Ruhrpodcast Archiv
171 Episoden
32 Minuten
Ralf Wißdorf ist als Fahrrad-Nerd über 30 Jahre selbstständig mit eigenem Fahrradladen in Duisburg gewesen. In den 2010er Jahren musste er das Geschäft aufgeben und nahm einige Jahre die Stelle des Leiters der Fahrradwerkstatt in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung an. Seit einiger Zeit ist der Quereinsteiger aber inzwischen gelernte Zweirad-Mechaniker-Meister wieder selbstständig und zwar mit einer mobilen Radwerkstatt. Das heißt: Er kommt zum Kunden oder dorthin, wo das Rad liegen geblieben ist. Ein interessanter Service für klimaschonende Fahrzeuge in Duisburg und Umgebung. Im Ruhrpodcast hört ihr ein Gespräch über Ersatzteile, die mangelnde Radinfrastruktur im Ruhrgebiet, Logistik und lebenswerte Innenstädte. Weitere Info: www.facebook.com/zweiradmechanikermeister/ oder https://www.mobile-fahrradwerkstatt.com/
36 Minuten
Joachim Hiller ist Gründer und Herausgeber des OX-Fanzines, dessen erste Ausgabe 1989 erscheint. Aktuell schreiben rund 60 Autoren für das quartalsweise auf den Markt kommende Magazin mit Themenschwerpunkt Punkrock, Hardcore, veganes Kochen und allerlei Randständiges mehr. Im Ruhrpodcast sprach er über Punk im allgemeinen, DIY, Veganismus, sein Studium in Essen, die klassischen Klischees über das Ruhrgebiet, Journalismus als Neigungssache, das Ox-Magazin natürlich, nicht vorhandene Businesspläne, Punk als Jugendkultur, Vegan Food Management, eine solide Punk Sozialisation, das kulturelle Angebot im Ruhrgebiet, über stundenlange Autofahrten in Süddeutschland, den NRW-ÖPNV, Straßenverkehr, Verwaltungseinheiten, Kirchturmdenken und das alles in rund 35 Minuten. Wow! Weitere Info: https://www.ox-fanzine.de/
41 Minuten
Der 1970 in Duisburg geborene Sohn eines persischen Vaters und einer deutschen Mutter ist in der Welt zuhause. Seine Kindheit verbrachte er in Teheran, Schaffensphasen gab es unter anderem in Duisburg, Norddeutschland, New York und Kalifornien. Nach einigen Jahren als Lehrer und Künstler in Esens zog es ihn kürzlich wieder zurück in die Stadt, in der er geboren wurde: Duisburg. Seine Werke finden sich unter anderem im Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, National Jewish Museum Washington D.C., Staatliche Graphische Sammlung in München, Kunstsammlung der Stadt Köln, United States Holocaust Memorial Museum. Zepp Oberpichler sprach mit ihm im Ruhrpodcast über künstlerisches Arbeiten, das Werk an sich, Ölmalerei, Radierung und Druckkunst. Gemeinsam machte man sich daran Fragen zu erörtern wie: Was ist ein Lebens-Ornament? Was sind diesbezügliche Ordnungsstrukturen? Wie funktioniert gesellschaftliches Zusammenleben und was kann Kunst dazu beitragen? Pazifistische Gedanken, gepaart mit Rotwein und Hühnerbeinen. Weitere Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Cyrus_Overbeck
35 Minuten
Erst im Sommer 2019 starteten Zepp und Annika mit dem Ruhrpodcast. Zepp, seinerseits Geschäftsführer der Agentur Durian in Duisburg, Annika als Mitarbeiterin dieser. Ein Podcast über Menschen, Märkte und Motive sollte es werden, die das Ruhrgebiet mit ihren Geschichten, Ideen und Projekten in irgendeiner Weise voranbringen. Im ersten Jahr wurden es schließlich und schlussendlich 18 Episoden, einschließlich dieser, in der mit Kollege Benjamin eine Retrospektive auf alle gelaufenen Episoden getätigt wird. Es war lustig, traurig, kritisch, lobend, punkig, schräg, cineastisch, sexy, nachhaltig und hat uns viel Spaß gemacht. Wir verabschieden uns mit der letzten Episode in die Pause und freuen uns auf zahlreiche weitere Gespräche in 2020. Guten Rutsch!
35 Minuten
Lara Weyers, Ariana Gerke und Jana Weyers haben große Pläne: Sie eröffnen in Kürze den ersten Unverpackt-Laden in der Mülheimer City. Jana Weyers ist im Ruhrpodcast zu Gast. Sie erzählt den Hosts Frank und Annika, wie es gemeinsam mit Schwester Lara und WG-Mitbewohnerin Ariane zur Idee ihres Unverpackt-Ladens kam. In ihrem Geschäft kann die Kundschaft dann demnächst plastikfrei und ohne Verpackung lose Waren und ökologische Gebrauchsartikel für den nachhaltigen Alltag einkaufen. Auch ein Low-Waste-Café soll am Geschäft angebunden sein. Hier wird dann künftig zum Beispiel der Kaffee in Tassen aus recyceltem „Prütt“ ausgeschenkt. Und so setzt sich auch der Name des Ladens zusammen: „Püngel und Prütt“ soll er heißen. „Püngel“ steht für die vielen Lebensmittel und Waren, die es zu kaufen geben wird. „Prütt“ für das Café, das ganz unter dem Motto Low-Waste – also „wenig Müll“ – Kaffeespezialitäten anbieten wird. Ein Name, der auch die Verbundenheit zum Ruhrgebiet widerspiegelt. Weitere Infos: www.puengel-pruett.de
32 Minuten
Die Deutsche ILCO ist eine Selbsthilfeorganisation für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs. Fritz Elmer ist Regionalsprecher vom Deutsche ILCO e.V. Region Niederrhein und West-Münsterland. Die Deutsche ILCO e.V. wurde am 28. Januar 1972 gegründet. Sie ist eine Solidargemeinschaft von Stomaträgern (Menschen mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher Harnableitung) und von Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörigen. Der Name ILCO leitet sich von den Anfangsbuchstaben der medizinischen Bezeichnungen Ileum (= Dünndarm) und Colon (= Dickdarm) ab. Fritz Elmer spricht über die Selbsthilfearbeit an sich sowie über die für Stomaträger und Darmkrebs-Patienten. Er berichtet von der Notwendigkeit von Selbsthilfe und von seinem persönlichen Schicksal. Beeindruckend. Weiterführende Info: www.ilco-niederrhein.de www.durian-pr.de
34 Minuten
Reinhard Wolff aka Schlaffke, aka Zwakkelmann, ist ein Kind aus dem Ruhrgebiet, das die Eltern irgendwann an den Niederrhein verschlagen haben. Nicht irgendwo an den Niederrhein, nein, nach Hamminkeln, wo er heute noch wohnt. Und siehe da, in den Grenzen des RVR gehört Hamminkeln gerade noch zum Ruhrgebiet. Man könnte also sagen: Herr Z. ist weit gefahren, aber nicht weit gekommen. Der leidenschaftliche Bühnenroutinier, der in den 80erund 90er Jahren Erfolge mit seiner Band „Schließmuskel“ feierte und es sogar ins Vorprogramm der Toten Hosen schaffte, spielt heute unter dem Namen Zwakkelmann gediegenen deutschsprachigen Punkrock alter Schule mit Witz und Herz. Im Ruhrpodcast gab es ein kurzweiliges Gespräch über Erfolglosigkeit, Schwermut, Melancholie, die Erfindung des Navigationsgerätes, autonomes Fahren und Straßenverkehr an sich. Niederrhein oder Ruhrgebiet? Hauptsache ohne Dünkel. Weiterführende Info: www.facebook.com/zwakkelmann
34 Minuten
Fatima Çalışkan ist freischaffende Künstlerin, Kuratorin und Beraterin. In der Spielzeit 2017/18 war sie Künstlerische Leiterin der Beethoven Experience für die Bochumer Symphoniker, in 2019 Projektleiterin von europefiction. In diesem Jahr zeigte sie außerdem eigene Videoarbeiten (‚Der bleierne Gang‘ / ‚LOVEISINTHEHAIR‘) und Installationen ('UtopieAlbum‘ ) unter anderem beim Filmfestival Münster und den Duisburger Akzenten. Mit den Initiativen Salon der Perspektiven und Anatolpolitan entwickelt sie künstlerische Formate für kritische Perspektiven in der Kulturarbeit. Im Auftrag der Zukunftsakademie NRW, Kultur öffnet Welten und anderen Institutionen arbeitet sie zum Thema Diskriminierungen im Kulturbetrieb und gibt Fortbildungen. Seit 2019 berät und begleitet sie Förderprojekte im Auftrag des Förderfonds Interkultur Ruhr. Weiterführende Info: www.fatimacaliskan.de
27 Minuten
Beate Rupietta ist Gründerin und Geschäftsführerin des Zeitarbeitsunternehmens Assum. Das Unternehmen stellt Krankenhäusern Fachkräfte im Bereich der Pflege mit dem Schwerpunkt Funktionskräfte bei Personalengpässen zur Verfügung. Gemeint sind hier Fachpflegekräfte für OP, Anästhesie, Intensiv, Aufwachraum und Notaufnahme. Die Fachkräfte selbst sind fest bei Assum angestellt und arbeiten bei unterschiedlichen Auftraggebern. Für Beate Rupietta ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter wichtiges Ziel und hohes Gut. So bietet sie neben diversen finanziellen, weiterbildenden und sonstigen Annehmlichkeiten auch eine besondere Form der Betreuung. Ein Gespräch über demografischen Wandel, Pflegenotstand und einen musikalischen Hund auf www.ruhrpodcast.de Weiterführende Info: https://www.assum.org/
32 Minuten
Oli Trelenberg hatte kein einfaches Leben. Nach einer gewaltvollen Kindheit kam der 1965 Geborene in frühen Jugendjahren an den Alkohol, der ihn viele Jahre begleiten sollte. 2003 entschied er sich gegen den Suff, schaffte den Entzug und lebt seitdem als trockener Alkoholiker. Der Alltag wird nun geprägt von Depressionen, einer Zwangserkrankung und Traumatischen Störungen, die er mit psychiatrischer und psychologischer Hilfe versucht zu behandeln. Er entdeckt das Radfahren für sich und erfährt dadurch positive Auswirkungen auf Gesundheit und Psyche. 2013 folgt der nächste Schock: Kehlkopfkrebs. Nach aufwändiger OP gelingt es ihm wieder durch das Radfahren neuen Lebensmut zu schöpfen und seine Lebensqualität zu verbessern. Ab 2015 verbindet er seine Leidenschaft für das Radfahren mit einem guten Zweck, für den er auf seinen Touren Spenden sammelt, die meist krebskranken Kindern zugutekommen. Weiterführende Info: https://www.oli-radelt.de
33 Minuten
Alex Schwers kennt man Land auf, Land ab hauptsächlich als Drummer solcher Bands wie Hass, Eisenpimmel, Die Mimmis, Rasta Knast, Knochenfabrik, Chefdenker und aktuell Slime. Dass er vor Jahren auch für Schlagerstar Ibo getrommelt hat, geschenkt. Nebenher lässt er sich immer wieder zu Avantgarde und Jazz hinreißen. Allerdings kennt man ihn auch als Veranstalter des Festivals „Punk im Pott“, welches er 1999 erstmalig über die Bühne brachte. Mit der Open-Air-Veranstaltung „Ruhrpott Rodeo“ bringt er seit 2007 alles was Rang und Namen im Bereich des Punkrock hat in die Schwarze Heide nach Hünxe und hat so über die Jahre das mittlerweile größte Punkfestival in Deutschland geschaffen. Ein Entrepreneur der besonderen Art, der bereitwillig Fragen zum Bierkonsum auf seinen Veranstaltungen beantwortet wie auch solche zu Punk und Rock. Dass er eigentlich auf Led Zeppelin steht, geschenkt. Weiterführende Info: www.ruhrpott-rodeo.de
30 Minuten
Seit Ende der 90er Jahre ist Paul G. Recke, wie er auch manchmal angekündigt wird, wenn nicht nur „Der Recke“ auf dem Plakat steht, auf den Bühnen der Republik unterwegs und stellt seinem Publikum Geschichten aus dem prallen Leben vor. Häufig haben sie etwas mit Musik zu tun, mit Punk, mit Alltag. Manchmal sind sie lustig, manchmal regen sie zum Nachdenken an. Recke tritt auf Poetry-Slam-Bühnen auf, verläuft sich auch gerne mal in Bibliotheken sowie Kunst-Galerien und stolpert über Bretter, die nach ihm von einer Punkband besudelt werden. Und was macht ein Berliner, der seit einigen Jahren in Düsseldorf wohnt als Gast beim Ruhrpodcast? Er spricht über das Ruhrgebiet, das in mancher Hinsicht gar nicht so anders ist als Berlin. In mancher Hinsicht allerdings sehr anders ist. Auch anders als Düsseldorf. Anders als Köln sowieso. Recke bietet einen Blick von außen auf unsere Region. Sollen doch auch Nichtruhris was zum Ruhrgebiet beitragen. Warum nicht? Weiterführende Info: www.facebook.com/gernot.recke
34 Minuten
Am östlichen Rand des Kohlenpotts steht eine geheimnisumwitterte Stufenpyramide. Einheimische nennen sie das ’Dortmunder U’. Besessen von der dreisten Idee, die Pyramide in eine Lichtplastik zu verwandeln, gerät Adolf Winkelmann in eine Welt, die er sich nie vorzustellen gewagt hätte. Bei seiner abenteuerlichen Reise durch die labyrinthischen Turmkeller und die Amtsstuben der Kulturbürokratie erfährt er von der Existenz der Magic Foils of Dortmund, seit 1926 unbeachtet und nicht entziffert. Der Regisseur von so wegweisenden Filmen wie „Die Abfahrer“, „Jede Menge Kohle“ und zuletzt „Junges Licht“, spricht im Ruhrpodcast über das Filmgeschäft (siehe hierzu auch www.winkelmann-film.de ), Gebäudeinstallationen und sein neues Buch »Ich sehe häufig Dinge, die es nicht gibt« (hierzu: http://vonneruhr.de/briefe_adolf.html ). Sie möchten mehr über das Dortmunder U wissen? „Sonnenuntergang - 28. Mai 2010. In der ungewöhnlichen Dachkonstruktion des monumentalen Wahrzeichens ’Dortmunder U’ geht eine Bilderuhr auf Sendung. Eine weithin sichtbare Lichtplastik strahlt auf. Sofort treffen städtische Baubürokraten ihre nachhaltigen Maßnahmen und lassen um das teure Kunstwerk siebenstöckige, Sicht versperrende Büroklötze bauen, die sie Kreativquartiere nennen. Doch ist das wirklich die ganze Geschichte? Im Zuge ihrer Recherchen stoßen Winkelmann und sein Co-Autor Krüger auf einen rätselhaften Goldschatz. Sie erfahren von den LKW-Kriegen eifersüchtiger Ruhrstadt-Brauereien und entdecken Dokumente zum Henkelmann-Skandal und zur Bargeld-Affäre. Was geht in dieser Stadt, in und unter ihrem U, wirklich vor? Und wie kann es sein, dass die Gaststätte Hövelpforte, in der sich Winkelmann und Krüger regelmäßig treffen, plötzlich seit über einem Jahr nicht mehr existiert? "Würd’ ich sowieso verbieten, wenn ich könnte", flüsterte Krüger, ohne den Blick von den Bildern abzuwenden, einem der Journalisten zu, der sich als Kulturredakteur vorgestellt hatte. "Das Wort Kultur. Sollte man verbieten für die nächsten fünfzig Jahre. Und wenn wir schon dabei sind, auch das Wort Kreativwirtschaft und Metropole Ruhr. Wir wären alle gezwungen, Klartext zu reden. Was wir wirklich sehen, denken, tun und erleben. Ohne den Sprechblasenquatsch." www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de
30 Minuten
1982 eröffnete der Vater von Lars Hoffmann ein Ladengeschäft in der Duisburger Innenstadt, am Rande der Altstadt, in dem er klassische Elektroteile und Lautsprecher anbot. Klein Lars war schon als Bengel aus der ersten Reihe dabei, sortierte Sicherungen, Schalter und diverse elektronische Bauteile. Bereits im Jugendalter eröffnete er dem CityElectronicer die Perspektive hin zu Audio- und Videogeräten, erkannte eine Marktchance in den 90er Jahren im DJ-Bereich und bot als einer der ersten in der Region spezielle DJ-Mischpulte an. So mauserte sich der CityElectronicer in den darauffolgenden Jahren, besonders nachdem Lars Hoffmann Geschäftsführer geworden war, zum Fachgeschäft rund um alle Produkte hinsichtlich Audio- und Videotechnik: Von der kleinen Bluetooth-Box für den Keller, bis hin zur ausgewachsenen Konferenzausstattung für große Veranstaltungssäle. Das Geschäft lief, besonders nach einem Umzug innerhalb der Stadt. Doch am 30. September 2019 schloss Lars Hoffmann den Laden des CityElectronicers ein letztes Mal und beendete damit eine Ära dieses speziellen Einzelhandelsangebotes mit Strahlkraft nicht nur in Duisburg, sondern bis weit darüber hinaus. Der Ruhrpodcast traf auf einen emotional immer noch bewegten Ex-CityElectronicer, der den Neuanfang in Shanghai versucht.
42 Minuten
Alexander Hüsing hat ein Buch herausgegeben, das momentan große Wellen im Ruhrgebiet schlägt: Wann endlich grasen Einhörner an der Emscher? Startups im Ruhrgebiet. Dieses Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt von deutsche-startups.de und dem Verlag Henselowsky Boschmann (www.vonneruhr.de ). Kernaussagen: Die Zukunft des Ruhrgebiets hat längst begonnen. Es fehlen nur noch die Einhörner! Viele mutige Ruhrgebietler setzten in den vergangenen Jahren ihre Ideen um und gründeten eigene Unternehmen. Diese spannenden Startups sind aber oftmals in der Region nicht bekannt. Das will dieses Buch ändern! Weiterführende Info: www.deutsche-startups.de