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Wissenschaftsradio Archiv

188 Episoden
30 Minuten
Sie sind 20 cm groß und übertreffen unsere größten Sportler. Zugvögel legen jedes Jahr tausende Kilometer zurück. Was sie antreibt.

Wenn eine Rauchschwalbe die Flügel ausbreitet, ist sie etwa so lang wie ein Lineal. Auf diesen Flügeln segelt sie von Europa bis in die Tropen Afrikas - und im Frühjahr wieder zurück. Auf ihrem Weg liegen Hunger, Jäger und Sekundenschlaf. Trotzdem machen sich jedes Jahr Milliarden Vögel zu einer bahnbrechenden Reise auf. Was treibt sie an? Vogelforscher Ivan Maggini von der Vogelwarte Österreich führt uns näher an ein Phänomen, das sprichwörtlich oft unter dem Radar fliegt.

Musik:

Bärenheld - Weit Hinaus

Radical Face - Welcome Home, Son

Eels - I like Birds

The Beatles - Blackbird
36 Minuten
Salmonella Infantis ist ein gut getarneter Erreger, der vom Tier zum Menschen "springt". Die Wissenschaft will ihn enttarnen. Wie das geht.

Staksen, Picken und mit dem Kopf ruckeln. Die Hühner in der Voliere der veterinärmedizinischen Universität sind sichtlich entspannt. Doch der Schein könnte trügen. Die WissenschafterInnen dort sind einem Bakterium auf der Spur, das Hühner infiziert, ohne, dass wir es merken. "Salmonella Infantis" ist eine Salmonellenart, die sich in Österreich ausbreitet und Geflügelbauern zunehmende Schwierigkeiten bereitet. Um das Bakterium zu fassen braucht Wissenschafterin Victoria Drauch ihr ganzes Können und eine kleine Portion Glück. Wir begleiten sie auf ihrer Jagd nach dem Erreger.
21 Minuten
Elisabeth Puchhammer-Stöckl hat uns das Coronavirus erklärt und ist jetzt Wissenschafterin des Jahres 2020. Warum sie damals zur Stelle war.

Im März 2020 haben wir mit einem Virus gekämpft über das wir nicht viel wussten. Dass das heute anders ist verdanken wir unter anderem Elisabeth Puchhammer-Stöckl. Die Leiterin des Instituts für Virologie an der Medizinischen Universität Wien war eine der ersten und konsequentesten Stimmen, die uns das Coronavirus erklärt haben. Jetzt ist sie dafür zur Wissenschafterin des Jahres 2020 gekürt worden. Warum sie damals gleich zur Stelle war und welche Fragen über das Coronavirus uns noch beschäftigen werden.
21 Minuten
Zehn ForscherInnen der WHO suchen den Ursprung des Coronavirus in Wuhan. Die internationale Politik dürfte ihre Mission fast unmöglich machen.

Ein Jahr nach Ausbruch der Coronapandemie steht der Ursprung von SARS-CoV-2 mehr denn je im Zweifel. Während WissenschafterInnen auf der ganzen Welt davon ausgehen, dass sich das Virus über Fledermäuse auf den Menschen übertragen hat, schieben sich Regierungen gegenseitig "die Schuld" am Ausbruch zu. Warum es so wichtig ist, den Ursprung von SARS-CoV-2 zu kennen und was ein internationales Forschungsteam der WHO, ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie, in einem irrationalen politischen Klima noch herausfinden kann. Im Interview mit Norbert Nowotny von der Veterinärmedizinischen Universität Wien.
10 Minuten
Ein neues Virus bedroht Schweinebetriebe in Österreich. Die Afrikanische Schweinepest ist nur für Schweine ansteckend und verläuft fast immer tödlich. Für Andrea Ladinig ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie Österreich erreicht.
35 Minuten
Wenig Platz, ewig gleiche Gesichter und viel Zeit? Corona ist eine Simulation der Raumfahrt. Warum wir dem All trotzdem immer näher kommen.

Der erste Außerirdische, dem wir die Hände schütteln werden, ist ein Mensch. Sie wird auf dem Mond oder Mars geboren sein. Auf einer der Stationen, die die internationale Raumfahrt jetzt schon plant. Der Weltraum wird in Zukunft alltäglicher werden. Private Unternehmen schicken Touristen ins All, Raketen müssen wettbewerbsfähig sein (also günstig). Gleichzeitig könnten einzelne Nationen diesen Platz für sich beanspruchen. Es braucht also Spielregeln für ein geteiltes All. Das Wissenschaftsradio spricht mit Gernot Grömer, dem Leiter des Österreichischen Weltraumforums, über Pläne fürs Weltall und die Astronautin in uns.
34 Minuten
Wasserstoff ist ein simples Versprechen. Wir können leben wie bisher, nur nachhaltig. So leicht ist es aber nicht.

Die Technologie hat uns in die Schwierigkeiten des Klimawandels hineingebracht, soll uns die Technologie auch wieder herausbringen. Das Versprechen dazu ist Wasserstoff. Das geruchslose Gas kann nachhaltig produziert werden und könnte prinzipiell überall eingesetzt werden, wo Energie gebraucht wird. Allerdings: Die Rechnung ist nicht so einfach. Was wird Wasserstoff wirklich leisten können? Das erklären Wolfgang Hribernik, Leiter des Center for Energy am "Austrian Institute for Technology" (AIT) und Mark Topal-Gökceli, Leiter Systemtechnik & Konzernproduktion in der ÖBB Holding im Wissenschaftsradio.

https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/deed.en

 

 
31 Minuten
Wie sollen Universitäten in Österreich in Zukunft aussehen? Nach  Wie soll die Zukunft an Österreichs Universitäten aussehen? Nach vielem Hin und Her, reist die Kritik an der UG-Novelle nicht ab.

Studierende fürchten um ihren Abschluss, MitarbeiterInnen um ihren Job und ProfessorInnen um ihre Unabhängigkeit. Seit das Wissensministerium Pläne für eine Reform der Universitäten präsentiert hat, ebbt die Kritik nicht ab. Auch nicht nach einer Überarbeitung der Reform. Im Wissenschaftsradio sprechen wir mit den KritikerInnen der UG-Novelle und fragen sie nach ihren Vorbehalten.
46 Minuten
Wann sind wir wirklich zufrieden? Wem können wir vertrauen? Die Wissenschaftsbücher des Jahres stellen große Fragen. Wir haben sie gelesen.

Frauen sind glücklicher, wenn sie mehr Hausarbeit machen. Kinderkriegen macht keineswegs glücklich, weil es Geld kostet. Superpatrioten haben ein zufriedeneres Leben. Was Soziologe Martin Schröder in seinem Buch "Wann sind wir wirklich zufrieden?" zusammenfasst klingt wie die Geisterbahnversion unserer Gesellschaft. Ob er Recht damit hat weiß Daniela Schmid.

Um Vertrauen geht es im Buch "Vertrauen: Die unsichtbare Macht" des Philosophen Martin Hartmann. Von der Politik über Unternehmen und Mitmenschen. Vertrauen wird überall gefordert, selten geschenkt. Was es für Vertrauen in der Gesellschaft braucht, bespricht Sandra Fleck.

Und: Thomas Hofmann erzählt die Geschichten hinter den großen und kleinen Forschungsexpeditionen Österreichischer WissenschafterInnen. Wovon ernährten sich Polarforscher? Wie geht man mit dem Tod eines Expeditionsteilnehmers um? Und wie verteidigt man sich im Wald gegen Wildschweine?
37 Minuten
Nicht nur Corona. 2020 haben uns Reichensteuer, Klima und Europa beschäftigt. Im Wissenschaftsradio blicken wir zurück und nach vorne.

Mitten in der Coronakrise fordert Vizekanzler Werner Kogler von den Grünen, dass Millionen- und Milliardenerben einen Teil zur Finanzierung der Krise beitragen. Das Thema wird uns auch 2021 beschäftigen. Im Wissenschaftsradio spricht deshalb Ökonom Oliver Picek vom Momentum Institut darüber, wann vermögensbezogene Steuern möglich wären. 

Außerdem: Das Klima schonen während die Wirtschaft weiter wächst. Das geht nur bedingt, sagt Dominik Wiedenhofer von der Universität für Bodenkultur. Im Jahresrückblick 2020 spricht er über die absolute Entkoppelung zwischen Klima und Wirtschaft.

Und: Hätte dieser Lockdown sein müssen? Nein, sagt Komplexitätsforscher Stefan Thurner. Hätte sich Österreich und Europa stärker auf die Etablierung einer Corona-App konzentriert hätte einiger Schaden verhindert werden können. Die Themen, die uns auch 2021 noch beschäftigen im Wissenschaftsradio.
41 Minuten
Den Schalter umlegen und schlafen. Das wünschen sich viele. So leicht ist es aber nicht. Denn Schlaf muss man zulassen können. Wie das geht.

Morgen ist ein wichtiger Tag. Und trotzdem wälzt man sich schlaflos von der einen Seite zur anderen. Wieso? Weil uns Stress wach hält. "Ich kann nicht 12 Stunden arbeiten, mich dann voll meiner Familie meinen Hobbies und mir selbst widmen, und dann den Schalter umlegen und Schlafen." Stefan Seidel leitet das Schlaflabor an der Universitätsklinik für Neurologie an der Medizinischen Universität Wien. Zu ihm kommen Härtefälle. Aber er kennt auch die "ganz normalen" Schlafschwierigkeiten der ÖsterreicherInnen. 

Was passiert wenn wir schlafen, was sagen meine Träume über mich aus und ist der Schlaf vor 12 wirklich der beste? Ihr hört es im Wissenschaftsradio.
51 Minuten
Auf dem Europäischen Forum Alpbach haben WissenschafterInnen mit PolitikerInnen über eine Welt mit Corona diskutiert. Im Wissenschaftsradio hört ihr die spannendsten Köpfe der Technologiegespräche.

Komplexitätsforscher Stefan Thurner ist gerade einer der gefragtesten Wissenschafter in Österreich, wenn es um Maßnahmen zu Corona geht. Von seinem Institut stammt etwa die erste Corona-Ampel für Österreichs Bezirke. Auf eine zweite Welle fühlt er das Land trotzdem nicht genügend vorbereitet. "Ich vermisse eine Debatte über das elektronische Contact-Tracing (wie es etwa über die Stopp-Corona-App geht Anm. d. Red.)." Die Schweizer hätten etwa eine App entwickelt und - was laut Thurner gleich wichtig ist - zwei Monate eine Debatte darüber im ganzen Land geführt. In Österreich sei die Diskussion versandet. Bei der Wahl zwischen einer verpflichtenden Nutzung der App auf Zeit und einem Lockdown, hätte die Schweiz die Möglichkeit eine Contact-Tracing-App einzuführen. Österreich bliebe nur noch der Lockdown.

Wie kann eine Gesellschaft bestmöglichst mit der derzeitigen Situation umgehen? Im Wissenschaftsradio präsentieren wir die spannendsten Köpfe der Alpbacher Technologiegespräche.

Außerdem: Jungwissenschafterin Regina Hemm hat den Poster-Award des Austrian Institute of Technology gewonnen. Im Podcast spricht sie über ein stabileres Stromnetz für Österreich, was den Haushalten auch noch Geld sparen könnte.
29 Minuten
PolitikerInnen versuchen den Spagat. Das Klima schonen, während die Wirtschaft weiter wächst. Das geht nur bedingt, sagt Boku-Forscher Dominik Wiedenhofer.

Die Kanäle von Venedig sind kristallklar. Die Luft in Peking ist zum atmen und der Himmel über Wien ohne einen Kondensstreifen. Die Natur hatte während Corona kurz Zeit sich zu erholen. Aber wie geht es weiter? Die Wirtschaft wird weltweit wieder hochgefahren - und dann? Rauchende Schlote und business as usual? 

Es könnte sogar noch schlimmer kommen! Aber da haben Umweltsünder die Rechnung ohne Dominik Wiedenhofer gemacht. Der BOKU-Forscher hat mit seinem Team über 11.000 wissenschaftliche Artikel zu dem Thema gescreent und die Essenz in einer Studie publiziert. Seine Erkenntnisse gibt es in dieser Ausgabe vom Wissenschaftsradio. Freut euch auf eine spannende Sendung über Klima und Wirtschaft!
27 Minuten
Sollen die Reichen in der Krise zahlen? Ja, sagt Ökonom Oliver Picek. Was dafür spricht und was dagegen. Im Wissenschaftsradio.

Es war das kurze Aufflackern einer Diskussion. Anfang April spricht Vizekanzler Werner Kogler davon, dass Millionen- und Milliardenerben einen "rigorosen Beitrag" zur die Finanzierung der Krise leisten sollten. Die Diskussion ist schnell verebbt. Außer bei uns. Machen mehr vermögensbezogene Steuern in Österreich Sinn? Ja, sagt Oliver Picek, Chef-Ökonom vom linksgerichteten "Momentum Institut". Was dafür spricht und was dagegen. Im Wissenschaftsradio.
15 Minuten
Die Welt hängt am Netz. Aber wie sicher ist unsere Infrastruktur? Wie anfällig sind wir für Kriminelle im Internet? Cyber Security-Experte Florian Skopik.

Vertrauliche Emails, die beim Screensharing aufpoppen. Private Gespräche während die Videokonferenz  noch läuft. Weil die Grenzen zwischen öffentlich und privat weiter verschwimmen, sind einigen von uns schon (digitale) Hoppalas passiert. Doch was, wenn man nicht selbst für den Schaden verantwortlich ist?

 

Laut der aktuellen Kriminalstatistik steigt die Cyberkriminalität in Österreich massiv an. Und wie steht es überhaupt um die Sicherheit unserer Infrastruktur? Cyber-Security-Experte Florian Skopik vom AIT im Wissenschaftsradio.
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