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Autismus - Neurodivergenz oder Behinderung?Oder entsteht
Behinderung erst dadurch, dass unsere Umwelt nur für bestimmte
Menschen gemacht ist?In diesem Video gehe ich auf einen Begriff
ein, der in meinem Interview mit André immer wieder vorkam:
Behinderung. Dabei geht es unter anderem um das soziale Modell
von Behinderung:Eine körperliche oder neurologische Besonderheit
kann real sein – aber wie stark sie einen Menschen im Alltag
einschränkt, hängt auch davon ab, wie seine Umwelt gestaltet ist.
Bei Autismus bedeutet das zum Beispiel:Lärm, spontane
Veränderungen, unausgesprochene soziale Regeln, Großraumbüros,
volle Einkaufszentren oder fehlende Rückzugsmöglichkeiten können
Menschen zusätzlich behindern.Gleichzeitig möchte ich aber auch
nicht ins andere Extrem fallen:Eine verständnisvollere
Gesellschaft lässt nicht automatisch jede Einschränkung
verschwinden. Gerade Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf
können auch in einer sehr inklusiven Umgebung weiterhin auf
intensive Hilfe angewiesen sein. Deshalb können für mich zwei
Dinge gleichzeitig wahr sein:Ein Mensch kann durch seinen
Autismus reale Einschränkungen erleben und zusätzlich durch seine
Umwelt behindert werden.Und dann kommt für mich noch eine
wichtige Frage: Wie möchte der Mensch selbst darüber
sprechen?Manche sagen selbstverständlich: „Ich bin
behindert.“Andere möchten dieses Wort für sich überhaupt nicht
verwenden.Selbstbezeichnung gehört für mich zur Selbstbestimmung.
Vielleicht sollten wir deshalb weniger fragen:„In welche
Schublade gehört dieser Mensch?“Und häufiger:„Was braucht dieser
Mensch gerade – und was behindert ihn?“Außerdem spreche ich
darüber, warum ich Wörter wie „behindert“ nicht als Schimpfwort
stehen lasse. Denn vielleicht müssen wir manche Wörter nicht
verbannen – sondern ihnen ihre eigentliche Bedeutung zurückgeben.
Wie empfindet ihr den Begriff „Behinderung“ im Zusammenhang mit
Autismus?#Autismus #Behinderung #Neurodivergenz #Inklusion
#Teilhabe #Ableismus #Selbstbestimmung #AuDHS
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„Z6. Autismus & Behinderung: Was ist jetzt korrekt und was nicht?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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