Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

BOOK SHOT. Literatur beflügelt. Archiv

176 Episoden
5 Minuten
Der Roman erzählt von Nina, einer Frau kurz vor ihrem fünfzigsten Geburtstag, geschieden und Mutter zweier Kinder. Sie ringt mit den Veränderungen ihres Lebens, den Zeichen des Älterwerdens und der Tatsache, dass ihr Ex-Mann mit einer jüngeren Influencerin zusammenlebt. Als sie sich in den zwanzig Jahre jüngeren David verliebt, gerät ihr ohnehin fragiles Gleichgewicht ins Wanken. Die Autorin verbindet Themen wie Familie, weibliche Selbstbehauptung, gesellschaftliche Erwartungen und Liebe jenseits von Altersnormen. Neben der Liebesgeschichte behandelt der Roman auch Verlust, Geschlechterrollen und MeToo. Im Verlauf weicht der anfängliche Witz ernsteren Tönen, bis hin zu Darstellungen von Gewalt gegen Frauen.

Valerie Springer: „Angenehm zu lesen, direkt, ehrlich.“
5 Minuten
Anna Maschik erzählt in ihrem Debütroman die Geschichte einer norddeutschen Bauernfamilie über vier Generationen hinweg – von der Urgroßmutter Henrike, die Anfang des 20. Jahrhunderts Verantwortung für Hof und Familie übernimmt, bis zur jungen Erzählerin Alma, die die Erinnerungen der Ahnen zusammenträgt. In kurzen, mosaikartigen Kapiteln entfaltet sich ein vielschichtiges Bild von Krieg, Entbehrung, Neuanfang und familiären Spannungen. Maschik verbindet reale historische Ereignisse mit symbolhaften Momenten und zeigt, wie die Vergangenheit in der Gegenwart fortwirkt. Der Roman ist für den Österreichischen Debütbuchpreis 2025 nominiert.

Valerie Springer: „Karg, poetisch, kraftvoll.“
5 Minuten
Vierzehn Texte, die zwischen kurzen Geschichten, autobiografischen Miniaturen und essayistischen Reflexionen angesiedelt sind, reicht diese Sammlung von historischen Porträts (etwa über den Architekten Adolf Loos oder den Kulturphilosophen Egon Friedell) bis zu Betrachtungen über Fake News, soziale Medien und den Einfluss von Kunst und Literatur.

Immer wieder kreisen die Texte um Grundfragen des menschlichen Daseins: Vergänglichkeit, Zufall, Schuld und die Suche nach Sinn.

Valerie Springer: „Philosophisch, präzise, nachdenklich.“
5 Minuten
Zehn Autorinnen und Autoren stellen sich die Frage: Wie wollen wir schreiben, jede und jeder auf ganz eigene Weise. Sie erzählen, wann und wo sie schreiben, was sie antreibt und welchen Preis sie dafür zahlen. Sie fragen sich, für wen sie schreiben und welche Rolle Erwartungen, Konkurrenz oder Leistungsdruck dabei spielen. Ihre Essays treten in einen Dialog: mal bestätigend, mal widersprechend, mal überraschend ergänzend. So entsteht ein vielstimmiges Gespräch über die Voraussetzungen des Schreibens, seine Freiheiten und seine Zwänge.

Valerie Springer: „Vielstimmig, reflektiert, inspirierend.“

Als Schriftstellerin interessiert es Springer besonders, was andere über das Schreiben denken und schreiben. Dieses Buch bietet ihr die schöne Gelegenheit, solche Einblicke unmittelbar mitzuerleben.
5 Minuten
In ihrem neuen Buch erzählt Alina Bronsky keine Romanhandlung, sondern verknüpft ihr Leben mit den Speisen, die sie geprägt haben. Jedes Kapitel widmet sich einem Gericht, von Porridge über Vogelmilchtorte bis Borschtsch, und dabei entfaltet sie persönliche Erinnerungen, Familiengeschichten und kulturelle Eigenheiten. Mit Humor und Melancholie zeigt Bronsky, wie Essen weit mehr ist als Nahrungsaufnahme: Es kann Heimat und Geborgenheit schenken, aber auch Macht, Kontrolle und Konflikte bedeuten. Ein sehr persönlicher Blick auf Esskultur und Beziehungen.

Valerie Springer: „Witzig, persönlich, delikat.“
5 Minuten
Dagmar Leupolds neuer Roman erzählt in Ich-Perspektive von einer Tochter, die sich ihrer Mutter annähert – einer Frau, 1924 in Ostpreußen geboren, geprägt von Krieg, Verlust und Flucht. Die Erzählerin greift auf Erinnerungen, Fotos und Sprache zurück, um das Schweigen der Mutter zu durchdringen. So entsteht ein vielschichtiges Porträt von Fremdheit und Nähe, das zugleich ein Bild der Nachkriegsgeneration und ihrer Traumata zeichnet.

Valerie Springer: „Erinnernd, präzise, eindringlich.“
5 Minuten
Eine kämpferische Streitschrift gegen patriarchale Machtstrukturen, die das Anthropozän in die Krise führen. Klemm zeigt, dass Herrschaftsordnungen nicht ewig bestehen müssen, und eröffnet mit dem Blick auf matriarchale Gesellschaften die Vision eines Zusammenlebens jenseits männlicher Dominanz.

Valerie Springer: „Scharf, klug, unbeirrbar.“
5 Minuten
Ein still erzählter Roman über Rosa, eine pensionierte Krankenpflegerin, deren Leben von Verlusten und Distanz geprägt ist. Nach dem Tod ihres Partners und dem Abbruch familiärer Bande tastet sie sich langsam in neue Begegnungen vor. Eva Schmidt zeigt in knapper, eindringlicher Sprache, wie selbst in der Fremdheit vorsichtige Momente von Nähe und Verbindung entstehen.

Valerie Springer: „Leise, präzise, bewegend.“
5 Minuten
Was bleibt, wenn das Fundament unseres Lebens zerbricht? Sofie liebt ihre Familie und glaubt fest an das Verbindende. Ein Geschenk ihres Vaters erfüllt ihren Traum: Tickets für das Konzert ihrer Lieblingssängerin. Doch der Abend endet in einer Tragödie: Bei einem Anschlag kommt Sofie ums Leben. Für ihre Eltern Markus und Kerstin bricht die Welt auseinander, während draußen gesellschaftliche Spannungen wachsen und ihr Verlust politisch instrumentalisiert wird. Im dunkelsten Moment erinnert sich Markus an Sofies Mut und wagt einen Schritt, der alles verändert: Er sucht die Familie des Täters auf.

Valerie Springer: "Leseempfehlung! Relevant, erschütternd, menschlich."
5 Minuten
Fast drei Jahrzehnte nach Ein Halbjahr im Leben einer Infantin führt H. C. Artmanns Ehefrau Rosa Pock ihr literarisches Experiment fort. Die neue Ausgabe enthält sowohl den Text von 1995 als auch die Fortsetzung mit dem zweiten Halbjahr der tagebuchartigen Notizen voller Traumprotokolle, Reflexionen und präziser Alltagsbeobachtungen. Die „Infantin“ bleibt poetisch, sprachradikal und existenziell wach, nun abgeklärter, aber nicht resigniert. Im Spannungsfeld von Sprache und Schweigen sucht sie nach dem Unsagbaren – und macht deutlich, dass Denken in Sprache eine Form des Daseins sein kann. Ein philosophisch-poetisches Werk von großer Eigenständigkeit.

Valerie Springer: "Leseempfehlung! Präzise, konzentrierte Sprachkunst."
5 Minuten
Isabel Allende blickt auf ihr Leben als Tochter, Mutter, Ehefrau, Schriftstellerin und Feministin zurück. Geprägt vom Vorbild ihrer starken, doch zurückgedrängten Mutter, entwickelt sie früh den Willen, für Selbstbestimmung einzustehen. In den 1960er-Jahren wird sie Teil der Frauenbewegung, findet im Schreiben ihre Stimme. Offen erzählt Allende von drei Ehen, vom Scheitern und Sich-Neuerfinden, und davon, wie sich weibliche Identität, Sexualität und Lebensentwürfe wandeln. Ein persönliches und politisches Memoir über Respekt, Liebe, Freiheit – und den unvollendeten Kampf um Gleichberechtigung.

Valerie Springer: "Lesenswert. Humorvoll, reif, weise."
5 Minuten
Wie erreichen wir Gleichberechtigung? Viele hoffen, dass Erziehung patriarchale Strukturen von selbst auflöst – doch so einfach ist es nicht, sagt Mareike Fallwickl. In ihrem ersten Sachbuch Liebe Jorinde plädiert sie für einen Feminismus, der verbindet statt ausgrenzt: Während junge Frauen zunehmend feministisch denken, geraten viele junge Männer in den Bann frauenfeindlicher Ideologien. Fallwickl zeigt, warum es einen gemeinsamen Weg braucht, der auch Männer einlädt, mitzudenken und mitzugestalten – für mehr Gerechtigkeit und ein Miteinander, das alle einschließt.

Valerie Springer: "Lesenswert, informativ, öffnet Perspektiven."
5 Minuten
Erzählt wird die Geschichte eines Ich-Erzählers (namentlich identisch mit dem Autor), der nach dem Tod seiner Eltern ins Wallis reist, um das Ferienhaus seiner Kindheit zu verkaufen. Dort trifft er auf eine von einer Naturkatastrophe veränderte Welt: Ein Bergsturz hat das Rhonetal geflutet und das Tal in eine abgeschottete, archaische Gesellschaft zurückgeworfen. Was als realistische Erzählung beginnt, verwandelt sich zunehmend in eine fantastische und mythisch aufgeladene Handlung, die historische, literarische und gesellschaftliche Motive miteinander verwebt.

Valerie Springer: "Poetisch. Lesenswert."
5 Minuten
Eine Frau vor ihrer Zeit … die Suche nach dem Leben der eigenen Urgroßmutter.

Henning Sußebach begibt sich in seinem Roman-Sachbuch auf eine persönliche und zugleich historische Spurensuche: Er erzählt das Leben seiner Urgroßmutter Anna Kalthoff, die 1866 geboren wurde. Anna entscheidet selbst, was sie zu tun und zu lassen hat, wie sie leben und wen sie lieben will. Zwei Jahrhunderte später rekonstruiert der Urenkel Annas Leben und rettet die Geschichte einer selbstbewussten Frau vor dem Vergessen.

Valerie Springer: „Lesenswert! Schenkt Einblicke!“
5 Minuten
Der Roman erzählt anhand der Lebensgeschichte dreier Männer und ihrer Partnerinnen die Geschichte der DDR über vier Jahrzehnte. Aus verschiedenen Hintergründen kommend, erleben die Figuren den sozialistischen Alltag zwischen Hoffnung, Anpassung und wachsender Ernüchterung. Politische Ereignisse und privates Erleben sind eng verwoben. Der Roman entfaltet ein Panorama der ostdeutschen Gesellschaft, das als verheißungsvoll beginnt, sich jedoch zunehmend als absurdes, widersprüchliches System entpuppt.

Valerie Springer: "Nüchtern geschildert, interessant, lesenswert!"