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1 Stunde 3 Minuten
Brauchen Unternehmen überhaupt noch eine neue E-Commerce-Plattform – oder modernisieren wir heute oft die falschen Dinge?

Darüber habe ich mit Karol Schönsee, einem erfahrenen Experten für B2B-E-Commerce und digitale Transformation, in der aktuellen Podcastfolge gesprochen.

Karol begleitet seit vielen Jahren Unternehmen bei komplexen Replatforming-Projekten und bringt einen klar strukturierten Blick auf die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren solcher Vorhaben mit.

️ Ein Plattformwechsel beginnt nicht mit der Auswahl einer neuen Software, sondern mit der Frage, welches Geschäftsproblem eigentlich gelöst werden soll.

Wir sprechen unter anderem darüber,

woran Unternehmen erkennen, dass ein Replatforming wirklich sinnvoll ist,

warum viele Projekte nicht an der Technologie, sondern an Prozessen und Organisation scheitern,

weshalb eine schrittweise Modernisierung häufig sinnvoller ist als ein kompletter Big Bang,

welche Rolle Künstliche Intelligenz künftig im B2B-Commerce spielen wird,

warum Agentic Commerce den Einkauf verändern könnte,

und ob klassische E-Commerce-Plattformen langfristig auf einen schlanken “Commerce Core” reduziert werden.

Ein Gedanke aus unserem Gespräch ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:

„Ein Replatforming sollte niemals Selbstzweck sein. Entscheidend ist nicht die Plattform, sondern das Geschäftsproblem, das gelöst werden soll.“

Mich hat das Gespräch einmal mehr darin bestätigt, dass Unternehmen häufig zuerst über Technologie sprechen, obwohl die eigentlichen Herausforderungen ganz woanders liegen: in gewachsenen Prozessen, fehlender Integration und mangelnder Automatisierung.

Deshalb beginne ich Projekte grundsätzlich nicht mit der Frage nach der passenden Shopsoftware, sondern mit der Analyse der Geschäftsprozesse. Erst wenn klar ist, welches Problem gelöst werden soll, lässt sich entscheiden, ob dafür tatsächlich eine neue Plattform erforderlich ist, oder ob eine gezielte Modernisierung der bessere Weg ist.

Vielen Dank, Karol, für das spannende und inspirierende Gespräch.
46 Minuten
Darüber habe ich mit Prof. Dr. Marc Jansen von der Hochschule Ruhr West in der aktuellen Podcastfolge gesprochen.

Marc forscht seit vielen Jahren an Künstlicher Intelligenz, Multi-Agenten-Systemen und Softwarearchitekturen. Gemeinsam sind wir einer Frage nachgegangen, die für Unternehmen immer wichtiger wird:

️ Wie können wir KI sinnvoll einsetzen, ohne die Kontrolle über Entscheidungen zu verlieren?

Wir sprechen unter anderem darüber,

warum KI keine Fakten, sondern Wahrscheinlichkeiten bewertet,

weshalb überzeugende Antworten nicht automatisch richtige Antworten sind,

wie mehrere spezialisierte KI-Agenten gemeinsam transparentere Entscheidungen ermöglichen,

warum bewährte Unternehmensprozesse die Grundlage erfolgreicher KI-Einführungen sein sollten,

wie RAG-Systeme Unternehmenswissen sicher in KI-Anwendungen einbinden,

weshalb Dokumentation und Nachvollziehbarkeit gerade in regulierten Branchen zum entscheidenden Erfolgsfaktor werden,

und warum Unternehmen nicht alles automatisieren sollten, sondern mit kleinen, konkreten Anwendungsfällen starten.

Ein Gedanke von Marc ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:

„Keine KI kennt dein Unternehmen so gut wie du als Unternehmer.“

Ich glaube, genau darin liegt der Schlüssel für den erfolgreichen Einsatz von KI.

Die spannendste Frage ist nicht, ob KI Entscheidungen treffen kann.

Die spannendere Frage ist:

Wie gestalten wir Entscheidungsprozesse so, dass sie nachvollziehbar, kontrollierbar und vertrauenswürdig bleiben?

Vielen Dank, Marc, für das spannende Gespräch und die vielen praxisnahen Einblicke.
50 Minuten
Die meisten Unternehmen sehen Kennzeichnung immer noch als Pflicht.

Mindesthaltbarkeitsdatum.

Chargennummer.

Seriennummer.

Alles wichtig.

Aber was passiert, wenn wir Kennzeichnung einmal nicht aus Sicht der Produktion betrachten, sondern aus Sicht von Vertrieb und Kundenservice?

Dann wird plötzlich etwas ganz anderes daraus.

Ein Produkt kann…

Fragen des Kunden selbst beantworten.

Die passende Bedienungsanleitung öffnen.

Ersatzteile eindeutig identifizieren.

Zubehör empfehlen.

Servicefälle beschleunigen.

Rückrufe automatisiert erkennen.

Daten für Wartung und Optimierung liefern.

Kurz gesagt:

Das Produkt wird zum digitalen Datenkanal.

Genau darüber habe ich mit Andreas Kaldewey von Bluhm Systeme in meinem aktuellen Podcast gesprochen.

Besonders spannend fand ich dabei einen Gedanken:

Früher bestand Kennzeichnung vor allem aus Hardware - Druckern, Etikettierern oder Lasern.

Heute ist sie Teil der digitalen Infrastruktur eines Unternehmens.

Mit 2D-Codes, QR-Codes und der Verknüpfung zu ERP-, CRM- und Servicesystemen entstehen völlig neue Möglichkeiten - nicht nur für Produktion und Logistik, sondern auch für Vertrieb und Kundenservice.

Ich glaube deshalb, dass wir in den kommenden Jahren einen Perspektivwechsel erleben werden:

Vertrieb beginnt nicht erst im CRM.

Er beginnt bereits am Produkt.
1 minute
Darüber habe ich mit Carsten Bleck, Geschäftsführer von Andernach & Bleck, in der aktuellen Podcastfolge gesprochen.

Carsten führt ein Familienunternehmen in fünfter Generation und bringt eine Perspektive ein, die man in Zeiten von KI und Automatisierung nicht oft hört:

Digitalisierung ist wichtig. Aber sie ersetzt keine Kundenbeziehung.

Wir sprechen unter anderem darüber,

warum echte Vertriebschancen oft erst beim Kunden vor Ort entstehen,

weshalb KI und Automatisierung immer einen Menschen brauchen, der Verantwortung übernimmt,

wie digitale Prozesse sinnvoll eingesetzt werden können, ohne den persönlichen Kontakt zu verlieren,

warum Unternehmen austauschbar werden, wenn sie nur noch auf Effizienz setzen,

und weshalb der industrielle Mittelstand heute vor größeren Herausforderungen steht als nur der Digitalisierung.

Ein Satz von Carsten ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:

„Ich brauche natürliche Intelligenz, um künstliche Intelligenz einsetzen zu können.“

Ich glaube, genau darum geht es. Die spannendste Frage ist nicht, wie viel wir automatisieren können, sondern was wir bewusst persönlich lassen sollten, weil dort Vertrauen entsteht und echter Mehrwert für den Kunden geschaffen wird.

Vielen Dank, Carsten, für das offene und praxisnahe Gespräch.
1 minute
Viele mittelständische Unternehmen investieren in Marketing.

Wenige investieren in Klarheit.

In einer neuen Folge von B2B Talks habe ich mit Philipp Oostenryck, CEO von Roof+, und Jörg Eckermann von den Erfolgsgestaltern darüber gesprochen, warum erfolgreiche Markenführung im B2B viel früher beginnt als die meisten denken.

Besonders spannend fand ich die Geschichte von Roof+:

Ein Startup, das aus dem Umfeld der Bochumer Eisenhütte entstanden ist.

Ein neues Geschäftsfeld, aufgebaut auf der industriellen Kompetenz eines traditionsreichen Familienunternehmens.

Die Herausforderung, eine eigenständige Marke zu entwickeln, ohne die Stärke und Glaubwürdigkeit der Bochumer Eisenhütte zu verlieren.

Im Podcast sprechen wir darüber, warum sich Roof+ bewusst für einen eigenständigen Markenauftritt entschieden hat – und gleichzeitig von der Erfahrung, dem Know-how und der Marktpräsenz der Bochumer Eisenhütte profitiert.

Eine zentrale Erkenntnis aus dem Gespräch: Viele Unternehmen kommunizieren ihre Produkte über technische Eigenschaften.

Kunden kaufen jedoch Lösungen für ihre Probleme.

Roof+ ist dafür ein spannendes Praxisbeispiel. Ausgehend von einem innovativen Stahlbausystem für Photovoltaik-Anlagen entstand Schritt für Schritt ein ganzheitliches Angebot – von der Flächenanalyse über Energiekonzepte bis zur schlüsselfertigen Umsetzung.

Besonders interessant für Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich mit Nachfolge, Innovation oder neuen Geschäftsfeldern beschäftigen:

Wie schafft man es, auf der Basis eines etablierten Unternehmens neue Märkte zu erschließen?

Und wann ist es sinnvoll, dafür eine eigene Marke aufzubauen?

Darüber sprechen wir in dieser Folge.
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