Die Börsenminute Archiv
670 Episoden
3 Minuten
Wer meine Podcasts BÖRSENMINUTE und GELDMEISTERIN kennt, weiß, dass ich das Thema Kryptowährungen gerne geflissentlich ausklammere, weil ich zwar ein Fan von der Verschlüsselungstechnik aber nicht von Krypto als Geldanlage bin. Mir geht einfach nicht ein, weshalb etwas, nur, weil ich es verknappe, schon einen Preis geschweige denn einen Wert haben soll. Mit Kryptos kann man meinetwegen spekulieren, aber – so meine persönliche Meinung - als Langfristanleger keinen Blumentopf gewinnen. Die letzten Wochen haben zumindest wieder gezeigt, dass Kryptowährungen sich nicht als sichere Häfen bei Kursverlusten an den Aktienmärkten und schon gar nicht als Inflationsschutz eignen. Die bekannteste Kryptowährung Bitcoin ist von 55.000 Dollar im Dezember auf zeitweise unter 34.000 Dollar letzten Freitag abgeschmiert. Ein stabiler Wertspeicher sieht anders aus. Allerdings ist auch Gold kurzfristig nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Gold schwankt kurzfristig sehr stark, steigt mal stärker, mal weniger als die Inflationsrate. Es müsste jetzt eigentlich sinken, wenn die Zinsen steigen. Denn Gold wirft ja weder Zinsen noch Dividenden ab, was in einer Nullzinsphase nicht weiter tragisch ist. Steigen aber die Zinsen, steigen auch die Opportunitätskosten von Gold. Und tatsächlich hat Gold seine Gewinne seit Jahresbeginn schon wieder abgegeben. Das Gold trotz allem steigen könnte, haben wir der hohen Inflation zu verdanken, die dafür sorgt, dass der Realzins, also die Zinsen abzüglich der Inflation negativ bleiben dürften und damit Anleihen hoher Bonität weiterhin keine sichere Alternative sind. Was Gold von Bitcoin & Co. vor allem unterscheidet: Wenn an den Märkten große Unsicherheit herrscht, sich geopolitische Krisen zuspitzen und vor allem die Schuldenberge in die Höhe schießen, ja dann rettet, rennet, flüchtet letztendlich doch alles lieber in das glänzende Edelmetall – auch die Zentralbanken...
Vielen Dank fürs Zuhören. Es ist die 190. Folge! Und falls ihr meine Podcasts Boersenminute und GELDMEISTERIN tatkräftig unterstützen wollt, dann votet doch bitte noch bis 6. Februar für mich beim aktuellen
Ö3-Podcastaward:
https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3011720/
Vielen herzlichen Dank sagt Podcast-Host Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
Musik und Sound Rechte: https://www.geldmeisterin.com/index.php/bm-sound-musik-rechte/
#Vermögen #ETF #Vorsorge #Portfolio #20er #Lanfristportfolio #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Aktien #Exchange_Traded_Funds #Langfristanlage #Fed #Podcast #GELDMEISTERIN #Investments #Kursrutsch #Gold #Zinsen #Rückgang #Verkauf #Bärenmarkt #Crash #Bitcoin #Edelmetalle #Börse #Zinsen #Schwankungen #Kurse #Zinsanstiege #Gewinne #Kapitalmärkte #SichererHafen
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3 Minuten
Zinsanstiege schaden typischen Value-Aktien deutlich weniger als den Technologie- oder Wachstums-Aktien. Umgekehrt sei der Anstieg der Wachstumsaktien zu 97 Prozent auf die steigenden Gewinne und fallenden Zinsen in den letzten Monaten zurückzuführen. Das ist das Ergebnis eines statistischen Kointegrationstests, durchgeführt durch den französischen Fondsanbieter Lombard Odier Investment Managers (LOIM), der 70 Milliarden Euro verwaltet. Was für die nächsten Monate zu bedenken sei: Ein Anstieg der Zinsen um zwei Prozent würde die Gewinne von Growth-Aktien um zehn Prozent schmälern. Bei Value-Aktien würden die Gewinne „nur“ um fünf Prozent zurückgehen. Unter Value versteht der Asset Manager Unternehmen, die ihre Gewinne ausschütten, während Wachstumsaktien Anteile von Firmen sind, die ihre Gewinne und viel Fremdkapital in ihr eigenes Wachstum investieren, die damit mehr Risiko, aber auch künftige Gewinnchancen bieten und durch die höhere Investitionsquote auch stärker von den Zinsen abhängen.
Die Zinsanstiege, die wir heuer ausgehend von den USA auch in anderen Staaten dieser Welt sehen würden, begünstigten nicht nur die Rotation von Technologie- hin zu Value-Werten. Wir würden auch eine geographische Rotation sehen, weg von US-Aktien hin zu europäischen Aktien und auch wieder in die Emerging Markets ex China. China würden noch ein paar Monate benötigen um sich zu erholen. Die vielen Rotationen würden die Kapitalmärkte insgesamt kräftig verwirbeln. Die Börsen würden also stärker schwanken. Unterm Strich würden wir aber auch 2022 wieder positive Aktienrenditen sehen.
Mein akustischer Wochenendtipp: Hört Euch Florian Lelpo, Head of Macro und Multi-Asset Portfolio Manager bei LOIM am besten in der am Sonntag erscheinenden neuen Podcast-Folge der GELDMEISTERIN selbst an.
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#Kapitalmärkte
Foto PIXABAY/Greza
Die Zinsanstiege, die wir heuer ausgehend von den USA auch in anderen Staaten dieser Welt sehen würden, begünstigten nicht nur die Rotation von Technologie- hin zu Value-Werten. Wir würden auch eine geographische Rotation sehen, weg von US-Aktien hin zu europäischen Aktien und auch wieder in die Emerging Markets ex China. China würden noch ein paar Monate benötigen um sich zu erholen. Die vielen Rotationen würden die Kapitalmärkte insgesamt kräftig verwirbeln. Die Börsen würden also stärker schwanken. Unterm Strich würden wir aber auch 2022 wieder positive Aktienrenditen sehen.
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2 Minuten
Die Crashpropheten haben allerorts wieder Hochkonjunktur, auch weil man das in der Vergangenheit der Öfteren gesehen hat, dass die Börsen vor einer längeren Talfahrt noch zu einem kurzen Höhenflug ansetzen, so wie am Mittwoch. Kein Grund zur Panik und umgekehrt auch nicht die Zeit, Verluste einfach weg zu ignorieren. Gerade jetzt sollte man nicht weg, sondern besser einmal mehr ins Portfolio schauen, ob man da in der Börseneuphorie nach dem COVID-Crash 2020 nicht zu viel Risiko in sein Depot gepackt hat. Ich persönlich hatte schon ein kleines Klumpenrisiko mit meiner Microsoft-Position, die durch den Anstieg um 30 Prozent in den letzten zwölf Monaten in meinem Depot bereits eine kritische Größe von mehr als zehn Prozent erreicht hat. Etwas, was ich bei Einzelaktien grundsätzlich zu vermeiden versuche. Auch wenn ich an die Aktie langfristig glaube, habe ich die Rallye am Mittwoch genutzt, um den Microsoft-Aktienbestand zu halbieren. Das mag vielleicht für Deine persönliche Risikoadjustierung auch bei der einen oder anderen Aktie ein gangbarer Weg zu sein. Ich finde es nicht falsch, Gewinne vor allem bei soliden Tech-Aktien jetzt teilweise mitzunehmen und zumindest noch mit der halben Anlagesumme dabei zu sein und gleichzeitig Verlustrisiko deutlich rauszunehmen. Niemand sagt Dir, dass Du eine Position immer zu Gänze verkaufen musst, wenn Du an den Titel weiterhin glaubst. Und vielleicht steige auch ich bei Microsoft wieder stärker ein, wenn sich eine günstige Gelegenheit ergibt, die vielleicht zehn bis 20 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau liegt.
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3 Minuten
Man weiß es, hat es aber vorsichtshalber verdrängt, dass es an der Börse auch bergab gehen kann. Um nicht die Nerven wegzuwerfen braucht jeder Anleger seinen längerfristigen Investmentplan. Wer keine Strategie hat, dem empfehle ich, sich die aktuelle Folge der GELDMEISTERIN anzuhören. Hier schlägt justETF.com-Experte Jan Altmann als Starterpaket für die Langfristanlage einen Mix aus verschiedenen ETFs vor, die die Weltwirtschaft möglichst genau abdecken. Das heißt spesengünstigen Indexfonds ohne Fondsmanager zu wählen, die in die unterschiedlichen, großen Wirtschaftsregionen investieren. Diese ETFs sollte man in seinem Depot entsprechend ihrem Anteil am weltweiten Bruttoinlandsprodukt gewichten. Bei der Wahl des ETFs empfiehlt Altmann vor allem auf Produkte zu setzen, die Indizes des Marktführers, dem Analysehaus MSCI folgen. Zu 28 Prozent würde der Experte auf ETFs setzen, die die Börsen in den USA abdecken, zum Beispiel ein ETF auf den S&P 500. Zu 24 Prozent sollte man ETFs wählen, die Europa breit abbilden. Das macht man zum Beispiel mit einem EuroSTOXX 600 oder einen MSCI Europe. Sechs Prozent sollten Japan abdecken, etwa mit einem Index auf den Nikkei 225 und ungefähr drei Prozent die Region Asian Pacific ohne Japan. Rund 39 Prozent würde er mit dem MSCI Emerging Markets dann noch in die Schwellenländer stecken. Den kleinen Rest könnte man stabilisierend in einen Gold-ETC stecken oder auch in Anleihen-ETF. Und wer gerne nachhaltig investieren möchte, sollte von Anfang an in nachhaltige Indexvarianten, die es vor allem für die entwickelten Märkte ebenso günstig und gut gib investieren. Diese Indizes haben das Kürzel SRI bei der Indexfamilie des Marktführers MSCI angehängt, bei anderen Index-Anbietern erkennt man sie meist an der Zusatzbezeichnung ESG. Den direkten Link zur entsprechenden Folge der GELDMEISTERIN findet ihr hier:
Viel Hörvergnügen!
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https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3020908/
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3 Minuten
Das Säbelrasseln in der Ukraine geht auch an den Aktienmärkten nicht spurlos vorüber und auch nicht an den Rohstoffmärkten, zumal Russland einer der wichtigsten Palladium-Lieferanten ist. Palladium braucht vor allem die Autoindustrie. Das Gute ist, die Vergangenheit zeigt, das politische Börsen kurze Beine haben. Wenn es „nur“ das wäre. Da gibt es derzeit mehrere Gründe für die Verstimmung an den Kapitalmärkten, weshalb allerorts erst einmal Gewinne ins Trockene gebracht werden. Da ist die US-Notenbank FED, die wegen der doch überraschend hohen Inflationsraten bald den ersten Zinsschritt setzen wird. Da ist die noch nicht gelöste Lieferketten-Problematik und in Folge fehlende beziehungsweise teure Vorprodukte, die derzeit speziell die Windturbinenbauer routieren lässt. Sie werden noch eine ganze Weile unter Kostendruck stehen. Dem kann man sich als Anleger etwas entziehen, indem man nicht in die unter starken Wettbewerb stehenden Endanbieter von Windkraft-Parks oder E-Automobile investiert, sondern in deren Zulieferanten. Das sind Hersteller von Halbleitern, Baumaschinenspezialisten, Hersteller von Windradmotoren oder auch die IT-Unternehmen, die entsprechende Software, Cloudlösungen für die Digitalisierung oder auch Automatisation und Robotics für die Infrastrukturbranche anbieten und viel Nachfrage beziehungsweise unterschiedliche Abnehmer haben. Mein Tipp zu diesem Thema ist die Podcastfolge der GELDMEISTERIN vom 6. September 2021 mit Zehrid Osmani, Leiter für langfristige europäische und globale Aktienstrategien bei Martin Currie, einer Tochter von Franklin Templeton, der in dieser Episode der GELDMEISTERIN seine Zulieferer-Strategie beschreit. Der direkte Link zur passenden Podcast-Folge der GELDMEISTERIN:
https://anchor.fm/geldmeisterin/embed/episodes/Lohnende-Infrastrukturinvestments-fr-Langfristanleger-e17007p/a-a6fqesu
Und was machen wir, die schon in Endanbieter wie den dänischen Windrad-Riesen Orsted investiert sind? Als Langfristanleger machen wir uns keine Sorgen. Die Rotation raus aus grüner Energie und der Kostendruck der Ausrüster ist weitgehend eingepreist. Das Wachstum im Offshore-Windpark-Geschäft ist weiterhin ungebremst, wenn wir einmal davon ausgehen, dass Atomenergie jetzt nicht weltweit zu viel Rückenwind bekommt…
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https://oe3.orf.at/podcastaward/stories/3011720/
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3 Minuten
Der Vergleich des Anlegerverhaltens mit dem Katastrophenfilm „Don´t look up“ von Regisseur Adam McKay durch Hendrik Tuch, Fixed Income-Experte bei Aegon Asset Management gefällt mir. In dem Kinoschlager entdecken Wissenschaftler einen Kometen, der die Erde treffen wird. Doch das Weiße Haus will die Warnungen nicht hören, der Ausgang ist fatal. „Der Film erinnert auf unheimliche Weise an den Zustand der Finanzmärkte in den letzten Monaten“, meint der Kapitalmarktexperte Hendrik Tuch, „trotz der bevorstehenden Straffung der Geldpolitik legten Aktien und andere Risikopapiere weiter zu, und viele Aktienmärkte erreichten fast jede Woche neue Höchststände. Die meisten Aktienmarktstrategen predigten weiterhin das Evangelium, bei Kursrückgängen zu kaufen, was in den letzten Quartalen so gut funktioniert hat und ihrer Meinung nach auch in diesem Jahr funktionieren wird. Meiner Meinung nach raten sie uns, nicht "nach oben zu schauen", während der Komet der Fed immer näher kommt. Die Handlungen und Worte der Fed in den letzten Monaten zeigen, dass sie sich wirklich Sorgen um eine galoppierende Inflation macht. In diesem Jahr werden wir nicht nur ein schnelles Ende der Ankaufprogramme der Fed erleben, sondern auch eine Reihe von Zinserhöhungen verdauen müssen, und obendrein erwägt die Fed nun, ihre Bilanz zu verkleinern.“ Ich denke auch das wir nach oben schauen, also die Fed-Maßnahmen nicht ignorieren sollten, aber auch nicht die Flucht aus den Kapitalmärkten antreten sollten, sondern vielleicht bei Technologieaktien und auch bei anderen Aktien uns mehr inflations-resistentere Unternehmen ins Portfolio legen sollten, also jene, die ihre Marktmacht und Preise durchsetzen können. Und zum Schluss nochmals Hendrik Tuch: „Meine größte Sorge ist jedoch der Moment, in dem die Aktien- und Rentenanleger wirklich anfangen, in den Himmel zu schauen und die wahre Größe des ankommenden Fed-Kometen zu erkennen. Die Fed hätte die Straffung der Geldpolitik im vergangenen Jahr früher einleiten sollen. Das Hinauszögern der Drosselung im letzten Jahr hat nur dazu geführt, dass der Komet, mit dem wir jetzt konfrontiert sind, eine größere Bedrohung für alle Finanzmärkte darstellt.“ Eine erfolgreiche Börsenwoche wünscht Julia Kistner.
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3 Minuten
Eine meine persönlichen Lieblingsaktien ist der Offshore-Windparkbauer Orsted, der den dänischen Staat als Kernaktionär hat. Ist da etwas faul im Staate Dänemark? In den letzten zwölf Monaten ist die Orsted-Aktie in Euro um 40 Prozent eingebrochen. Augen zu und durch! Genau das sollte man, nicht machen. Nicht bei Orsted, nicht bei den vielen Tech-Aktien die gerade Federn lassen, sondern dem Feind, den Verlusten ins Auge schauen und sich gerade um die Sorgenkinder kümmern, ob es da realistische Chance auf Erholung gibt oder ob man lieber doch ein Ende mit Schrecken wie ein Schrecken ohne Ende durchleben möchte. Bei Orsted war für die Kurskorrektur zuletzt eine Studie des Analysehaus Jeffreys verantwortlich, die dem Windkraftanlagenbauer kein gutes Zeugnis beschert. Tatsächlich sind Ausrüster unter Kostendruck, schon alleine, weil eine Windturbine je nach größer 950 Kilo bis fünf Tonnen Kupfer benötigt. In Taiwan hat sich auch ein Großprojekt verzögert. Hinzu kommt, dass es im letzten Jahr die Anleger generell aus kapitalintensiven Alternativenergien geflüchtet sind, die zuvor auch schon prächtig gelaufen sind. Alles Faktoren, die mich noch nicht beunruhigen. Ich bleib bei Orsted, Goldman Sachs-Analysten offensichtlich auch. Sie heben Orsted auf „Buy“. Orsted wurde gestern erneut als das nachhaltigste Energieunternehmen der Welt im Corporate Knights Global 100 Index gelistet, eine jährliche Rangliste der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt. Den Link hierzu:
https://www.corporateknights.com/wp-content/uploads/2021/11/2022-Global-100-Methodology.pdf
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An dieser Stelle möchte ich einen meiner liebsten Cousins im fernen Frankfurt ganz herzlichen grüßen, der mir einen Gutschein für Wiener Opernkarten geschickt hat. Dies als Dankeschön für meine ausführlichen Finanzinformationen. Ehrlich, herrlich – vielen lieben Dank! Und das hat auch etwas mit dem Podcast zu tun, weil er sich nach einer meiner letzten Börsenminute-Folgen die von mir erwähnte ASML-Aktie gekauft hat und damit in den ersten Tagen auch gleich kräftig Geld verloren hat. Er hat aber meine Message verstanden, dass man nicht beim ersten Gegenwind das Handtuch wirft und wieder mit Verlusten verkauft, sondern erst dann die Reißleine zieht, wenn man, stünde man nochmals vor der Wahl, die Aktie jetzt nicht mehr kaufen würde. Natürlich notiert die ASML-Aktie nicht mehr auf seinem Höchstkurs im November 2021 bei 777,50 Euro, sondern nach den Verlusten am Mittwoch inzwischen 19 Prozent darunter. Aber stellt doch mal den ASML-Chart auf fünf Jahre ein und ihr werdet einen Kursgewinn von 450 Prozent sehen. Ich bin überzeugt wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange. Grund für die jüngste Kursschwäche ist, dass Umsätze von sechs ihrer Lithographie-Maschinen sich vom ersten Quartal in ein späteres Quartal verschieben. Im Gesamtjahr erwartet man aber eine Umsatzsteigerung von 20 Prozent. ASML hat eine Quasi-Monopolstellung bei Extrem-Ultraviolett-Lithographieanlagen (EUV), mit denen Chiphersteller kleinere und damit leistungsfähigere Chips produzieren können. Diese Marktmacht wird die Konkurrenz ihnen auch nicht so schnell nehmen können. ASML ist mit einem Börsenwert von 263 Milliarden Euro eines der größten Unternehmen Europas. Auch will der Anlagenbauer die Dividende für heuer auf 5,50 Euro je Aktie verdoppeln. Das sind beim aktuellen Aktienkurs zwar auch nur eine Dividendenrendite von 0,86 Prozent, aber ASML ist dafür ja eine Wachstumsaktie…
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Wer meinen Podcasts BÖRSENMINUTE und GELDMEISTERIN schon länger Gehör schenkt – vielen Dank hierfür - , dem dürfte der schwer aussprechliche Name GlaxoSmithKline schon des Öfteren untergekommen sein. Denn der britische Pharmakonzern, kurz GSK, ist schon seit langem erfreulicher Bestandteil meines Wertpapiers. Und meine Freude, nicht nur wegen der Kursentwicklungen seit Jahresbeginn, sondern wegen der langfristig großzügigen Dividendenpolitik möchte ich gerne mit Euch teilen. Sie zählen seit Jahren zu den Dividengaranten, die Dividenden-Rendite ist deutlich höher als der Branchenschnitt und beträgt aktuell über fünf Prozent.
GSK ist eine Aktie, die in mein persönliches Portfolio passt und ein Wert, der bestimmt langfristig Spaß macht, aber kurzfristig keine allgemeine Kauf- und derzeit schon gar keine Einstiegsempfehlung ist. Aktuell ist der Kurs der Aktie besonders schwankungsanfällig, zumal die beiden Multis GlaxoSmithKline und Unilever gerade um die Konsumgütersparte pokern, die GSK abspalten möchte. Sechzig Milliarden Euro, die Unilever bietet, sind dem Pharmariesen hierfür zu wenig. Ihr kennt bestimmt Voltaren, die Zahnpasta-Marke Sensodyme, oder Dr. Best-Zahnbürsten - die gehören derzeit alle noch zu GSK. Wie auch immer das Duell der mächtigen Briten ausgeht, GSK will bis Sommer den Bereich „Consumer Healthcare“ in jedem Fall vom Kerngeschäft mit Medikamenten und Impfstoffen abspalten.
Buy the dip statt buy the hipp könnte auch bei dieser grundsoliden Aktie eine zielführende Anlagestrategie sein, zumal Pharmaaktien und GSK in den letzten fünf Jahren insbesondere gerne etwas schwanken.
Wer diesen Podcast, die BÖRSENMINUTE oder auch die GELDMEISTERIN unterstützen will, kann für einen meiner Podcast beim Podcast Award von Ö3 voten. Vielen lieben Dank!
Hier geht´s zum Voting: https://lnkd.in/em2Fk6Du
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GSK ist eine Aktie, die in mein persönliches Portfolio passt und ein Wert, der bestimmt langfristig Spaß macht, aber kurzfristig keine allgemeine Kauf- und derzeit schon gar keine Einstiegsempfehlung ist. Aktuell ist der Kurs der Aktie besonders schwankungsanfällig, zumal die beiden Multis GlaxoSmithKline und Unilever gerade um die Konsumgütersparte pokern, die GSK abspalten möchte. Sechzig Milliarden Euro, die Unilever bietet, sind dem Pharmariesen hierfür zu wenig. Ihr kennt bestimmt Voltaren, die Zahnpasta-Marke Sensodyme, oder Dr. Best-Zahnbürsten - die gehören derzeit alle noch zu GSK. Wie auch immer das Duell der mächtigen Briten ausgeht, GSK will bis Sommer den Bereich „Consumer Healthcare“ in jedem Fall vom Kerngeschäft mit Medikamenten und Impfstoffen abspalten.
Buy the dip statt buy the hipp könnte auch bei dieser grundsoliden Aktie eine zielführende Anlagestrategie sein, zumal Pharmaaktien und GSK in den letzten fünf Jahren insbesondere gerne etwas schwanken.
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Emerging Markets, sprich die Schwellenstaaten sind vor allem von einem Staat stark abhängig: Von den USA, genauer genommen von dessen Währung. Ihre Schulden, sprich Staatsanleihen sind zu einem großen Teil in Dollar notiert. Wird der Dollar stärker zur Lokalwährung, werden natürlich auch die Schuldenberge der Emerging Markets höher. Ebenso, wenn die USA jetzt die Zinsen anhebt und damit das Ausborgen von Geld, häufig von Dollar teurer wird. Dass man wegen der hohen Inflation jetzt in den USA mit drei Zinserhöhungen rechnet, macht deshalb Emerging Market-Investoren nervös, Geld fließt daher aus diesen Ländern ab, vor allem zurück in die USA. Pictet Asset Management hat sich angesehen, welche Schwellenstaaten von den bevorstehenden US-Zinserhöhungen besonders betroffen sind, weil sie stark in Dollar verschuldet sind, die Zinsdifferenz groß ist und auch das Leistungsbilanzdefizit und die Inflation im Land hoch ist etc. Das spannende Ergebnis: Es sind vor allem Kolumbien, Ungarn, Chile und Rumänien, die sich hoch in ausländische Hartwährung verschulden. Wohingegen Taiwan, Russland, Indien, China und Korea nicht so stark von der Zinspolitik der USA abhängen. Sie sind wenig im Ausland verschuldet und haben genügend ausländische Währungsreserven um intervenieren zu können. Der negative Einfluss von Zinserhöhungen in den USA auf Emerging Markets verschärft sich, wenn sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt, wovon Patrick Zweifel, Chefökonom von Pictet Asset Management für 2022 ausgeht. Was lernen wir als Langfristanleger daraus: Man darf nicht alle Emerging Markets in einen Topf werfen und kann Risiko aus seinem Portfolio insofern herausnehmen, indem man nicht in Schwellenstaaten investiert, die wenig Devisenreserven und hohe Auslandsschulden haben.
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Foto Pixabay/wjgomes
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2 Minuten
Europa will der erste klimaneutrale Kontinent werden. Alle sprechen von einer modernen, ressourceneffizienten Wirtschaft. Doch um diesen Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft hinzubekommen braucht es jede Menge Rohstoffe, die mehr oder weniger ökologisch und sozial gefördert werden. Für ein E-Auto benötigt man viermal so viel Metalle wie für einen Benziner. Auch Windkraft und Solaranlagen sind rohstoffintensiver als die fossile Stromerzeugung. Für Windturbinen braucht man je nach Größe zwischen 950 Kilo und fünf Tonnen Kupfer. Und alleine für US-Präsident Bidens unterzeichnete 579-Milliarden-Dollar-Infrastrukturinitiative werden in den nächsten fünf Jahren 500.000 Tonnen raffinierten Kupfer zusätzlich benötigt, so die Analysten von NTree International. Vom Auswechseln aller Bleirohre und Versorgungsleitungen über den flächendeckenden Ausbau von Breitbandverbindungen und des 30.000 Kilometer Straßennetzes bis hin zur Sanierung des Bahn- und Stromnetzes.
Ähnlich stark ist die Nachfrage nach Nickel, ein Hauptbestandteil von Elektrobatterien. Die weltweite Produktion lag gemäß einer Weltbankstudie aus 2019 bei zwei Millionen Tonnen pro Jahr. 2050 würden wir zwei Millionen Tonnen Nickel rein für die E-Mobilität benötigen. Platin braucht man wiederum für die Gewinnung von grünem Wasserstoff. Lithium und Kobalt sind unverzichtbare Bestandteile von Akkus. Silber braucht man für das Hochgeschwindigkeitsinternet. Mehr dazu, welche Rohstoffe als Game Changer gelten und wie man in Kupfer, Kobalt und Co investieren kann in der noch heute erscheinenden Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Die BÖRSENMINUTE darf sich übrigens schon über ihre 180, Folge freuen. Sie würde sich freuen, wenn ihr sie zum Jubiläum kostenlost auf einer Podcastplattform oder auch auf YouTube oder Spotify abonniert. Dankeschön!
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Ähnlich stark ist die Nachfrage nach Nickel, ein Hauptbestandteil von Elektrobatterien. Die weltweite Produktion lag gemäß einer Weltbankstudie aus 2019 bei zwei Millionen Tonnen pro Jahr. 2050 würden wir zwei Millionen Tonnen Nickel rein für die E-Mobilität benötigen. Platin braucht man wiederum für die Gewinnung von grünem Wasserstoff. Lithium und Kobalt sind unverzichtbare Bestandteile von Akkus. Silber braucht man für das Hochgeschwindigkeitsinternet. Mehr dazu, welche Rohstoffe als Game Changer gelten und wie man in Kupfer, Kobalt und Co investieren kann in der noch heute erscheinenden Podcastfolge der GELDMEISTERIN. Die BÖRSENMINUTE darf sich übrigens schon über ihre 180, Folge freuen. Sie würde sich freuen, wenn ihr sie zum Jubiläum kostenlost auf einer Podcastplattform oder auch auf YouTube oder Spotify abonniert. Dankeschön!
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3 Minuten
In meinem Vorsorge-Portfolio liegt auch ein Themen-ETF, der sich auf Automatisierung und Robotics fokussiert. Trends, die übrigens auch die UBS-Studie „Zukunft der Tech-Economy“ als zukunftsträchtig herausstreicht. Denn angesichts geopolitischer Spannungen und den Erfahrungen durch die Lieferengpässe in der Pandemie werden die Industriestaaten zunehmend Produktionen in ihre Staaten zurückverlagern wollen. Dies geht natürlich wegen der deutlich höheren Lohnniveaus und des Facharbeitermangels in der westlichen Welt nur, indem man Prozesse stärker automatisiert und verstärkt Roboter einsetzt. Zugang zu Unternehmen weltweit, die Technologien im Bereich der Automatisation und Robotik anbieten hat man beispielsweise mit ETF´s, die den iSTOXX FactSet Automation & Robotics Index, den Robo Stox Global Robotics &Automation, den MSCI Robotics oder auch den Indxx Global Robotics & Artificial Intelligence abbilden. In diesen Indizes sind bekannte börsennotierte Unternehmen wie Advanced Micro Device, Nvidea, Apple, Lasertec, Qualcom, Intuitiv Surgical, Brooks Automation, IRobot oder eine XiLinks sowie auch Softwarefirmen enthalten. Wobei die vier Indizes für ein und dasselbe Thema Robotics & Automation sehr unterschiedlich bestückt sind – wiederum ein gutes Beispiel, weshalb es nicht egal ist, welcher Index einem Themen-ETF zugrunde liegt. Robotic- und Automation-Indizes haben heuer zwar wieder etwas korrigiert. Meiner hat dafür seit Anfang 2019 Jahr für Jahr über 30 Prozent zugelegt. Und ich bin überzeugt, dass die Wachstumsdynamik dieses Technologie-Sektors auch in den nächsten Jahren noch kräftig sein wird.
Der Link zur UBS-Studie:
https://www.ubs.com/global/en/wealth-management/chief-investment-office/investment-opportunities/investing-in-the-future/2020/future-of-tech-economy.html#trends
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2 Minuten
Gestern ging es darum, dass Technologie-Werte meiner Meinung nach auch in ein langfristiges Depot gehören. In meinem Vorsorge-Portfoliobefinden sich etwa auch ASML-Aktien. Bei dem niederländischen Chipindustrie-Ausrüsters schließe ich mich der mehrheitlichen Analystenmeinung an, die den Wert nun schon seit einem Jahr auf Buy gestuft haben. An meiner bullischen, sprich optimistischen Meinung für ASML ändert auch nichts der Brand Anfang Januar in einem Berliner Werk, wo Teile für wichtige Maschinen zur Herstellung von Elektrochips produziert werden. Sollte durch den Brand längerfristig die Produktion ausfallen, könnte das sogar die Lieferengpässe bei Halbleitern noch verschärfen und natürlich den Kurs der ASML-Aktie kurzfristig unter Druck bringen. Für Langfristanleger kein Grund zur Panik, sondern vielleicht sogar eine Chance, den ASML-Aktienbestand aufzustocken. Näheres zum Brand und die Folgen wird wohl mit dem Jahresbericht am 19. Jänner vom Unternehmen bekanntgegeben. ASML hat eine Quasi-Monopolstellung bei Extrem-Ultraviolett-Lithographieanlagen (EUV), die Chipherstellern die Produktion kleinerer und damit leistungsfähigerer Chips ermöglichen.
An dieser Stelle möchte ich nochmals ausdrücklich betonen: Wer sein Langfristportfolio gerade erst aufbaut, sollte bitte, bitte nicht mit Einzelwerten beginnen. Es gibt viele, viele Fonds und ETFs, in denen die Weltaktie ASML enthalten ist. Gerne schreibe ich dazu mehr in einem Newsletter, den ihr mit einem E-Mail an julia@geldmeisterin.com mit dem kurzen Betreff: Anmeldung Newsletter Geldmeisterin sehr gerne kostenlos abonnieren könnt. Viel Vergnügen mit dem Newsletter!
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An dieser Stelle möchte ich nochmals ausdrücklich betonen: Wer sein Langfristportfolio gerade erst aufbaut, sollte bitte, bitte nicht mit Einzelwerten beginnen. Es gibt viele, viele Fonds und ETFs, in denen die Weltaktie ASML enthalten ist. Gerne schreibe ich dazu mehr in einem Newsletter, den ihr mit einem E-Mail an julia@geldmeisterin.com mit dem kurzen Betreff: Anmeldung Newsletter Geldmeisterin sehr gerne kostenlos abonnieren könnt. Viel Vergnügen mit dem Newsletter!
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3 Minuten
Erst einmal vielen lieben Dank für die zahlreichen Rückmeldungen zur gestrigen Folge der Börsenminute, wo ich vor Geheimtipps gewarnt habe. Euer Tenor ist: Jeder muss einmal einfahren, um gescheiter zu werden. Damit das nicht so ist, würde ich mich freuen, wenn ihr mir Eure Einfahrer bei der Geldanlage an julia@geldmeisterin.com schickt oder sie in die Facebook-Gruppe Geldmeisterin postet, um vielen anderen diese Erfahrungen zu ersparen.
Apropos Erfahrungen: Zuletzt wurde mir mehrmals die Frage gestellt, warum gerade Tech-Aktien unter einer steigenden Inflation leiden. Hier die Antwort: Zum einen, weil Technologie-Aktien viel Wachstumspotenzial zugeschrieben wird, weshalb man höhere Bewertungen akzeptiert. Denn in ihre Bewertungen fließen die hohen Gewinnerwartungen in der Zukunft mit ein. Diese werden abdiskontiert, weshalb schon rein mathematisch höheren Zinsen, die einer höheren Inflation folgen könnten Tech-Aktien belasten. Denn die künftigen Gewinne müssen dann mit einem höheren Zinssatz abdiskontiert werden und sind daher weniger Wert. Ein weitere, einfacher Grund ist, dass Technologie-Firmen in der Regel viel investieren müssen und daher gerade jüngere Tech-Firmen höher verschuldet und damit stärker vom Anstieg der Zinsen betroffen sind. Das trifft natürlich nicht für die etablierten Flaggschiffe zu. Apple und Co schwimmen im Geld.
Trotz steigender Inflation sind Tech-Aktien ein fixer Bestandteil meines Langfristdepots. Das müssen keine Einzelaktien wie die in einer früheren Folge erwähnte Microsoft sein. Es kann auch ein Themen-ETF oder einfach nur ein größeres Investment in einen Indexfonds auf den MSCI-World sein. In diesem Index ist Apple mit rund 4,6 Prozent, Microsoft mit vier Prozent, Amazon mit 2,7 Prozent, Alphabet und Nvidea mit je 1,4 Prozent und eine Facebook – sorry Meta Platforms – mit 1,3 Prozent gewichtet. Alleine die erwähnten Giganten machen einen MSCI-World-ETF schon zu 15,4 Prozent zu einem Technologie-Investment.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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#Vermögen #ETF #Vorsorge #Portfolio #20er #Lanfristportfolio #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Aktien #Exchange_Traded_Funds #Facebook #Investment #Langfristanlage #Meta_Platforms #Nvidea #Amazon #MSCI_World #Apple #Podcast #Technik #Microsoft #GELDMEISTERIN
Apropos Erfahrungen: Zuletzt wurde mir mehrmals die Frage gestellt, warum gerade Tech-Aktien unter einer steigenden Inflation leiden. Hier die Antwort: Zum einen, weil Technologie-Aktien viel Wachstumspotenzial zugeschrieben wird, weshalb man höhere Bewertungen akzeptiert. Denn in ihre Bewertungen fließen die hohen Gewinnerwartungen in der Zukunft mit ein. Diese werden abdiskontiert, weshalb schon rein mathematisch höheren Zinsen, die einer höheren Inflation folgen könnten Tech-Aktien belasten. Denn die künftigen Gewinne müssen dann mit einem höheren Zinssatz abdiskontiert werden und sind daher weniger Wert. Ein weitere, einfacher Grund ist, dass Technologie-Firmen in der Regel viel investieren müssen und daher gerade jüngere Tech-Firmen höher verschuldet und damit stärker vom Anstieg der Zinsen betroffen sind. Das trifft natürlich nicht für die etablierten Flaggschiffe zu. Apple und Co schwimmen im Geld.
Trotz steigender Inflation sind Tech-Aktien ein fixer Bestandteil meines Langfristdepots. Das müssen keine Einzelaktien wie die in einer früheren Folge erwähnte Microsoft sein. Es kann auch ein Themen-ETF oder einfach nur ein größeres Investment in einen Indexfonds auf den MSCI-World sein. In diesem Index ist Apple mit rund 4,6 Prozent, Microsoft mit vier Prozent, Amazon mit 2,7 Prozent, Alphabet und Nvidea mit je 1,4 Prozent und eine Facebook – sorry Meta Platforms – mit 1,3 Prozent gewichtet. Alleine die erwähnten Giganten machen einen MSCI-World-ETF schon zu 15,4 Prozent zu einem Technologie-Investment.
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3 Minuten
Gier frisst Hirn. Damit dies nicht passiert sollte man besonders bei Langfristinvestments vorher genau recherchieren, in welche „Geheimtipps“ man da eigentlich investiert und worin die Ertrags- und auch die Verlustchancen des Investments liegen. Sonst geht es Dir wie den geprellten Österreichern, Deutschen und Schweizern, die jetzt einem 74-jährigen Deutschen auf den Leim gegangen sind. Sein Millionenbetrug klingt simpel: Er gab sich am Telefon wahlweise als Geschäftsführer oder Präsident von Unternehmen im Bereich der Krebsforschung aus, die kurz vor dem Börsengang stünden. Schnellentschlossene könnten sich mit der Aussicht auf Mega-Wertsteigerungen noch an den Unicorns, sprich Shootingstars beteiligen. Nach getätigten Überweisungen auf ein deutsches Konto wurden den Investoren der Erhalt des Geldes und der Besitz von in Wahrheit wertlosen Stammaktien bestätigt. Die Investoren wurde immer wieder empfohlen nachzuschießen, um den Börsengang der Krebsforschungs-Start Ups zu beschleunigen. Das Einzahlungskonto und die Namen der Luftburgen wurden immer wieder geändert. Das Geld der Anleger ist jetzt futsch. Der Betrüger auch. Die Finanzmarkt warnt vor allem Krypto-Anleger, dass auf dem Markt der digitalen Assets viele Betrüger unterwegs sind, die in Wahrheit nur Illusionen, aber nicht wirklich Krypto-Vermögen verkaufen und Wallets also Aufbewahrungen von Krypto anbieten, ohne diese wirklich zu betreiben usw. Die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA schätzt, dass 80 Prozent der angebotenen Krypto-Assets irgendwie mit betrügerischen Hintergrund sind. Auch wenn kein Betrug dahintersteht, verstehst Du den Wert von Bitcoin & Co? Ich verstehe ihn nicht. Für mich ist es nur eine Verknappung von nichts, weshalb ich auch nicht investiert bin, solange ich den Preis dafür nicht wirklich nachvollziehen kann. Mein Ziel ist es ja vorzusorgen, nicht zu spekulieren …
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