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Watt the f⚡️ - Radsport, Abenteuer & Training im Alltag Archiv

31 Episoden
25 Minuten
Wann wird eigentlich die Zeit umgestellt? Wir haben diese Folge vorab aufgenommen, weil Martin auf Mallorca ist, und waren uns dabei selbst nicht mehr sicher, ob die Uhren schon umgestellt sind. Zur Auflösung: Am Sonntag, 25. Oktober, ist es so weit. Ab dann wird's abends noch früher dunkel, also gilt: Lichti an sichi ist Pflichti. Vorher ist Dani der Hammer, und zwar wörtlich. Erst findet sie beim Radfahren einen Autoschlüssel, dann beim Spazierengehen einen Hammer. Und Martin packt seinen Lieblingswitz aus Kindertagen aus, über ein klapperndes Schutzblech. Dann wird's ernst. Wir stellen unseren Ultracycling-Kalender auf watt-the-f.com vor: Rennen ab 200 Kilometern aus der ganzen Welt, mit Filtern für supported und unsupported, Distanz und Zeitraum und mit Kartenansicht – vom Mondsee-Radmarathon bis zum Rhino Run quer durch Afrika. Wir erzählen, warum wir so viel Zeit in Website, Journal und Newsletter stecken: Ultracycling verdient mehr Aufmerksamkeit, und wer tagelang durchfährt, verdient mit seiner Crew mehr Rückhalt. Außerdem: was wir beim Indoortraining schauen, von Ironman-Übertragungen über Dokus bis zum Kabarett im Intervall, die neue Doku von Sebastian Trimborn, Martins Leistungstest bei Geri, eine Vorschau auf eine Folge mit Stimmen aus Betreuungscrews – und der Countdown zum Gran Guanche Audax, für den Martin endlich Flüge buchen muss. Eine kurze, kompakte Folge über Licht, Fundstücke, unseren Rennkalender und die Erkenntnis, dass selbst wir mit der Zeit durcheinanderkommen.
46 Minuten
Strasser, Fasching und andere Sportlegenden waren bei Roland im Kurs und haben danach gesagt, sie hätten das gern schon in ihrer aktiven Zeit gewusst. Wenn sogar die Besten noch bremsen lernen, sind wir zwei in ziemlich guter Gesellschaft. In Teil 2 unseres Gesprächs mit Roland Königshofer geht es ums große Ganze. Roland war in den 80ern Versuchskaninchen für die ersten Laktatmessungen in der Südstadt und erzählt, was die Datenflut mit dem Sport gemacht hat: Talent wird heute oft nur noch an Watt gemessen. Wir sprechen darüber, warum Entspannung beim Bremsen so wichtig ist, was er dafür bei Werner Schlager und im Skispringen abgeschaut hat und warum ausgerechnet der Sattel das Wichtigste beim Bremsen ist. Außerdem geht's um die Frage, ob wir einen Radführerschein brauchen. Roland hätte gern eine Lizenz für Radprofis wie die Superlizenz in der Formel 1, und er wundert sich, warum bei Stürzen im Fernsehen alle über Absperrgitter reden, aber keiner von einem Fahrfehler. Dazu: warum Profis immer früher aufhören, wie knapp er selbst am Burnout war und was ihn am Radfahren bis heute fasziniert – mit einem 40 Kilo schweren Tourenrad ganz gemütlich bergauf, wie beim Tauchen. Ganz am Schluss gibt Roland euch eine Übung mit, die ihr gleich am Wochenende ausprobieren könnt. Eine Folge über Daten, Sicherheit, ehrliche Analyse und die Erkenntnis, dass Radfahren am meisten Spaß macht, wenn man niemandem was beweisen muss.
50 Minuten
Wer hat dir eigentlich Radfahren beigebracht? Wahrscheinlich niemand. Man setzt sich als Kind aufs Radl, fällt ein paar Mal um und irgendwann geht's. Dass das in der schnellen Abfahrt oder im nassen Kreisverkehr nicht mehr reicht, merkt man meistens erst, wenn es knapp wird. Diesmal sitzt Roland Königshofer mit uns am Tisch, in Wien, ganz live. Roland war Steher: Bei diesen Bahnrennen fährt man auf dem Rad im Windschatten eines Motorrads, Runde um Runde mit über 100 km/h. 1989, 1990 und 1991 wurde er darin Weltmeister, insgesamt war er 21 Jahre Radprofi. Nach 25 Jahren bei adidas bringt er heute Leuten wie uns bei, wie man richtig bremst, Kurven fährt und sein Rad beherrscht. Wir waren beide bei ihm im Kurs, und seitdem fahren wir anders in jede Kurve. Es geht darum, warum Fahrgefühl allein nicht reicht und warum selbst Profis meist nur das Gefühl für falsche Abläufe perfektionieren. Roland erklärt Countersteering, die innere Hand als Joystick, warum Mountainbike-Tricks auf der Straße gefährlich sein können und warum er im Kurs keine Levels kennt: Der Anfänger trainiert neben der Olympiasiegerin. Martin erzählt von seinem Ausrutscher im Kurs und einer Kurve daheim, die sich am Wochenende einfach nicht mehr ausgegangen ist. Dani verrät, wie sie sich Abfahrten vorher im Kopf einprägt. Und weil es ohne Aha-Moment nicht geht: Wir lernen, warum Angst etwas Geniales ist, warum Männer gern Dinge tun, die sie nicht können, und warum bei Olympia in Paris im Regen so viele im Kreisverkehr lagen. Teil 2 kommt nächste Woche. Eine Folge über Bremsen, Kurven, ehrliche Selbsteinschätzung und die Erkenntnis, dass bisher das Radl mit uns gefahren ist.
47 Minuten
Martin fährt mit dem Rad zur Arbeit und das erste Mal mit Rucksack heim – 30 Kilometer, 500 Höhenmeter und danach die Frage an Dani: Wie kann man bitte mit Rucksack Rad fahren? Ihre Antwort: „Ich mache es halt einfach.“ Dazu Danis erste 100er-Runde seit Längerem, zwei Burschen am Berg, die ihr „Rennradl fahren ist voll cool!“ nachrufen, und Martins erstes Autogramm – für eine 13-Jährige, die einmal einen Ironman machen will. Außerdem gibt's Tadel: Helmut hört uns jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit, und unsere Live-Folge war da noch nicht online. Wir haben verstanden – ab jetzt wieder freitags um 06:07. Martin hat ihn beim King of the Lake getroffen, dem größten Zeitfahren Europas: 47 Kilometer rund um den Attersee, mit einem Rekordschnitt von über 50 km/h. Dann endlich Radrecht Teil 2, eingeleitet von der versprochenen Lernzielkontrolle: Dani fragt ab, Martin kommt bei den Promille kurz ins Schwimmen, und bei den Rennradmerkmalen verwirren wir uns gegenseitig. Es geht um Licht und Rückstrahler (auch tagsüber!), warum ein blinkendes Rücklicht in Österreich erlaubt ist und in Deutschland nicht, warum das Rennrad als einziges Rad keine Klingel braucht und wie ein AirTag unter der Klingel beim Diebstahl hilft. Dazu Spanien, wo ab 1. Oktober außerorts Helmpflicht für alle gilt und Autos zum Überholen die Spur wechseln müssen, und was es in Österreich beim Schmerzensgeld bedeutet, ohne Helm unterwegs zu sein. Und zum Schluss die Kuriosität der Woche: In Japan drohen fürs betrunkene Radfahren fünf Jahre Haft oder eine Million Yen, und mit aufgespanntem Regenschirm darf man dort auch nicht fahren. Eine Folge über Licht, Helm und Klingel und die Erkenntnis, dass ein Rucksack auf 30 Kilometern länger wird. Schöne Grüße an die Füße!
33 Minuten
Hallo Linz, da sind wir! Zum ersten Mal live – aufgenommen am Freitagvormittag, direkt danach online, und das Publikum besteht aus den grünen Blättern von Martins Zimmerpflanze. Deshalb kommt diese Folge ausnahmsweise nicht um 06:07. Es geht um die Off-Season, die eigentlich keine ist: Dani macht dreimal die Woche Krafttraining und fährt wieder Grundlage am Damm, Martin hat die Höhenmeter für sich entdeckt – 1.200 auf 50 Kilometer – und läuft nach Wochen Lauf-Geh-Kombi zum ersten Mal wieder vier Kilometer am Stück, ohne dass das Knie etwas dagegen hat. Daraus wird prompt ein Plan: 2027 wieder ein Halb-Ironman, denn „das Schwimmen muss man nur überleben“. Dazu die Frage, warum man eine Saison in Zyklen plant – und warum die KI Dani mal 1.000 Kilometer pro Woche verordnet hat. Wir sprechen darüber, warum Ausdauersport gerade boomt und was das mit den Rennen macht: Zell am See war in neun Minuten ausverkauft, der Mondsee-Radmarathon auch, und gleichzeitig sterben die kleinen Wald-und-Wiesen-Events. Und darüber, warum „Ironman in einem halben Jahr“ als Lifestyle-Ziel gesundheitlich selten eine gute Idee ist. Außerdem: Benji hat sich fürs Gran Guanche angemeldet und Dani überlegt noch (vermutlich bis es vorbei ist), Danis Ergometer hat seit Grieskirchen keinen Widerstand mehr, Martin hat Winterschuhe und Fäustlinge gekauft (Mr. Krabs lässt grüßen) – und wir schlagen eine Challenge vor: gleicher Trainingsplan, einer nur Rolle, einer nur draußen, und dann schauen wir, wer öfter stürzt und erfriert. Radrecht Teil 2 mit Licht, Blinken und Garmin Varia haben wir schon wieder nicht geschafft – kommt nächste Woche, versprochen. Eine Folge über Saisonplanung, Größenwahn mit Ansage und die Erkenntnis, dass zehn Zuhörer:innen im Ernst-Happel-Stadion auch ein Publikum sind. Schöne Grüße an die Füße!
48 Minuten
Kann dich eine Radausfahrt 5.900 Euro kosten, ohne dass am Rad auch nur eine Schraube kaputtgeht? Kann sie. Martin hat sich durch Straßenverkehrsordnung, Fahrradverordnung und ein paar sehr britische Paragrafen gewühlt und stellt Dani vor jedem Thema eine Quizfrage – rätselt gerne mit. Wir klären, wie viel Promille am Rad in Österreich erlaubt sind, warum der Führerschein dabei sicher ist und in Deutschland eben nicht, und weshalb Schieben rechtlich etwas völlig anderes ist als Fahren. Danach geht es um die Radweg-Benützungspflicht: Wer muss, wer darf wählen, was ein Sport- beziehungsweise Rennrad laut Gesetz überhaupt ausmacht – inklusive der legendären 23 Millimeter Felgenbreite – und warum „Trainingsfahrt“ nirgends definiert ist. Dazu der Aha-Moment des Tages: Rundes blaues Schild heißt Pflicht, eckiges heißt Wahlfreiheit. Es geht um Anhänger, Baustellen und Schnee, um die Regeln für Kinder – und wir schwelgen kurz in Radfahrausweis-Nostalgie samt Warnweste, Handzeichen und Prüfungsnervosität. Und weil es ohne Watt the f️ nicht geht: In Großbritannien gelten Tempolimits nicht für Fahrräder, dafür gibt es seit 1861 den Tatbestand „wanton or furious driving“, und betrunken am Rad fällt dort unter „drunk in charge of a carriage, horse, cattle or steam engine“. Außerdem beantworten wir, welches Land weltweit die erste Helmpflicht hatte – die Antwort hätte Dani nicht getippt. Und vor Danis Haustür ist ein Cowboy vorbeigeritten. Zum Schluss wird es kurz ernst: Martin wurde auf der Steyregger Brücke von einem überforderten Mountainbiker fast abgeschossen. Daraus wird die Frage, warum wir Kindern eine Radfahrprüfung abverlangen und Erwachsenen nie wieder. Eine Folge über Paragrafen, Halbwissen und die Erkenntnis, dass gutes Rad wirklich teuer sein kann. Teil 2 mit Helm, Licht, Telefon, Rucksack, E-Bikes und Gruppenfahren folgt – inklusive Lernzielkontrolle am Anfang. Also gut zuhören. Schöne Grüße an die Füße!
38 Minuten
Letztes Jahr beim Wandern hat Dani ein Selfie mit dem Großglockner im Hintergrund gemacht und sich gedacht: Da will ich hin. Heuer ist sie hingefahren. Mit dem Rennrad, um halb vier in der Früh, gemeinsam mit Thomas – und mit einer Route, die man sich fürs erste Mal nicht unbedingt aussucht. Dani erzählt von ihrer Großglockner-Tour: vom Start im Stockfinsteren in Ferleiten, vom Kopfsteinpflaster hinauf zur Edelweißspitze, auf der die beiden als Erste des Tages standen, über Fuscher Törl und Hochtor hinunter nach Heiligenblut, hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf den Glockner – und dann das Ganze wieder retour. Am Ende stehen rund 90 Kilometer, 3.800 Höhenmeter, zwei Hochtor-Durchfahrten und eine sehr verdiente Pizza in der Sonne. Es geht ums kluge Einteilen und ehrliche Entscheidungen, wenn die Knie mitreden wollen, um Thomas, der mit einundsechzig einfach allen davonfährt und damit ganz nebenbei ein neues Lebensziel von Dani begründet hat – und um die Erkenntnis, wie viel das Training der letzten Monate möglich gemacht hat. Für alle, die selbst über die Hochalpenstraße wollen, gibt es konkrete Tipps: warum sich der Start früh am Morgen doppelt lohnt, welche Auffahrt schöner ist, was die Rampen von Heiligenblut und Bruck unterscheidet und warum realistische Selbsteinschätzung am Berg wichtiger ist als jeder Ehrgeiz. Außerdem: heiße Zitronen bei 24 Grad im Schatten, eine gefundene Schraube, die diesmal liegen bleiben durfte, ein Reh, das es im Stockfinsteren ziemlich eilig hatte und Martin einen ordentlichen Schreck eingejagt hat – und zwei Kinder am Scooter, die Dani mit einer einfachen Frage den ganzen Tag gerettet haben. Und dann wäre da noch diese Idee, die wir nicht mehr loswerden: ein Watt the f Großglockner Community Ride. Eine Folge über frühe Wecker, hohe Pässe und die Erkenntnis, dass die besten Radtage oft anfangen, wenn andere noch schlafen. Schöne Grüße an die Füße!
51 Minuten
Isabella Pühringer ist Stationsleiterin der Neurologie bei den Barmherzigen Brüdern in Linz, Imkerin und leidenschaftliche Rennradfahrerin – und sie nutzt ihre langen Radreisen längst für mehr als das eigene Abenteuer. In dieser Folge sprechen wir darüber, wie sie überhaupt zum Rennrad gekommen ist, warum aus langen Touren irgendwann Charity-Projekte wurden und was sie antreibt, immer wieder für den guten Zweck aufzubrechen. Wir hören Geschichten von gestohlenen Rädern, Pannen und ziemlich besonderen Begegnungen mit Menschen, die genau im richtigen Moment auftauchen. Isabella erzählt von ihren Reisen nach Paris und Madrid und natürlich von ihrem bisher größten Projekt: über 2.200 Kilometer und fast 19.000 Höhenmeter in zehn Tagen von Irland zurück nach Oberösterreich. Dabei kamen mehr als 7.000 Euro für herzkranke Kinder zusammen. Es geht aber auch darum, wie sich zehn bis zwölf Stunden täglich im Sattel wirklich anfühlen, warum Einsamkeit unterwegs gleichzeitig Herausforderung und Bereicherung sein kann, wie Isabella solche Touren plant und weshalb für sie trotz aller Solo-Kilometer Radfahren ein Teamsport ist. Und natürlich interessiert uns, was nach solchen Distanzen eigentlich noch kommt: weitere Charity-Abenteuer, Portugal, ein neuer Versuch Richtung Oslo – oder vielleicht doch einmal ein richtiges Ultracycling-Rennen? Denn beim RACA 300 scheint zumindest schon ein kleiner Gedanke hängen geblieben zu sein.
1 Stunde
Was macht eigentlich einen guten Betreuer bei einem Ultracycling-Rennen aus – und warum tut man sich freiwillig immer wieder tagelangen Schlafmangel, endlose Stunden im Pacecar und ein Leben zwischen Funkgerät, Ernährung und Radfahrer-Hinterrad an? Diesmal sitzt Mario Rametsteiner mit uns am Tisch. Er war nicht nur unser Teamchef beim Race Around Niederösterreich, sondern begleitet seit Jahren Ultracycling-Rennen – viele davon im Team von Lukas Kaufmann – und hat mittlerweile bei zahlreichen Einsätzen über 400 Stunden im Pacecar verbracht. Vom Race Around Austria bis zum Race Across America. Wir sprechen darüber, wie er überhaupt zum Betreuer wurde, wie aus dem anfänglichen „Pulvermensch“ über die Jahre ein Teamchef wurde und warum bei einem Supported-Ultracycling-Rennen weit mehr hinter der Crew steckt, als man von außen vermuten würde. Es geht um Aufgabenverteilung, Verantwortung, Vorbereitung und Teamzusammenstellung, aber auch um Pacecar-Ausbau, Checklisten, Funk, Schlafmangel und die Frage, warum der Radfahrer während des Rennens im Idealfall eigentlich nur noch eines tun sollte: Rad fahren. Natürlich blicken wir auch auf das aktuelle Race Around Austria und den frisch gewonnenen Weltmeistertitel von Lukas Kaufmann zurück. Mario erzählt, wie fast ein Jahr Vorbereitung in dieses Rennen geflossen ist, was eine funktionierende Crew ausmacht und warum ein vermeintlicher Einzelsport spätestens beim Supported-Ultracycling zum Mannschaftssport wird. Und weil selbst über 400 Stunden hinter Radfahrern nicht nur aus Planung und Verantwortung bestehen, geht es auch um schlechte Pacecar-Witze, zweifelhafte Ernährung, Kaffee mit Kakao, sehr wenig Schlaf und die Geschichten, die aus einer Crew irgendwann weit mehr als nur ein Betreuungsteam machen.
33 Minuten
Das Race Around Austria ist vorbei – und Dani war diesmal nicht nur Dotwatcherin, sondern mittendrin. Als Teil der Crew von Lukas Kaufmann hat sie Österreich einmal rundherum aus einer ganz anderen Perspektive erlebt. Am Ende steht nicht nur eine ziemlich eindrucksvolle Fahrt, sondern auch der Ultracycling-Weltmeistertitel für Lukas und sein Team. In dieser Folge erzählt Dani, wie sich so ein RAA aus dem Pacecar anfühlt: zwölfstündige Schichten, überraschend wenig Schlaf in den vermeintlich langen Pausen, Essen und Duschen irgendwo zwischen zwei Wechselpunkten und die Erkenntnis, dass vier Tage Betreuung mindestens genauso wenig mit Erholung zu tun haben wie mit einer gemütlichen Rundreise durch Österreich. Dazu gibt es ein paar Original-Audioeinspieler direkt aus dem Rennen – inklusive jener Gespräche, die offenbar entstehen, wenn eine Crew schon deutlich zu lange wach ist. Es geht aber auch um die Momente, die Ultracycling besonders machen: Menschen, die mitten in der Nacht mit Kuhglocken an der Strecke stehen, andere Teilnehmerinnen, die kurz anhalten, um Lukas anzufeuern, Kipferl fürs Pacecar und eine Crew, in der sich jeder auf den anderen verlassen kann. Dani erzählt von ihren Highlights entlang der Strecke, ihrer neu entdeckten Vorarlberg-Liebe und davon, warum sie das Race Around Austria ziemlich in seinen Bann gezogen hat. Martin hat das Rennen währenddessen von außen verfolgt – mit viel zu viel Zeit am Live-Tracker und der bekannten Begeisterung für Ultracycling, aber deutlich weniger Begeisterung für Tracking-Plattformen. Gemeinsam sprechen wir deshalb auch darüber, wie unterschiedlich ein solches Rennen von innen und außen wirkt, warum guter Live-Content bei Ultracycling so schwierig ist und was Veranstalter vielleicht noch besser machen könnten. Und das war erst der Anfang: Zum Race Around Austria wollen wir noch tiefer einsteigen und weitere Perspektiven und Geschichten aus dem Rennen in eigenen Folgen aufgreifen. Viel Spaß beim Hören und schöne Grüße an die Füße!
34 Minuten
Nicht jede Medaille landet im Regal – aber manche Geschichten begleiten uns ein Leben lang. Zwischen schlechten Wortwitzen, Erinnerungen an unsere erste gemeinsame Radausfahrt und der Frage, ob wir später einmal im Altersheim lieber über Pokale oder über Erlebnisse sprechen, entwickelt sich diesmal eine überraschend persönliche Folge. Wir sprechen darüber, woran wir uns Jahre nach einem Rennen wirklich erinnern: Sind es Platzierungen, Bestzeiten und Pokale – oder doch die Menschen, Begegnungen und Geschichten auf dem Weg dorthin? Dabei geht es um unsere eigenen Erfahrungen beim Race Around Niederösterreich, frühere Wettkämpfe, spontane Sportabenteuer und die Momente, die sich bis heute eingebrannt haben. Außerdem diskutieren wir, warum persönliche Ziele oft wichtiger sind als Platzierungen, welchen Unterschied Team- und Einzelsport machen können, weshalb die Tour de France jedes Jahr neue Geschichten schreibt und warum Rückschläge, Verletzungen und Comebacks manchmal die größten Erfolge sind. Natürlich philosophieren wir auch darüber, was Sport im Leben eigentlich bedeutet – und welche Erinnerungen wir hoffentlich noch mit 103 im Schaukelstuhl erzählen. Eine Folge mit viel Humor, ehrlichen Gedanken, persönlichen Anekdoten und der Erkenntnis, dass Pokale irgendwann verstauben – gute Geschichten aber bleiben.
39 Minuten
Von der Apotheke direkt aufs Rad – oder doch lieber zurück aufs Sofa? In dieser Folge sprechen wir über die erstaunlich große Welt der Sitzcremes: vom leicht peinlichen Apothekenbesuch über unterschiedliche Cremes für davor und danach bis hin zur Frage, ob man darüber eigentlich eine ganze Podcastfolge machen könnte. Außerdem geht es um die kreativsten Ausreden, mit denen wir uns selbst vom Training abhalten. Zu kalt, zu heiß, keine saubere Radhose, zu hungrig oder doch nur der innere Schweinehund? Wir sprechen darüber, wann Ausreden wirklich nur Ausreden sind – und wann der Körper vielleicht tatsächlich eine Pause braucht. Natürlich dürfen auch die typischen Watt-the-f-Geschichten nicht fehlen: Dani wird auf einer Ausfahrt plötzlich zu Dr. Doolittle, Martin kämpft mit platten Reifen, wir philosophieren über Motivation im Alltag und blicken auf die Tour de France sowie die Tour de France Femmes. Und jetzt seid ihr dran: Welche ist eure lustigste Trainings-Ausrede? Schreibt sie uns auf Instagram – wir sind gespannt, was euch schon alles vom Sport abgehalten hat.
37 Minuten
Warum grüßen sich Rennradfahrer eigentlich? Und noch wichtiger: Warum grüßen manche nicht zurück? Dani hat begonnen, daraus eine wissenschaftlich höchst fragwürdige Feldstudie zu machen – und erste Einflussfaktoren identifiziert: Geschwindigkeit, Rucksack, Radtyp und möglicherweise sogar das Geschlecht. Wir diskutieren die ungeschriebenen Regeln der Rennrad-Grüßkultur und stellen fest, dass wir selbst offenbar auch nicht ganz einig sind, wer eigentlich zum Kreis der Grüßberechtigten gehört. Nebenbei jagt Dani unwissentlich ein E-Bike den Berg hinauf, bekommt Windschattenhilfe von einem E-Bike-Opa und wird in Ulm gerade noch rechtzeitig vor einer Wespe auf der Trinkflasche gewarnt. Martin hingegen steckt mitten in einer unfreiwilligen Saisonpause und entdeckt seine Leidenschaft fürs Dotwatching beim Transcontinental Race. Und weil eine Folge von Watt the f️ offenbar nicht ohne vollständige Eskalation enden kann, landen wir schließlich bei geschmolzener Sitzcreme, einem eingesauten Waschbecken und Geschichten über Popo-Creme, die wir vielleicht besser für eine eigene Folge aufgehoben hätten. Eine Folge über die wirklich wichtigen Fragen des Radsports: Wer grüßt wen? Macht ein Rucksack unsichtbar? Wie erkennt man ein E-Bike rechtzeitig? Und gehört Sitzcreme bei 30 Grad eigentlich in den Kühlschrank? Schöne Grüße an die Füße!
44 Minuten
24 Stunden sind 24 Stunden. Und Radfahren ist Radfahren. Sollte man meinen. Nach dem Race Around Niederösterreich im 2er-Team und dem 24-Stunden-Radmarathon in Grieskirchen zu viert stellen wir allerdings fest: Diese beiden Rennen könnten sich kaum unterschiedlicher anfühlen. Also drehen wir diesmal den Spieß um und vergleichen. Große Runde gegen Rundkurs. Regen und Kälte gegen brutale Hitze. Alleine fahren gegen Windschatten und Gruppen. Rundum-Betreuung gegen Flaschen selber mischen, Rad herrichten, Beine ausrollen und irgendwann feststellen, dass „Pause“ ein erstaunlich dehnbarer Begriff ist. Dabei lernen wir auch einiges über uns selbst: Martin gehört offenbar endgültig zu Team 40 Grad, Dani funktioniert nachts und bei kühleren Temperaturen deutlich besser – und vielleicht lässt sich genau daraus irgendwann sogar eine Renntaktik bauen. Wir reden darüber, wie unterschiedlich sich Belastung im 2er- und 4er-Team anfühlt, warum Betreuung plötzlich zum absoluten Luxus wird und weshalb ein Rundkurs mental ganz andere Dinge mit einem macht als eine lange Strecke von A nach B. Natürlich wäre es aber nicht Watt the f️, wenn es ausschließlich bei Rennstrategie bliebe. Deshalb geht es auch um Milchreis in haushaltsunüblichen Mengen, Dani als jene Frau, die mit dem Rad tanzt, die überraschend schwierige Frage „Wo ist eigentlich Mario?“, Martins Karriere als nächtliche Flutlichtanlage, ein sehr spezielles Tanga-Schild am Streckenrand und die Erkenntnis, dass ein jederzeit verfügbares Klo nach genügend Stunden auf dem Rad plötzlich wie purer Luxus wirkt. Und nachdem wir sämtliche Unterschiede analysiert haben, stellen wir uns selbstverständlich die einzig vernünftige nächste Frage: Wie würden wir eigentlich ein 24-Stunden-Rennen zu zweit fahren? Eine Runde? Zwei Runden? Vollgas? Ausrollen? Schlafen? Nicht schlafen? Wir haben da schon wieder Ideen. Das kann eigentlich nur schiefgehen. :D Schöne Grüße an die Füße!
59 Minuten
24 Stunden, vier Teammitglieder und eine knapp 21 Kilometer lange Runde, die einfach immer wieder von vorne beginnt: Gemeinsam mit Mario und Benji haben wir uns beim 24-Stunden-Radmarathon in Grieskirchen auf ein ganz besonderes Staffelerlebnis eingelassen. Was zunächst ein bisschen wie ein Festival mit Fahrrädern, Campingplatz und isotonischen Getränken klingt, wird spätestens in der Nacht ziemlich ernst. Die Temperaturen fallen, der Schlager läuft bis vier Uhr morgens und an erholsamen Schlaf ist kaum zu denken. Dazu kommen schwere Beine, einsame Runden, eine gerissene Kette und die spontane Frage, wer jetzt eigentlich sofort noch einmal fahren kann. Spoiler: Dani kann. Wir sprechen über unsere Strategie, überraschend harte 21 Kilometer, Windschatten-Gruppen, mentale Tiefpunkte und jene Momente, in denen plötzlich wieder alles leicht wirkt. Außerdem erzählen Mario und Benji selbst, wie sie das Rennen erlebt haben, warum man sich für ein Team doch mehr quält als geplant und weshalb selbst nach 24 Stunden schon wieder über eine Wiederholung gesprochen wird. Eine Folge über Gemeinschaft, Müdigkeit, Sonnenaufgänge und die wichtige Erkenntnis: Wer das beste Licht hat, muss offenbar die ganze Nacht vorne fahren.