Zirkus Hotline Archiv
64 Episoden
50 Minuten
In dieser Spezialfolge spricht Lea sehr persönlich über Körperbild, Essverhalten und ihre eigene Geschichte – inklusive Warnhinweis: Sie ist keine Therapeutin oder Ernährungsberaterin. Wer tiefer drinsteckt oder stark leidet, soll sich bitte professionelle Hilfe holen. Lea erzählt, dass Essen in ihrer Kindheit lange kein Thema war – bis sie im Leistungssport (Aerobic-Turnen) als Teenager regelmäßig gewogen wurde. Dort beginnt ein ungesundes Muster: Gewicht „kontrollieren“, vor dem Wiegetag weniger essen und sich danach belohnen. Auf der Zirkusschule (19) wird es intensiver: In einem Umfeld, in dem Körper und Aussehen stark bewertet werden, rutscht sie in extreme Ernährungsphasen (z. B. roh-vegan, No-Carbs), Jojo-Dynamiken, gelegentliche Essanfälle und vor allem in das Gefühl, ständig an Essen zu denken – für sie rückblickend das Belastendste. Erst mit dem ersten Zirkusjob kommt die Wende: Kein Druck, keine Kommentare, mehr Stabilität – Lea isst wieder normal, nimmt zeitweise zu und merkt: Der Körper reguliert sich langfristig selbst, wenn man ihn lässt. Einige Muster bleiben (z. B. emotionales Essen), aber der entscheidende Unterschied heute: keine Schuldgefühle und keine Kompensation danach. Aus ihren Learnings leitet Lea praktische Ansätze ab, die ihr geholfen haben, wieder näher an intuitives Essen zu kommen: Essen nicht als „gut“/„schlecht“ bewerten, sondern beobachten: Wie fühle ich mich danach? Mengen besser spüren: bewusst üben, nicht immer aufzuessen (Reste aufheben statt wegwerfen). Essen als Energie fürs Training/Performen verstehen (zu wenig vs. zu spät essen merken). Hunger besser einordnen: oft wird Hunger mit Durst oder Müdigkeit verwechselt – erst trinken, dann nochmal fühlen. Den Kreislauf aus Binge Schuld Restriktion durchbrechen. Ein zentraler Tipp: Waage raus. Zahlen können triggern und sagen wenig aus (Wasser, Zyklus, Muskelmasse). Stattdessen empfiehlt Lea, Fortschritt/Status über körperliche Benchmarks zu messen (bei ihr z. B. Klimmzüge) oder über Alltagssignale wie Kleidung – ohne sich daran festzubeißen. Beim Thema Körperbild beschreibt Lea, wie sich ihr Blick mit der Zeit verändert hat: Weg von „so sollte ich aussehen“ hin zu „was kann mein Körper“. Sie lernt ihre Muskeln zu lieben, sieht Veränderungen als funktional (Training vs. weniger Training, z. B. in der Pandemie), und betont: ein paar Kilo mehr + Peace of Mind ist oft viel mehr wert als permanentes Untergewicht und Gedankenkreisen. Zum Schluss teilt Lea eine Beobachtung aus Social Media: Ihr Körper wird kaum negativ kommentiert – sie glaubt, weil sie ausstrahlt, dass das keine Angriffsfläche ist. Ihr Wunsch an die Hörer*innen: eine Sache finden, die der eigene Körper kann und die gut tut – und freundlicher mit sich selbst sein, inklusive Ben-&-Jerry’s-Momenten.
53 Minuten
In dieser Folge meldet sich Lea wieder aus Paris – mit großen News zu ihrer allerersten eigenen Show und einem ehrlichen Blick auf Ehrgeiz, Motivation und die Stimme im Kopf, die uns antreibt (oder ausbremst). Nach der Theaterbesichtigung in Berlin ist sie Feuer und Flamme: Die Location fühlt sich „genau richtig“ an – modern, stylish, zeitgeistig. Gleichzeitig wird beim Durchrechnen klar, wie schnell sich Produktionswünsche summieren: Bühnenvergrößerung, Licht, Screen, Technik, Extras – alles kostet. In einer Sprachnachricht erklärt Produzentin/Managerin Sina, dass sich die Show nur über Ticketverkäufe kaum rechnen wird: Bei ca. 600 Tickets und einem Zielpreis um ~50 € braucht es sehr wahrscheinlich Partner/Sponsoren, sonst landet das Projekt eher bei „Null“ oder im Minus (mit dem Risiko eines Verlusts, falls nicht genug Tickets verkauft werden). Trotzdem sind beide überzeugt: Sie wollen es machen – als ersten Testlauf, als nächsten Schritt, als mutiges Projekt mit Plan. Lea skizziert ihre Vision für die Show: eine Solo-Experience mit Elementen aus Live-Podcast, Artistik, Keynote/Motivational Speaking – eventuell mit Surprise Act(s), einer Pre-Show-Experience (zum Beispiel Dinge anschauen/anfassen, Kostüme, ggf. Cyr Wheel), und idealerweise auch Raum dafür, dass sich die Community untereinander vernetzt. Konkrete Daten nennt sie noch nicht, aber: Podcast-Hörer*innen erfahren es zuerst – und wer Sponsoring/Support anbieten will, kann ihr direkt schreiben. Im zweiten Teil geht’s um Motivation: Lea erzählt, wie stark sie gerade von Team-Synergie (Sina) profitiert – und analysiert, warum sie es schafft, allein und konsequent zu trainieren. Schlüssel ist für sie eine gute innere Stimme: kleine, realistische Tagesziele + „Spaß-Training“ als Belohnung. Highlight der Woche: Sie schafft erstmals einen extrem seltenen Trick, den Backcoin Spin mit einem Arm – und beschreibt, wie sehr sie das über Visualisierung, Musik, Freude und Dranbleiben gepusht hat. Außerdem spricht sie über eine zweite, sehr wirksame Energiequelle: „Pettiness“/Kampfgeist, wenn sie unterschätzt wird. Kommentare wie „nicht beeindruckend genug“ oder „Männer sind besser“ werden für sie zu Treibstoff – und sie liebt es, im eigenen Feld so gut zu werden, dass man nicht mehr übersehen werden kann. Ob sie den neuen Trick je im Wettkampf zeigt, lässt sie offen: zwischen „einmal geschafft“ und „kürentauglich“ liegt noch viel Arbeit. Zum Schluss gibt’s ein kurzes Q&A (u. a. warum Francis nicht bei der WM startet, dass das Duo bleibt, Verletzungsrisiko, Reiselust vs. Routine, und ihr nächster Lebensabschnitt mit mehr Base und Perspektive Richtung Hamburg). Lea spürt: Ab Juni steht ein großer Wechsel an – mit mehr eigenen Projekten, mehr Freiheit und langfristig auch mehr Raum für Zuhause, Freundeskreis und Familie. Eine Folge voller Aufbruchsstimmung – und ein Reminder, dass Motivation oft nicht aus Druck entsteht, sondern aus Freude, Klarheit und dem Mut, groß zu denken.
44 Minuten
Lea meldet sich diesmal aus Berlin – zwischen Familienbesuch und einem Job bei einer Cirque du Soleil Resident Show am Potsdamer Platz, für die sie regelmäßig Content produziert. In dieser Folge erzählt sie, wie sich ihre Perspektive als Artistin hinter den Kulissen auswirkt: Warum sie bei Produktionen wie dieser einen besonderen Vertrauensvorschuss bekommt, wie nah sie dadurch an Stage Management, Technik und Artists arbeitet – und was sie dabei über Professionalität und Abläufe lernt. Ein weiteres Thema: Griffkraft, Überlastung und smarte Prävention. Lea schildert ein aktuelles Problem aus dem intensiven Zierrad-Training (stark beanspruchte Unterarm-/Handmuskulatur) und teilt einen Tipp aus einem spontanen Gespräch mit einem Physio: Nicht nur „festhalten“ trainieren, sondern gezielt den Antagonisten – also das Öffnen der Hand – um Dysbalancen auszugleichen. Parallel geht es konkret weiter mit Leas nächstem großen Projekt: der ersten eigenen Live-Show „Zirkus Lea Live“ (als Startpunkt auf dem Weg zur eigenen Produktion). Gemeinsam mit ihrem Management (Sina) schaut sie sich in Berlin ein Theater als mögliche Location an und erklärt, warum große Ideen erst dann real werden, wenn man einfach startet – auch wenn noch nicht alles perfekt ist. Außerdem beantwortet Lea eine Hörer*innenfrage und ordnet den Unterschied zwischen traditionellem Zirkus, modernem Zirkus und zeitgenössischem Zirkus ein: weniger als Wertung, mehr als Stilrichtungen – mit einem klaren Anspruch: Qualität, Emotion und ein „Wow, das will ich nochmal sehen“-Moment.
53 Minuten
Lea möchte ihren eigenen Zirkus gründen: eine eigene Show, ein eigener Name, ein eigener Look & Feel – und eine Produktion, die wirklich ihr gehört. In dieser Folge erzählt sie zum ersten Mal ausführlich, was hinter diesem großen Traum steckt: warum sich der Schritt gerade jetzt richtig anfühlt, welche Erfahrungen sie aus ihren bisherigen Engagements und aus ihrer Community mitnimmt (inklusive Ticketverkauf) – und wie sie den Weg dorthin konkret plant. Die Folge verbindet Kunst und Business: Showkonzept, Brandaufbau, Zirkuszelt vs. Theater, Größe und Ticketpreise, Produktionskosten, Team & Partner – aber auch die Frage, was im Zirkus oft fehlt: Nahbarkeit. Lea will, dass Artist*innen nicht nur als “Disziplin” wahrgenommen werden, sondern als Menschen, die das Publikum schon vor der Show kennenlernen kann – über Social Media, Doku-Elemente, Challenges und echte Fallhöhe. Außerdem nimmt Lea euch mit nach Antwerpen, wo Freunde von ihr an einer eigenen Dinner-Show arbeiten, und spricht über ihre aktuelle Trainingsphase: Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft motiviert sie gerade enorm – inklusive Visualisierung, Analyse und einem „Master-Video“ ihrer Kür.
38 Minuten
Zurück in Paris – und gleichzeitig ständig unterwegs zwischen Deutschland und Frankreich: In dieser Folge der Zirkus Hotline erzählt Lea, wie es sich anfühlt, in Parallelwelten zu leben: Wettkampf-Turnhalle, 800-Leute-Show im Moulin Rouge und eine LED-Rad-Gala in Düsseldorf – alles innerhalb weniger Tage. Außerdem geht’s um die große Frage nach den German Open: Wie soll die Kür weitergehen? Lea spricht offen über Feedback („zu artistisch“), warum sie sich jetzt bewusst an die Wettkampf-Logik anpasst, eine neue Mainstream-Musik gewählt hat (noch geheim ), Elemente umgebaut hat – und wie sie sich Ziele setzt, ohne sich am „Gewinnen“ aufzuhängen. Zum Schluss beantwortet Lea Community-Fragen: Trainiert sie Figuren auf beiden Seiten? Hat sie noch Muskelkater – und wie trainiert sie auf Reisen? Wie war die Zirkusschule (Fächer, Struktur, Schauspiel/Movement, Sicherheit & Mindset)? Du willst auch eine Frage stellen? Schick eine Sprachnachricht an die Zirkus Hotline (Infos in den Shownotes).
34 Minuten
In Folge 30 meldet sich Lea direkt nach dem Wettkampf aus Bielefeld: Sie ist bei den German Open gestartet – und nimmt euch ganz frisch mit in ihre Gedankenwelt zwischen Adrenalin, Auswertung und Einordnung. Lea beschreibt, wie stark ein Wettkampf im Moment selbst „alles“ einnimmt – und warum es trotzdem wichtig ist, solche Projekte ernst zu nehmen, sie aber danach wieder ins große Ganze einzuordnen. Denn: Für ihre Karriere als Zirkusartistin ist Wettkampf kein Muss, sondern ein persönliches Projekt – das durch Social Media und Erwartungen von außen aber eine zusätzliche Ebene bekommt. Sportlich läuft es solide, aber nicht ideal: Lea wird 4., hinter drei Athletinnen aus dem deutschen Nationalteam. Entscheidend sind diesmal vor allem Wertung & Strategie: In beiden Küren werden Elemente nicht anerkannt, wodurch gleich mehrere Abzüge zusammenkommen (u. a. weil ihr am Ende ein anerkanntes Element zur Mindestanzahl fehlt und eine Elementgruppe nicht abgedeckt ist). Lea erkennt: Für die nächsten Starts muss der Fokus stärker darauf liegen, dass Elemente sicher zählen – nicht nur darauf, maximale Schwierigkeit zu riskieren. Spannend ist auch ihr Blick auf Nervosität: Lea war weniger nervös als erwartet, weil Vorbereitung, Visualisierung und Routinen helfen – und weil sie sich vor allem auf eine starke Performance konzentriert hat. Besonders berührt hat sie, dass viele von euch vor Ort waren und online mitgefiebert haben. Zum Schluss wird’s persönlicher: Nach dem Event kommt ein vertrautes Gefühl von projektbedingter Einsamkeit – dieses „rein in die Bubble, raus aus der Bubble“. Lea spricht offen darüber, wie sie damit umgeht: Emotionen zulassen, runterfahren, ankommen – wissend, dass diese Phase wieder vorbeigeht. Ihr Fazit der Woche: Wettkämpfe sind Spiele. Man darf sie wichtig nehmen, aus ihnen lernen – und dann geht das Leben weiter.
43 Minuten
Diese Woche meldet sich Lea mitten in der Nacht aus Paris – denn ihr eigentlich gemütlicher Podcast-Tag kippt spontan komplett: Kurz nach 19 Uhr bekommt sie den Anruf, dass im Moulin Rouge kurzfristig jemand ausgefallen ist (Valentinstag, volle Shows) und sie einspringen soll. Ihr Bühnenpartner Francis ist nicht in der Stadt – also bietet Lea an, ihr Solo zu performen, obwohl sie die Nummer seit über zwei Jahren nicht mehr gespielt hat. Innerhalb von ca. 1 Stunde 45 Minuten organisiert sie alles: Kostüm aus dem Apartment holen, Musik checken, schminken, Kostüm bügeln lassen und die Choreografie per Video auffrischen. Bühnentest und Lichtprobe sind nicht möglich, weil das Dinner bereits läuft – sie geht also “kalt” auf die Bühne. Zusätzlich bereitet sie sich oben im Trainingsraum vor (mit einem schwereren Trainingsrad), performt unten aber mit dem leichteren Duo-Rad, das sich deutlich schneller und „bounciger“ anfühlt. Trotz Aufregung läuft die Nummer gut, das Publikum jubelt, und Lea ist überrascht, wie ruhig sie auf der Bühne bleibt. Nach der ersten und zweiten Show trainiert sie jeweils noch – und lacht darüber, dass sie morgens „aus Intuition“ einen Ruhetag gemacht hat, der sich im Nachhinein perfekt anfühlt. Im zweiten Teil gibt sie ein Update zu ihrer Wettkampfvorbereitung: In zwei Wochen steht in Bielefeld ihr erster Wettkampf der Saison an. Die Technical-Kür steht bereits weitgehend, bei der Artistik-Kür war vor allem die Musikwahl und die Struktur eine Herausforderung (13 Elemente möglich, 10 zählen, bei nur 3:15 Minuten). Ein bisher eingeplantes Element (Scorpion Coin Spin) fällt wegen Regeländerung raus, stattdessen arbeitet sie an einem neuen, noch geheimen Element, das sie erst seit wenigen Tagen übt und bis zum Wettkampf „als Überraschung“ behalten will. Ziel ist vor allem eine sichere, schöne Kür – mit Spaß, Stolz und ohne unnötiges Sturzrisiko. Zum Schluss beantwortet Lea eine Frage aus dem Instagram-Sticker: Welches Level an Berühmtheit wäre ihr zu viel? Sie fühlt sich selbst nicht wirklich „berühmt“, wird aber öfter erkannt – bisher immer positiv. Zu viel wäre es, wenn Menschen das ausnutzen (Klatschpresse, unangenehme Situationen, Stalking) oder Privates mit Familie nicht mehr möglich wäre. Wichtig ist ihr außerdem, „für etwas“ bekannt zu sein – nicht berühmt um der Berühmtheit willen. Außerdem teilt sie einen Social-Media-Gedanken: Durch KI und den Wandel auf TikTok sieht sie Potenzial für Nischen- und „Facetime-Content“ (weniger Schnitt, mehr direkt in die Kamera sprechen). Sie überlegt, das testweise zu probieren – entweder auf ihrem Hauptaccount oder einem zweiten „Spam“-Account – und will dazu Feedback. Eine sehr spontane, adrenalinhaltige Folge über Showbusiness-Momente, Vertrauen in die eigene Intuition und den Feinschliff Richtung Wettkampf.
51 Minuten
In dieser Folge meldet sich Lea aus München. Sie ist von Cirque du Soleil zur Deutschland-Premiere von Alegria eingeladen, begleitet die Show als Content Creatorin und nimmt euch mit hinter die Kulissen. Neben Einblicken in den Dreh-Alltag erzählt sie von zwei unerwarteten Begegnungen, die ihr direkt das Gefühl geben, genau am richtigen Ort zu sein – und spricht darüber, warum „Zufälle“ manchmal wie kleine Bestätigungen wirken, wenn man viel alleine unterwegs ist. Ein großer Schwerpunkt der Episode ist Leas erster Wettkampf des Jahres: Sie startet am 28. Februar in Bielefeld bei den German Open im Cyr Wheel (Rhönrad / Cyr Rad). Lea erklärt, warum dieser Wettkampf kein Quali-Event für die WM ist, für sie aber trotzdem enorm wichtig ist – als Testlauf, Standortbestimmung und Deadline, um ihre Küren rechtzeitig wettkampffähig zu bekommen. Dabei gibt sie einen sehr ehrlichen Einblick in den Druck, der mit dem Status als amtierende Weltmeisterin mitschwingt, und warum sie den Wettkampf vor allem als Lernchance sieht. Lea erklärt außerdem verständlich den Unterschied zwischen Technischer Kür und Musikkür, warum eine Wettkampfkür ganz anders funktioniert als eine Bühnen-Nummer und weshalb es so herausfordernd ist, in 3:15 Minuten schwere Elemente „back-to-back“ auf Musik zu turnen, ohne dass Ausführung und Artistik leiden. Sie beschreibt ihren Prozess der Musikauswahl, das Bauen einer „Traum-Kür“ im Schnittprogramm und den Reality-Check im Training – inklusive dem Moment, in dem sie die Kür zunächst komplett demotiviert, bevor sie den Plan anpasst und realistisch neu aufsetzt. Im zweiten Teil beantwortet Lea zwei Sprachnachrichten aus der Community: Empfehlungen für Shows mit Fokus auf ästhetische Akrobatik (inklusive einer Einordnung zu Alegria und warum Publikum/Energie eine Show stark beeinflussen kann). Warum ihre Duo-Nummer mit Francis trotz tausender Shows nicht langweilig wird – und warum Routine auf der Bühne erst echte Interpretation möglich macht. Zum Abschluss teilt Lea erste Creator-Empfehlungen aus der „Randsport“- und Zirkuswelt und erklärt, warum diese Kombination aus Artistin sein und täglich Content produzieren in der Szene noch immer selten ist.
49 Minuten
Lea ist zurück in Paris und lädt zu einer echten Wohlfühlfolge ein. Auf der Couch, mit Kaffee und kleinen Snacks, beantwortet sie eure Fragen und nimmt euch mit in ihren Alltag im Moulin Rouge. Weil sie diesmal nur drei Abende pro Woche spielt, erlebt sie zum ersten Mal seit Langem, wie sich freie Abende wirklich anfühlen und warum das mental einen größeren Unterschied macht, als viele denken. In der Episode geht es um Hustle Culture, Regeneration und darum, was hinter den Kulissen passiert, wenn Social Media nicht alles zeigt. Lea erzählt, wie sie ihre Projekte, Schnittjobs und „klassische Büroaufgaben“ organisiert, warum ein abgesagtes Deutschland-Meeting ihr Wochenende gerettet hat und wie sie lernt, Pausen nicht als Stillstand zu sehen. Ein großes Thema ist außerdem Training. Lea steckt mitten in der Vorbereitung auf die Cyr Wheel Weltmeisterschaft im Sommer in Göttingen und spricht offen über Ziele, Mindset und neue Anforderungen. Sie trainiert aktuell viel mit Francis, der an schwierigen Tricks arbeitet, und erklärt nebenbei, was Francis eigentlich an seinen freien Tagen macht. Aus euren Sprachnachrichten entstehen mehrere spannende Deep Dives. Lea beantwortet die Frage, warum die Duo Unity Cyr Wheel Nummer seit Jahren weitgehend gleich geblieben ist und weshalb Veränderungen im Duo so viel schwieriger sind als im Solo. Außerdem erzählt sie, wie und warum sie von englischem Content zu Zirkuslea auf Deutsch gewechselt ist, welche alten Kanäle es noch gibt und warum sie diese Reise sichtbar lassen möchte. In einer weiteren Frage geht es um Motorradnummern im Zirkus, die berüchtigte „Todeskugel“, BMX und warum nicht jede Nummer jedem gefallen muss. Lea ordnet das Branding von Zirkus Flic Flac ein, spricht über Respekt für die Performer und darüber, wie sich solche Acts inzwischen auch modernisieren, zum Beispiel mit E-Bikes. Zum Schluss wird die Folge sehr persönlich. Lea spricht über ein schnelllebiges Leben, wie sie trotzdem präsent bleibt und warum Training sie immer wieder erdet. Ihr Wochenmotto lautet: Mach Dinge auch mit Angst. Die Angst verschwindet nicht unbedingt, aber der Umgang damit wird besser, Schritt für Schritt.
39 Minuten
Lea meldet sich diese Woche aus Paris mit einer ungewohnt rauen Stimme, denn hinter ihr liegt eine intensive Festival-Woche zwischen Monte Carlo und Paris. In dieser Folge der Zirkus Hotline dreht sich alles um die große Zirkus Festival Season und um die Frage, was diese Events wirklich ausmacht. Bühne, Wettbewerb, Preise, Networking, Partys und die echten Karrieremomente, die oft erst nach der Show entstehen. Im Fokus steht das International Circus Festival of Monte-Carlo. Lea erklärt verständlich, wie man überhaupt dorthin kommt, warum man sich nicht einfach bewerben kann, sondern eingeladen werden muss, und welche Rolle Scouts, Agenten und das Festival-Komitee spielen. Sie spricht über die Bedeutung einer Einladung für die Karriere, über die berühmten Gold-, Silber- und Bronze-Clowns, über Zusatzpreise und über das Format New Generation für junge Talente. Außerdem teilt sie Eindrücke aus den Shows, erzählt von beeindruckenden Nummern und ordnet ein, warum in Monte Carlo weiterhin Tiernummern Teil des Programms sind. Anschließend geht es nach Paris zum Festival Mondial du Cirque de Demain, dem modernen Pendant. Hier stehen junge Artistinnen und Artisten, moderner Zirkus und der Zirkus von morgen im Mittelpunkt. Lea erzählt von ihrer eigenen Geschichte mit dem Festival, ihrem damaligen Wettbewerbserlebnis und warum sie sich dort heute besonders verbunden fühlt. Dazu kommen Einblicke in die Szene, Wiedersehen mit Kolleginnen und Kollegen, Begegnungen mit Casting-Direktoren und eine witzige Anekdote darüber, wie weit ihre Social-Media-Reichweite inzwischen reicht. Zum Abschluss wird Lea persönlich und spricht ehrlich über Hustle, hohe Arbeitslast und den Druck, ständig unterwegs und produktiv zu sein, und warum ihr Zuverlässigkeit so wichtig ist, dass der Podcast trotz allem pünktlich erscheint.
31 Minuten
Zurück in Paris im Moulin Rouge, aber auch mit dem Cirque du Soleil und Francis unterwegs :)
40 Minuten
Lea meldet sich diesmal live aus Budapest. In dieser Folge erzählt sie, wie intensiv und besonders die dreieinhalb Wochen im Mannheimer Weihnachtszirkus wirklich waren. 34 Shows, viele Begegnungen mit euch in den Pausen und ein Gefühl von Community, das sie so in Deutschland noch nie erlebt hat. Außerdem berichtet Lea von der großen Überraschung am Ende des Engagements: Lea und Francis gewinnen den Publikumspreis. Sie erzählt, warum sie damit nicht gerechnet hat, was dieser Preis bedeutet und warum es eine besondere Bestätigung ist, auch Menschen überzeugt zu haben, die sie vorher nicht kannten. Lea spricht über die finalen Zahlen hinter ihrem Rabattcode LEA10 und warum 3660 verkaufte Tickets für sie und die Produktion ein echter Gamechanger sind. Dazu gibt es Einblicke hinter die Kulissen der letzten Show, vom Packen während der Vorstellung bis zum Abschiedsabend mit dem Team. Es geht weiter mit einem Studio Fotoshooting mit dem Cyr Wheel, einer überraschenden Einladung per Video Nachricht und einem Ausblick darauf, wie sich ihre Karriere gerade verändert, wenn Produktionen aktiv auf sie zukommen. Zum Schluss erzählt Lea, warum sie jetzt in Budapest ist: als VIP beim Budapest Circus Festival. Sie nimmt euch mit in Festival Vibes, internationale Begegnungen und das Gefühl, wie sehr Zirkus Menschen über Länder und Grenzen hinweg verbindet. In den Hörerfragen geht es um Unfälle im Zirkus, Sicherheit in der Luftakrobatik und wie Lea selbst Risiko einschätzt. Außerdem beantwortet sie Fragen zu Hair Hanging und dazu, wie viel Lea und Francis im Duo überhaupt noch trainieren und warum sie aktuell keine neuen Figuren in die Nummer einbauen. Am Ende gibt es einen Ausblick auf den nächsten Abschnitt: zurück nach Ulm, Sachen umpacken und dann wieder nach Paris ins Moulin Rouge.
55 Minuten
Lea meldet sich in dieser Folge direkt aus der Umkleide des Mannheimer Weihnachtszirkus. Kurz nach ihrer Nummer, kurz vor dem Finale und mitten im echten Backstage Alltag nimmt sie euch mit in die letzten Tage einer intensiven Spielzeit. Sie erzählt davon, wie besonders es ist, in den Pausen auf Menschen zu treffen, die sie gerade eben noch in der Manege gesehen haben. Es geht um echtes Feedback, um Nähe zum Publikum und darum, warum diese Begegnungen ihre Performance und ihren Blick auf Zirkus nachhaltig verändern. Auch das Thema Social Media im Zirkus kommt zur Sprache und warum sich hier gerade etwas grundlegend verändert. Außerdem geht es um Einblicke hinter die Kulissen großer Produktionen wie dem Palazzo Mannheim und darum, wie eng Shows, Acts und Artists international miteinander verbunden sind. Lea berichtet von ihrem einzigen freien Tag, einem spontanen Trip in den Europapark, von Gesprächen mit Showverantwortlichen und einer Achterbahnfahrt, die deutlich wilder war als erwartet. Zum Abschluss teilt Lea sehr offen ihre Gedanken zu Werbung, Rabattcodes und Sichtbarkeit. Sie spricht darüber, warum ihr gesamter Content untrennbar mit ihrem Beruf verbunden ist, wie sie mit kritischen Kommentaren umgeht und warum euer Feedback ihr hilft, Entscheidungen besser einzuordnen. Eine persönliche Folge über Nähe, Community, Erschöpfung und Euphorie und darüber, was zwischen zwei Auftritten alles passiert.
53 Minuten
In dieser Spezialfolge widmet sich Lea ausführlich ihrer Hauptdisziplin: dem Cyr Wheel (Seerad). Auf vielfachen Wunsch erzählt sie die Geschichte dieser noch jungen Zirkus- und Sportdisziplin, erklärt ihre Ursprünge, ordnet sie zwischen Kunst und Wettkampf ein und beantwortet zahlreiche eurer Fragen. Ihr erfahrt unter anderem: wie und von wem das Cyr Wheel entwickelt wurde warum es „Seerad“, „Cyr Wheel“ – aber nicht „Sear“ heißt wie sich Cyr Wheel und Rhönrad historisch und technisch unterscheiden warum das Cyr Wheel sowohl Zirkusdisziplin als auch Wettkampfsport ist wie Lea selbst zum Cyr Wheel gekommen ist und warum es seit 2011 ihre Hauptdisziplin ist was es bedeutet, Figuren wirklich neu zu erfinden – im Solo wie im Duo warum sie heute sowohl als Artistin als auch als Sportlerin antritt Außerdem geht es ganz praktisch zur Sache: Welche Radgröße passt zu welcher Körpergröße? Wie schwer ist ein Cyr Wheel – und aus welchen Materialien besteht es? Welche Hersteller gibt es weltweit und worin unterscheiden sich die Räder? Wie teuer ist ein gutes Rad wirklich? Wie lange dauert es, das Cyr Wheel zu lernen – und wer kann es lernen? Lea spricht offen über Ängste, typische Anfängerfragen („Rollst du dir nicht die Finger ein?“), Training, Wettkämpfe, Spezialräder (LED, Wasser, Eis) und darüber, warum das Cyr Wheel eine der inklusivsten, individuellsten und kreativsten Zirkusdisziplinen ist – unabhängig von Alter, Körperform oder Vorerfahrung. Zum Abschluss teilt sie ihre Motivation, Zirkuswissen zugänglich zu machen, erzählt von bewegenden Begegnungen mit Hörer:innen beim Mannheimer Weihnachtscircus und lädt euch ein, das Cyr Wheel selbst einmal auszuprobieren. Eine lange, persönliche und sehr informative Folge für alle, die tiefer eintauchen wollen – in Physik, Geschichte, Kunst und Leidenschaft hinter einem einzigen Metallring. Hinweis zur Audioqualität: In dieser Episode ist die Tonqualität leider etwas niedriger als gewohnt, da die Aufnahme technisch nicht wie geplant über das externe Mikrofon gelaufen ist. Vielen Dank für euer Verständnis – und fürs Dranbleiben.
38 Minuten
In Folge 20 meldet sich Lea wieder spät am Samstagabend aus Mannheim – mitten aus dem Spielbetrieb des Mannheimer Weihnachtscircus. Sie erzählt vom Alltag zwischen Shows, Publikumstreffen in der Pause, Premierenfeier und langen Arbeitstagen ohne echte freie Tage. Außerdem spricht sie über einen besonderen Aspekt der Show: den Publikumspreis, bei dem Zuschauer ihre Lieblingsnummer wählen können – inklusive Preisgeld für die Artisten – und was solche Abstimmungen für Produktionen und Künstler bedeuten. Eine eurer Fragen dreht sich darum, wann genau man Lea in der Show anfeuern kann – und sie erklärt ganz konkret, an welcher Stelle sie auf die Bühne kommt, wann Rufen erlaubt (und erwünscht) ist und warum sie sich besonders freut, bekannte Gesichter im Publikum wiederzusehen. Im zweiten Teil der Folge geht Lea auf ein sensibles, oft diskutiertes Thema ein: Tiere im Zirkus. Sie teilt ihre persönliche Haltung, spricht über frühere Erfahrungen, Grenzen der Mitbestimmung als Artistin und warum sie Engagements ohne Tiere klar bevorzugt – auch mit Blick auf gesellschaftlichen Wandel und öffentliche Wahrnehmung. Zum Abschluss beantwortet Lea eine ausführliche Frage zu ihrer zweiten Disziplin: dem Kronleuchter. Sie erzählt, wie die Idee entstand, warum sie während der Pandemie ihren eigenen Kronleuchter gebaut hat, wie sie diese Nummer trainiert, obwohl sie das Equipment selten zur Verfügung hat, und warum der Kronleuchter vor allem in High-End-Galas und besonderen Produktionen zum Einsatz kommt. Eine ehrliche, spannende Einordnung zwischen Ästhetik, Sicherheit, Logistik und Leidenschaft. Eine Folge über Bühnenalltag, Verantwortung, kreative Entscheidungen – und die Magie, die entsteht, wenn Technik, Vertrauen und Kunst zusammenkommen.