Potential Unleashed - Warum es die kleinen Schritte so in sich haben. Archiv
27 Episoden
30 Minuten
Wenn wir uns am Neid anderer orientieren, machen wir uns klein. Wir erzählen weniger, dämpfen unsere Freude und begrenzen womöglich sogar das, was wir uns noch zutrauen. Gleichzeitig lohnt sich der Blick auf den eigenen Neid. Was berührt uns am Erfolg anderer? Was wünschen wir uns selbst – und was machen wir mit diesem Wunsch? In dieser Folge spreche ich darüber, wie Neid unsere Beziehungen und unsere Entwicklung beeinflussen kann. Und weshalb es für unser eigenes Wachstum einen Unterschied macht, ob wir anderen ihr Glück zugestehen.
30 Minuten
Manche Menschen brauchen erstaunlich wenig, um in uns erstaunlich viel auszulösen. Ein bestimmter Blick. Eine knappe Antwort. Schweigen. Rückzug. Eine Person, die schwer erreichbar oder nicht eindeutig lesbar ist – und plötzlich denken wir mehr über sie nach, als wir eigentlich möchten. Wir hinterfragen Gespräche, formulieren Nachrichten dreimal neu oder erleben uns in einem Verhalten, das so gar nicht zu unserem erwachsenen Selbstbild passt. In dieser Folge von Potential Unleashed geht es darum, warum gerade bestimmte Menschen alte Reaktionsmuster in uns aktivieren können – und weshalb starke emotionale Reaktionen nicht automatisch bedeuten, dass eine Person besonders wichtig für uns ist. Ich spreche darüber, wie äussere Merkmale oder Verhaltensweisen mit früheren Erfahrungen verkoppelt sein können, warum unser Nervensystem auf vermeintlich vertraute Unsicherheit reagiert und weshalb weder Anpassung noch Härte und Distanz echte Souveränität herstellen. Und vor allem: wie wir beginnen können, diese alten Verkoppelungen zu erkennen, neue Erfahrungen zu ermöglichen und jene Anteile nachreifen zu lassen, die uns in bestimmten Situationen noch immer in alten Reaktionsmustern festhalten. Denn das Ziel ist nicht, dass uns andere Menschen nichts mehr ausmachen. Das Ziel ist, ihnen begegnen zu können, ohne uns selbst dabei zu verlieren.
36 Minuten
Führung wird noch immer häufig als Eigenschaft einer einzelnen Person betrachtet: als Stärke, Durchsetzungsfähigkeit, Charisma oder Entscheidungskompetenz. Doch gerade in komplexen, projektbasierten Organisationen reicht dieser Blick nicht mehr aus. Führung entsteht nicht nur in einer Person. Sie entsteht zwischen Menschen: in Gesprächen, Deutungen, Beziehungen und gemeinsamen Handlungen. In dieser Folge von „Potential Unleashed- Warum es die kleinen Schritte so in sich haben“ geht es um Relationales Leadership und die Frage, wodurch Führung in komplexen Systemen tatsächlich wirksam wird. Auf Grundlage einer aktuellen Studie von Natalya Sergeeva und Johan Ninan beleuchte ich vier zentrale Prozesse relationaler Führung: Storytelling, Acting, Visioning und Influencing. Verbunden werden sie durch Teaming – also durch die fortlaufende Fähigkeit, sich abzustimmen, gemeinsam Bedeutung herzustellen und unter wechselnden Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Dabei geht es auch um die Frage, was geschieht, wenn Worte, Gesicht, Haltung und tatsächliches Verhalten nicht zusammenpassen. Denn Mitarbeitende reagieren nicht nur auf Botschaften. Sie reagieren auf Stimmigkeit. Eine Folge über Führung, die nicht an der Person endet, sondern dort beginnt, wo Menschen aufeinander reagieren.
29 Minuten
Was haben Perfektionismus und Manipulation gemeinsam? Mehr als man auf den ersten Blick vermuten würde. In dieser Folge spreche ich über Scham – eines der mächtigsten und gleichzeitig am wenigsten verstandenen Gefühle – und darüber, warum frühe Beschämung hinter Leistung, Kontrolle, Rückzug und Angriff stecken kann. Und was das mit Führung, Unternehmenskultur und uns selbst zu tun hat.
26 Minuten
Du bist belastbar, scheinbar sicher und übernimmst Verantwortung - auch für andere. Gleichzeitig drehst du dich innerlich immer wieder im Kreis. In dieser Folge geht es nicht um Zeitmanagement oder bessere Kommunikation. Es geht um deinen inneren Kompass – und warum er dich in entscheidenden Momenten fehlleitet. Ich spreche darüber, – weshalb gerade starke, reflektierte Menschen besonders anfällig für Selbstzweifel sind – wie alte Prägungen deine Wahrnehmung verzerren – warum du Verantwortung übernimmst, die nicht bei dir liegt – und weshalb mehr Nachdenken keine Lösung ist Diese Folge ist für dich, wenn du merkst: Du kannst viel – aber nutzt dein Potenzial nicht so, wie du könntest.
30 Minuten
Der Begriff „inneres Kind“ hält sich hartnäckig. Und gleichzeitig führt er oft in die Irre. Denn was in uns wirkt, sind keine inneren Figuren – sondern organisierte Bewusstseinszustände, sogenannte Ego-States. Diese Zustände entstehen früh, sind funktional und prägen, wie wir Situationen wahrnehmen, bewerten und darauf reagieren. Das Problem: Sie gaukeln uns eine Realität vor, die nicht der aktuellen Situation entspricht – sondern alten inneren Erfahrungen. Im Business bleibt das selten folgenlos. Plötzlich wirken wir kontrollierend, angepasst, überfordernd rational oder konfliktvermeidend – und halten das für Persönlichkeit oder Stil. In dieser Folge geht es darum, – warum der Begriff „inneres Kind“ in seiner Abstraktion bei der Arbeit an den Zuständen hinderlich ist – wie Ego-States unsere Wahrnehmung verzerren – weshalb wir uns oft für rational halten, obwohl wir es nicht sind – und wie diese Muster Karriere, Führung und Zusammenarbeit blockieren können Eine Einladung, genauer hinzuschauen – dorthin, wo Verhalten tatsächlich entsteht.
Folge 21 - Psychologische Kompetenz – warum sie in Zeiten von KI massgeblich für stabilen Erfolg ist
25 Minuten
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt in rasantem Tempo. Prozesse werden automatisiert, Daten analysiert und Entscheidungen vorbereitet. Doch während Technologie immer leistungsfähiger wird, zeigt sich eine paradoxe Entwicklung: Die Anforderungen an Führung steigen. Warum? Weil Technologie den Speed massiv erhöht – und das geht zu Lasten unseres Sicherheitsempfindens.
27 Minuten
In dieser Folge geht es nicht um Technologie. Es geht um Beziehung. Ich stelle eine einfache und gleichzeitig spannende Frage: Warum entwickeln wir Systeme, die uns zuhören, antworten, strukturieren – und niemals zurückweisen? KI entsteht nicht im Vakuum. Sie entsteht in einer Zeit, in der viele Menschen funktionieren, aber sich nicht wirklich gehalten fühlen. Vernetzt sind, aber nicht verbunden. Leistungsfähig sind, aber innerlich reguliert werden müssen. Ich spreche über drei kulturelle Wunden: • Überforderung ohne Halt • Bindung ohne Sicherheit • Kontrolle statt Vertrauen Und darüber, warum Technologie dort attraktiv wird, wo Beziehung zu riskant, zu langsam oder zu schmerzhaft geworden ist. KI simuliert Resonanz. Aber sie ersetzt keine Bindung. Am Ende steht eine Frage, die tiefer geht als jede Technikdebatte: Was würden wir entwickeln, wenn wir wieder lernen, Beziehung zu halten?
25 Minuten
In dieser Podcastfolge spreche ich über ein Phänomen, das viele erleben, aber selten korrekt einordnen können: Wenn die Gedanken dauerhaft um eine bestimmte Person kreisen, entsteht subjektiv das Gefühl von Nähe. Objektiv betrachtet handelt es sich jedoch häufig nicht um eine Beziehung, sondern um die Aktivierung eines Bindungsmusters. Ich differenziere zwischen realen Beziehungen — die wechselseitige Präsenz, Kontakt und Resonanz benötigen — und Bindungsmustern, die aus frühen biografischen Erfahrungskontexten gespeist werden und vor allem im Kopf stattfinden. Ein wichtiger Punkt dabei ist die Rolle von Unerreichbarkeit, die unser System deutlich stärker aktiviert als Verfügbarkeit. Im Vorfeld dieser Episode hatte ich ein Gespräch mit Dr. Prain, der mir eine Frage gestellt hat, die ich an die Hörerschaft weitergeben möchte: „Was sucht dein System wirklich? Und wer war früher unerreichbar?“ Die Episode bietet einen hypnosystemischen Blick auf Bindung, Neurobiologie und Biografie und lädt zur Selbstreflexion ein — insbesondere für Menschen, die Beziehungsmuster sowohl privat als auch im beruflichen Kontext besser verstehen möchten.
30 Minuten
In dieser Folge spreche ich darüber, warum es vielen Menschen schwerfällt, sowohl im Beruf als auch privat klare Grenzen zu setzen. Wir glauben oft, es ginge darum, mutiger zu sein oder endlich „Nein“ zu sagen. Aber psychologisch – und vor allem neurobiologisch – ist der Kern ein anderer: Unser Nervensystem aktiviert Schutzprogramme wie Freeze, Fight oder Flight, sobald eine Grenze überschritten wird. Wir schauen darauf, warum wir bestimmten Situationen, in denen Grenzüberschritte stattfinden, die wir gewohnt sind (Familie), und anderen, in denen wir ad hoc überrumpelt sind (Weihnachtsfeier), nicht adäquat reagieren können. Ich gebe dir Beispiele und Anleitungen, wie du lernen kannst, Schritt für Schritt souverän und klar zu reagieren. Du erfährst, wie du innere Sicherheit aufbaust, welche Rolle hypnosystemische Imaginationen spielen und welche klaren Körpersignale und Sätze dir helfen, Abgrenzung ruhig und kraftvoll auszudrücken.
32 Minuten
Selbstsabotage verstehen – und die Muster dahinter erkennen. Kennst du das? Du nimmst dir etwas fest vor – und im entscheidenden Moment boykottierst du dich selbst. Für diese erste Folge von Potential Unleashed ohne Herrn Schwarz habe ich ein intensives Vorgespräch mit meinem virtuellen Gesprächspartner "Dr. Prain" zum Thema geführt. Die Erkenntnisse und Gedanken dazu möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Es geht darum, warum wir gegen uns selbst kämpfen, woher diese Muster kommen und wie wir sie durchschauen können.
31 Minuten
Unser Unterbewusstsein steuert viel mehr, als wir oft denken. In dieser Episode erfährst du, wie du die Kraft deiner unbewussten Muster erkennen und für dich nutzen kannst.
40 Minuten
In dieser Folge sprechen wir über ein Thema, das uns allgemein ein ungutes Gefühl vermittelt: Unsicherheit. Unsicherheit fühlt sich oft bedrohlich an – unser Gehirn ist auf Sicherheit programmiert und versucht, jede Unklarheit mit Kontrolle zu überdecken. Doch genau hier liegt ein Schlüssel für persönliches Wachstum: Wenn wir es schaffen, die Unsicherheit zu managen, können wir dazu lernen, Fehler machen und daraus lernen. Fehler machen wir ungern, da wir dann schnell mit unseren inneren Kritikern in Kontakt kommen, doch wer es schafft, Unsicherheiten auszuhalten und auf Sicht zu handeln, jederzeit bereit, zu verändern und anzupassen, lernt nicht nur viel über die Welt und das Leben, sondern auch sehr viel über sich selbst. Regina Reitinger, hypnosystemische Coach, und Axel Schwarz, Apotheker und Mentor, zeigen in dieser Episode, wie Unsicherheit zur Stärke werden kann. Sie sprechen über den Zusammenhang von Unsicherheit und Entwicklung, geben praktische Impulse für den Alltag und laden dazu ein, Mut zu wagen – auch ohne alle Antworten zu kennen. Unsere Einladung für mehr Resilienz: Unsicherheit neu zu betrachten: nicht als Schwäche, sondern als Ressource.
34 Minuten
In Folge 14 sprechen Regina Reitinger und Axel Schwarz über eine einfache Methode mit großer Wirkung: Die 5-Minuten-Regel. Sie hilft dabei, ins Handeln zu kommen, wenn innere Widerstände, Aufschieberitis oder der Perfektionismus einen blockieren. Praktisch, alltagstauglich und direkt anwendbar – ideal für alle, die viel wollen, aber oft nicht anfangen. Jetzt anhören und teilen!
34 Minuten
Perfektion klingt nach einem hohen Anspruch – tatsächlich ist er oft ein unsichtbarer Bremsklotz. Statt uns stärker zu machen, hält er uns davon ab, ins Handeln zu kommen. Spoiler: Der Drang nach Perfektion ist einfach nur eine früh gelernte Kompensation. Der Versuch, Fehler zu vermeiden aus Angst vor negativen Konsequenzen – allen voran, die Vermeidung des Schmerzes, einen Fehler gemacht zu haben und der daraus resultierenden Selbstabwertung und möglichen Abwertung durch andere.