A(u)DHS Selbsthilfe – Der Podcast für ADHS, Autismus und neurodivergente Menschen Archiv
18 Episoden
33 Minuten
ADHS oder einfach menschlich? | Über Diagnosen, Identität und unsere GesellschaftWie viel von dem, was wir heute mit ADHS oder Autismus erklären, hat tatsächlich mit unserer Neurodivergenz zu tun? Und wie viel gehört einfach zum Menschsein, zu unserer Lebensgeschichte oder zu den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen wir leben? Ausgangspunkt dieser FolgeEin Artikel der Psychotherapeutin Bilke Schnibbe: „Neurodivergenz und Polykrise – oder – wie kann ein Mensch das ertragen?“Schnibbe stellt die Frage, ob wir gesellschaftliche Probleme zunehmend zu individuellen Gehirnproblemen machen und dabei aus dem Blick verlieren, wie sehr Leistungsdruck, Stress und unsere Lebensbedingungen zu Überforderung beitragen.Ich finde, sie spricht einige wichtige Punkte an. Gleichzeitig habe ich Fragen und sehe manches auch anders. Wie sehr prägt eine Diagnose unser Selbstbild?Was passiert, wenn wir bestimmte Eigenschaften und Schwierigkeiten irgendwann als unveränderlichen Teil unserer Identität betrachten? Und wie viel können wir eigentlich noch lernen, verändern und entwickeln?️ Darüber spreche ich in dieser Folge: ADHS und Autismus zwischen natürlicher Vielfalt und klinischer Beeinträchtigung Diagnosen, Selbstbilder und die Entstehung von Identitäten Life Essence und die Frage, wer wir eigentlich sind Gesellschaftlicher Leistungsdruck und individuelle Verantwortung Medikamente, Unterstützung und Selbstbestimmung Beziehungsmuster und die sogenannte Eltern-Kind-Dynamik Der Einfluss von Social Media auf unser Verständnis von Neurodivergenz Die Verantwortung von Erwachsenen gegenüber Kindern und Jugendlichen Zwischen Akzeptanz und WeiterentwicklungMir geht es besonders um die Frage, wie wir unsere Schwierigkeiten anerkennen können, ohne uns dadurch auf unsere heutigen Möglichkeiten festzulegen.Und wie wir gesellschaftliche Veränderungen anstoßen können, ohne die individuellen Bedürfnisse und den Unterstützungsbedarf einzelner Menschen aus dem Blick zu verlieren.Denn Menschen mit ADHS und Autismus sind genauso unterschiedlich wie andere Menschen auch. Zum Artikel von Bilke Schnibbe:https://bilkeschnibbe.substack.com/p/neurodivergenz-und-polykrise-oder Jetzt interessiert mich eure Meinung!Hat euch eure Diagnose geholfen, euch selbst besser kennenzulernen?Gibt es Dinge, die ihr früher für unveränderlich gehalten habt und die sich inzwischen entwickelt haben?Und wo zieht ihr die Grenze zwischen der Anerkennung eigener Schwierigkeiten und dem Wunsch, euch weiterzuentwickeln?Ich freue mich auf einen respektvollen Austausch, auch über unterschiedliche Sichtweisen. A(u)DHS Selbsthilfe – für ADHS, Autismus und neurodivergente Menschen. Musik: Über Soundstripe lizenziertLizenzcode: IDHZ2ZHGVHUPDDWB#ADHS #Autismus #Neurodivergenz #Selbsthilfe #Identität
57 Minuten
Was brauchen neurodivergente Menschen wirklich, um sich sicher, verbunden und entfalten zu können?In dieser Folge spreche ich mit Eva Istas vom Lebensfreude-Atelier. Eva bringt nicht nur über 20 Jahre Erfahrung aus Heilpädagogik, Traumapädagogik und der Arbeit mit autistischen Menschen mit – sie ist selbst autistisch und hat ADHS.Wir sprechen darüber, wie früh sie begonnen hat, andere neurodivergente Menschen zu begleiten, warum Beziehung manchmal ganz anders entsteht, als wir erwarten, und weshalb unser Nervensystem eine so große Rolle dabei spielt, ob Lernen, Kontakt und Entwicklung überhaupt möglich sind.Es geht unter anderem um autistische Kommunikation, Spezialinteressen, Co-Regulation, Meltdowns, das Stresstoleranzfenster und die Frage, wie wir Kinder begleiten können, ohne ständig gegen ihre – oder unsere eigenen – Grenzen anzukämpfen.Eva erzählt dabei auch sehr persönlich von ihrem eigenen Weg: von Schule und dem Gefühl, nicht ins System zu passen, von ihrer Arbeit mit autistischen Kindern und Erwachsenen, vom Mutterwerden, von Überforderung und davon, wie kleine Schritte dabei helfen können, wieder Handlungsspielraum zu gewinnen.Und genau darum geht es auch in der Reihe, die mit dieser Folge beginnt: Eva und ich werden uns in weiteren Folgen ganz konkrete „Knobelnüsse“ aus dem neurodivergenten Alltag anschauen und gemeinsam überlegen, was helfen kann.Nicht als Patentrezept, sondern als Einladung zum Beobachten, Ausprobieren und Herausfinden: Was passt zu diesem Menschen – und was passt zu mir?Denn auch wenn es sich manchmal anfühlt, als würden wir im Hamsterrad feststecken: Es kann weitergehen.**************************************************************Klicke hier und finde einen Termin für dein kostenloses Info-Gespräch mit Eva:https://calendly.com/evaistaslebensfreudeStöbere hier auf Evas Homepage: www.eva-istas.comFolge Eva auf Instagram und bekomme täglich frische Impulse aus dem Lebensfreude-Atelier:www.instagram.com/lebensfreudeatelier**************************************************************#Autismus #ADHS #Neurodivergenz #Nervensystem #CoRegulation #Traumapädagogik #AuDHSMusik über Soundstripe lizenziert.Code: 3KFWFLKLUKFNAZYX
7 Minuten
Was ist, wenn mir alles zu viel wird und ich einen Termin am liebsten einfach absagen würde?In diesem Video geht es um Überforderung bei ADHS, um Selbstfürsorge, aber auch um die Frage, wo Rücksicht auf andere anfängt.Wie weit darf ich auf meine eigenen Grenzen achten?Und wann wird aus verständlicher Überforderung etwas, das für andere verletzend oder unfair sein kann?Ich spreche darüber, warum diese Frage oft nicht so einfach ist, wie sie auf den ersten Blick wirkt. Wie seht ihr das?Habt ihr so etwas selbst schon erlebt – als die Person, die absagt, oder als die, der abgesagt wurde?#ADHS #Überforderung #Selbstfürsorge #Neurodivergenz #ADHSimAlltag
52 Minuten
Wie können wir autistische Kinder besser verstehen, ohne ihnen ständig beibringen zu wollen, sich an unsere Erwartungen anzupassen?Darüber spreche ich in dieser Folge mit Andrea Kriescher von der Heilpädagogischen Praxis Vielfalt. Andrea arbeitet seit vielen Jahren in der Heilpädagogik, unter anderem in der Frühförderung und mit Schulkindern.Ihr Ausgangspunkt ist dabei nicht: Wie bringen wir das Kind dazu, besser zu funktionieren? Sondern: Was braucht dieses Kind, damit es sich gut entwickeln kann? Blickkontakt, Kommunikation und verzögerte ReaktionenWarum bedeutet Blickkontakt nicht automatisch, dass ein Kind gerade besser zuhört? Warum kommen manche Reaktionen erst mit Verzögerung? Und wie kann unterstützte Kommunikation Kindern helfen, sich mitzuteilen?Wir sprechen darüber, wie wichtig es ist, nicht nur auf das sichtbare Verhalten zu schauen, sondern herauszufinden, was dahinterstecken könnte. Reizüberflutung, Erschöpfung und individuelle StrategienWas passiert, wenn zu viele Reize gleichzeitig verarbeitet werden müssen? Welche Strategien entwickeln Kinder selbst – und wie können Eltern, Pädagog:innen und andere Bezugspersonen lernen, die individuelle „Sprache“ eines Kindes besser zu verstehen? Selbstbestimmung braucht auch KlarheitKinder brauchen Selbstbestimmung – aber auch Orientierung.Wenn Erwachsene eine echte Wahl anbieten, sollte die Entscheidung des Kindes auch gelten. Wenn etwas dagegen gar nicht zur Wahl steht, kann es ehrlicher und hilfreicher sein, eine klare Botschaft zu geben, statt eine scheinbare Wahl anzubieten. Nicht alles ist „typisch autistisch“Autistische Kinder sind keine einheitliche Gruppe. Nicht jedes Verhalten lässt sich mit Autismus erklären, und was einem Kind hilft, muss für ein anderes noch lange nicht passen.Deshalb geht es in dieser Folge immer wieder um die Frage: Was braucht dieses konkrete Kind?Und manches, was autistischen oder ADHS-Kindern hilft – mehr Klarheit, verlässliche Strukturen, weniger Reizüberflutung und eine verständliche Kommunikation – kann letztlich auch vielen anderen Kindern guttun. Wie erlebt ihr das?Wo gelingt es euch gut, die Bedürfnisse eures Kindes zu verstehen – und wo wird es schwierig? Schreibt eure Erfahrungen und Fragen gerne in die Kommentare. Den erwähnten Podcast findet ihr auch auf Spotify: https://open.spotify.com/show/07nOui7gzlBXEg5LrgtnQZ Musik über Soundstripe lizenziertLizenzcode: JTUEJKMIDY7YAUDR#Autismus #ADHS #Neurodivergenz #Heilpädagogik #AutistischeKinder #Kommunikation #Eltern #Inklusion
9 Minuten
Autismus - Neurodivergenz oder Behinderung?Oder entsteht Behinderung erst dadurch, dass unsere Umwelt nur für bestimmte Menschen gemacht ist?In diesem Video gehe ich auf einen Begriff ein, der in meinem Interview mit André immer wieder vorkam: Behinderung. Dabei geht es unter anderem um das soziale Modell von Behinderung:Eine körperliche oder neurologische Besonderheit kann real sein – aber wie stark sie einen Menschen im Alltag einschränkt, hängt auch davon ab, wie seine Umwelt gestaltet ist. Bei Autismus bedeutet das zum Beispiel:Lärm, spontane Veränderungen, unausgesprochene soziale Regeln, Großraumbüros, volle Einkaufszentren oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten können Menschen zusätzlich behindern.Gleichzeitig möchte ich aber auch nicht ins andere Extrem fallen:Eine verständnisvollere Gesellschaft lässt nicht automatisch jede Einschränkung verschwinden. Gerade Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf können auch in einer sehr inklusiven Umgebung weiterhin auf intensive Hilfe angewiesen sein. Deshalb können für mich zwei Dinge gleichzeitig wahr sein:Ein Mensch kann durch seinen Autismus reale Einschränkungen erleben und zusätzlich durch seine Umwelt behindert werden.Und dann kommt für mich noch eine wichtige Frage: Wie möchte der Mensch selbst darüber sprechen?Manche sagen selbstverständlich: „Ich bin behindert.“Andere möchten dieses Wort für sich überhaupt nicht verwenden.Selbstbezeichnung gehört für mich zur Selbstbestimmung. Vielleicht sollten wir deshalb weniger fragen:„In welche Schublade gehört dieser Mensch?“Und häufiger:„Was braucht dieser Mensch gerade – und was behindert ihn?“Außerdem spreche ich darüber, warum ich Wörter wie „behindert“ nicht als Schimpfwort stehen lasse. Denn vielleicht müssen wir manche Wörter nicht verbannen – sondern ihnen ihre eigentliche Bedeutung zurückgeben. Wie empfindet ihr den Begriff „Behinderung“ im Zusammenhang mit Autismus?#Autismus #Behinderung #Neurodivergenz #Inklusion #Teilhabe #Ableismus #Selbstbestimmung #AuDHS
53 Minuten
Wie sieht der Alltag mit einem sechsjährigen autistischen Kind aus, das sich noch nicht selbstverständlich über Lautsprache mitteilen kann?️ In dieser Folge spreche ich mit André über seinen Sohn und über einen Alltag, der oft viel Vorbereitung, Geduld und Flexibilität braucht.Es geht unter anderem um:- den langen Weg bis zur Diagnose- Metacom-Karten und andere Formen der Kommunikation- Safe Food, Meltdowns und Reizüberflutung- Ausflüge und Urlaub mit viel Planung- kleine Entwicklungsschritte, die sich plötzlich riesengroß anfühlen Auch Kindergarten, Schule und Unterstützungssysteme spielen eine große Rolle:Was verändert eine passende Kita? Welche Hilfen werden erst durch eine Diagnose möglich? Und warum sind Anträge, Fördermöglichkeiten und der Übergang zur Schule für Familien oft zusätzlich belastend? Am Ende geht es um eine größere Frage:Wie müsste unsere Gesellschaft aussehen, damit auch Menschen selbstverständlich dazugehören, die ihre Bedürfnisse nicht selbst öffentlich vertreten können?André sagt über seinen Sohn:„Er braucht eine Stimme.“ Schreibt eure Fragen gerne in die Kommentare. André hat schon zugesagt, für eine zweite Runde wiederzukommen.#Autismus #Neurodivergenz #UnterstützteKommunikation #Metacom #Inklusion #SafeFood #Meltdown #audhs Musik über Soundstripe lizenziert.Code: 0SLHVQIZKR93UGUD
33 Minuten
Zwei Tage Fachtag zu Neurodiversität und Neurodivergenz in der Psychotherapie – mit Helen Vogt, Dr. Mark Benecke, Prof. André Zimpel und Jeannette Schmidt.In diesem Video teile ich nicht einfach die Vorträge, sondern die Gedanken, Verbindungen und Fragen, die bei mir hängen geblieben sind:Was ist bei ADHS und Autismus tatsächlich Teil der neurobiologischen Struktur? Was entsteht erst im Zusammenspiel mit der Umwelt? Was ist ein veränderbarer Zustand?Warum kann dasselbe Verhalten ganz unterschiedliche Ursachen haben?Und warum sollten wir beim Lernen, Fördern und im Umgang miteinander stärker danach fragen, wie ein Mensch eigentlich wahrnimmt und verarbeitet?Es geht unter anderem um Genotyp und Phänotyp, Wahrnehmung und Verarbeitung, Pruning, Echolalie, individuelle Lernwege, Selbstwahrnehmung, Double Empathy und die Frage, warum unterschiedliche Denkwege nicht nur schwierig, sondern auch wertvoll sein können.Das Video ist meine persönliche Einordnung und mein Rückblick auf den Fachtag – keine vollständige Zusammenfassung der einzelnen Vorträge.Mark Benecke hat seinen Vortrag ebenfalls auf YouTube veröffentlicht. Dort könnt ihr euch seine Ausführungen im Original anschauen.Wer Mark Beneckes Vortrag selbst sehen möchte:Teil 1: https://youtu.be/N2Pj_swUzwsTeil 2: https://youtu.be/AmTwPnwu57wMusik über Soundstripe lizenziert.Code: E3FJCADNBETUUYU3
5 Minuten
Wir klicken oft auf das, was uns aufregt, polarisiert oder emotional packt. Aber Aufmerksamkeit ist nicht automatisch Qualität.Vielleicht sollten wir uns öfter fragen:Was mache ich mit meinem Klick eigentlich sichtbarer?Und vielleicht gilt das nicht nur für Social Media, sondern auch gesellschaftlich: Nicht jede Perspektive verdient automatisch gleich viel Raum – vor allem dann nicht, wenn sie Vielfalt wieder glattziehen, Menschen in Lager pressen oder andere abwerten will.Gleichzeitig bedeutet Inklusion nicht, dass eine Ausdrucksform die andere verdrängen muss. Manchmal entsteht mehr Bedeutung gerade dadurch, dass unterschiedliche Perspektiven nebeneinander stehen und sich ergänzen.
1 Stunde 16 Minuten
Wie sieht Alltag mit ADHS und Autismus wirklich aus – und wie viel Rücksicht können und sollten andere Menschen nehmen?Mario und ich sprechen über ganz konkrete Situationen: morgens aus dem Bett kommen, Routinen einhalten, Dinge vergessen, zu spät kommen, Aufgaben im Haushalt, Geschwisterkinder, Partnerschaft und Arbeitsleben. Dabei landen wir schnell bei einer schwierigeren Frage: Was gehört tatsächlich zur Symptomatik – und was bedeutet das für die Menschen, die mitbetroffen sind? Denn eine Erklärung nimmt nicht automatisch die Auswirkungen weg. Gleichzeitig kann es auch nicht darum gehen, neurodivergente Menschen ständig an einen vermeintlich „normalen“ Standard anzupassen.Wir sprechen darüber, wie man unterscheiden kann zwischen Überforderung, Vergessen und Nicht-Wollen, warum Unterstützung nicht bedeuten sollte, dauerhaft alles zu kompensieren, und wie manchmal ganz andere Lösungen besser funktionieren als „Du musst dich einfach mehr anstrengen“. Außerdem geht es um Kommunikation, Masking, unterschiedliche soziale Bedürfnisse und die Frage: Wann stört eine Besonderheit tatsächlich jemanden – und wann halten wir nur an einer unnötigen gesellschaftlichen Schablone fest?Eine Folge über ADHS und Autismus im Alltag, Eigenverantwortung, Rücksichtnahme und darüber, wie Menschen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen trotzdem miteinander Lösungen finden können. Musik über Soundstripe lizenziert.Codes:CJYLGRBV01B68LQCV8TQAA8OIM3LEKVDVBUQNNMIFE6KQ29ZU9YBCT2HPT9GTH5W
7 Minuten
Angelina Boerger mit ADHS steht an der Self-Checkout-Kasse, hat etwas vergessen und blockiert kurz die Kasse. Hinter ihr wird jemand ungeduldig. Die Botschaft: mehr Verständnis für unsichtbare Behinderungen.Aber was ist mit den Menschen, die hinter uns warten? Vielleicht haben auch sie ADHS, Autismus, Schmerzen, Zeitdruck oder andere unsichtbare Belastungen.In dieser Mini-Folge geht es um gegenseitige Rücksicht, Kommunikation und die Frage: Was ist eigentlich eine gute „Rampe“ bei ADHS und Autismus? Also eine Unterstützung, die hilft, möglichst selbstständig zu handeln – ohne dass andere Menschen dauerhaft die Funktion übernehmen müssen.Kleine Anmerkung: Ich lese in dieser Folge etwas mehr ab als sonst. Bei mir ist gerade ziemlich viel los und dadurch schaue ich weniger direkt in die Kamera. Sorry dafür – der Kopf brauchte diesmal ein bisschen Unterstützung.
40 Minuten
Wie ist es, ein Kind mit ADHS und Autismus über viele Jahre zu begleiten?In diesem sehr persönlichen Interview spricht eine Mutter offen über den Weg von ersten Auffälligkeiten bis zu den Diagnosen, über Therapien, Medikamente, Schulbegleitung und die schwierige Frage: Wie viel Rücksicht braucht ein Kind – und wann darf oder muss man trotzdem etwas fordern?Wenn du selbst Lust hast, deine Erfahrungen in einem Interview zu teilen, kannst du dich gerne bei mir melden: info@engel-chaos-beziehung.deIn diesem Interview sprechen wir darüber:– wie sich eine Diagnose auf den Blick auf das eigene Kind verändern kann– warum mehr Therapie nicht automatisch mehr Hilfe bedeutet– wie unterschiedlich Medikamente wirken können– warum eine gute Schulbegleitung weit mehr ist als zusätzliche Unterstützung im Unterricht– wie Kinder selbst ihre Diagnose und ihre Medikamente erleben können– was Neurodivergenz mit dem Selbstbild und dem Familienleben macht– und welche Erfahrungen meine Gesprächspartnerin mit der Waldorfschule gemacht hat.Gerade beim Thema Waldorfschule bleibt ihr Blick ambivalent: Sie hat die starke Förderung von Kreativität als Ressource erlebt, gleichzeitig aber auch einen deutlichen Fokus auf ihre Schwächen und viel Reglementierung. Kritisch sieht sie außerdem die Frage, inwieweit neurodivergente Kinder dort nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen verstanden werden – oder stärker aus anthroposophischen Vorstellungen heraus.Dieses Gespräch ist keine allgemeingültige Anleitung. Es ist die persönliche Erfahrung einer Familie – mit guten Erfahrungen, Zweifeln, Fehlentscheidungen, Veränderungen und vielen Abwägungen.Vielleicht erkennt ihr euch an manchen Stellen wieder.Schreibt gerne in die Kommentare:Was hat euch oder eurem Kind tatsächlich geholfen – und was war eher zusätzliche Belastung?#ADHS #Autismus #AuDHS #Neurodivergenz #Eltern #Schulbegleitung #Waldorfschule #ADHSkinderMusik über Soundstripe lizenziert.Code: Y4C85EOPPZD6ZIVM, XZWUMF5L4BRFAP2U, XX8INAAEFPWLZZ3A
1 Stunde 5 Minuten
ADHS ist auf Social Media überall. Aber was macht das eigentlich mit unserem Blick auf uns selbst – und auf eine mögliche Diagnose?Ich spreche mit Jo Letschert vom Pegasuszentrum, bei dem selbst erst im Erwachsenenalter ADHS diagnostiziert wurde.Wir sprechen darüber, warum Social Media gleichzeitig hilfreich und problematisch sein kann: Menschen erkennen sich plötzlich wieder und finden Erklärungen für Schwierigkeiten, die sie vielleicht seit Jahrzehnten begleiten. Gleichzeitig können einzelne ADHS-Eigenschaften schnell so wirken, als würden sie bereits eine Diagnose beweisen.Außerdem sprechen wir sehr persönlich über Jos eigene Erfahrungen mit ADHS und Medikation: Was verändert sich durch Medikamente? Was sollten Ärztinnen und Ärzte begleiten? Und warum reicht es nicht, die Erfahrungen anderer Menschen aus dem Internet einfach auf sich selbst zu übertragen?Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Muss sich ein Mensch mit ADHS immer besser an Schule und Arbeitswelt anpassen – oder lohnt sich manchmal die Frage, ob man schlicht am falschen Ort versucht zu funktionieren?Themen im Gespräch:• ADHS und Neurodivergenz• Diagnose im Erwachsenenalter• ADHS auf Social Media• Selbstdiagnose und professionelle Diagnostik• Medikamente und persönliche Erfahrungen• Impulsivität und Selbstreflexion• Schule, Lernen und Arbeitswelt• Stärken, Bedürfnisse und der passende Platz im LebenHinweis: Unsere persönlichen Erfahrungen ersetzen keine medizinische Beratung. Fragen zu Diagnose und Medikamenten gehören in die Hände entsprechend qualifizierter Fachpersonen.Schreibt gerne in die Kommentare: Hat Social Media euch geholfen, ADHS bei euch zu erkennen – oder hat es euch eher verunsichert? Jo Letscherts Podcast „55 Minuten – der Psycho-Podcast beyond Freud“Besonders passend zu unserem Gespräch: Folgen 39–41 zum Thema Neurodivergenzhttps://podcasts.apple.com/de/podcast/55-minuten-der-psycho-podcast-beyond-freud/id1471645494 HPPsycho Lecture-E-Books von Jo Letschert / PegasusZentrumZur Vorbereitung auf die Heilpraktiker-Psychotherapie-Prüfung und für alle, die sich für Psychologie und Psychopathologie interessieren.https://www.pegasuszentrum.de/product-category/heilpraktiker-psychotherapie-2/hppsycho-lecture-e-books?utm_source=chatgpt.com Passend zum Thema Schule & Lernen:Unser Gespräch mit Mario Binz darüber, wie Lernen anders funktionieren kann.https://youtu.be/PfIUbcm5vfYMusik über Soundstripe lizenziert.Code: X2RRASLXC1BFM3NE, QKYP537CRNRWL2JB
3 Minuten
Seit meiner ADHS-Diagnose denke ich bei anderen Menschen plötzlich immer wieder: „Du hast doch auch ADHS!“ Eine Zuschauerin fragt: Wie bekommt man das wieder aus dem Kopf?In dieser Zuschauerfrage geht es darum, warum Wiedererkennen noch keine Diagnose ist. Viele Eigenschaften, die wir mit ADHS verbinden, kennen auch Menschen ohne ADHS: mal unkonzentriert sein, Dinge vergessen, impulsiv reagieren oder sich schnell langweilen.Entscheidend ist nicht eine einzelne Eigenschaft. Bei ADHS geht es um ein anhaltendes Muster mehrerer Symptome, das bereits in der Entwicklung begonnen hat, in verschiedenen Lebensbereichen auftritt und das Leben relevant beeinträchtigt.Ich erkläre das im Video mit einem Gärtner: Nur weil jemand seinen Rasen mäht, die Hecke schneidet und ein Beet anlegt, ist er noch lange kein Gärtner. Vielleicht macht er das nur im eigenen Garten – und manchmal noch bei seiner Mutter. Genauso macht eine ADHS-typische Eigenschaft noch kein ADHS.Und vielleicht hilft genau dieser Gedanke dabei, anderen Menschen ihre Eigenschaften wieder zu lassen, ohne sie im Kopf gleich zu diagnostizieren.Hast du selbst eine Zuschauerfrage? Dann schick sie an info@engel-chaos-beziehung.de oder schreib sie in die Kommentare.#ADHS #ADHSDiagnose #Neurodivergenz #Zuschauerfrage
54 Minuten
Was ist richtig für mein Kind – Medikamente, andere Erziehung, eine andere Schule oder doch noch ein ganz anderer Weg?Gerade bei ADHS oder Autismus geraten Eltern schnell in schwierige Entscheidungen. Besonders belastend wird es, wenn Mutter und Vater die Situation unterschiedlich einschätzen: Braucht das Kind Medikamente? Liegt das Problem vielleicht an den Erwartungen der Erwachsenen oder am Schulsystem? Wie viel sollte das Kind selbst mitentscheiden?In dieser Folge des A(u)DHS Selbsthilfepodcasts sprechen Mario und Rena über genau diese Konflikte – und darüber, warum es möglicherweise weniger darum geht, sofort die eine richtige Lösung zu finden, als gemeinsam herauszufinden, was diesem konkreten Kind tatsächlich hilft.Wir sprechen unter anderem über:• innere Konflikte und Schuldgefühle von Eltern• Uneinigkeit zwischen Eltern bei ADHS und Autismus• Medikamente und die Verantwortung der Erwachsenen• die Frage, wie Kinder in Entscheidungen einbezogen werden können• Grenzen, Führung und respektvolle Kommunikation• Lernmethoden, die zum Kind passen• Schwierigkeiten im klassischen Schulsystem• Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Fachleuten• externe Unterstützung und den Austausch mit anderen Eltern• Selbstreflexion: Wann geht es noch um das Kind – und wann um das eigene Ego?Ein wichtiger Gedanke dabei: Nicht eine bestimmte Position muss gewinnen, sondern möglichst das beste Argument. Und manchmal bedeutet das auch, eine Entscheidung auszuprobieren, ihre Wirkung ehrlich zu beobachten und sie wieder zu verändern.Denn bei ADHS und Autismus gibt es selten die eine Lösung, die für jedes Kind und jede Familie funktioniert. Wie erlebt ihr das? Seid ihr euch als Eltern bei Medikamenten, Schule oder Erziehung immer einig – oder kennt ihr solche Konflikte?#ADHS #Autismus #Neurodivergenz #ADHSKinder #Eltern #Medikamente #Erziehung #Schule #ElternKindBeziehungMusik über Soundstripe lizenziert.Code: NCBMYV6Q4TD9URL0, A6YPE8YBPYP1EPUT, YGOBXLLBWV2AZN57
22 Minuten
Was ist wirklich ADHS oder Autismus – und was schreiben wir unserer Diagnose vielleicht vorschnell zu?
Ausgangspunkt dieser Folge ist ein Gespräch von Lukas Klaschinski mit dem Psychologen und Stresscoach Jacob Drachenberg. Drachenberg beschreibt, wie er während einer schweren depressiven Episode plötzlich keinen Small Talk mehr führen konnte: Er konnte sich selbst kaum spüren – und auch sein Gegenüber nicht.
Das hat mich nachdenklich gemacht. Denn Schwierigkeiten mit Small Talk gelten online schnell als „Zeichen für Autismus“. Vergesslichkeit? ADHS. Empfindlichkeit gegenüber Ablehnung? RSD. Widerstand gegen Anforderungen? PDA.
Eine Diagnose kann unglaublich viel erklären und entlasten. Gleichzeitig verändert sie die Brille, durch die wir auf uns und unsere Vergangenheit schauen.
In dieser Folge geht es deshalb um die Fragen:• Was gehört tatsächlich zu ADHS oder Autismus – und welche anderen Erklärungen könnte es geben?
• Wann hilft uns eine Diagnose, uns besser zu verstehen?
• Wann beginnen wir, uns durch sie selbst zu begrenzen?
• Was kann ich wirklich nicht – und was glaube ich inzwischen, nicht zu können?
• Wie finden wir einen Weg zwischen „Ich muss mich ändern“ und „Ich bin eben so, die anderen müssen damit klarkommen“?
Für mich führt die entscheidende Frage am Ende weg von „Ist das typisch ADHS oder Autismus?“ und hin zu:
So bin ich gerade. Wo möchte ich damit hin? Was möchte ich verändern, was darf bleiben – und welche Unterstützung brauche ich dafür?
Im Video verwende ich mit Erlaubnis Ausschnitte aus:„Stresscoach: Was ich nach meinen Depressionen über Stress gelernt habe“ –
Lukas Klaschinski im Gespräch mit Jacob Drachenberg. https://youtu.be/Vqy0AgzYTOw
Danke Lukas!
Musik über Soundstripe lizenziert.
Code: YMMOTEDS6J0WLECA
Ausgangspunkt dieser Folge ist ein Gespräch von Lukas Klaschinski mit dem Psychologen und Stresscoach Jacob Drachenberg. Drachenberg beschreibt, wie er während einer schweren depressiven Episode plötzlich keinen Small Talk mehr führen konnte: Er konnte sich selbst kaum spüren – und auch sein Gegenüber nicht.
Das hat mich nachdenklich gemacht. Denn Schwierigkeiten mit Small Talk gelten online schnell als „Zeichen für Autismus“. Vergesslichkeit? ADHS. Empfindlichkeit gegenüber Ablehnung? RSD. Widerstand gegen Anforderungen? PDA.
Eine Diagnose kann unglaublich viel erklären und entlasten. Gleichzeitig verändert sie die Brille, durch die wir auf uns und unsere Vergangenheit schauen.
In dieser Folge geht es deshalb um die Fragen:• Was gehört tatsächlich zu ADHS oder Autismus – und welche anderen Erklärungen könnte es geben?
• Wann hilft uns eine Diagnose, uns besser zu verstehen?
• Wann beginnen wir, uns durch sie selbst zu begrenzen?
• Was kann ich wirklich nicht – und was glaube ich inzwischen, nicht zu können?
• Wie finden wir einen Weg zwischen „Ich muss mich ändern“ und „Ich bin eben so, die anderen müssen damit klarkommen“?
Für mich führt die entscheidende Frage am Ende weg von „Ist das typisch ADHS oder Autismus?“ und hin zu:
So bin ich gerade. Wo möchte ich damit hin? Was möchte ich verändern, was darf bleiben – und welche Unterstützung brauche ich dafür?
Im Video verwende ich mit Erlaubnis Ausschnitte aus:„Stresscoach: Was ich nach meinen Depressionen über Stress gelernt habe“ –
Lukas Klaschinski im Gespräch mit Jacob Drachenberg. https://youtu.be/Vqy0AgzYTOw
Danke Lukas!
Musik über Soundstripe lizenziert.
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