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  3. Don't sell me this pen! – Führung im Vertrieb Podcast

Episoden

37 Minuten
Davide und Thomas nehmen sich eure Themen vor: Wie stehst du zu einer Einstellung, für die du dich selbst laut stark gemacht hast – und die nicht funktioniert? Wie viel Sonderrecht darf ein Top Performer haben, bevor die Kultur kippt? Und was tust du, wenn dein Team plötzlich alles mit KI schreibt und die Antwortquote in den Keller geht?

Zwischen Teamvertrag, KPI-Realität und der Frage, wie Kultur in reinen Online-Teams überhaupt entsteht, geht's diesmal um Konsequenz, Standards und ehrliches Hinschauen.

Ehrlich. Spontan. Ohne doppelten Boden.

Willkommen zur fünften Community-Session von Don't Sell Me This Pen!
36 Minuten
Wer saß letzte Woche vor deinem Schreibtisch? Über wen hast du am meisten gesprochen? Wenn du ehrlich zählst, landen die meisten Führungskräfte bei denselben zehn Prozent - den lautesten.

Davide und Thomas nehmen sich das 10-80-10-Prinzip von Urban Meyer vor, dreifacher National-Champion-Coach im College Football, und prüfen, ob es im Sales trägt. Zehn Prozent Top Performer, achtzig Prozent solides Mittelfeld, zehn Prozent Resistente.

Darum geht's:

Warum „ich will nur A-Player im Team" ein LinkedIn-Spruch ist und keine Realität

Der Denkfehler bei den Top zehn Prozent: Sie brauchen keine Motivation, aber sehr wohl Führung - Sparring, Schutz vor Selbstüberlastung und eine Rolle als Multiplikator

Warum das Mittelfeld der eigentliche Hebel ist: Ein Deal mehr vom Top Performer gegen zwei mehr von zehn anderen

Thomas' konkrete Zeitrechnung: maximal eine halbe Stunde pro Tag für einen Low Performer. Wer letzte Woche über zweieinhalb Stunden dort war, hat ein Problem

Warum die Einteilung immer nur eine Momentaufnahme ist - mit einer Geschichte, die zeigt, wie schnell jemand aus den Top zehn Prozent herausfallen kann, ohne dass es etwas mit der Arbeit zu tun hat

Davides Satz aus einem Coaching: Führungszeit ist eine Investition. Und man investiert sie nicht dorthin, wo es gerade brennt

Vertiefung zum letzten Drittel: Folge 5, Krise im Team - der clevere Umgang mit Low Performern.

Die Transferfrage zur Folge: Wen aus deinen achtzig Prozent bringst du in den nächsten neunzig Tagen in die Top zehn?

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32 Minuten
Wer coacht eigentlich dich?

Als Sales Leader befähigst du den ganzen Tag andere. Du übersetzt Anweisungen von oben, nimmst dein Team mit, sortierst die Anforderungen aus Marketing, Finance und Customer Success. Nur stellt dir selbst diese eine Frage kaum jemand.

Davide und Thomas über die Einsamkeit der Sandwich-Position - und warum ausgerechnet die Menschen, die permanent coachen, selbst so selten gecoacht werden. Warum Peer-Sparring fast immer an der Oberfläche bleibt. Warum Freunde und Familie dafür die falschen Gesprächspartner sind. Und was Coaching wirklich ist, wenn man den Instagram-Nebel abzieht.

Davide erzählt offen, warum er als Führungskraft lange dachte, er brauche das nicht - und wie er das heute sieht.

Die sieben Reflexionsfragen aus der Folge

Wo darfst du gerade ehrlich sagen, dass du nicht weiterweißt?Wer stellt dir Fragen, die unbequem, aber hilfreich sind?Welche Führungsentscheidung trägst du gerade allein mit dir herum?Wo gibst du Druck weiter, den du selbst nicht richtig sortiert hast?Bei welchem Thema wiederholst du gerade ein altes Muster von dir?Wer sieht dich nicht nur in deiner Rolle, sondern als Mensch mit vielen Rollen?Welchen festen Raum schaffst du dir für deine Reflexion?

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40 Minuten
Du hast ein gutes Gespräch. Guter Draht, echtes Interesse, die Probleme sitzen. Und dann kommt der Satz: „Schick uns doch mal ein Angebot, ich bespreche das intern."

Was danach passiert, kennt jeder im Vertrieb. Entweder es wird nie besprochen. Oder es landet in den letzten drei Minuten eines 60-Minuten-Meetings, der Entscheider fragt einmal „wozu?", und danach hörst du nichts mehr. Ein paar Wochen später: „Wir haben uns intern dagegen entschieden."

Davide bringt in dieser Folge das Thema mit, das in seinen Trainings gerade am häufigsten aufkommt — und Thomas liefert die Gegenperspektive aus seinen Jahren im C-Level.

Darum geht's:

Warum der Ratschlag „fang oben an" simpel klingt und trotzdem selten befolgt wird. Und warum ein Intro von oben nach unten eine völlig andere Wertigkeit hat als der Kampf von unten nach oben.

Thomas' Kriterien als CMO: wann er wirklich zugehört hat, was ihn hat abblocken lassen, und was er „vertrauensvolle Skepsis" nennt.

Die Frage, die er sich bei jedem begeisterten Mitarbeiter gestellt hat: Spricht hier der Mensch — oder der Verkäufer durch den Menschen?

Warum Entscheider auf Messen und Konferenzen zumachen: Thomas' Erlebnis nach einer Veranstaltung in Berlin, bei der ihn die halbe Mittagspause lang Leute in den Sales-Modus gezerrt haben. Und der eine Gesprächspartner, der es anders gemacht hat.

Die mentale Hürde, über die kaum jemand spricht: Warum der Entscheider im eigenen Kopf immer größer wird, je näher man ihm kommt.

Die Johnson-Controls-Geschichte: sieben Leute Entourage, fünf Fragen im Briefing, keine davon beantwortet — und wie der IT-Leiter den Termin nach zehn Minuten beendet hat.

Und wenn dein Ansprechpartner es doch allein intern mitnimmt: die eine Frage, die du vorher stellen musst, plus maximale Verbindlichkeit im Kalender statt Hoffnung.

Am Ende die unbequeme Wahrheit aus den Managementrunden: Eine einzige kritische Frage reicht, und dein Thema ist in dreißig Sekunden vom Tisch. Dann geht es nur noch darum, ob jemand am Tisch bereit ist, dafür in die Bresche zu gehen. Mit dir, deinem Produkt oder deinem Wettbewerb hat das oft überhaupt nichts zu tun.

Es geht nicht darum, jeden Deal zu holen. Es geht darum, die Quote zu verbessern. Wenn du es bisher in zehn Fällen einmal ans C-Level schaffst und demnächst drei- oder viermal, hat sich diese Folge gelohnt.

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38 Minuten
Zu viele Themen, zu wenig Zeit, und alles ist Prio 1. Der Verkäufer sitzt morgens im Raum mit offenen Deals, Follow-ups, Pipeline-Druck, Forecast-Druck, Anfragen aus Marketing und Customer Success — und dann kommt die Führungskraft rein und fragt, warum er nicht disziplinierter ist.

Darum geht's:

WIN — What's Important Now. Das Konzept des American-Football-Trainers Lou Holtz, übertragen auf den Sales-Alltag.

Warum der Unterschied zwischen next und now größer ist, als er klingt.

Weshalb Ablenkungs-Ratgeber nur Symptome behandeln: Die Ursache ist, dass du Arbeit machst, für die du dich nie entschieden hast.

Der Militär-Vergleich: viel mehr Entscheidungsfreiheit als gedacht — aber die Pflicht, selbst zu entscheiden.

Die Frage, die Führungskräfte falsch stellen. Nicht „warum organisieren die sich nicht selbst", sondern „welche Bedingungen schaffe ich, damit Fokus möglich wird".

Offener Dissens zwischen Davide und Thomas: Gehört das Rauszoomen in den Alltag oder in einen eigenen Termin?

Reinhören lohnt sich. Fokus heißt nicht nur, sich für etwas zu entscheiden. Es heißt vor allem, sich bewusst gegen alles andere zu entscheiden.

Die WIN-Fragen zum Mitnehmen:

Was ist gerade wirklich wichtig?

Was bringt dich bei diesem Deal jetzt am stärksten weiter?

Welche Aufgabe vermeidest du gerade, obwohl sie wichtiger wäre?

Was ist gerade nur laut und präsent — und was ist wirklich relevant?

Was kannst du jetzt kontrollieren?

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Über diesen Podcast

"Don't Sell Me This Pen!" ist nicht der typische Sales- und Marketing-Podcast. Jede Woche liefern Thomas und Davide euch ungeschönte Einblicke in die Welt von Leadership, Team-Performance und Veränderung. Hier gibt es keine Buzzwords oder lahme Phrasen – nur echte Erfahrungen, hitzige Diskussionen und eine Prise Humor, die euch zum Nachdenken und Lachen bringt. Wenn du bereit bist, deine Leadership-Skills aufs nächste Level zu heben, dann hör rein – jeden Donnerstag, offen, ehrlich, schonungslos.
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„Don't sell me this pen! – Führung im Vertrieb“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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