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Kliniksprechstunde Archiv

282 Episoden
16 Minuten
Grüner Star (Glaukom) kann den Sehnerv dauerhaft schädigen und unbehandelt zur Erblindung führen. Doch wie erkennt man die Augenerkrankung frühzeitig? Wann helfen Augentropfen und welche modernen Laserbehandlungen und Operationsverfahren gibt es heute? Prof. Dr. Marc Schargus, Chefarzt der Augenheilkunde an der Asklepios Klinik Nord – Heidberg in Hamburg, erklärt, wie ein Glaukom entsteht, welche Rolle der Augeninnendruck spielt und warum die Früherkennung so wichtig ist. Außerdem erläutert Prof. Schargus, wie die Diagnose abläuft und welche Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Dazu gehören Augentropfen, die moderne Laserbehandlung mit selektiver Lasertrabekuloplastik (SLT) sowie minimalinvasive Glaukomoperationen (MIGS). Auch der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Glaukomdiagnostik wird thematisiert. Zudem geht er darauf ein, wann eine Glaukom-Operation sinnvoll ist, ob eine Laserbehandlung Augentropfen ersetzen kann und wie sich das Fortschreiten der Erkrankung möglichst aufhalten lässt.
18 Minuten
Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die beim Sitzen wieder verschwinden, sind ein typisches Anzeichen für eine Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule. Dabei ist der Wirbelkanal verengt und die darin verlaufenden Nerven geraten unter Druck. Aber bedeutet die Diagnose automatisch, dass operiert werden muss? Dr. Marc Ruppolt, Chefarzt der Wirbelsäulen- und Neurochirurgie sowie Schmerztherapie am Asklepios Westklinikum Hamburg, erklärt, wie eine Spinalkanalstenose entsteht, welche Symptome typisch sind und wann eine Operation sinnvoll sein kann. Wichtig ist: Eine Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals) im MRT allein ist noch kein Grund für eine Operation. Entscheidend sind die Beschwerden und wie stark sie den Alltag und die Gehstrecke einschränken. Solange Schmerzen mit konservativen Behandlungen wie Bewegung, Gymnastik und Schmerzmedikamenten ausreichend kontrolliert werden können, muss häufig nicht operiert werden. Dr. Ruppolt geht es außerdem darum, wie sich die Beschwerden von Durchblutungsstörungen oder Hüftarthrose unterscheiden lassen, warum Fahrradfahren oft noch gut funktioniert, obwohl längeres Gehen schwerfällt, und wie eine mikrochirurgische Operation bei einer Spinalkanalstenose abläuft. Dr. Ruppolt erklärt außerdem, welche Rolle ein Gleitwirbel (Verschiebung eines Wirbels gegenüber dem benachbarten Wirbel) spielt und warum ein Gleitwirbel nicht automatisch eine Versteifung der Wirbelsäule bedeutet.
13 Minuten
Ein künstliches Kniegelenk soll Schmerzen reduzieren und Beweglichkeit zurückbringen. Doch wie genau muss eine Knieprothese eingesetzt werden und welchen Vorteil hat eine robotergestützte Operation gegenüber einer herkömmlichen Knie-OP? Dr. Karol Stiebler, Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie, Leiter Endoprothetikzentrum, Traumazentrum und Alterstraumazentrum im Asklepios Klinikum Schwalmstadt, erklärt, wie der Roboter beim Einsetzen eines künstlichen Kniegelenks unterstützt. Wie funktioniert eine robotergestützte Knie-OP? Welche Rolle spielen Beinachse, Bänder und die individuelle Anatomie? Und operiert der Roboter tatsächlich selbst? Dr. Stiebler zeigt, warum die präzise Positionierung der Knieprothese entscheidend ist, wie der Operateur während des gesamten Eingriffs die Kontrolle behält und welche möglichen Vorteile die Technik für Schmerzen, Rehabilitation und Haltbarkeit des künstlichen Kniegelenks bietet. Dabei ordnet er auch ein, für welche erhofften langfristigen Vorteile noch keine belastbaren Daten vorliegen.
14 Minuten
Ein Leistenbruch bei Babys und Kindern zeigt sich häufig durch eine plötzlich sichtbare Beule oder Schwellung in der Leiste. Besonders beim Schreien, Pressen oder bei körperlicher Anstrengung kann die Vorwölbung auftreten und später wieder verschwinden. Doch wann ist ein Leistenbruch bei Kindern harmlos, wann muss er operiert werden und wann wird er zum Notfall? Dr. Annika Steinbrink, Chefärztin der Kinderchirurgie an der Asklepios Klinik Nord – Heidberg in Hamburg, erklärt, wie ein angeborener Leistenbruch entsteht, warum Jungen und Frühgeborene häufiger betroffen sind und weshalb sich eine Leistenhernie bei Kindern deutlich von einem Leistenbruch bei Erwachsenen unterscheidet. Außerdem geht es darum, wann Eltern mit ihrem Kind zum Kinderarzt oder in eine kinderchirurgische Sprechstunde gehen sollten und bei welchen Anzeichen eine schnelle Behandlung notwendig ist. Wie wird ein Leistenbruch bei Kindern operiert? Dr. Steinbrink erklärt den Ablauf der Leistenbruch-OP bei Babys und Kindern, wann der Eingriff ambulant erfolgen kann und welche Unterschiede es zwischen der offenen und der minimalinvasiven Operation gibt. Im Gespräch geht es außerdem um wichtige kinderchirurgische Notfälle wie Blinddarmentzündung und plötzlich auftretende Hodenschmerzen bei einer Hodentorsion.
17 Minuten
Gliome gehören zu den häufigsten Hirntumoren. Sie wachsen direkt aus dem Hirngewebe heraus und können je nach Lage ganz unterschiedliche Beschwerden verursachen, von Kopfschmerzen und epileptischen Anfällen bis hin zu Wesensveränderungen oder neurologischen Ausfällen. Besonders aggressive Tumoren wie das Glioblastom erfordern häufig eine schnelle und individuell abgestimmte Behandlung. Prof. Martens erklärt, wie Gliome diagnostiziert werden, welche Rolle das MRT bei der Diagnosestellung spielt und warum eine Operation in den meisten Fällen der erste wichtige Behandlungsschritt ist. Außerdem spricht er darüber wie moderne neurochirurgische Verfahren dabei helfen, möglichst viel Tumorgewebe zu entfernen und gleichzeitig wichtige Hirnfunktionen zu schützen. Ein weiterer Schwerpunkt sind die heutigen Behandlungsmöglichkeiten nach der Operation. Prof. Dr. Martens erläutert, wann Bestrahlung, Chemotherapie oder zielgerichtete Therapien zum Einsatz kommen, welche Bedeutung die genetische Untersuchung des Tumorgewebes für die individuelle Therapie hat und welche neuen Entwicklungen es bei der Behandlung von Hirntumoren gibt. Dabei stehen nicht nur die Verlängerung der Lebenszeit, sondern vor allem der Erhalt der Lebensqualität im Mittelpunkt.
17 Minuten
Migräne zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Typisch sind starke Kopfschmerzen, doch viele Betroffene leiden zusätzlich unter Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit oder neurologischen Symptomen wie Sehstörungen. Nicht jede Migräne verläuft gleich: Es gibt Migräne mit Aura und Migräne ohne Aura.
18 Minuten
Angst gehört zum Leben. Sie schützt uns vor Gefahren, hilft bei wichtigen Entscheidungen und ist zunächst ein ganz normales Gefühl. Problematisch wird es, wenn Ängste immer mehr Raum einnehmen, Betroffene Situationen vermeiden und sich das Leben dadurch zunehmend einschränkt. Denn wer der Angst dauerhaft ausweicht, verstärkt sie oft ungewollt.
24 Minuten
ADHS und Autismus gehören derzeit zu den meistdiskutierten Themen in sozialen Medien. Auf Plattformen wie TikTok und Instagram berichten Betroffene über ihre Erfahrungen, Creators erklären Symptome und immer mehr Menschen erkennen sich in einzelnen Verhaltensweisen wieder. Doch wann handelt es sich um normale menschliche Eigenschaften und wann tatsächlich um eine psychische oder neurologische Erkrankung? Privatdozentin Dr. Mandy Roy, Leitende Oberärztin in der Klinik für Abhängigkeitserkrankungen in der Asklepios Klinik Nord – Ochsenzoll in Hamburg und Privatdozent Dr. Daniel Schöttle, Chefarzt in der Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Asklepios Klinikum Harburg in Hamburg sprechen über Chancen und Risiken psychologischer Inhalte auf Social Media.
15 Minuten
Nach einem Schlaganfall, einer Hirnblutung, einem schweren Unfall oder anderen neurologischen Erkrankungen verändert sich das Leben häufig von einem Moment auf den anderen. Viele Betroffene müssen grundlegende Fähigkeiten wie Sprechen, Schlucken, Gehen oder alltägliche Bewegungen neu erlernen. Genau hier setzt die neurologische Frührehabilitation an. Dr. Melanie Maria Steup, Oberärztin der Neurologie in der Asklepios Klinik Altona in Hamburg erklärt, wie neurologische Frühreha funktioniert, welche Patientinnen und Patienten behandelt werden und warum der frühe Therapiebeginn so entscheidend ist. Dabei geht es nicht nur um Schlaganfälle, sondern auch um schwere Schädel-Hirn-Traumata, zum Beispiel nach Fahrradunfällen ohne Helm. Außerdem erwähnt Dr. Steup, wie wichtig die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Frührehabilitation ist. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten unterstützen beim Wiedererlernen von Alltagsfähigkeiten, Logopädinnen und Logopäden helfen unter anderem bei Sprachstörungen wie Aphasie oder Schluckstörungen und Neuropsychologinnen und Neuropsychologen begleiten die kognitive und emotionale Verarbeitung der Erkrankung. Auch Angehörige werden aktiv in die Therapie einbezogen, denn die Situation ist häufig für die ganze Familie belastend. Dr. Steup erwähnt außerdem mögliche Komplikationen wie Lungenentzündungen oder Blasenentzündungen sowie die Frage, wie es nach der Frühreha weitergeht, zum Beispiel in einer klassischen Rehaklinik oder mit Unterstützung zu Hause. Die neurologische Frühreha dauert häufig mehrere Wochen und verfolgt immer das gleiche Ziel: den Weg zurück in möglichst viel Selbstständigkeit und Alltag.
15 Minuten
Gebärmutterkrebs und Eierstockkrebs gehören zu den häufigsten gynäkologischen Tumorerkrankungen bei Frauen. Während Gebärmutterkrebs häufig früh erkannt wird, weil Beschwerden wie Blutungen nach den Wechseljahren auftreten, bleibt Eierstockkrebs häufig lange unbemerkt. Umso wichtiger sind Vorsorgeuntersuchungen und eine frühzeitige Abklärung von Veränderungen. Dr. Sonko Borstelmann, Chefarzt der Gynäkologie an der Asklepios Klinik Altona in Hamburg erklärt, welche Symptome auf Gebärmutterkrebs oder Eierstockkrebs hinweisen können, wie die Diagnostik abläuft und welche modernen Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Außerdem geht es um minimalinvasive Operationen und robotergestützte Verfahren, mit denen Tumore heute oft besonders schonend behandelt werden können.
20 Minuten
Chronische Schmerzen können das gesamte Leben verändern. Viele Betroffene leiden über Monate oder Jahre unter Beschwerden, obwohl häufig keine eindeutige körperliche Ursache gefunden wird. Schmerzen sind dabei keineswegs eingebildet, sie sind real und können durch Stress, Angststörungen oder traumatische Erfahrungen verstärkt oder sogar ausgelöst werden. Auch Erkrankungen wie eine Gürtelrose können chronische Schmerzen hinterlassen. Nicht selten entsteht ein belastender Kreislauf aus Schmerz, Angst, Schonhaltung und weiter zunehmenden Beschwerden. Dr. Christian Fricke-Neef, Chefarzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Asklepios Fachklinikum Tiefenbrunn erklärt, wie chronische Schmerzen entstehen, warum sich Angst und Vermeidungsverhalten verselbstständigen können und welche Rolle Gehirn, Nerven und Stress dabei spielen. Außerdem geht es um typische Symptome, die Frage ab wann Schmerzen als chronisch gelten und welche Behandlungsmöglichkeiten helfen können. Ebenso wird erklärt, wie Betroffene lernen können, anders mit Belastung, Erwartungen und ihrem eigenen Körper umzugehen. Auch moderne Verfahren wie Biofeedback, bei denen körperliche Reaktionen sichtbar gemacht und gezielt beeinflusst werden, spielen in der Behandlung eine wichtige Rolle.
14 Minuten
Herzrasen, Druck auf der Brust oder Angst vor einem Herzinfarkt – für Menschen mit Herzangst fühlt sich jede körperliche Reaktion bedrohlich an. Viele Betroffene vermeiden Sport, Reisen oder Belastung im Alltag, weil sie befürchten, ihrem Herzen zu schaden. Die Angst kann dabei so stark werden, dass sie das gesamte Leben bestimmt und zu sozialem Rückzug oder sogar Depressionen führt. Margarete Ilona Schymura, Psychologische Psychotherapeutin im Asklepios MVZ Harburg in Hamburg erklärt, wie sich Herzangst äußert, welche Symptome auftreten können und warum die Erkrankung ernst genommen werden muss. Dabei geht es auch um den Unterschied zwischen Herzangst und einem echten Herzinfarkt sowie darum, wie Angstreaktionen körperliche Beschwerden auslösen und verstärken können.
19 Minuten
Vergesslichkeit, Antriebslosigkeit oder Stimmungsschwankungen, viele Menschen fragen sich, ob dahinter eine Depression oder eine beginnende Demenz steckt. Die Symptome können sich ähneln und sind für Betroffene und Angehörige oft schwer einzuordnen. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und gezielte Abklärung. Dr. Christiane Walter, Chefärztin der Alterspsychiatrie im Asklepios Fachklinikum Göttingen erklärt, wann man Veränderungen ernst nehmen sollte, wie die Diagnostik abläuft und welche Rolle Angehörige dabei spielen. Dabei geht es auch um typische Unterschiede zwischen Depression und Demenz sowie um die sogenannte „Pseudodemenz“. Außerdem erklärt die Chefärztin, welche modernen Untersuchungsmethoden zur Verfügung stehen: von Gesprächen und kognitiven Tests bis hin zu bildgebendes Verfahren und speziellen Laboruntersuchungen. Ein weiterer Schwerpunkt: Welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, von Lebensstiländerungen über Psychotherapie bis hin zu medikamentösen Ansätzen, und warum eine individuelle Therapieplanung so wichtig ist.
19 Minuten
Ein Herzschrittmacher oder Defibrillator kann Leben retten, doch vielen Patientinnen und Patienten ist nicht bewusst, dass ein Austausch im Laufe der Zeit notwendig werden kann. Dr. Lukas Kaiser, FESC, Leitender Oberarzt in der Kardiologie und Internistischen Intensivmedizin in der Asklepios Klinik St. Georg in Hamburg erklärt, was Herzschrittmacher und Defibrillatoren gemeinsam haben, wann ein Wechsel erforderlich ist und wie der Eingriff abläuft. Dabei geht es auch um mögliche Gründe für einen Austausch, wie zum Beispiel Probleme mit Elektroden, Infektionen oder technische Veränderungen. Ein oft unterschätzter Punkt: Auch bei anderen Eingriffen, zum Beispiel beim Zahnarzt, können Bakterien ins Blut gelangen und den Schrittmacher infizieren. Zudem wird erklärt, welche Rolle die Haltbarkeit der Kabel spielt und welche modernen Alternativen es heutzutage gibt, etwa kabellose Herzschrittmacher. Ein weiterer besonderer Fokus liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit: Kardiologie und Herzchirurgie arbeiten bei solchen Eingriffen eng zusammen – oft in spezialisierten Zentren, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.
19 Minuten
Stürze im Alter sind häufig. Die anschließende Behandlung stellt jedoch besondere Anforderungen, da viele ältere Patientinnen und Patienten mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben (Multimorbidität) und unterschiedliche Medikamente einnehmen. Vladimir Kosarev, Chefarzt der Geriatrie im Asklepios Klinikum Uckermark erklärt, wie ein modernes, zertifiziertes Alterstraumazentrum arbeitet und warum die enge Zusammenarbeit von Chirurgie und Geriatrie entscheidend ist. Bereits in der Notaufnahme wird der Patient ganzheitlich beurteilt, nicht nur die Verletzung, sondern auch Begleiterkrankungen, Medikation, Mobilität und kognitive Fähigkeiten. Vladimir Kosarev erklärt anhand eines konkreten Patientenbeispiels, wie die Behandlung abläuft, welche Rolle ein interdisziplinäres Team spielt und warum Themen wie Osteoporose oft unterschätzt werden. Auch die Zeit nach der Operation steht im Fokus – mit dem Ziel, die Selbstständigkeit im Alltag möglichst schnell wiederherzustellen.
Kliniksprechstunde

Kliniksprechstunde

Der Asklepios Gesundheits-Podcast mit Kirsten Kahler und Ärztinnen und Ärzten der Asklepios Kliniken.