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Was Bleibt Archiv
20 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Frankfurt am Main, 1957. Die Bundesrepublik erlebt ihr Wirtschaftswunder. Wohlstand, neue Autos und gesellschaftlicher Aufstieg prägen das Bild einer jungen Republik. Mitten in dieser Welt lebt Rosemarie Nitribitt. Sie ist erst 24 Jahre alt, fährt einen Mercedes 190 SL und verdient als Prostituierte Summen, von denen viele Menschen ihrer Zeit nur träumen können. Zu ihren Kunden sollen Männer aus den besseren Kreisen Frankfurts gehört haben. Dann wird Rosemarie Nitribitt am 1. November 1957 tot in ihrer Wohnung gefunden. Was folgt, ist einer der bekanntesten ungeklärten Kriminalfälle der deutschen Nachkriegsgeschichte – mit widersprüchlichen Spuren, einem Verdächtigen und einer Frage, die bis heute geblieben ist: Wer tötete Rosemarie Nitribitt? In dieser Folge von Was bleibt erzählen wir ihre Geschichte – und schauen hinter das Bild der Frau, die nach ihrem Tod zum Mythos wurde.
29 Minuten
Sie hörte mit. Sie beobachtete. Sie sammelte Informationen über Millionen Menschen. Das Ministerium für Staatssicherheit, kurz Stasi, war Geheimdienst und Geheimpolizei der DDR – und entwickelte ein weitreichendes System aus Überwachung, Informanten und Kontrolle. Doch wie funktionierte dieses System eigentlich? Wer waren die sogenannten Inoffiziellen Mitarbeiter? Wie wurden Menschen beobachtet? Welche Informationen wurden gesammelt? Und wie konnte Überwachung bis in Freundschaften, Familien und den ganz persönlichen Alltag hineinreichen? In dieser Folge von „Hinter der Geschichte“ schauen wir hinter einen der bekanntesten Begriffe der DDR-Geschichte und fragen, was es bedeutete, in einem Staat zu leben, in dem man nie mit Sicherheit wissen konnte, wer zuhörte.
59 Minuten
Mitten in Berlin, am Bahnhof Friedrichstraße, stand ein Gebäude, das für unzählige Menschen zum Ort des Abschieds wurde: der sogenannte Tränenpalast. Hier endeten Besuche. Familien wurden getrennt. Freunde verabschiedeten sich, ohne zu wissen, wann sie sich wiedersehen würden. Wer von Ost-Berlin in den Westen ausreisen durfte, musste Kontrollen passieren, Dokumente vorzeigen – und schließlich eine Grenze überschreiten, die weit mehr als nur zwei Teile einer Stadt voneinander trennte. In dieser Folge von „Was bleibt“ geht es um die Geschichte des Tränenpalasts, um die Menschen, die ihn durchquerten, und um ein System, das selbst einen Abschied zu einem staatlich kontrollierten Vorgang machte. Wie funktionierte dieser besondere Grenzübergang? Was geschah hinter den Türen der Abfertigungshalle? Und warum wurde ausgerechnet dieses unscheinbare Gebäude zu einem der emotionalsten Erinnerungsorte der deutschen Teilung? Eine Geschichte über Abschied und Wiedersehen, über Kontrolle und Freiheit – und über einen Ort, dessen Name bis heute erzählt, was Menschen dort empfanden.
29 Minuten
Warum beschäftigen uns ungelöste Verbrechen manchmal noch Jahrzehnte später? Warum entstehen aus fehlenden Antworten Gerüchte, Verdächtigungen und immer neue Theorien? In dieser Folge von „Hinter der Geschichte“ geht es um die Psychologie hinter unserer Faszination für ungeklärte Fälle – und um die Frage, wann aus berechtigter Neugier respektloses Rätselraten wird.
1 Stunde 4 Minuten
Ein abgelegener Bauernhof in Oberbayern. Sechs Menschen. Ein Verbrechen, das bis heute nicht eindeutig aufgeklärt werden konnte. Im Frühjahr 1922 wird auf dem Einödhof Hinterkaifeck eine ganze Familie ermordet. Doch was zunächst wie ein schreckliches Verbrechen erscheint, entwickelt sich schnell zu einem der rätselhaftesten Kriminalfälle der deutschen Geschichte. Warum hielt sich der Täter offenbar noch Tage auf dem Hof auf? Welche Spuren wurden gefunden – und welche Fragen blieben unbeantwortet? Bis heute beschäftigen sich Historiker, Ermittler und True-Crime-Interessierte mit diesem Fall. In dieser Folge von „Was bleibt“ reisen wir zurück an einen Ort, dessen Geschichte auch mehr als hundert Jahre später nichts von ihrer Faszination verloren hat.
22 Minuten
Nach seiner Verurteilung erklärte sich Jürgen Bartsch zu einem Eingriff bereit, der heute kaum noch vorstellbar erscheint: einer operativen Kastration. Ärzte und Juristen hofften damals, dadurch seinen Sexualtrieb zu kontrollieren und weitere Straftaten zu verhindern. Der Eingriff endete jedoch tödlich. Doch warum glaubte man überhaupt, Sexualstraftäter auf diese Weise behandeln zu können? Welche medizinischen Vorstellungen herrschten damals? Und wie hat sich der Umgang mit psychisch gestörten Straftätern bis heute verändert? In dieser Folge von Hinter der Geschichte werfen wir einen Blick auf die Geschichte der forensischen Psychiatrie, die damaligen Behandlungsmöglichkeiten und die schwierige Frage, wo die Grenze zwischen Therapie, Strafe und Menschenwürde verläuft.
27 Minuten
Ein Gericht soll die Wahrheit finden. Doch was passiert, wenn es keine eindeutigen Beweise gibt? Wie zuverlässig sind Zeugenaussagen, Geständnisse oder Gutachten wirklich? Und warum kommt es trotz eines rechtsstaatlichen Verfahrens immer wieder zu Justizirrtümern? In dieser Folge von Hinter der Geschichte werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Strafjustiz. Wir sprechen über Indizienprozesse, menschliche Fehlwahrnehmungen, den Einfluss der Medien und darüber, warum manche Urteile Jahrzehnte später erneut diskutiert werden. Eine Hintergrundfolge zum historischen Kriminalfall Vera Brühne, die zeigt, warum die Suche nach Wahrheit oft komplizierter ist, als sie auf den ersten Blick erscheint.
1 Stunde 16 Minuten
Vera Brühne zählt zu den bekanntesten und zugleich umstrittensten Kriminalfällen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im April 1960 werden der Münchner Arzt Otto Praun und seine Haushälterin Helga Matura erschossen aufgefunden. Schnell geraten Vera Brühne und ihr Begleiter Johann Ferbach in den Mittelpunkt der Ermittlungen. Es folgt ein Indizienprozess, der die Öffentlichkeit spaltet und bis heute kontrovers diskutiert wird. War das Urteil gerecht? Welche Rolle spielten Medien, Zeugenaussagen und öffentliche Erwartungen? Und warum wird der Fall auch Jahrzehnte später immer wieder neu bewertet? In dieser Folge von „Was bleibt“ begleiten wir Vera Brühnes Lebensweg, rekonstruieren die Ereignisse rund um den Doppelmord, werfen einen Blick auf den Prozess und fragen, weshalb dieser Fall bis heute als einer der größten Justizstreitfälle der Bundesrepublik gilt. Quellen Joachim Käppner: Der Fall Vera Brühne Friedrich Christian Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand (zeitgeschichtlicher Kontext) Zeitgenössische Berichterstattung (u. a. Der Spiegel) Bundeszentrale für politische Bildung Bayerischer Rundfunk NDR Veröffentlichungen zum Fall Vera Brühne und zum HS-30-Komplex Zeitgeschichtliche Literatur und Gerichtsdokumentationen
49 Minuten
Folgenbeschreibung (Podigee) Nach der Sonntagsfolge über die Heilanstalt Sonnenstein stellt sich eine entscheidende Frage: Wie konnte eine Gesellschaft überhaupt zu der Überzeugung gelangen, dass manche Menschen weniger wert seien als andere? In dieser Folge von Hinter der Geschichte geht es nicht um einen einzelnen Täter oder einen bestimmten Ort, sondern um die Ideen, die den nationalsozialistischen Krankenmorden vorausgingen. Wir sprechen über Charles Darwin und seine Evolutionstheorie, über Francis Galton, den Begriff der Eugenik und darüber, wie aus wissenschaftlichen Erkenntnissen eine gefährliche Ideologie entstehen konnte. Außerdem werfen wir einen Blick auf den Sozialdarwinismus, die internationale Eugenikbewegung und darauf, warum viele Ärzte damals glaubten, im Sinne der Wissenschaft und der Gesellschaft zu handeln. Denn um die Geschichte der Heilanstalt Sonnenstein wirklich zu verstehen, müssen wir zuerst verstehen, wie aus einer Idee schließlich ein Verbrechen wurde.
1 Stunde 14 Minuten
Hoch über der Elbe, auf einem Felsen über der Stadt Pirna, entstand im Jahr 1811 eine der fortschrittlichsten psychiatrischen Einrichtungen Europas. Die Heil- und Pflegeanstalt Sonnenstein galt über Jahrzehnte als Ort der Hoffnung, der Menschlichkeit und des medizinischen Fortschritts. Doch innerhalb weniger Jahre wurde aus diesem Ort ein Schauplatz eines der größten Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes. In dieser Folge von Was bleibt erzähle ich die Geschichte der Heilanstalt Sonnenstein – von ihren humanistischen Anfängen bis zu ihrer Rolle als Tötungsanstalt der sogenannten „Aktion T4“. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die Täter, sondern die Menschen, deren Leben hier gewaltsam endete. Stellvertretend begleiten wir die Schicksale von Elfriede Lohse-Wächtler sowie weiterer Opfer und fragen uns, wie aus einem Ort der Heilung ein Ort des systematischen Mordes werden konnte. Eine Geschichte über Menschlichkeit, Ideologie und die Verantwortung, Erinnerung lebendig zu halten.
26 Minuten
In der Sonntagsfolge haben wir den Fall Karl Denke betrachtet. Doch während der Recherche blieb eine Frage offen: Wie weit war die Forensik eigentlich vor rund 100 Jahren? Gab es bereits Fingerabdrücke? Konnten Ermittler Blut untersuchen? Wie wurden Tatorte gesichert, lange bevor DNA-Analysen möglich waren? In dieser ersten Folge von Hinter der Geschichte werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der Kriminalistik – von den ersten Irrwegen über Cesare Lombroso bis hin zu Ernst Gennat, Hans Gross und den Anfängen moderner Spurensicherung. Eine Reise durch die Geschichte der Forensik und die Frage, wie Verbrechen um 1920 tatsächlich aufgeklärt wurden.
54 Minuten
Er galt als freundlich, hilfsbereit und unauffällig. In der schlesischen Kleinstadt Münsterberg kannte nahezu jeder Karl Denke. Der ältere Mann half Bedürftigen, verschenkte Lebensmittel und führte ein scheinbar bescheidenes Leben. Doch hinter der Fassade verbarg sich eines der erschütterndsten Verbrechen der deutschen Kriminalgeschichte. Als im Dezember 1924 ein verletzter Mann aus Denkes Haus fliehen konnte, begann eine Ermittlung, die selbst erfahrene Kriminalbeamte erschütterte. In seinem Haus fanden sie Hinweise auf zahlreiche Opfer und ein Ausmaß des Grauens, das bis heute Fragen aufwirft. Wie konnte Karl Denke über Jahre unentdeckt bleiben? Warum schöpfte niemand Verdacht? Und welche Möglichkeiten standen Polizei und Gerichtsmedizin damals überhaupt zur Verfügung? In dieser Folge von Was bleibt begeben wir uns in das schlesische Münsterberg der 1920er Jahre und erzählen die Geschichte eines Mannes, dessen wahres Gesicht erst nach seinem Tod sichtbar wurde.
1 Stunde 14 Minuten
Triggerwarnung: Diese Folge enthält Themen wie Gewalt, Tötungsdelikte, Angriffe auf Frauen und Kinder, sexualisierte Gewalt sowie psychische Belastungen. Die Inhalte werden zurückhaltend und nicht sensationsorientiert erzählt, können aber belastend sein. Düsseldorf, Ende der 1920er Jahre. Die Straßen sind voller Menschen. Straßenbahnen fahren. Fenster leuchten. Das Leben geht weiter. Und irgendwo dazwischen bewegt sich ein Mann, den niemand wahrnimmt. Peter Kürten wächst in einfachen Verhältnissen auf. Ein Leben zwischen Enge, Gewalt, Gefängnis und Neuanfängen. Jahrzehnte später wird sein Name zu einem der bekanntesten der deutschen Kriminalgeschichte. Doch diese Folge fragt nicht nur nach den Taten. Sondern nach dem, was davor lag. Nach den Räumen. Den Entscheidungen. Dem Schweigen. Wie wird aus einem unauffälligen Ehemann ein Mann, vor dem eine ganze Stadt Angst hat? Und warum sah niemand hin? Eine Geschichte über Düsseldorf im Ausnahmezustand. Über Angst, Öffentlichkeit und einen Täter, der sich lange sicher fühlte. Und über die Frage, die bleibt: Wie nah kann das Unvorstellbare dem Alltag kommen — ohne erkannt zu werden?
1 Stunde 25 Minuten
Viele kennen den Reim. „Warte, warte nur ein Weilchen …“ Über Generationen wurde er weitergegeben. Geflüstert, gesungen, weitererzählt — oft ohne zu wissen, woher er eigentlich stammt. Doch hinter diesen Zeilen steht eine reale Geschichte. Hannover in den 1920er Jahren. Eine Stadt zwischen Aufbruch und Unsicherheit. Menschen kommen am Bahnhof an, andere verschwinden. Lange Zeit scheint niemand ein Muster zu erkennen. In dieser Folge von *Was bleibt* geht es um Fritz Haarmann – und um mehr als nur einen Kriminalfall. Es geht um eine Zeit, in der nicht jeder vermisst wurde. Um Gerüchte, Angst und die Frage, warum manche Geschichten Jahrzehnte überdauern. Historische Kriminalfälle – atmosphärisch und immersiv erzählt. Den Podcast findet ihr auf: Spotify · Podimo · Apple Podcasts · YouTube · Amazon Music
1 Stunde 14 Minuten
Deutschland, 1946. Ein zerstörtes Land. Grenzen, die Familien trennen. Menschen auf der Flucht. Und mitten im Chaos der Nachkriegszeit beginnt eine grausame Mordserie. Frauen verschwinden entlang der Zonengrenze zwischen Ost und West. Viele von ihnen wollen nur nach Hause. Oder hoffen auf Nahrung, Sicherheit und einen Neuanfang. Doch sie geraten an Rudolf Pleil. Einen Schmuggler. Grenzführer. Und einen Mann, der sich selbst später den besten „Totmacher“ aller Zeiten nennt. In dieser Folge geht es nicht nur um die Taten selbst. Sondern auch um das Deutschland der Nachkriegszeit. Um Schwarzmarkt, Besatzungszonen, Angst und ein Land ohne Ordnung. Eine Geschichte über Gewalt, Macht und menschliche Abgründe. Auf Instagram bei „was_bleibt_podcast “ findet ihr außerdem Bilder zum Fall, Karten der Besatzungszonen und weitere Hintergrundinformationen.