrgebiet fielen ihr nicht ein. „Köln hat Caroline Kebekus. Aber wen hat das Ruhrgebiet?“ Bis auf die Modemacher rund um die Marke „Grubenhelden“ fiele Miriam niemand ein, der das Ruhrgebiet auch grenzüberschreitend und international gut repräsentiere. Eine Frage, über die es sich lohnt, weiter nachzudenken. Weitere Info: https://miriambeul.de/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
36 Minuten
Affentheater, Freudenhaus, Mondscheinpalast – für Fans des komödiantischen Theaters keine unbekannten Schauplätze. Schauplätze, an denen Sigi Domke als Regisseur und Autor tätig war respektive ist. Manche kennen ihn auch als Regisseur und Autor von Theaterstücken wie „Freunde der italienischen Oper“ oder „Ronaldo und Julia“. Domke kommt ursprünglich aus Besow in ehemals Hinterpommern, lebt heute in Bochum-Gerthe. 1957 ist er als Säugling mit seinen Eltern aus Pommern über diverse Flüchtlingsheime nach Essen gekommen. Eigentlich wollte Sigi Domke Rockmusiker werden, erzählt er, landete dann jedoch als Gründungsmitglied im Affentheater, zusammen mit Uwe Lyko – besser bekannt als Herbert Knebel. Domke ist davon überzeugt, in guten Komödien ginge es immer um Konflikte, um die großen Themen, um Drama. Nur eben anders aufbereitet. „Ich habe immer versucht in den Stücken aktuelle Themen zu verarbeiten. Den Strukturwandel, das deutsch-türkische Verhältnis.“ Ronaldo und Julia im Mondscheinpalast sei z. B. Shakespeares Romeo und Julia nur eben übertragen auf die Fußballfamilien Schalke und Dortmund. Es geht um einen handfesten Konflikt mitten im Ruhrgebiet. Mit den Mitteln der Komödie könne man das wunderbar auf eine Art und Weise umsetzen, bei der die Menschen lachen können, wo sie aber am Ende nicht niedergeschmettert den Saal verlassen, sondern mit einem Hoffnungsschimmer. Domke hat wenig Verständnis, wenn Theaterstücke alles Elend der Welt auf die Bühne bringen. „Wo ist die Sinngebung? Da muss man sich nur die Nachrichten anschauen. Wieso das Ganze noch mal auf der Bühne anschauen?“, fragt Domke. Im Theater wolle er sich nicht Hoffnungslosigkeit antun. Er möchte das Gegenteil erleben: Visionen und Träume von einem besseren Leben sehen, damit konfrontiert werden und sich so damit auseinandersetzen. Gerade jetzt im Moment bräuchten wir so dringend wie noch nie in der Geschichte der Menschheit positive Visionen, so Domke. Theater sei der richtige Ort dafür. Wie geht man mit Kritikern um? Was bedeuten die Begriffe Boulevard und Volkstheater für ihn? Wie steht es um die Komödie im Ruhrgebiet? Mit Zepp und Annika vom Ruhrpodcast sprach Domke über seinen Werdegang, das Theater im Ruhrgebiet, Ruhrgebietskomödien, Reiterhöfe und grüne ländliche Ecken im Pott. Tipp: Am 4.3.2020 kann man Sigi Domke live auf der Bühne erleben bei kostenfreiem Eintritt. Domke tritt im Duo mit der singenden Schauspielerin Veronika Maruhn in Duisburg-Großenbaum bei Raumdesign Dommers auf. Eine Mischung aus Songs und Literatur, geschrieben von Sigi Domke, Einlass ab 18.00 Uhr, Beginn 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Oder wie Zepp sagt: „Domke und Maruhn sollte man sich antun“ Weitere Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigi_Domke
36 Minuten
Früher Zollbeamter, später Weltenbummler und freiberuflicher Autor und Verleger. Ulrich Straeter ist Baujahr 1941 und hat eine außergewöhnliche Biografie. In Essen groß geworden, arbeitete der Diplom-Finanzwirt zunächst beim Zoll. Die Beamtenkarriere hing er jedoch kurzerhand an den Nagel und orientierte sich um. Mit seiner Frau Ilse begab er sich 1987 nach seinem Lehramtsstudium (Deutsch und Geschichte) auf eine einjährige Reise per VW-Bus quer durch Europa. Ihre Wege führte sie durch Deutschland, Dänemark, Frankreich, Holland, Belgien, Jersey, Spanien und Portugal. Stets per Bulli oder auch gerne per Rad, wie Straeter uns noch nach der Podcastaufnahme verriet. Beruflich landete er nach einem Jahr als Lehrer bei der Zeche Zollverein, wo er u.a. Mitglied im Werkkreis Literatur der Arbeitswelt war. Hieraus entstand 1992 der Arka Verlag, 1994 übernahm er diesen. Straeter veröffentlichte zahlreiche Bücher und Schriftstücke. Viele seiner Werke handeln vom Reisen. Ob er es bereut hat, seine Beamtenlaufbahn aufzugeben? Das erzählt er uns in dieser neuen Episode vom Ruhrpodcast. Weitere Info: http://www.straeter-kunst.de/ulli/ulli_autor.html www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
33 Minuten
Ben Perdighe ist Macher von KSL Dinslaken, dem Kunstfest mit über 50 lokalen & internationalen Künstlern, das für „Kunst statt Leerraum“ steht.
In Kooperation mit der Stadt Dinslaken wird Ben das leerstehende Haus des Handwerks auf der Friedrich-Ebert-Straße in Dinslaken ab dem 11. Juni zum zweiten Mal kreativ besetzen. Insgesamt 50 Künstler werden dort eine Woche lang arbeiten, sich austauschen und diesen Ort in eine bunte, verrückte und lebhafte Oase verwandeln. Ben sprach im Ruhrpodcast über Kunst, volle Action, vollen Sound und vor allem über sympathische Leute. Die Events des diesjährigen KSL sind breit gefächert mit Kunstausstellungen, Livemusik und Kleinkunst-Filmpreis. Über fünfzig Künstler werden dieses Jahr zur Veranstaltung anreisen. Dabei heißt es für den einen oder anderen, eine weitere Strecke in Kauf zu nehmen. Neben den lokalen Künstlern werden auch dieses Jahr wieder internationale Künstler eingeflogen.
Ansonsten fährt Ben Perdighe Mofa und singt bei den Mofarockern „Krümmer“. Wobei „Rock“ das falsche Attribut ist, aber hören Sie selber. Weitere Info: www.ksl-dinslaken.de
35 Minuten
Werner Streletz ist im Ruhrgebiet kein Unbekannter. Lange Jahre war er Kulturredakteur der WAZ in Bochum, schrieb und veröffentlichte Hörspiele, Theaterstücke, Lyrik und Romane. 2008 wurde er mit dem Literaurpreis Ruhr ausgezeichnet. Zur Literaturszene im Ruhrgebiet sagt Streletz: „Die Literaturszene an der Ruhr ist so vielfältig, kreativ und lebendig wie kaum eine andere. Hier gibt es altehrwürdige literarische Gesellschaften und Stadtbibliotheken ebenso wie eine riesige Poetry Slam-Community und innovative Lesebühnen, Verlage, Buchhandlungen, Literaturhäuser, Schreibwerkstätten, internationale Festivals… und jetzt auch ein gemeinsames Zuhause für alle: Im literaturgebiet.ruhr. Wir wollen die vorhandene Qualität und Vielfalt herausstellen, die literarischen Aktivitäten der Region sichtbar machen und immer wieder städte- und spartenübergreifend zusammenarbeiten. Das literaturgebiet.ruhr ist eine gemeinsame Werbefläche für Organisationen und ihre Veranstaltungen, aber nicht nur das. Es ist auch ein inhaltlich und konzeptionell agierendes Netzwerk, das Neues wagt und in aller Unbescheidenheit die Aufmerksamkeit einfordert, die der hiesigen Literaturszene gebührt.“ Weitere Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Streletz www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
32 Minuten
In der neuen Episode vom Ruhrpodcast sprechen Frank und Annika mit ihrem Gast Stephanie Funk-Hajdamowicz über Hinter- und Beweggründe zum Filmprojekt „Marxlohland“, über jene Abgehängten, Probleme und engagierte Bewohnerinnen und Bewohner im Duisburger Stadtteil Marxloh, der oft nur sehr einseitig und negativ dargestellt wird. Es wird ergründet, woher Negativschlagzeilen kommen, welche Wirkung sie haben und ob es andere sogenannte „No-Go-Areas“ im Ruhrgebiet gibt. Wie lange wird bereits am Filmprojekt „Marxlohland“ gearbeitet? Wird es ein weiteres Crowdfunding geben? Und wie kann man das Filmprojekt unterstützen? Fragen über Fragen. Die passenden Antworten gibt die Filmemacherin in dieser Episode. Weiterführende Info: https://www.marxlohland.de/