Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr Archiv
99 Episoden
15 Minuten
„Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ - so lautet der Titel eines weiteren Beitrages aus dem Buch „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“, den wir in „Angelesen“, dem Buchjournal des ZMSBw, vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker H. R. Hammerich und R. J. Schlaffer. Geschrieben hat den Beitrag der Militärhistoriker Burkhard Köster.
Burkhard Kösters Beitrag über den zweiten Inspekteur der Marine, Karl-Adolf Zenker, ist ein lesenswertes Porträt eines Angehörigen der Gründungsgeneration der Bundeswehr. Deutlich wird, dass Admiral Zenker sich während seiner Dienstzeit und auch danach nicht selbstkritisch mit seiner Rolle im Zweiten Weltkrieg und mit seinem Selbstverständnis als apolitischen maritimen Fachmann auseinandergesetzt hat. Er sorgte sogar unbedacht für einen politischen Skandal, als er behauptete, die beiden Großadmirale Erich Raeder und Karl Dönitz hätten „sauber, anständig und ehrenhaft“ Krieg geführt. An beiden Personen, so Zenker weiter, „hafte kein Makel“; sie hätten nur ihre Pflicht getan. Zenkers Leistung für den Aufbau der Bundesmarine kann dagegen nicht hoch genug geschätzt werden. Insgesamt steht Zenker für den tüchtigen und marinekonservativ geprägten „Jawohl“-Offizier und nicht für den Typus eines kritisch denkenden und handelnden Offiziers, der auch Mut zum Abweichen beweist. Seine Verdienste um den Bundeswehr-Aufbau sollten gewürdigt werden, eine Tradition kann Zenker jedoch nicht begründen.
Der hier thematisierte Beitrag „Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ stammt aus der Feder des Historikers Burkhard Köster, der 2011 als Oberst im damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr in Potsdam arbeitete und zur Geschichte der Bundeswehr und Nato forschte. Die biographische Skizze porträtiert den zweiten Inspekteur der Marine als einen apolitisch denkenden Experten, der sich große Verdienste beim Aufbau der Bundesmarine erworben hat, seine apolitischen Einstellungen jedoch weiterhin pflegte.
Burkhard Kösters Beitrag über den zweiten Inspekteur der Marine, Karl-Adolf Zenker, ist ein lesenswertes Porträt eines Angehörigen der Gründungsgeneration der Bundeswehr. Deutlich wird, dass Admiral Zenker sich während seiner Dienstzeit und auch danach nicht selbstkritisch mit seiner Rolle im Zweiten Weltkrieg und mit seinem Selbstverständnis als apolitischen maritimen Fachmann auseinandergesetzt hat. Er sorgte sogar unbedacht für einen politischen Skandal, als er behauptete, die beiden Großadmirale Erich Raeder und Karl Dönitz hätten „sauber, anständig und ehrenhaft“ Krieg geführt. An beiden Personen, so Zenker weiter, „hafte kein Makel“; sie hätten nur ihre Pflicht getan. Zenkers Leistung für den Aufbau der Bundesmarine kann dagegen nicht hoch genug geschätzt werden. Insgesamt steht Zenker für den tüchtigen und marinekonservativ geprägten „Jawohl“-Offizier und nicht für den Typus eines kritisch denkenden und handelnden Offiziers, der auch Mut zum Abweichen beweist. Seine Verdienste um den Bundeswehr-Aufbau sollten gewürdigt werden, eine Tradition kann Zenker jedoch nicht begründen.
Der hier thematisierte Beitrag „Aus Liebe zur Seefahrt! Vizeadmiral Karl-Adolf Zenker“ stammt aus der Feder des Historikers Burkhard Köster, der 2011 als Oberst im damaligen Militärgeschichtlichen Forschungsamtes der Bundeswehr in Potsdam arbeitete und zur Geschichte der Bundeswehr und Nato forschte. Die biographische Skizze porträtiert den zweiten Inspekteur der Marine als einen apolitisch denkenden Experten, der sich große Verdienste beim Aufbau der Bundesmarine erworben hat, seine apolitischen Einstellungen jedoch weiterhin pflegte.
17 Minuten
„Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ so lautet der Titel eines Beitrages von Wolfgang Schmidt aus dem Buch „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“, den wir in „Angelesen“, dem Buchjournal des ZMSBwZentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer.
General Josef Kammhuber´s in der Wehrmacht erworbene umfassende fachliche Qualifikation sprach für seine Wiedereinstellung. Er erkannte die Bedeutung der Technik für den Aufbau der neuen Luftwaffe sowie die Rolle der Atomwaffen für die Verteidigung des NATO-Bündnisgebietes. Bei der Suche nach geeigneten Waffensystemen setzte er sich für die Beschaffung der F-104 G Starfigher ein. Damit lag er ganz auf der Linie des Bundesministers der Verteidigung Franz Josef Strauß, der die Beförderung Kammhubers zum (Vier-Sterne-) General durchsetzte. Kammhuber gehörte zu denjenigen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, denen der Eintritt in die Bundeswehr als Armee in der Demokratie wenige Probleme bereitete. Seine technische Versiertheit und sein strategisches Denken machten ihn zu einem modernen General. Kammhuber war der erste Inspekteur der Luftwaffe und der einzige Inspekteur, der den Dienstgrad (Vier-Sterne-)General bekleidete. Die Idealvorstellungen des politisch mitdenkenden Offiziers einer Armee in der Demokratie erfüllte Josef Kammhuber nur bedingt.
Fazit
Der hier thematisierte Beitrag „Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ stammt von Wolfgang Schmidt und ist 2011 als Sammelband „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“ im „Oldenbourg Wissenschaftsverlag“ erschienen. Dr. Wolfgang Schmidt, Oberst, lehrt an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. In seinem Beitrag beschreibt er die herausragende Persönlichkeit von General Josef Kammhuber und würdigt seine Verdienste als Pionier der modernen Flugabwehr. Es ist eine lesenswerte biographische Skizze die den ersten Inspekteuer der Luftwaffe gut porträtiert.
General Josef Kammhuber´s in der Wehrmacht erworbene umfassende fachliche Qualifikation sprach für seine Wiedereinstellung. Er erkannte die Bedeutung der Technik für den Aufbau der neuen Luftwaffe sowie die Rolle der Atomwaffen für die Verteidigung des NATO-Bündnisgebietes. Bei der Suche nach geeigneten Waffensystemen setzte er sich für die Beschaffung der F-104 G Starfigher ein. Damit lag er ganz auf der Linie des Bundesministers der Verteidigung Franz Josef Strauß, der die Beförderung Kammhubers zum (Vier-Sterne-) General durchsetzte. Kammhuber gehörte zu denjenigen ehemaligen Wehrmachtsangehörigen, denen der Eintritt in die Bundeswehr als Armee in der Demokratie wenige Probleme bereitete. Seine technische Versiertheit und sein strategisches Denken machten ihn zu einem modernen General. Kammhuber war der erste Inspekteur der Luftwaffe und der einzige Inspekteur, der den Dienstgrad (Vier-Sterne-)General bekleidete. Die Idealvorstellungen des politisch mitdenkenden Offiziers einer Armee in der Demokratie erfüllte Josef Kammhuber nur bedingt.
Fazit
Der hier thematisierte Beitrag „Seines Wertes bewusst! General Josef Kammhuber“ stammt von Wolfgang Schmidt und ist 2011 als Sammelband „Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970“ im „Oldenbourg Wissenschaftsverlag“ erschienen. Dr. Wolfgang Schmidt, Oberst, lehrt an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. In seinem Beitrag beschreibt er die herausragende Persönlichkeit von General Josef Kammhuber und würdigt seine Verdienste als Pionier der modernen Flugabwehr. Es ist eine lesenswerte biographische Skizze die den ersten Inspekteuer der Luftwaffe gut porträtiert.
13 Minuten
"Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger" - so lautet der Titel eines Beitrages aus dem Buch "Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970", den wir in "Angelesen", dem Buchjournal des ZMSBw vorstellen. Herausgeber des 2011 erschienenen Sammelbandes sind die Militärhistoriker Helmut R. Hammerich und Rudolf J. Schlaffer.
Generalleutnant Hans Röttiger bewährte sich als Frontoffizier im Ersten Weltkrieg und wurde in die Reichswehr übernommen. Danach rückte er in die Eliteränge der Wehrmacht auf. Seine besondere Expertise war die Organisation und der Einsatz der Panzertruppen. Als die Aufstellung einer westdeutschen Armee näher rückte, war Hans Röttiger bereit, seine bisherige Tätigkeit als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft aufzugeben. Für seine Auswahl in die Bundeswehr sprach seine große Fachkompetenz in allen die Panzertruppe betreffenden Fragen. Wichtig waren auch seine moralischen Grundüberzeugungen, die er vor allem in der Endphase des Krieges in Italien gezeigt hatte. In der Bundeswehr wurde er schließlich der erste Inspekteur des Heeres, obwohl er in der Wehrmacht keine einzige Verwendung als Kommandeur oder Truppenführer durchlaufen hatte. In der Aufstellungsphase des Heeres setzte Röttiger die Brigade als Kernelement des Heeres durch und verwirklichte damit europaweit einen Standard in der beweglichen Gefechtsführung mit Panzern und Panzergrenadieren. Bereits 1959 empfahl die NATO seinen Mitgliedstaaten die Übernahme des deutschen Modells der Brigadegliederung, die bis in die Gegenwart hinein zum Muster der meisten NATO-Verbände geworden ist. Die Einnahme des Heeres in die Gliederung mit 12 Divisionen konnte Hans Röttiger jedoch nicht mehr miterleben. Er verstarb am 15. April 1960 im Amt.
Fazit
Der hier thematisierte Beitrag „Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger“ stammt von der Historikerin Prof. Kerstin von Lingen und ist 2011 als Sammelband im "Oldenbourg Wissenschaftsverlag" erschienen. Sie lehrte 2010 an der Universität Heidelberg. Seit dem 1. März 2019 ist Kerstin von Lingen Inhaberin der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung) an der Universität Wien. Die biographische Skizze porträtiert Generalleutnant Hans Röttiger als einen typischen Vertreter der Gründungsgeneration der Bundeswehr und gibt vielfältige Einblicke in sein Leben.
Generalleutnant Hans Röttiger bewährte sich als Frontoffizier im Ersten Weltkrieg und wurde in die Reichswehr übernommen. Danach rückte er in die Eliteränge der Wehrmacht auf. Seine besondere Expertise war die Organisation und der Einsatz der Panzertruppen. Als die Aufstellung einer westdeutschen Armee näher rückte, war Hans Röttiger bereit, seine bisherige Tätigkeit als Geschäftsführer in der Privatwirtschaft aufzugeben. Für seine Auswahl in die Bundeswehr sprach seine große Fachkompetenz in allen die Panzertruppe betreffenden Fragen. Wichtig waren auch seine moralischen Grundüberzeugungen, die er vor allem in der Endphase des Krieges in Italien gezeigt hatte. In der Bundeswehr wurde er schließlich der erste Inspekteur des Heeres, obwohl er in der Wehrmacht keine einzige Verwendung als Kommandeur oder Truppenführer durchlaufen hatte. In der Aufstellungsphase des Heeres setzte Röttiger die Brigade als Kernelement des Heeres durch und verwirklichte damit europaweit einen Standard in der beweglichen Gefechtsführung mit Panzern und Panzergrenadieren. Bereits 1959 empfahl die NATO seinen Mitgliedstaaten die Übernahme des deutschen Modells der Brigadegliederung, die bis in die Gegenwart hinein zum Muster der meisten NATO-Verbände geworden ist. Die Einnahme des Heeres in die Gliederung mit 12 Divisionen konnte Hans Röttiger jedoch nicht mehr miterleben. Er verstarb am 15. April 1960 im Amt.
Fazit
Der hier thematisierte Beitrag „Von der Freiheit der Gewissensentscheidung: Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Hans Röttiger“ stammt von der Historikerin Prof. Kerstin von Lingen und ist 2011 als Sammelband im "Oldenbourg Wissenschaftsverlag" erschienen. Sie lehrte 2010 an der Universität Heidelberg. Seit dem 1. März 2019 ist Kerstin von Lingen Inhaberin der Professur für Zeitgeschichte (Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung) an der Universität Wien. Die biographische Skizze porträtiert Generalleutnant Hans Röttiger als einen typischen Vertreter der Gründungsgeneration der Bundeswehr und gibt vielfältige Einblicke in sein Leben.
17 Minuten
"Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006" - so lautet der Titel des Buches von John Zimmermann, das wir in "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, vorstellen. Es ist 2012 im "De Gruyter Oldenbourg Verlag" erschienen.
Die Biographie bietet einen tiefen Einblick in die militärische Karriere des Generals Ulrich de Maiziére. Dieser trat 1930 in die Reichswehr ein. Im Zweiten Weltkrieg hatte er sowohl frontnahe Führungsverwendungen als auch Dienstposten im Oberkommando des Heeres inne. In der Bundeswehr setzte er sich früh für die Verwirklichung des Konzepts der Inneren Führung ein. Seine Amtszeit als Generalinspekteur ist eng verbunden mit dem Blankeneser Erlass sowie den öffentlich ausgetragenen Kontroversen um die "Leutnante 70", die "Hauptleute von Unna" und die "Schnez-Studie". In den zahlreichen Auseinandersetzungen über Fragen von Selbstverständnis und Tradition wirkte General de Maiziére ausgleichend, ohne von seiner Absicht abzuweichen, die Innere Führung fest in der Bundeswehr zu verankern. Sein stark ausgeprägtes soldatisches Pflichtgefühl ließ ihn nicht am Widerstand gegen Hitler teilnehmen. Gleichwohl hatte er aus dieser Erfahrung gelernt und sich bis zu seinem Tod 2006 für die Bundeswehr als Armee in der Demokratie engagiert.
Blankeneser Erlass, Bezeichnung für den Erlass des Bundesministeriums der Verteidigung vom 21.03.1970, der die Zuständigkeiten des Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie der Inspekteure in der jeweiligen Teilstreitkraft festlegt.
Als „Leutnante 70“ ging eine Gruppe von acht Offizieren der Heeresoffizierschule II in die Geschichte der Bundeswehr ein, die am 10. März 1970 in Hamburg neun Thesen veröffentlichte, in denen sie einen von traditionalistischen Fesseln befreiten Offizierstyp forderten.
Als „Hauptleute von Unna“, auch „Hauptleute 71“, wurden 30 Hauptleute und Kompaniechefs aus dem Bereich der 7. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr bezeichnet, die sich im März 1971 kritisch zur Inneren Führung geäußert hatten.
Im Dezember 1969 wurde eine geheime,vom damaligen General Albert Schnez in Auftrag gegebene, Studie mit dem Titel „Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung des Heeres“ bekannt. Sie wurde hiernach als „Schnez-Studie“ bekannt.
Fazit
Das Buch „Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006“ von Dr. John Zimmermann (Leiter des Forschungsbereichs Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am ZMSBw), ist 2012 im De Gruyter Oldenbourg Verlag erschienen und ist ein beeindruckendes Werk, das nicht nur für militärhistorisch Interessierte von Bedeutung ist, sondern auch für diejenigen, die sich für die deutsche Geschichte und politische Entwicklung der Bundesrepublik interessieren.
Die Biographie bietet einen tiefen Einblick in die militärische Karriere des Generals Ulrich de Maiziére. Dieser trat 1930 in die Reichswehr ein. Im Zweiten Weltkrieg hatte er sowohl frontnahe Führungsverwendungen als auch Dienstposten im Oberkommando des Heeres inne. In der Bundeswehr setzte er sich früh für die Verwirklichung des Konzepts der Inneren Führung ein. Seine Amtszeit als Generalinspekteur ist eng verbunden mit dem Blankeneser Erlass sowie den öffentlich ausgetragenen Kontroversen um die "Leutnante 70", die "Hauptleute von Unna" und die "Schnez-Studie". In den zahlreichen Auseinandersetzungen über Fragen von Selbstverständnis und Tradition wirkte General de Maiziére ausgleichend, ohne von seiner Absicht abzuweichen, die Innere Führung fest in der Bundeswehr zu verankern. Sein stark ausgeprägtes soldatisches Pflichtgefühl ließ ihn nicht am Widerstand gegen Hitler teilnehmen. Gleichwohl hatte er aus dieser Erfahrung gelernt und sich bis zu seinem Tod 2006 für die Bundeswehr als Armee in der Demokratie engagiert.
Blankeneser Erlass, Bezeichnung für den Erlass des Bundesministeriums der Verteidigung vom 21.03.1970, der die Zuständigkeiten des Generalinspekteurs der Bundeswehr sowie der Inspekteure in der jeweiligen Teilstreitkraft festlegt.
Als „Leutnante 70“ ging eine Gruppe von acht Offizieren der Heeresoffizierschule II in die Geschichte der Bundeswehr ein, die am 10. März 1970 in Hamburg neun Thesen veröffentlichte, in denen sie einen von traditionalistischen Fesseln befreiten Offizierstyp forderten.
Als „Hauptleute von Unna“, auch „Hauptleute 71“, wurden 30 Hauptleute und Kompaniechefs aus dem Bereich der 7. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr bezeichnet, die sich im März 1971 kritisch zur Inneren Führung geäußert hatten.
Im Dezember 1969 wurde eine geheime,vom damaligen General Albert Schnez in Auftrag gegebene, Studie mit dem Titel „Gedanken zur Verbesserung der inneren Ordnung des Heeres“ bekannt. Sie wurde hiernach als „Schnez-Studie“ bekannt.
Fazit
Das Buch „Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912 bis 2006“ von Dr. John Zimmermann (Leiter des Forschungsbereichs Deutsche Militärgeschichte bis 1945 am ZMSBw), ist 2012 im De Gruyter Oldenbourg Verlag erschienen und ist ein beeindruckendes Werk, das nicht nur für militärhistorisch Interessierte von Bedeutung ist, sondern auch für diejenigen, die sich für die deutsche Geschichte und politische Entwicklung der Bundesrepublik interessieren.
17 Minuten
Das Buch "Graf von Kielmansegg" ist ein faszinierendes Werk, das sich mit dem Leben und Wirken des gleichnamigen Grafen auseinandersetzt. Es erschien im Jahr 2007 im Mittler-Verlag und ist eine umfassende und detaillierte Darstellung einer bedeutenden Persönlichkeit der deutschen Geschichte. Graf von Kielmansegg war eine bemerkenswerte Figur, die von 1906 bis 2006 lebte und eine wichtige Rolle in der Politik und Diplomatie spielte. Kielmansegg, Freund des Hitler-Attentäters Stauffenberg, war einer der Gründerväter der Bundeswehr. Bei der Erarbeitung der "Himmeroder Denkschrift" oder bei der Umwandlung des "Amtes Blank" spielte er eine entscheidende Rolle Das Buch zeichnet sein Leben von den frühen Jahren bis zu seinem Aufstieg zu einem der einflussreichsten Männer seiner Zeit nach. Es bietet einen tiefen Einblick in seine familiären Hintergründe, seine Ausbildung, seine politischen Ambitionen und seine Errungenschaften.
Die Autoren Karl Feldmeyer und Georg Meyer haben umfangreiche Recherchen durchgeführt, um ein genaues Bild von Graf von Kielmansegg zu zeichnen. Sie werfen Licht auf seine politischen Beziehungen, seine Rolle in der preußischen und deutschen Politik sowie seine Beiträge zur europäischen Diplomatie. Das Buch enthält auch zahlreiche Abbildungen, die das Leben des Grafen und seine Zeit illustrieren. Die Leser werden in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts eingeführt und können die historischen Ereignisse aus der Perspektive von Graf von Kielmansegg kennenlernen.
Die Autoren
Karl Feldmeyer war ein deutscher Journalist. Er beschäftigte sich insbesondere mit deutschlandpolitischen und sicherheitspolitischen Fragen. Feldmeyer war aufgrund seiner langjährige Korrespondententätigkeit ein ausgewiesener Experte der Politik und inneren Strukturen von CDU und CSU. 1978 erhielt er den Theodor Wolff-Preis des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger.
Georg Meyer war Wissenschaftlicher Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Freiburg. Bekannt wurde er vor allem durch seine beiden Großbeiträge in den Bänden 1 und 3 der Reihe „Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik“.
Die Autoren Karl Feldmeyer und Georg Meyer haben umfangreiche Recherchen durchgeführt, um ein genaues Bild von Graf von Kielmansegg zu zeichnen. Sie werfen Licht auf seine politischen Beziehungen, seine Rolle in der preußischen und deutschen Politik sowie seine Beiträge zur europäischen Diplomatie. Das Buch enthält auch zahlreiche Abbildungen, die das Leben des Grafen und seine Zeit illustrieren. Die Leser werden in die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 19. Jahrhunderts eingeführt und können die historischen Ereignisse aus der Perspektive von Graf von Kielmansegg kennenlernen.
Die Autoren
Karl Feldmeyer war ein deutscher Journalist. Er beschäftigte sich insbesondere mit deutschlandpolitischen und sicherheitspolitischen Fragen. Feldmeyer war aufgrund seiner langjährige Korrespondententätigkeit ein ausgewiesener Experte der Politik und inneren Strukturen von CDU und CSU. 1978 erhielt er den Theodor Wolff-Preis des Bundesverbands deutscher Zeitungsverleger.
Georg Meyer war Wissenschaftlicher Direktor des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Freiburg. Bekannt wurde er vor allem durch seine beiden Großbeiträge in den Bänden 1 und 3 der Reihe „Anfänge westdeutscher Sicherheitspolitik“.
19 Minuten
In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dagmar Bussiek, "Dem Frieden verpflichtet. Wolf Graf von Baudissin (1907-1993). Die Biografie" vor. Es erschien im Jahr 2021 im Nomos-Verlag.
Wolf Graf von Baudissin war Offizier, Militärtheoretiker und Friedensforscher. Er begann seine militärische Karriere in der Reichswehr, machte im Zweiten Weltkrieg in Hitlers Wehrmacht den Westfeldzug mit und geriet 1941 in Afrika in britische Gefangenschaft. In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde er zu einem der wichtigsten Vordenker der Inneren Führung, die sich am Leitbild des Staatsbürgers in Uniform orientiert. Von 1971 bis 1984 wirkte er als Gründungsdirektor des Instituts für Sicherheitspolitik und Friedensforschung (IFSH) an der Universität Hamburg. Die Historikerin und Hochschuldozentin Prof. apl. Dr. Dagmar Bussiek zeichnet Baudissins erstaunliche Lebensgeschichte auf breiter Quellenbasis nach.
Wolf Graf von Baudissin war Offizier, Militärtheoretiker und Friedensforscher. Er begann seine militärische Karriere in der Reichswehr, machte im Zweiten Weltkrieg in Hitlers Wehrmacht den Westfeldzug mit und geriet 1941 in Afrika in britische Gefangenschaft. In der Aufbauphase der Bundeswehr wurde er zu einem der wichtigsten Vordenker der Inneren Führung, die sich am Leitbild des Staatsbürgers in Uniform orientiert. Von 1971 bis 1984 wirkte er als Gründungsdirektor des Instituts für Sicherheitspolitik und Friedensforschung (IFSH) an der Universität Hamburg. Die Historikerin und Hochschuldozentin Prof. apl. Dr. Dagmar Bussiek zeichnet Baudissins erstaunliche Lebensgeschichte auf breiter Quellenbasis nach.
19 Minuten
In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Rudolf Schlaffer und Wolfgang Schmidt „Wolf Graf v. Baudissin. 1907 – 1993. Modernisierer zwischen totalitärer Herrschaft und freiheitlicher Ordnung“ vor. Es erschien im Jahr 2007 im Oldenbourg-Verlag.
Die Autoren
Dr. Rudolf Schlaffer ist ein deutscher Offizier (Oberstleutnant), Militärhistoriker und Museumsdirektor. Er kam 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA). Zu seinen Forschungsgebieten gehört die „Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im Bündnis“. Von 2004 bis 2008 war er Redakteur der Militärgeschichtlichen Zeitschrift. 2006 wurde er bei Bernd Wegner an der Helmut-Schmidt-Universität mit der Dissertation Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages: Konzeption, Formierung und Entwicklung des Amtes von Helmuth von Grolman zu Karl Wilhelm Berkhan zum Dr. phil. promoviert. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam. 2013 übernahm er die Projektleitung „Strategie und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland“ am ZMSBw. Im Oktober 2021 hat Schlaffer in der Nachfolge von Armin Wagner die Direktion des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden (MHM) übernommen.
Oberst Dr. Wolfgang Schmidt ist Historiker und Leitdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2008 bis 2010 war er Leitdozent Militärgeschichte im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg. Seit 2010 ist er Leiter des dortigen Fachgebiets Gesellschaftsanalyse und Geschichte im Fachbereich Human- und Sozialwissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Militärgeschichte, Geschichte der Zivil-Militärischen Beziehungen und Kulturgeschichte der Streitkräfte.
Die Autoren
Dr. Rudolf Schlaffer ist ein deutscher Offizier (Oberstleutnant), Militärhistoriker und Museumsdirektor. Er kam 1999 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA). Zu seinen Forschungsgebieten gehört die „Militärgeschichte der Bundesrepublik Deutschland im Bündnis“. Von 2004 bis 2008 war er Redakteur der Militärgeschichtlichen Zeitschrift. 2006 wurde er bei Bernd Wegner an der Helmut-Schmidt-Universität mit der Dissertation Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages: Konzeption, Formierung und Entwicklung des Amtes von Helmuth von Grolman zu Karl Wilhelm Berkhan zum Dr. phil. promoviert. Seit 2009 ist er Lehrbeauftragter am Historischen Institut der Universität Potsdam. 2013 übernahm er die Projektleitung „Strategie und Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland“ am ZMSBw. Im Oktober 2021 hat Schlaffer in der Nachfolge von Armin Wagner die Direktion des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden (MHM) übernommen.
Oberst Dr. Wolfgang Schmidt ist Historiker und Leitdozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2008 bis 2010 war er Leitdozent Militärgeschichte im Fachbereich Sicherheitspolitik und Strategie an der Führungsakademie der Bundeswehr (FüAkBw) in Hamburg. Seit 2010 ist er Leiter des dortigen Fachgebiets Gesellschaftsanalyse und Geschichte im Fachbereich Human- und Sozialwissenschaften. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Militärgeschichte, Geschichte der Zivil-Militärischen Beziehungen und Kulturgeschichte der Streitkräfte.
16 Minuten
Der Autor Dr. Georg Meyer (1939-2022) war ein deutscher Historiker und ehemaliger Wissenschaftlicher Direktor im Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg i.Br. In seinem Buch beschreibt er den Lebensweg von Adolf Heusinger, der 1897 geboren, beide Weltkriege als Offizier erlebte und ab 1949/50 zu den Personen zählte, die den Aufbau der Bundeswehr gestalteten. Er war von 1956 bis 1961 erster Generalinspekteur der Bundeswehr und danach bis 1964 Chairman des NATO Militärausschuss. Heusinger starb 1982 an seinem Wohnsitz in Köln. Er war jedoch auch langjährig verantwortlich für die Operationsplanung und -führung der Wehrmacht im von Hitler vom Zaun gebrochenen eroberungs- und Vernichtungskrieg. Die Zeit spiegelt einen wechselvollen Lebensweg: Einst opportunistischer Karrierist der Wehrmacht, danach Gestalter der Streitkräfte in der Demokratie?
13 Minuten
In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Dieter Krüger, Verständigung mit Frankreich. Das vergebliche Plädoyer des Oberst Dr. Hans Speidel. Paris 1940 – 1942 vor. Es erschien im Jahr 2021 im Miles#en-Verlag.
Warum ist Hans Speidel (1897-1984), Gründergeneral und erste deutsche NATO-Befehlshaber für die Bundeswehr traditionswürdig, obwohl er vormals als Offizier der Wehrmacht seine Tätigkeit in den Dienst des NS-Regimes stellte? Dieter Krüger geht drei spannenden Fragen nach: Welche politische Konzeption vertrat Speidel während seiner Funktion als Stabschef des Militärbefehlshabers in Frankreich 1940 bis 1942? Welche Verantwortung trug die Militärverwaltung für die Erschießung von Geiseln sowie für die Anfänge der Judenverfolgung im besetzten Frankreich? Und welche Rolle spielte Speidel dabei?
Der Autor Prof. Dr. habil. Dieter Krüger ist Historiker, apl. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam und Leitender Wissenschaftlicher Direktor a.D. des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.
Warum ist Hans Speidel (1897-1984), Gründergeneral und erste deutsche NATO-Befehlshaber für die Bundeswehr traditionswürdig, obwohl er vormals als Offizier der Wehrmacht seine Tätigkeit in den Dienst des NS-Regimes stellte? Dieter Krüger geht drei spannenden Fragen nach: Welche politische Konzeption vertrat Speidel während seiner Funktion als Stabschef des Militärbefehlshabers in Frankreich 1940 bis 1942? Welche Verantwortung trug die Militärverwaltung für die Erschießung von Geiseln sowie für die Anfänge der Judenverfolgung im besetzten Frankreich? Und welche Rolle spielte Speidel dabei?
Der Autor Prof. Dr. habil. Dieter Krüger ist Historiker, apl. Professor für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam und Leitender Wissenschaftlicher Direktor a.D. des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr.
13 Minuten
In dieser Folge von "Angelesen", dem Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Thorsten Loch, Deutsche Generale 1945-1990. Profession – Karriere – Herkunft vor. Es erschien im Jahr 2021 im Ch. Links-Verlag
Das Buch
Die Geschichte der deutsch-deutschen Generalität ist mehr als eine Aneinanderreihung einzelner Biografien. Die Analyse des Personalkörpers der jeweiligen militärischen Elite bietet vielmehr Einblicke in die Grundstrukturen des deutschen Militärs. Dadurch wird ein wesentlicher Teil militärischen Denkens offengelegt und die Frage nach Amerikanisierung, Sowjetisierung oder der Modernisierung deutscher militärischer Traditionen beantwortet.
Thorsten Loch vergleicht Profession, Karriere und Herkunft von Generalen in Ost- und Westdeutschland. Er fragt nach den Prozessen und Entscheidungen zur Besetzung gesellschaftlicher und militärischer Schlüsselpositionen. Den Ausgangspunkt bildet die Überlegung, Militär als Profession und somit vom Krieg her zu begreifen. Dabei entsteht auf breiter Quellenbasis ein Bild deutscher Generale, das die grundlegenden Unterschiede im militärischen Denken in Ost und West herausstellt und überraschende Einsichten in die militärische Elitebildung ermöglicht.
Der Autor
Oberstleutnant PDPrivatdozent Dr. Thorsten Loch ist Leiter des Projektbereichs „2. Weltkrieg“ im Forschungsbereich „Militärgeschichte bis 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Redakteur der „Militärgeschichtlichen Zeitschrift“.
Das Buch
Die Geschichte der deutsch-deutschen Generalität ist mehr als eine Aneinanderreihung einzelner Biografien. Die Analyse des Personalkörpers der jeweiligen militärischen Elite bietet vielmehr Einblicke in die Grundstrukturen des deutschen Militärs. Dadurch wird ein wesentlicher Teil militärischen Denkens offengelegt und die Frage nach Amerikanisierung, Sowjetisierung oder der Modernisierung deutscher militärischer Traditionen beantwortet.
Thorsten Loch vergleicht Profession, Karriere und Herkunft von Generalen in Ost- und Westdeutschland. Er fragt nach den Prozessen und Entscheidungen zur Besetzung gesellschaftlicher und militärischer Schlüsselpositionen. Den Ausgangspunkt bildet die Überlegung, Militär als Profession und somit vom Krieg her zu begreifen. Dabei entsteht auf breiter Quellenbasis ein Bild deutscher Generale, das die grundlegenden Unterschiede im militärischen Denken in Ost und West herausstellt und überraschende Einsichten in die militärische Elitebildung ermöglicht.
Der Autor
Oberstleutnant PDPrivatdozent Dr. Thorsten Loch ist Leiter des Projektbereichs „2. Weltkrieg“ im Forschungsbereich „Militärgeschichte bis 1945“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Redakteur der „Militärgeschichtlichen Zeitschrift“.
17 Minuten
In dieser Folge von ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Marco Sigg „Der Unterführer als Feldherr im Taschenformat. Theorie und Praxis der Auftragstaktik im deutschen Heer 1869 bis 1945“ vor.
Das Buch
Das Buch erschien 2014 im Verlag Ferdinand Schöningh.
Der Autor
Dr. phil. Marco Sigg, Jahrgang 1975, studierte an der Universität Bern Neueste und Alte Geschichte sowie Allgemeines Staatsrecht. 2011 Promotion im Fach Geschichte. Er arbeitete 2005 bis 2014 als Militärhistoriker an der Militärakademie der ETH Zürich. 2012-2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachreferent im Schweizerischen Nationalmuseum tätig. Daneben begleitete er als freiberuflicher Historiker verschiedene Projekte. 2015-2022 war er Direktor des historischen Museums von Zug (Museum Burg Zug).
Zum Inhalt
Die Auftragstaktik wird in der Literatur als wesentlicher Grund für die deutschen taktisch-operativen Erfolge in den Kriegen von 1866 bis 1945 bezeichnet. Die vorliegende Studie untersucht dieses Führungsprinzip für das deutsche Heer von 1935 bis 1945 aus ganzheitlicher Sicht, indem sie Theorie und Praxis, d.h. normative Handlungsvorgaben und die konkrete Umsetzung im Feld vergleicht. Dabei kommen auch Unterschiede zum heutigen „Führen mit Auftrag“ der Bundeswehr zum Tragen. Laut Sigg lag der damalige deutsche Mehrwert des militärischen Führens nicht in der Selbstständigkeit von Unterführern, sondern (nur) im ständigen engen Austausch zwischen über- und untergeordneten Führungsebenen.
Text: Christoph Kuhl
Gelesen von: Heiner Möllers
Das Buch
Das Buch erschien 2014 im Verlag Ferdinand Schöningh.
Der Autor
Dr. phil. Marco Sigg, Jahrgang 1975, studierte an der Universität Bern Neueste und Alte Geschichte sowie Allgemeines Staatsrecht. 2011 Promotion im Fach Geschichte. Er arbeitete 2005 bis 2014 als Militärhistoriker an der Militärakademie der ETH Zürich. 2012-2014 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachreferent im Schweizerischen Nationalmuseum tätig. Daneben begleitete er als freiberuflicher Historiker verschiedene Projekte. 2015-2022 war er Direktor des historischen Museums von Zug (Museum Burg Zug).
Zum Inhalt
Die Auftragstaktik wird in der Literatur als wesentlicher Grund für die deutschen taktisch-operativen Erfolge in den Kriegen von 1866 bis 1945 bezeichnet. Die vorliegende Studie untersucht dieses Führungsprinzip für das deutsche Heer von 1935 bis 1945 aus ganzheitlicher Sicht, indem sie Theorie und Praxis, d.h. normative Handlungsvorgaben und die konkrete Umsetzung im Feld vergleicht. Dabei kommen auch Unterschiede zum heutigen „Führen mit Auftrag“ der Bundeswehr zum Tragen. Laut Sigg lag der damalige deutsche Mehrwert des militärischen Führens nicht in der Selbstständigkeit von Unterführern, sondern (nur) im ständigen engen Austausch zwischen über- und untergeordneten Führungsebenen.
Text: Christoph Kuhl
Gelesen von: Heiner Möllers
15 Minuten
In dieser Folge von "Angelesen", dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Christian Stachelbeck „Militärische Effektivität im Ersten Weltkrieg. Die 11. Bayerische Infanteriedivision 1915 bis 1918“ vor. Es erschien 2010 im Verlag Ferdinand Schöningh.
Das Buch
Eine repräsentative Fallstudie über die Herausforderungen des industrialisierten Krieges und das Musterbeispiel einer modernen integrativen Operationsgeschichte.
Im Mittelpunkt steht das Bindeglied zwischen den höheren Entscheidungsinstanzen des Heeres und der Ebene des »kleinen Mannes«, die bislang zu wenig beachtete mittlere Führung. Der Autor fragt nach ihrer Lernfähigkeit, nach ihrer Bedeutung für taktische Innovationsprozesse wie auch für die Aufrechterhaltung und Mobilisierung der Kampfmotivation der Soldaten. Seine Ergebnisse relativieren die in vielen angloamerikanischen Studien gerühmte außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des deutschen Heeres ebenso wie die in Deutschland oft noch verbreitete Auffassung von der Innovationsunfähigkeit der Armee.
Der Autor
Oberstleutnant Dr. Christian Stachelbeck ist als Historiker am ZMSBw in Potsdam tätig. Er ist Projektleiter 19. Jahrhundert im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945.
Das Buch
Eine repräsentative Fallstudie über die Herausforderungen des industrialisierten Krieges und das Musterbeispiel einer modernen integrativen Operationsgeschichte.
Im Mittelpunkt steht das Bindeglied zwischen den höheren Entscheidungsinstanzen des Heeres und der Ebene des »kleinen Mannes«, die bislang zu wenig beachtete mittlere Führung. Der Autor fragt nach ihrer Lernfähigkeit, nach ihrer Bedeutung für taktische Innovationsprozesse wie auch für die Aufrechterhaltung und Mobilisierung der Kampfmotivation der Soldaten. Seine Ergebnisse relativieren die in vielen angloamerikanischen Studien gerühmte außergewöhnliche Leistungsfähigkeit des deutschen Heeres ebenso wie die in Deutschland oft noch verbreitete Auffassung von der Innovationsunfähigkeit der Armee.
Der Autor
Oberstleutnant Dr. Christian Stachelbeck ist als Historiker am ZMSBw in Potsdam tätig. Er ist Projektleiter 19. Jahrhundert im Forschungsbereich Militärgeschichte bis 1945.
17 Minuten
In dieser Folge von "Angelesen" Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr stellen wir das Buch von Hannes Leidinger, Der Russische Bürgerkrieg vor. Es erschien im Jahr 2020 im Reclam Verlag.
Das Buch
Das jahrhundertealte russische Zarenreich ging 1917 mit dem Sturz des letzten Zaren Nikolaus II. unter. In den folgenden Machtkämpfen entfaltete sich erschreckende Gewalt, die alle Regionen und Gesellschaftsgruppen des Imperiums betraf. In der opferreichen Zeit der »Übergangswirren«, aus denen die kommunistische Sowjetunion hervorgehen sollte, standen sich unterschiedliche Parteien, Ideologien, nationale Kräfte, soziale Schichten und ausländische Interventionsmächte gegenüber. Neben den politischen und militärischen Entwicklungen zeichnet das Buch auch das Alltagsleben der Menschen in der Katastrophe nach.
Der Autor
Hannes Leidinger ist ein österreichischer Historiker, Leiter der Wiener Außenstelle des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung und u.a. Mitglied der österreichischen Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung.
Das Buch
Das jahrhundertealte russische Zarenreich ging 1917 mit dem Sturz des letzten Zaren Nikolaus II. unter. In den folgenden Machtkämpfen entfaltete sich erschreckende Gewalt, die alle Regionen und Gesellschaftsgruppen des Imperiums betraf. In der opferreichen Zeit der »Übergangswirren«, aus denen die kommunistische Sowjetunion hervorgehen sollte, standen sich unterschiedliche Parteien, Ideologien, nationale Kräfte, soziale Schichten und ausländische Interventionsmächte gegenüber. Neben den politischen und militärischen Entwicklungen zeichnet das Buch auch das Alltagsleben der Menschen in der Katastrophe nach.
Der Autor
Hannes Leidinger ist ein österreichischer Historiker, Leiter der Wiener Außenstelle des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgenforschung und u.a. Mitglied der österreichischen Militärhistorischen Denkmalkommission des Bundesministeriums für Landesverteidigung.
14 Minuten
In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch von Karl-Heinz-Frieser, „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“ vor. Das Buch erschien im Jahr 2021 in der 5. Auflage im De Gruyter Oldenbourg-Verlag.
Der Autor
Oberst a.D. Karl-Heinz Frieser ist pensionierter Offizier der Bundeswehr und Militärhistoriker.
Das Buch
Will man die wichtigsten und einflussreichsten Bücher der letzten 30 Jahre zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs benennen, so darf in dieser Liste eines keinesfalls fehlen: „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“. Erstmals 1995 veröffentlich, ist das Buch mittlerweile in der 5. Auflage erschienen und wurde zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt: Englisch, französisch, spanisch, polnisch, rumänisch, koreanisch und japanisch. Weltweit gilt Friesers Studie an zahlreichen Militärakademien als essentielle Lektüre für das Verständnis des im Englischen so bezeichneten „manoeuvre warfare“.
Text: Heiner Bröckermann
Gelesen von: Christoph Jan Longen
Der Autor
Oberst a.D. Karl-Heinz Frieser ist pensionierter Offizier der Bundeswehr und Militärhistoriker.
Das Buch
Will man die wichtigsten und einflussreichsten Bücher der letzten 30 Jahre zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs benennen, so darf in dieser Liste eines keinesfalls fehlen: „Blitzkrieg-Legende. Der Westfeldzug 1940“. Erstmals 1995 veröffentlich, ist das Buch mittlerweile in der 5. Auflage erschienen und wurde zudem in zahlreiche Sprachen übersetzt: Englisch, französisch, spanisch, polnisch, rumänisch, koreanisch und japanisch. Weltweit gilt Friesers Studie an zahlreichen Militärakademien als essentielle Lektüre für das Verständnis des im Englischen so bezeichneten „manoeuvre warfare“.
Text: Heiner Bröckermann
Gelesen von: Christoph Jan Longen
16 Minuten
In dieser Folge von „ANGELESEN! Dem Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr“ stellen wir das Buch „Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe“ vor. Lukas Grawe ist der Herausgeber des Sammelbandes, an dem zahlreiche renommierte Historiker mitwirken.
Das Buch
Es erschien 2020 im Verlag wbg Theiss.
Der Herausgeber
Lukas Grawe ist Historiker und am SOCIUM-Forschungszentrum der Universität Bremen tätig.
Text: Christoph Kuhl
Gelesen von: Heiner Möllers
Das Buch
Es erschien 2020 im Verlag wbg Theiss.
Der Herausgeber
Lukas Grawe ist Historiker und am SOCIUM-Forschungszentrum der Universität Bremen tätig.
Text: Christoph Kuhl
Gelesen von: Heiner Möllers
Angelesen! Audio-Buchjournal des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Das ZMSBw stellt Bücher zur (Militär-)Geschichte vor