Podcaster
Episoden
21.07.2026
1 Stunde 10 Minuten
In dieser Folge geben Hilke Lamers und Felix Trüten spannende Einblicke in das „Offene digitale Lernbüro“ an der Helios Schule in Köln. Im Gespräch mit Richard Heinen erklären sie, wie dieses Konzept im Schulalltag praktisch umgesetzt wird und welche pädagogischen Überlegungen ihm zugrunde liegen.
Ausgangspunkt ihrer Arbeit war die Erkenntnis, dass sich schulisches Lernen und die Gestaltung von Unterricht stets in einem Spannungsfeld bewegen. Lehrkräfte stehen regelmäßig vor der Herausforderung, Lernsituationen auszutarieren: Sollen sie systematisch oder problemorientiert sein? Selbstgewählt oder vorgegeben? Analog oder digital?
Da diese pädagogischen Entscheidungen in der Praxis selten absolut oder rein binär sind, ist das Bild eines Schiebereglers entstanden. Dieses Instrument hilft Lehrkräften dabei, sich bewusst und flexibel zwischen verschiedenen Polen zu positionieren, je nachdem, was die aktuelle Lernsituation erfordert.
Erarbeitet wurde dieses konzeptionelle Gerüst im Rahmen des Projekts „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“. Darin haben schulübergreifende Arbeitsgruppen ihre unterschiedlichen Expertisen gebündelt, um Materialien für selbstgesteuertes und digital unterstütztes Lernen in offenen Settings zu entwickeln. Diese Episode zeigt anschaulich, wie die praktische Umsetzung dieses Modells an der Heliosschule gelingt.
Links und Ressourcen zur Folge:
Alle Infos zum Projekt „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“ aus dem Schuljahr 2025/26 gibt es hier: https://digitales-lernbuero.de/ Direktlink zur Druckvorlage der Schieberegler (PDF) Direktlink zur Veröffentlichung “Dimensionen des Lernbüros – Qualitätskriterien gemeinsam sichtbar machen” Ergebnisse der Projektevaluation: https://digitales-lernbuero.de/2026/07/17/ergebnisse-der-projektevaluation/ Und hier gibt es alle Infos zum für das Schuljahr 2026/27 geplanten Werkstatt: https://learning-lab.de/neuer-durchgang-der-fortbildungswerkstatt-lernburo-lernen-startet-2027 https://www.oer-strategie.de/ Die OER-Strategie des Bundes bündelt Maßnahmen zur Förderung offener Bildungsressourcen und versteht sich als zentraler Hebel, um Bildung zugänglicher, kollaborativer und zukunftsfähiger zu gestalten. https://www.bmbfsfj.bund.de/ Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gestaltet die bildungs- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und initiiert Programme zur Weiterentwicklung des Bildungssystems. Weitere Informationen zur Heliosschule unter: heliosschule.de
Ausgangspunkt ihrer Arbeit war die Erkenntnis, dass sich schulisches Lernen und die Gestaltung von Unterricht stets in einem Spannungsfeld bewegen. Lehrkräfte stehen regelmäßig vor der Herausforderung, Lernsituationen auszutarieren: Sollen sie systematisch oder problemorientiert sein? Selbstgewählt oder vorgegeben? Analog oder digital?
Da diese pädagogischen Entscheidungen in der Praxis selten absolut oder rein binär sind, ist das Bild eines Schiebereglers entstanden. Dieses Instrument hilft Lehrkräften dabei, sich bewusst und flexibel zwischen verschiedenen Polen zu positionieren, je nachdem, was die aktuelle Lernsituation erfordert.
Erarbeitet wurde dieses konzeptionelle Gerüst im Rahmen des Projekts „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“. Darin haben schulübergreifende Arbeitsgruppen ihre unterschiedlichen Expertisen gebündelt, um Materialien für selbstgesteuertes und digital unterstütztes Lernen in offenen Settings zu entwickeln. Diese Episode zeigt anschaulich, wie die praktische Umsetzung dieses Modells an der Heliosschule gelingt.
Links und Ressourcen zur Folge:
Alle Infos zum Projekt „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“ aus dem Schuljahr 2025/26 gibt es hier: https://digitales-lernbuero.de/ Direktlink zur Druckvorlage der Schieberegler (PDF) Direktlink zur Veröffentlichung “Dimensionen des Lernbüros – Qualitätskriterien gemeinsam sichtbar machen” Ergebnisse der Projektevaluation: https://digitales-lernbuero.de/2026/07/17/ergebnisse-der-projektevaluation/ Und hier gibt es alle Infos zum für das Schuljahr 2026/27 geplanten Werkstatt: https://learning-lab.de/neuer-durchgang-der-fortbildungswerkstatt-lernburo-lernen-startet-2027 https://www.oer-strategie.de/ Die OER-Strategie des Bundes bündelt Maßnahmen zur Förderung offener Bildungsressourcen und versteht sich als zentraler Hebel, um Bildung zugänglicher, kollaborativer und zukunftsfähiger zu gestalten. https://www.bmbfsfj.bund.de/ Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gestaltet die bildungs- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und initiiert Programme zur Weiterentwicklung des Bildungssystems. Weitere Informationen zur Heliosschule unter: heliosschule.de
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30.06.2026
1 Stunde 17 Minuten
In dieser Episode von Learning Gelaber besuchen wir die Salzmannschule in Duisburg-Neumühl und sprechen mit Martin Kammann darüber, wie inklusive Schule für Kinder mit Förderbedarf wirklich gelingen kann. Sein Ansatz: Stärken fördern statt auf Defizite zu schauen und Neugier wecken statt Druck auszuüben.
Zentrales Konzept der inklusiven Schule ist es, dass die Kinder nicht aussortiert, sondern in ihren regulären Klassen belassen werden. Gemeinsam mit einem multiprofessionellen Team aus Grundschullehrkräften, Sonderpädagoginnen und Schulsozialarbeiterinnen wird jedes Kind individuell und in seinem eigenen Tempo begleitet.
Praktische Ansätze wie Erlebnispädagogik, Naturerfahrungen und gezielte Sozialtrainings zeigen, wie die Schule auf die besonderen Herausforderungen des von Industriegeschichte und Strukturwandel geprägten Stadtteils reagiert. Im Gespräch berichtet Martin Kammern – der durch die Körperbehinderung seiner Schwester zur Sonderpädagogik fand – wie es täglich gilt, die Balance zwischen sozialem und fachlichem Lernen neu zu finden, welche wertvolle Unterstützung das Startchancen-Programm dabei seiner Schule bietet und warum die größte Hürde bei der Umsetzung inklusiver Konzepte häufig der Personalmangel ist - und wie man diesem durch multiprofessionelles Team-Teaching begegnen kann.
Alle Informationen zu den Angeboten vom learninglab im Rahmen des Startchancen-Programm finden Schulen auf: https://www.learninglab.de/angebote/startchancen/
Zentrales Konzept der inklusiven Schule ist es, dass die Kinder nicht aussortiert, sondern in ihren regulären Klassen belassen werden. Gemeinsam mit einem multiprofessionellen Team aus Grundschullehrkräften, Sonderpädagoginnen und Schulsozialarbeiterinnen wird jedes Kind individuell und in seinem eigenen Tempo begleitet.
Praktische Ansätze wie Erlebnispädagogik, Naturerfahrungen und gezielte Sozialtrainings zeigen, wie die Schule auf die besonderen Herausforderungen des von Industriegeschichte und Strukturwandel geprägten Stadtteils reagiert. Im Gespräch berichtet Martin Kammern – der durch die Körperbehinderung seiner Schwester zur Sonderpädagogik fand – wie es täglich gilt, die Balance zwischen sozialem und fachlichem Lernen neu zu finden, welche wertvolle Unterstützung das Startchancen-Programm dabei seiner Schule bietet und warum die größte Hürde bei der Umsetzung inklusiver Konzepte häufig der Personalmangel ist - und wie man diesem durch multiprofessionelles Team-Teaching begegnen kann.
Alle Informationen zu den Angeboten vom learninglab im Rahmen des Startchancen-Programm finden Schulen auf: https://www.learninglab.de/angebote/startchancen/
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27.05.2026
1 Stunde 15 Minuten
In der vierten Episode von Learning Gelaber besucht Richard Heinen die Stefan-Andres-Realschule plus in Unkel und spricht mit Lehrkräften und Schüler*innen über einen Schulentwicklungsprozess, aus dem Schritt für Schritt ein gemeinsames pädagogisches Konzept entstanden ist.
Ausgangspunkt war dabei kein fertiger Masterplan, sondern die Frage, wie Schule sich verändern kann, wenn Projekte, Initiativen und Unterricht nicht länger nebeneinander stehen, sondern bewusst und konsequent miteinander verbunden werden. In den vergangenen Jahren entwickelte sich daraus eine Schule, die projektorientiertes Lernen stärkt und sich zugleich zunehmend nach außen öffnet – durch Kooperationen, kulturelle Projekte und eine enge Verbindung zur Stadtgesellschaft.
Praktische Projekte wie Filmproduktionen, Poetry Slams oder demokratische Beteiligungsformate zeigen, wie die Schule Lernen als gemeinschaftlichen Gestaltungsprozess versteht. Schüler*innen übernehmen Verantwortung, arbeiten eigenständig zusammen und sammeln Erfahrungen, die Selbstwirksamkeit, Teamfähigkeit und persönliche Entwicklung fördern.
Weitere Informationen zur Schule und ihren Projekten finden Sie auf der Website der Stefan-Andres-Realschule plus sowie auf dem Instagram-Profil der Schule.
Alle Informationen zu den Angeboten vom learninglab im Rahmen des Startchancen-Programm finden Schulen auf: https://www.learninglab.de/angebote/startchancen/
Ausgangspunkt war dabei kein fertiger Masterplan, sondern die Frage, wie Schule sich verändern kann, wenn Projekte, Initiativen und Unterricht nicht länger nebeneinander stehen, sondern bewusst und konsequent miteinander verbunden werden. In den vergangenen Jahren entwickelte sich daraus eine Schule, die projektorientiertes Lernen stärkt und sich zugleich zunehmend nach außen öffnet – durch Kooperationen, kulturelle Projekte und eine enge Verbindung zur Stadtgesellschaft.
Praktische Projekte wie Filmproduktionen, Poetry Slams oder demokratische Beteiligungsformate zeigen, wie die Schule Lernen als gemeinschaftlichen Gestaltungsprozess versteht. Schüler*innen übernehmen Verantwortung, arbeiten eigenständig zusammen und sammeln Erfahrungen, die Selbstwirksamkeit, Teamfähigkeit und persönliche Entwicklung fördern.
Weitere Informationen zur Schule und ihren Projekten finden Sie auf der Website der Stefan-Andres-Realschule plus sowie auf dem Instagram-Profil der Schule.
Alle Informationen zu den Angeboten vom learninglab im Rahmen des Startchancen-Programm finden Schulen auf: https://www.learninglab.de/angebote/startchancen/
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30.04.2026
1 Stunde 5 Minuten
In der dritten Episode von Learning Gelaber besucht Richard Heinen die Josephine Baker Gesamtschule und spricht mit Schülerinnen sowie Lernbegleiter:innen über ein Schulkonzept, das auf Freiheit und Selbstverantwortung setzt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lernen gestaltet werden kann, wenn Schülerinnen nicht nur Inhalte bearbeiten, sondern ihren Lernprozess aktiv selbst steuern.
Im sogenannten Lernhaussystem entscheiden die Schüler*innen eigenständig über Tempo, Reihenfolge und Intensität ihres Lernens. Damit lösen sie sich von klassischen, stark vorgegebenen Abläufen und gewinnen Gestaltungsspielräume, die im Schulalltag sonst oft nur begrenzt vorhanden sind. Diese Freiheit eröffnet neue Möglichkeiten, bringt aber zugleich Anforderungen mit sich: Lernen wird stärker zur eigenen Aufgabe, die strukturiert, geplant und reflektiert werden muss.
Deutlich wird im Gespräch, dass dieses Konzept nur dann trägt, wenn Freiheit und Verantwortung zusammengedacht werden. Von den Schülerinnen wird erwartet, dass sie ihre Lernprozesse selbst organisieren und Verantwortung für ihr Vorankommen übernehmen.
Links und Infos zur Folge: https://digitales-lernbuero.de/ Das Projekt „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“ fördert die Entwicklung und Nutzung von Open Educational Resources (OER), um offene, kollaborative und digital gestützte Lern- und Arbeitsformen in Schule nachhaltig zu verankern. https://www.blickueberdenzaun.de/ Der Schulverbund „Blick über den Zaun“ vernetzt reformpädagogisch orientierte Schulen, die seit 1989 Schulentwicklung aus der Praxis heraus gestalten und gemeinsam weiterentwickeln.
https://www.josephine-baker-gesamtschule.org/ Die Josephine-Baker-Gesamtschule verfolgt das Profil „Sprache und Kommunikation“ und versteht Lernen als Zusammenspiel von Fantasie, Verstand sowie künstlerischem und handwerklichem Tun.
https://www.oer-strategie.de/ Die OER-Strategie des Bundes bündelt Maßnahmen zur Förderung offener Bildungsressourcen und versteht sich als zentraler Hebel, um Bildung zugänglicher, kollaborativer und zukunftsfähiger zu gestalten.
https://www.bmbfsfj.bund.de/ Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gestaltet die bildungs- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und initiiert Programme zur Weiterentwicklung des Bildungssystems.
Im sogenannten Lernhaussystem entscheiden die Schüler*innen eigenständig über Tempo, Reihenfolge und Intensität ihres Lernens. Damit lösen sie sich von klassischen, stark vorgegebenen Abläufen und gewinnen Gestaltungsspielräume, die im Schulalltag sonst oft nur begrenzt vorhanden sind. Diese Freiheit eröffnet neue Möglichkeiten, bringt aber zugleich Anforderungen mit sich: Lernen wird stärker zur eigenen Aufgabe, die strukturiert, geplant und reflektiert werden muss.
Deutlich wird im Gespräch, dass dieses Konzept nur dann trägt, wenn Freiheit und Verantwortung zusammengedacht werden. Von den Schülerinnen wird erwartet, dass sie ihre Lernprozesse selbst organisieren und Verantwortung für ihr Vorankommen übernehmen.
Links und Infos zur Folge: https://digitales-lernbuero.de/ Das Projekt „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“ fördert die Entwicklung und Nutzung von Open Educational Resources (OER), um offene, kollaborative und digital gestützte Lern- und Arbeitsformen in Schule nachhaltig zu verankern. https://www.blickueberdenzaun.de/ Der Schulverbund „Blick über den Zaun“ vernetzt reformpädagogisch orientierte Schulen, die seit 1989 Schulentwicklung aus der Praxis heraus gestalten und gemeinsam weiterentwickeln.
https://www.josephine-baker-gesamtschule.org/ Die Josephine-Baker-Gesamtschule verfolgt das Profil „Sprache und Kommunikation“ und versteht Lernen als Zusammenspiel von Fantasie, Verstand sowie künstlerischem und handwerklichem Tun.
https://www.oer-strategie.de/ Die OER-Strategie des Bundes bündelt Maßnahmen zur Förderung offener Bildungsressourcen und versteht sich als zentraler Hebel, um Bildung zugänglicher, kollaborativer und zukunftsfähiger zu gestalten.
https://www.bmbfsfj.bund.de/ Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gestaltet die bildungs- und gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland und initiiert Programme zur Weiterentwicklung des Bildungssystems.
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31.03.2026
1 Stunde 10 Minuten
Learning Gelaber #2 – Schule als Gemeinschaft
In der zweiten Episode von learning Gelaber führt Richard Heinen ein Gespräch mit Silke Schumbrink, Schulleiterin der Grundschule Gartenstraße in Duisburg-Neumühl. Die Schule wird wird vom learninglab im Rahmen des Programms Startchancen bei ihrer Schulentwicklung beraten und unterstützt. Im Zentrum steht die Frage, wie Schule als Ort der Gemeinschaft gestaltet werden kann – gerade unter herausfordernden Bedingungen.
Die Schule versteht sich bewusst nicht nur als Lernort für Kinder, sondern als sozialer Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Ein multiprofessionelles Team aus Lehrkräften, Pädagog:innen und Sozialarbeiter:innen arbeitet eng zusammen, um den vielfältigen Voraussetzungen der Schüler:innen gerecht zu werden. Viele Kinder bringen unterschiedliche sprachliche, kulturelle und biografische Hintergründe mit – ein Umstand, der hier nicht als Defizit, sondern als Ausgangspunkt für pädagogisches Handeln verstanden wird. Statt vor allem auf Förderbedarfe zu schauen, richtet die Schule ihren Blick gezielt auf die Stärken und Potenziale der Kinder.
Ein zentraler Baustein dieses Verständnisses ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Mit Formaten wie einem regelmäßig stattfindenden Elterncafé wird die Schule bewusst als Ort der Begegnung geöffnet. Gerade für Familien, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben und mit dem Schulsystem noch wenig vertraut sind, entstehen so niedrigschwellige Möglichkeiten für Austausch, Orientierung und Vertrauen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass dieses Konzept unter nicht immer optimalen Rahmenbedingungen umgesetzt wird. Raumknappheit stellt eine kontinuierliche Herausforderung dar. Dennoch gelingt es dem Team, durch differenzierte Arbeit in Kleingruppen und kreative Lösungen individuelle Unterstützung zu ermöglichen, ohne auf bessere strukturelle Voraussetzungen zu warten.
Die Episode macht sichtbar, dass Gemeinschaft in Schule kein Selbstläufer ist, sondern aktiv gestaltet werden muss. Sie zeigt, wie multiprofessionelle Zusammenarbeit, eine ressourcenorientierte Haltung und eine konsequent mitgedachte Elternarbeit dazu beitragen können, Schule als gemeinsamen Lebens- und Lernraum zu entwickeln.
In der zweiten Episode von learning Gelaber führt Richard Heinen ein Gespräch mit Silke Schumbrink, Schulleiterin der Grundschule Gartenstraße in Duisburg-Neumühl. Die Schule wird wird vom learninglab im Rahmen des Programms Startchancen bei ihrer Schulentwicklung beraten und unterstützt. Im Zentrum steht die Frage, wie Schule als Ort der Gemeinschaft gestaltet werden kann – gerade unter herausfordernden Bedingungen.
Die Schule versteht sich bewusst nicht nur als Lernort für Kinder, sondern als sozialer Raum, in dem unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. Ein multiprofessionelles Team aus Lehrkräften, Pädagog:innen und Sozialarbeiter:innen arbeitet eng zusammen, um den vielfältigen Voraussetzungen der Schüler:innen gerecht zu werden. Viele Kinder bringen unterschiedliche sprachliche, kulturelle und biografische Hintergründe mit – ein Umstand, der hier nicht als Defizit, sondern als Ausgangspunkt für pädagogisches Handeln verstanden wird. Statt vor allem auf Förderbedarfe zu schauen, richtet die Schule ihren Blick gezielt auf die Stärken und Potenziale der Kinder.
Ein zentraler Baustein dieses Verständnisses ist die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. Mit Formaten wie einem regelmäßig stattfindenden Elterncafé wird die Schule bewusst als Ort der Begegnung geöffnet. Gerade für Familien, die erst seit kurzer Zeit in Deutschland leben und mit dem Schulsystem noch wenig vertraut sind, entstehen so niedrigschwellige Möglichkeiten für Austausch, Orientierung und Vertrauen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass dieses Konzept unter nicht immer optimalen Rahmenbedingungen umgesetzt wird. Raumknappheit stellt eine kontinuierliche Herausforderung dar. Dennoch gelingt es dem Team, durch differenzierte Arbeit in Kleingruppen und kreative Lösungen individuelle Unterstützung zu ermöglichen, ohne auf bessere strukturelle Voraussetzungen zu warten.
Die Episode macht sichtbar, dass Gemeinschaft in Schule kein Selbstläufer ist, sondern aktiv gestaltet werden muss. Sie zeigt, wie multiprofessionelle Zusammenarbeit, eine ressourcenorientierte Haltung und eine konsequent mitgedachte Elternarbeit dazu beitragen können, Schule als gemeinsamen Lebens- und Lernraum zu entwickeln.
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Über diesen Podcast
Im Podcast learning Gelaber geht es um Lernen – und um die Frage,
wie es heute neu gedacht und konkret gestaltet werden kann. Richard
Heinen besucht Bildungseinrichtungen und trifft dort auf Menschen,
die Veränderung nicht nur fordern, sondern umsetzen. In offenen
Gesprächen geht es um Motive, Zweifel, Brüche und Entscheidungen:
Was bewegt sie dazu, gewohnte Pfade zu verlassen? Welche
Erfahrungen haben ihren Blick auf Bildung geprägt? learning Gelaber
macht sichtbar, dass Innovation nicht nur in Leuchtturmprojekten
entsteht. Sie wächst im Alltag von Schulen, Kitas und anderen
Bildungskontexten – oft unspektakulär, aber mit nachhaltiger
Wirkung. Im gemeinsamen „Gelaber“ wird sortiert, hinterfragt und
weitergedacht: Was bedeutet Lernen unter heutigen Bedingungen?
Welche Strukturen fördern Entwicklung – und welche bremsen sie aus?
Dabei spielen die Biografien der Gesprächspartner:innen eine
zentrale Rolle. Persönliche Lernerfahrungen, Umwege und prägende
Begegnungen geben Einblick in die Haltung hinter dem Handeln. So
entsteht ein Podcast über Menschen, die Bildung aktiv gestalten –
reflektiert, mutig und nah an der Praxis.
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