Die Börsenminute Archiv
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Niedrigen Zinsen und eine hohe Inflation ergeben hohe negativen Realzinsen, die viele Anleger momentan in inflationsindexierte oder inflationsgeschützte Anleihen flüchten lassen. Und das um jeden Preis, weil Inflation-linked Bonds als sichere Häfen angepriesen werden. Das sind sie aber zum aktuellen Preis leider nicht. Bei inflationsindexierten Anleihen werden fixe Zinsen (Zinskupon) und ein Inflationsausgleich bezahlt. Wie hoch der Ausgleich ist, hängt von der Inflationsrate ab, die man während der Laufzeit erwartet. Derzeit ist schon eine relativ hohe Teuerungsrate für die nächsten Jahre in die inflationsgeschützten Anleihen eingepreist. Das macht sie für meinen Geschmack bereits viel zu teuer, wenn man davon ausgeht, dass die Energiepreise und somit auch die Inflationsrate wieder zurückkommen sollten. Ein Linker ist nämlich nur dann rentabel, wenn während der Laufzeit die tatsächliche Inflation höher ausfällt als die eingepreiste, die erwartet wird. Das ist augenblicklich, so glaube ich, eher nicht der Fall. Die in die Linker eingepreiste Inflation wird als Break-even-Inflation bezeichnet. Sie ist die Inflation, ab der die inflationsgebundene Anleihe rentabler ist als eine Anleihe mit festem Zinssatz.
Inflationsgeschützte Anleihen sind komplexe Finanzprodukte, in die ich erst investieren würde, wenn ich mich schon mit normalen Anleihen vertraut gemacht habe. Wenn ich verstehe, dass etwa der Kurs von Anleihen, die ich schon besitze, fällt, wenn die Zinsen steigen, weil neue Anleihen besser verzinst sind. Wenn ich die Renditen von Anleihen nicht nur mit dem Zinskupon gleichsetzte, sondern hier auch den Unterschied zwischen dem Preis, den man aktuell für die Anleihe bezahlt und dem Nominalwert, den man am Ende der Laufzeit erhält, berücksichtige.
Eine friedliche Woche wünscht Julia Kistner
Foto: Pixabay
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Börsenminute #Aktienkurse #Teuerung #Vorsorge #Inflation #Portfolio #20er #Russland #Ukraine #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlageklasse #Asset #Börse #Kurse #Inflationlinker #Anleger #inflationsindexierteAnleihe #Börse #Rezession #Inflationsschutz #Verluste #Moskau #Teuerung #Anlagestrategie #Anleihen #Inflationsausgleich #Zinsen #Zinskupon #Laufzeit
Inflationsgeschützte Anleihen sind komplexe Finanzprodukte, in die ich erst investieren würde, wenn ich mich schon mit normalen Anleihen vertraut gemacht habe. Wenn ich verstehe, dass etwa der Kurs von Anleihen, die ich schon besitze, fällt, wenn die Zinsen steigen, weil neue Anleihen besser verzinst sind. Wenn ich die Renditen von Anleihen nicht nur mit dem Zinskupon gleichsetzte, sondern hier auch den Unterschied zwischen dem Preis, den man aktuell für die Anleihe bezahlt und dem Nominalwert, den man am Ende der Laufzeit erhält, berücksichtige.
Eine friedliche Woche wünscht Julia Kistner
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Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Viele Finanzexperten empfehlen, jetzt ja nicht zu oft ins Portfolio zu schauen, um sich nicht zu Panikverkäufen verleiten zu lassen. Das mag stimmen für Unternehmen, die gut verdienen, ein gutes Geschäftsmodell haben und obendrein wenig verschuldet sind und die jetzt durch den furchtbaren Krieg in der Ukraine mit nach unten gerissen wurden. Die Vogel-Strauß-Strategie ist aber keine, die man bei Unternehmen empfehlen kann, die man selbst jetzt nach heftigen Kursstürzen nicht nochmals kaufen würde, weil sie beispielsweise seit es einfach nicht in die Gewinnzone schaffen.
Keine Gewinne schreibt etwa Delivery Hero, dessen Börsenwert seit Jahresbeginn rund 57 Prozent einbüßte. Der (noch) im DAX notierende Essenslieferant zählt zu den weltweit größten Anbietern von Online-Bestelldiensten. Durch Zustellung nicht nur von Restaurantbestellungen, sondern auch von Lebensmitteln möchte Delivery Hero im laufenden Jahr seinen Umsatz um 44 Prozent auf 9,5 bis 10,5 Milliarden Euro steigern. Eine Mega-Expansion, nur zu welchem Preis? Das Unternehmen verbuchte alleine im vierten Quartal 2021 einen beträchtlichen operativen Verlust von 781 Millionen Euro vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Das ist ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Man muss sich nur vorstellen, wie sich Zinserhöhungen bei Delivery Hero zu Buche schlagen werden. Wegschauen ist da keine Lösung. Besser genau hinschauen am 28. April, wenn neue Geschäftszahlen präsentiert werden.
Dies ist weder eine Kauf- noch Verkaufsempfehlung, sondern nur ein Appell an Anleger, sich am besten schon beim Kauf von Aktien auch ein persönliches Ausstiegsszenario zu überlegen. Also genau zu bedenken, welche Kurskorrekturen man verkraften kann und will und wann man gegebenenfalls auch den schmerzhaften Notausgang mit Verlusten wählt. Denn um Verluste wieder wettzumachen braucht es anschließend rein rechnerisch schon sehr viel höhere Gewinne. Wenn man wie mit Delivery Hero seit Jahresbeginn 60 Prozent Verlust gemacht hat, dann muss der Kurs anschließend beachtliche 150 Prozent zulegen um wieder den ursprünglichen Wert zu erreichen.
Einen friedliches Wochenende wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und DADAT keine Haftung.
#Börsenminute #Aktienkurse #Börsenwert #Vorsorge #DeliveryHero #Portfolio #20er #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlageklasse #Asset #Börse #Kurse #Anleger #Börse #HomeDelivery #Verluste #Börse #Anlagestrategie #Essenslieferant #Bilanz #Ergebnisse
Foto Delivery Hero
Keine Gewinne schreibt etwa Delivery Hero, dessen Börsenwert seit Jahresbeginn rund 57 Prozent einbüßte. Der (noch) im DAX notierende Essenslieferant zählt zu den weltweit größten Anbietern von Online-Bestelldiensten. Durch Zustellung nicht nur von Restaurantbestellungen, sondern auch von Lebensmitteln möchte Delivery Hero im laufenden Jahr seinen Umsatz um 44 Prozent auf 9,5 bis 10,5 Milliarden Euro steigern. Eine Mega-Expansion, nur zu welchem Preis? Das Unternehmen verbuchte alleine im vierten Quartal 2021 einen beträchtlichen operativen Verlust von 781 Millionen Euro vor Steuern und Abschreibungen (Ebitda). Das ist ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Man muss sich nur vorstellen, wie sich Zinserhöhungen bei Delivery Hero zu Buche schlagen werden. Wegschauen ist da keine Lösung. Besser genau hinschauen am 28. April, wenn neue Geschäftszahlen präsentiert werden.
Dies ist weder eine Kauf- noch Verkaufsempfehlung, sondern nur ein Appell an Anleger, sich am besten schon beim Kauf von Aktien auch ein persönliches Ausstiegsszenario zu überlegen. Also genau zu bedenken, welche Kurskorrekturen man verkraften kann und will und wann man gegebenenfalls auch den schmerzhaften Notausgang mit Verlusten wählt. Denn um Verluste wieder wettzumachen braucht es anschließend rein rechnerisch schon sehr viel höhere Gewinne. Wenn man wie mit Delivery Hero seit Jahresbeginn 60 Prozent Verlust gemacht hat, dann muss der Kurs anschließend beachtliche 150 Prozent zulegen um wieder den ursprünglichen Wert zu erreichen.
Einen friedliches Wochenende wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner und DADAT keine Haftung.
#Börsenminute #Aktienkurse #Börsenwert #Vorsorge #DeliveryHero #Portfolio #20er #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlageklasse #Asset #Börse #Kurse #Anleger #Börse #HomeDelivery #Verluste #Börse #Anlagestrategie #Essenslieferant #Bilanz #Ergebnisse
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3 Minuten
Schon in den 1980er-Jahren hat sich Sänger Udo Lindenberg gefragt, wozu Kriege da sind. Auch Jahrzehnte danach fragt man sich noch, weshalb Soldaten losmarschieren und Mütter ihre Kinder verlieren müssen. Leider wiederholt sich die Geschichte und das humanitäre Leid immer wieder. Ebenso die Reaktionen der Börse auf Bombardements. Je unerwarteter sie ausbrechen, desto stärker waren in der Vergangenheit die Kursstürze. Damit erklären sich Experten jetzt auch, warum die Börsen angesichts Putins Invasion in die Ukraine nicht noch heftiger abgestürzt sind. Weil sie doch nicht ganz so überraschend kam, zumal der russische Aggressor schon seit Dezember des Vorjahres seine Truppen verstärkt an den Ukrainischen Grenzen aufmarschieren ließ. An der Börse werden Informationen, nicht die Ereignisse gehandelt. Die Finanzbranche sieht jetzt die Wahrscheinlichkeit für positive Überraschungen schon wieder größer als für den Super-Gau. Hoffen wir, dass ihre Informationen oder Intuitionen stimmen. Als eine positive Überraschung für die Börse, nicht für die Realwirtschaft, wird jetzt gehandelt, dass die fünf Zinserhöhungsschritte 2022, die die Wallstreet bereits eingepreist hat, angesichts der Gefahr einer Rezession nicht alle kommen oder zumindest auf sich warten lassen.
Historisch gesehen haben Aktien im US-Leitindex S&P-500 während der großen Kriege der letzten 1970-Jahre im Schnitt fünf Prozent an Wert verloren, so eine viel zitierte Studie des US-Brokers LPL Financial. Sie haben ihre Kursverluste innerhalb von zwei Monaten wieder wettgemacht. Der Tiefpunkt war laut Studie im Schnitt nach 22 Tagen erreicht. Schlimmer und länger anhaltend waren die Folgen allerdings nach dem Luftangriff auf Pearl Harbor 1941, während des Yom Kippur Krieg und der Ölkrise 1973 und nach der irakischen Invasion von Kuwait 1990. Zu so viel Leid darf es nicht mehr kommen!
Russland trägt übrigens gerade einmal 1,8 Prozent zum weltweiten Bruttoinlandsprodukt bei, würde also wirtschaftlich nicht ins Gewicht fallen, wenn nicht 90 Prozent ihrer Exporte Rohstoffe wären, die für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung sind.
Einen friedlichen Tag wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Börsenminute #Aktienkurse #Krieg #Vorsorge #Krieg #Portfolio #20er #Russland #Ukraine #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlageklasse #Asset #Börse #Kurse #Co2 #Anleger #ETC #Börse #Rezession #Absturz #Verluste #Moskau #Börse #Anlagestrategie#Ölkrise #Energiekrise #Industrie #Ausstoß #Krieg #LPLFinancial #Rohstoffe #BIP #Bruttoinlandsprodukt #Kuwait #Bombardements
Foto Pixabay
Historisch gesehen haben Aktien im US-Leitindex S&P-500 während der großen Kriege der letzten 1970-Jahre im Schnitt fünf Prozent an Wert verloren, so eine viel zitierte Studie des US-Brokers LPL Financial. Sie haben ihre Kursverluste innerhalb von zwei Monaten wieder wettgemacht. Der Tiefpunkt war laut Studie im Schnitt nach 22 Tagen erreicht. Schlimmer und länger anhaltend waren die Folgen allerdings nach dem Luftangriff auf Pearl Harbor 1941, während des Yom Kippur Krieg und der Ölkrise 1973 und nach der irakischen Invasion von Kuwait 1990. Zu so viel Leid darf es nicht mehr kommen!
Russland trägt übrigens gerade einmal 1,8 Prozent zum weltweiten Bruttoinlandsprodukt bei, würde also wirtschaftlich nicht ins Gewicht fallen, wenn nicht 90 Prozent ihrer Exporte Rohstoffe wären, die für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung sind.
Einen friedlichen Tag wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Börsenminute #Aktienkurse #Krieg #Vorsorge #Krieg #Portfolio #20er #Russland #Ukraine #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlageklasse #Asset #Börse #Kurse #Co2 #Anleger #ETC #Börse #Rezession #Absturz #Verluste #Moskau #Börse #Anlagestrategie#Ölkrise #Energiekrise #Industrie #Ausstoß #Krieg #LPLFinancial #Rohstoffe #BIP #Bruttoinlandsprodukt #Kuwait #Bombardements
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Wenn Du wissen willst, wie es weiter geht, frage die Börse. Ein Indikator ist hier leider auch der Preis von CO2-Zertifikaten. Das sind verbriefte, handelbare Papiere, um den Treibhausgas-Ausstoß zu bewirtschaften und bestenfalls zu reduzieren. Unternehmen, die CO2 ausstoßen werden verpflichtet entsprechende Zertifikate je nach Höhe ihrer Emissionen zu kaufen. Das trifft vor allem die großen Umweltbelaster wie Stahl- und Zementwerke, Industrieanlagen, Produzenten von Strom und Wärme mit fossiler Energie. Wer seine Zertifikate nicht braucht, weil er umweltfreundlich produziert, wirft sie auf die Börse wie etwa der E-Autohersteller Tesla und macht damit Gewinne. Wer die Umwelt übermäßig verschmutzt, muss sich zusätzlich Zertifikate kaufen.
Wenn jetzt also der Preis für CO2-Zertifikate in der letzten Woche bis zu 30 Prozent gefallen ist heißt das, dass der Markt bereits einpreist, dass zum einen die Industrie weniger produzieren, weniger CO2emittierten und so auch weniger Zertifikate benötigen wird. Zum anderen nimmt man aber auch an, dass in der aktuellen Energiekrise die Politik es der Wirtschaft wieder günstiger machen wird, fossile Brennstoffe zu verwenden.
Als Privatanleger kann man sich übrigens nicht direkt CO2-Zertifikate kaufen, sondern nur indirekt mittels Zertifikate auf CO2-Zertifikate und über Indexfonds, sprich ETCs (Exchange Traded Commodities). Als Basiswert gilt der ICE EUA CO2-Emission Future, der die Wertentwicklung des europäischen CO2-Preises nachbildet.
Doch Vorsicht, das ist keine Anlage-Empfehlung, denn wie sich gerade zeigt ist der Preis für CO2-Zertifikate a.) sehr stark politisch beeinflusst und b.) sind die Wertpapiere, die sie abbilden ein riskantes Investment, das auch mit der Aktienbörse korreliert. Und da es sich grundsätzlich um Terminkontrakte mit einer Laufzeit von drei bis sechs Monaten handelt, die dann wieder durch neue Kontrakte ersetzt werden müssen, können durch den Wechsel zusätzlich Rollverluste entstehen.
Einen friedlichen Tag wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Börsenminute #Vermögen #Vorsorge #Krieg #Portfolio #20er #Russland #Ukraine #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Anlageklasse #Asset #Geld #Börsenminute #Börse #Kurse #Co2 #Anleger #ETF #Index #ETC #Börse #Korrelation #Terminkontrakte #Absturz #Verluste #Moskau #Börse #Rollverluste #ICE_EUA_CO2-Emission Future #Anlagestrategie #Sektoren #Ölkrise #Gaspreis #Energieaktien #Stahl #Zement #Technologie #Energiekrise #Industrie #Ausstoß
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Wenn jetzt also der Preis für CO2-Zertifikate in der letzten Woche bis zu 30 Prozent gefallen ist heißt das, dass der Markt bereits einpreist, dass zum einen die Industrie weniger produzieren, weniger CO2emittierten und so auch weniger Zertifikate benötigen wird. Zum anderen nimmt man aber auch an, dass in der aktuellen Energiekrise die Politik es der Wirtschaft wieder günstiger machen wird, fossile Brennstoffe zu verwenden.
Als Privatanleger kann man sich übrigens nicht direkt CO2-Zertifikate kaufen, sondern nur indirekt mittels Zertifikate auf CO2-Zertifikate und über Indexfonds, sprich ETCs (Exchange Traded Commodities). Als Basiswert gilt der ICE EUA CO2-Emission Future, der die Wertentwicklung des europäischen CO2-Preises nachbildet.
Doch Vorsicht, das ist keine Anlage-Empfehlung, denn wie sich gerade zeigt ist der Preis für CO2-Zertifikate a.) sehr stark politisch beeinflusst und b.) sind die Wertpapiere, die sie abbilden ein riskantes Investment, das auch mit der Aktienbörse korreliert. Und da es sich grundsätzlich um Terminkontrakte mit einer Laufzeit von drei bis sechs Monaten handelt, die dann wieder durch neue Kontrakte ersetzt werden müssen, können durch den Wechsel zusätzlich Rollverluste entstehen.
Einen friedlichen Tag wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Gräueltaten ohne Ende, kein Licht am Ende des Tunnels, Horrorpreise an den Zapfsäulen, Ölkrise. Vielleicht können da folgende kleine positive Meldungen etwas trösten: Zum einen verfügen europäische Verbraucher laut JP Morgan derzeit noch über Ersparnisse aus Pandemiezeiten und auch Regierungen könnten eingreifen, um die massiven Teuerungen durch die horrenden Energiekosten abzufedern. Sollten die Energiepreise allerdings hoch bleiben, könnte sich das Wachstum vor allem in Europa und Großbritannien einbremsen, die stärker von den Gaspreisen abhängig sind als die USA. Dafür entwickeln sich Energieversorger andererseits sehr gut, speziell jene, die alternative Energien anbieten: Der weltweite Branchenindex RENIXX World (ISIN: DE000RENX014) für Erneuerbare Energien ist im Aufwind, ein Sektor der im Vorjahr nach einem Hype stark abgesackt ist. Viel Geld fließt jetzt auch wieder in den E-Wasserstoff Europa-Index (ISIN DE000SL0A1B9). Während in Europa Krieg herrscht, legte der Index am Montag 3,7 Prozent zu. Aber auch Gold- und Gold-ETFs sind stark gefragt. Mit physischem Gold hinterlegte ETFs verzeichneten im Februar weltweit Nettozuflüsse von 2,1 Milliarden US-Dollar, so das World Gold Council, die Vertretung der Goldindustrie. Der Goldpreis ist zum ersten Mal seit Mai 2021 über die Marke von 1.900 Dollar je Feinunze geklettert. Dies soll keine Anlageempfehlung sein, sondern nur zeigen, wie stark Kapital derzeit rotiert, aktuell raus aus Technologie-, aus der energieintensiven Chemiebranche und aus Bankaktien. Im letzten Jahrzehnt waren die stärksten Sektoren zyklische Konsumtitel wie Luxusgüter sowie die Tech- und der Gesundheitsbranche. Und während Kapital rotiert, was macht man als Anleger, damit man nicht allzu viel verliert? Zum einen natürlich streut man gerade bei seiner langfristigen Vorsorge breit über Sektoren, Asset-Klassen und Regionen. Zum andere kann man versuchen, bei seiner kurzfristigen Anlagestrategie nicht immer erst auf den Zug zu spät aufzuspringen, sondern das nächste „Big Thing“ zu antizipieren. Getreu dem Motto: Nach einer Schwächephase kommt auch wieder eine stärkere Phase. Also auch den Mut habem, antizyklisch anzulegen.
Eine friedliche Woche wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Eine friedliche Woche wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Viele Anfragen kommen von Aktionär:innen mit Sparplänen, die sie teilweise gerade erst eingerichtet haben. Sollte man die Einzahlungen nicht angesichts der unsicheren geopolitischen Lage und den Kurseinbrüchen an den Börsen stoppen? Grundsätzlich ist dies keine gute Idee, wenn man sich den Sinn und Zweck von Sparplänen vor Augen führt. Man investiert ja deshalb regelmäßig stets den gleichen Betrag in das gleiche Ansparprodukt, um in schlechten Börsenzeiten wie diesen mehr und in Boom-Phasen weniger Aktien beziehungsweise Fondsanteile fürs gleiche Geld zu erwerben. Nur so profitiert man von durchschnittlich günstigeren Preisen, vom sogenannten „Cost average“-Effekt. Der wirkt umso mehr, je mehr das gewählte Anlageprodukt schwankt. Das heißt, dass Sparpläne, in die man über längere Zeit die gleiche Summe einbezahlt, per se Risiko aus dem Investment herausnehmen. Vorausgesetzt, dass man den Effekt nicht durch ein Unterbrechen der Einzahlungen konterkarieren.
Wenn man aber seinem Ansparprodukt nur mehr wenig Zukunft gibt, weil sich die Rahmenbedingungen stark geändert haben, dann würde es auch keinen Sinn machen, schlechtem Geld Gutes nachzuwerfen. Wenn ich beispielsweise aktuell auf einen Fonds mit einem hohen Russlandanteil anspare, würde ich natürlich nicht weiter ansparen, sondern den Sparplan notfalls mit Verlusten auflösen. Aber das gilt ja für jedes Investment, ob ich darauf anspare oder einmal eine größere Summe einbezahlt habe. Auf reine russische Fonds wie der BlackRock-ETF ishares MSCI Russia kann man ohnedies nicht mehr ansparen. Dieser ist leider de facto schon ein Totalverlustkandidat. Ansonsten findet man russische Aktien, die derzeit vom Handel ausgesetzt sind, vor allem in Emerging Market Fonds, wenn auch nicht im großem Ausmaß: Der Anteil von russischen Aktien im MSCI Emerging Markets beträgt gerade drei Prozent, im MSCI All Country World Index überhaupt nur 0,4 Prozent – kein Grund also, hier wegen der Russland-Komponente nicht weiter anzusparen. Die andere Frage ist allerdings, ob man bei den Schwellenstaaten aufgrund der viel zitierten Zeitenwende nicht grundsätzlich etwas zurückhaltender und selektiver investieren sollte. Aber das ist nichts, weshalb man jetzt übereilt seinen Sparplan stoppen sollte.
Übrigens, was man aktuell als Anleger tun kann, damit befasst sich auch die aktuelle Folge des Podcast GELDMEISTERIN. Hier geht´s direkt zur GELDMEISTERIN: https://anchor.fm/geldmeisterin
Eine friedliche Woche wünscht Julia Kistner
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Wenn man aber seinem Ansparprodukt nur mehr wenig Zukunft gibt, weil sich die Rahmenbedingungen stark geändert haben, dann würde es auch keinen Sinn machen, schlechtem Geld Gutes nachzuwerfen. Wenn ich beispielsweise aktuell auf einen Fonds mit einem hohen Russlandanteil anspare, würde ich natürlich nicht weiter ansparen, sondern den Sparplan notfalls mit Verlusten auflösen. Aber das gilt ja für jedes Investment, ob ich darauf anspare oder einmal eine größere Summe einbezahlt habe. Auf reine russische Fonds wie der BlackRock-ETF ishares MSCI Russia kann man ohnedies nicht mehr ansparen. Dieser ist leider de facto schon ein Totalverlustkandidat. Ansonsten findet man russische Aktien, die derzeit vom Handel ausgesetzt sind, vor allem in Emerging Market Fonds, wenn auch nicht im großem Ausmaß: Der Anteil von russischen Aktien im MSCI Emerging Markets beträgt gerade drei Prozent, im MSCI All Country World Index überhaupt nur 0,4 Prozent – kein Grund also, hier wegen der Russland-Komponente nicht weiter anzusparen. Die andere Frage ist allerdings, ob man bei den Schwellenstaaten aufgrund der viel zitierten Zeitenwende nicht grundsätzlich etwas zurückhaltender und selektiver investieren sollte. Aber das ist nichts, weshalb man jetzt übereilt seinen Sparplan stoppen sollte.
Übrigens, was man aktuell als Anleger tun kann, damit befasst sich auch die aktuelle Folge des Podcast GELDMEISTERIN. Hier geht´s direkt zur GELDMEISTERIN: https://anchor.fm/geldmeisterin
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3 Minuten
Der weltweit größte Indexanbieter MSCI wirft mit 10. März russische Aktien aus seinen Indizes. Das ist deshalb so relevant, weil sich zahlreiche ETFs an diesen Indizes orientieren, also somit automatisch auch die russischen Aktien verkaufen, sobald diese nicht mehr vom Handel ausgesetzt sind. MSCI kann russische Aktien deshalb rausschmeißen, weil die Russen nicht mehr ihre Vorgaben für die Aufnahme in die Indizes erfüllen. So darf es keine Beschränkungen für Ausländer auf den Wertpapier- und Devisenmärkten geben, die es derzeit aber wegen Aggressor Wladimir Putin gibt. Russische Aktien fallen bei den meisten Schwellenländer-Indizes aber kaum ins Gewicht. Sie machen beispielsweise beim MSCI Emerging Markets rund drei Prozent der Marktkapitalisierung aus. Im MSCI All Country World sind 17 der 4000 Aktien, sprich 0,4 Prozent russische Unternehmen. Einen weitaus größeren Anteil haben russische Aktien laut Fondsratingagentur Morningstar bei Schwellenländerfonds, die sich auf Dividenden-starke Unternehmen fokussieren wie der iShares Emerging Markets Dividend ETF mit einem Russland-Anteil von 19 Prozent. Beim Schroder ISF Emerging Europe machten Ende Januar die russische Gazprom, Sberbank und Lukoil als die drei größten Beteiligungen rund 60 Prozent aus. Bei Raiffeisen Osteuropa Aktien-Fonds liegt der Anteil russischer Titel gar bei 64 Prozent. Und natürlich haben auch alle BRIC-Fonds, das Akronym steht ja für Brasilien, Russland, Indien und China eine 20 bis 25-prozentige Russland-Komponente.
Es gibt übrigens schon seit langem auch Indizes und entsprechende ETFs, die Russland dezidiert ausschließen wie etwa der MSCI Eastern Europe Ex Russia.
Insgesamt beträgt der Anteil russischer Aktien in Fonds und ETFs, die in Europa vertrieben werden laut Morningstar nur 0,27 Prozent. Das waren Ende Januar trotz allem in Summe 32,8 Milliarden Euro von insgesamt zwölf Billionen Euro Fondsvermögen.
Übrigens, während JP Morgan seine Russland- und Osteuropa-Fonds eingefroren hat werden einige russische ETFS wie der iShares MSCI Russia von Blackrock munter weitergehandelt, allerdings zu einem um rund 96 Prozent tieferen Kurs als zu Jahresbeginn. Blackrock gibt auch keine neuen Anteile dieses russischen Indexfonds mehr aus.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Es gibt übrigens schon seit langem auch Indizes und entsprechende ETFs, die Russland dezidiert ausschließen wie etwa der MSCI Eastern Europe Ex Russia.
Insgesamt beträgt der Anteil russischer Aktien in Fonds und ETFs, die in Europa vertrieben werden laut Morningstar nur 0,27 Prozent. Das waren Ende Januar trotz allem in Summe 32,8 Milliarden Euro von insgesamt zwölf Billionen Euro Fondsvermögen.
Übrigens, während JP Morgan seine Russland- und Osteuropa-Fonds eingefroren hat werden einige russische ETFS wie der iShares MSCI Russia von Blackrock munter weitergehandelt, allerdings zu einem um rund 96 Prozent tieferen Kurs als zu Jahresbeginn. Blackrock gibt auch keine neuen Anteile dieses russischen Indexfonds mehr aus.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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3 Minuten
Wegen der starken Verluste an der Moskauer Börse seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine hatte die russische Zentralbank den russischen Handelsplatz geschlossen. Wertpapierhändlern hat die Zentralbank in Moskau untersagt, russische Wertpapiere im Besitz von Ausländern zu verkaufen. Präsident Wladimir Putin verbot auch Devisen ins Ausland zu transferieren. Die Moskauer Börse bleibt weiterhin geschlossen. Einzelne Papiere sollen noch diese Woche wieder handelbar sein. Wenn sie dann wieder aufgeht, sind Kursturbulenzen vorprogrammiert. Der Ausschluss zahlreicher russischer Banken aus dem Zahlungssystem SWIFT hat alleine schon einen Absturz des russischen Leitindex RTS um 30 Prozent bewirkt.
Im Ausland wurden russische Papiere noch weiter gehandelt, jedes Land beziehungsweise jede Börse hat hier ihr eigenen Gesetze, wann sie Aktien zum Schutz der Anleger vom Handel aussetzt. Doch im Fall russischer Wertpapiere hält man jetzt zusammen. Die Finanzplätze Frankfurt und London stellten gestern den Handel mit allen russischen Wertpapieren ein, auch in den USA werden sie nicht mehr gehandelt. Damit will der Westen vor allem verhindern, dass sich sanktionierte russische Staatsunternehmen im Ausland refinanzieren können. Doch Vorsicht: Wenn Kurse ausgesetzt werden, werden ausnahmslos sämtliche bestehenden Order für die betroffenen Wertpapiere gelöscht, so auch Limit-Aufträge mit längerer Gültigkeit. Also nicht wundern, wenn offene Verkauf- oder Kauf-Order auf russische Aktien nicht mehr vorliegen, wenn russische Titel wieder gehandelt werden. Hier sollte man die Entwicklung genau verfolgen und bei Wiederaufnahme des Handels gegebenenfalls sofort die gewünschten Orders erneut eingeben. Sie haben keine russischen Aktien? Sicher nicht? In welchen Indizes und Fonds russische Aktien enthalten sind und was damit passiert, wenn der Handel ausgesetzt wird, dazu mehr in der morgigen Börsenminute.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
#Börsenminute #Vermögen #Vorsorge #Krieg #Portfolio #20er #Russland #Ukraine #Finanzen #Geldanlage #veranlagen #Podcast #Investments #Risikostreuung #Anlageklasse #Asset #Geld #Börsenminute #Börse #Kurse #Aktienhandel #Anleger #ETF #Index #Ländergewichtung #Zinsdifferenz #Devisen #Sanktionen #RTX #Staatsunternehmen #Swift #Putin #Absturz #Verluste #Moskau #Börse
Im Ausland wurden russische Papiere noch weiter gehandelt, jedes Land beziehungsweise jede Börse hat hier ihr eigenen Gesetze, wann sie Aktien zum Schutz der Anleger vom Handel aussetzt. Doch im Fall russischer Wertpapiere hält man jetzt zusammen. Die Finanzplätze Frankfurt und London stellten gestern den Handel mit allen russischen Wertpapieren ein, auch in den USA werden sie nicht mehr gehandelt. Damit will der Westen vor allem verhindern, dass sich sanktionierte russische Staatsunternehmen im Ausland refinanzieren können. Doch Vorsicht: Wenn Kurse ausgesetzt werden, werden ausnahmslos sämtliche bestehenden Order für die betroffenen Wertpapiere gelöscht, so auch Limit-Aufträge mit längerer Gültigkeit. Also nicht wundern, wenn offene Verkauf- oder Kauf-Order auf russische Aktien nicht mehr vorliegen, wenn russische Titel wieder gehandelt werden. Hier sollte man die Entwicklung genau verfolgen und bei Wiederaufnahme des Handels gegebenenfalls sofort die gewünschten Orders erneut eingeben. Sie haben keine russischen Aktien? Sicher nicht? In welchen Indizes und Fonds russische Aktien enthalten sind und was damit passiert, wenn der Handel ausgesetzt wird, dazu mehr in der morgigen Börsenminute.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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4 Minuten
Ein Hörer des Podcasts Börsenminute stellte sich angesichts des Krieges in Europa die Frage, die vielleicht auch im Interesse der Früh Info-Leser sein könnte: „Ich investiere überwiegend in ETF und Fonds, die in Euro notieren, die aber mit selben oder ähnlichen Wertinhalt auch in US-Dollar oder manchmal auch in britische Pfund oder Schweizer Franken notieren. Würden Sie nach Aussage des Professors Thomas Mayer im Podcast Geldmeisterin, der Dollar sei langfristig gesünder als der Euro Fonds oder ETFs eher in einer Fremdwährung - also nicht in Euro - bevorzugen? Dazu ist folgendes festzuhalten. Egal ob die Fondswährung Euro, Dollar, Pfund oder Schweizer Franken ist. Es kommt natürlich auf die Unternehmen an, in die die Fondsprodukte investiert sind. Ein Index-Fonds zum Beispiel auf den S&P 500 hat schon dadurch eine Dollar-Komponente, dass er in USA notierte Unternehmen investiert, die in Dollar fakturieren. Daher ist ein internationaler Fonds, selbst wenn er in Euro aufgelegt ist, automatisch Wechselkursen ausgesetzt. Deshalb ist auch das Studium des Factsheets von Fonds so wichtig, indem auch die Ländergewichtungen der Fonds angegeben sind. Das heißt, selbst wenn der international veranlagte Fonds in Euro aufliegt, hat man ein Währungs-Risiko oder ebenso auch Wechselkurs-Chancen. Außer der Fonds oder ETF ist dezidiert währungsgesichert und führt als Zusatz im Namen „USD hedged“, „EUR hedged“, „CHF hedged“ oder „GBP hedged“. Diese Währungsabsicherung mit Devisen-Derivaten kostet aber Rendite und ist umso teurer, je höher die Zinsdifferenz des entsprechenden Auslands zu Europa ist.
Ob hingegen die Fondswährung in Dollar, Euro, Schweizer Franken oder britisches Pfund lautet, ist für den Euro-Anleger mit einem europäischen Depot völlig egal und nur ein Marketing-Schmäh, der Sicherheit beziehungsweise Währungschancen suggerieren soll. Denn die Depotbank rechnet immer auf Euro zurück und weist den Wert immer in Euro aus. Nehmen wir wieder den ETF auf den US-Leitindex S&P 500 als Beispiel: Angenommen er erzielt in Dollar aufgelegt fünf Prozent Rendite und in der Fondswährung Euro nur zwei Prozent. Die europäische Depotbank rechnet die in Dollar aufgelegten Fondsanteile um und auf dem Depotauszug wird in Euro abgerechnet. In beiden Fondswährungen erhält man somit die gleiche Rendite von zwei Prozent. Wenn man also, um auf die Frage des Podcast-Hörers zurückzukommen, der Meinung des deutschen Ökonomen Thomas Mayer folgt, der Dollar sei langfristig stabiler als der Euro, muss man nicht einen Fonds wählen, der in Dollar aufgelegt ist, sondern ein Produkt wählen, das in Unternehmen investiert, die im Dollar-Raum ihre Geschäfte machen.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Ob hingegen die Fondswährung in Dollar, Euro, Schweizer Franken oder britisches Pfund lautet, ist für den Euro-Anleger mit einem europäischen Depot völlig egal und nur ein Marketing-Schmäh, der Sicherheit beziehungsweise Währungschancen suggerieren soll. Denn die Depotbank rechnet immer auf Euro zurück und weist den Wert immer in Euro aus. Nehmen wir wieder den ETF auf den US-Leitindex S&P 500 als Beispiel: Angenommen er erzielt in Dollar aufgelegt fünf Prozent Rendite und in der Fondswährung Euro nur zwei Prozent. Die europäische Depotbank rechnet die in Dollar aufgelegten Fondsanteile um und auf dem Depotauszug wird in Euro abgerechnet. In beiden Fondswährungen erhält man somit die gleiche Rendite von zwei Prozent. Wenn man also, um auf die Frage des Podcast-Hörers zurückzukommen, der Meinung des deutschen Ökonomen Thomas Mayer folgt, der Dollar sei langfristig stabiler als der Euro, muss man nicht einen Fonds wählen, der in Dollar aufgelegt ist, sondern ein Produkt wählen, das in Unternehmen investiert, die im Dollar-Raum ihre Geschäfte machen.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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2 Minuten
Atomenergie und Kohle werden jetzt wieder salonfähig, um während des unfassbaren Russland-Ukraine-Krieges die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Schließlich kommen normalerweise ein Viertel der EU-Rohölimporte und rund 40 Prozent der Erdgasimporte aus dem jetzt völlig isolierten Kriegs-treibenden Russland. Dem Energie-Lieferanten Putin und seinem Terror-Regime wird man sich künftig nicht mehr ausliefern wollen. Durch die EU-russische Pipeline Nord Stream 2 wird wohl auch nicht so schnell Gas fließen. Soll heißen: nicht nur das EU-Ziel, bis 2050 klimaneutral zu werden, sondern auch die Sorge um die Energiesicherheit werden dazu führen, dass man jetzt mehr Tempo bei der Umstellung von fossilen auf erneuerbaren Energien machen wird. Auch wenn Aktien aus der Sparte Saubere Energien nach dem Hype 2020/2021 in den letzten Monaten stark eingebüßt haben, macht es deshalb durchaus Sinn bei seinen grünen Investments weiterhin einen langen Atem zu bewahren. Den man teilweise nicht einmal benötigt: Die Aktie des dänischen Produzenten von Offshore-Windanlagen Orsted stieg alleine gestern über zehn Prozent. Seit Kriegsausbruch in der Ukraine vergangenen Donnerstag stieg die Orsted-Aktie um knapp 40 Prozent. Der deutsche Windkraftspezialist Nordex legte am Montag rund 14 Prozent zu.
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3 Minuten
Es ist nie zu spät für Friedensverhandlungen. Es ist auch nie zu spät für den Wiedereinstieg an der Börse! Viele Anleger fragen sich derzeit, wie sie auf die Kurseinbrüche an den Weltbörsen reagieren sollen. Nachkaufen? Wo in einer früheren Börsenminute-Folge doch erklärt wurde, dass man bei soliden, großen Aktienwerten auch ins fallende Messer greifen könne, da man den Tiefpunkt der Kurse ohnedies nie erwischt. Das kann man weiterhin unterstreichen, wenn es sich um die üblichen Kurskorrekturen nach einer übertriebenen Boom-Phase an den Börsen handelt. Und auch am Börsensprichwort „politische Börsen haben kurze Beine“ ist etwas dran. Gemeint sind allerdings volatile Börsen rund um Wahlen oder auch Korrekturen bei Reibereien zwischen OPEC-Staaten wegen Ölfördermengen. Gemeint ist aber nicht ein Krieg im Osten Europas, grundlos angezettelt durch einen verrückten russischen Aggressor, wo man das Ausmaß und das Ende der Gefechte nicht annähernd abschätzen kann. Da spendet man lieber einen Teil seines geparkten Vermögens für die ukrainischen Zivilisten und Kriegsflüchtlinge und wartet ab, bis die geopolitische Lage übersichtlicher ist und steigt dann schlimmstenfalls zu etwas höheren Kursen ein. Die tun einem Langfristanleger ohnedies nicht so weh. Bei den ersten vorsichtigen Schritten zurück auf das Börsenparkett sollte man sich auch nicht gleich in Einzelaktien wagen, sondern besser in einen breit gestreuten klassischen Fonds oder Indexfonds investieren.
Ebenso wenig sollte man jetzt panisch verkaufen, insbesondere nicht Aktien mit einem Inflations-resistenten Geschäftsmodell, die man sich ja zur Sicherheit und als Schutz vor Preissteigerungen ins Portfolio gelegt hat, um sie langfristig zu halten. Worin läge die Logik, Bollwerke gegen die Teuerung wie etwa die großen Pharmawerte, Energieunternehmen, Auto-, Chemie- oder Lebensmittelkonzerne jetzt zu verkaufen, wenn man sich vor Inflation fürchtet?
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Ebenso wenig sollte man jetzt panisch verkaufen, insbesondere nicht Aktien mit einem Inflations-resistenten Geschäftsmodell, die man sich ja zur Sicherheit und als Schutz vor Preissteigerungen ins Portfolio gelegt hat, um sie langfristig zu halten. Worin läge die Logik, Bollwerke gegen die Teuerung wie etwa die großen Pharmawerte, Energieunternehmen, Auto-, Chemie- oder Lebensmittelkonzerne jetzt zu verkaufen, wenn man sich vor Inflation fürchtet?
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4 Minuten
Dies ist ausdrücklich KEINE Empfehlung wegen des Krieges in der Ukraine und den Kurseinbrüchen an den Börsen in digitale Krypto-Assets zu flüchten. Wie man am aktuellen Absturz auch von Bitcoin & Co sieht, sind Kryptos keine sicheren Häfen, es fehlt hier noch am Anlegervertrauen. Vielmehr ist dies ein Hinweis auf eine Steueränderung für jene, die sich schon länger mit der Idee befassen, einen kleinen Teil ihres Vermögens in Krypto-Assets zu stecken. In Österreich sind Gewinne aus Krypto-„Währung“ ab dem 1. März 2022 mit 27,5 Prozent zu versteuern, egal wie lange man die Assets behält. Bisher musste man Krypto-Gewinne hierzulande nur beim Verkauf innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist versteuern. Wer bis zum 28.2. Bitcoin, Etherium & Co. anschafft, hat künftig Altbestand in seiner Wallet, der bei einer Behaltedauer über einem Jahr weiterhin steuerfrei bleibt. Mining und Staking, also das Schürfen und Vermehren von Krypto-Assets wird künftig auch mit 27,5 Prozent besteuert, so lange es nicht im größeren Umfang gewerbsmäßig erfolgt. Dann wäre die meist höhere progressive Einkommensteuer von bis zu 55 Prozent fällig.
Es gibt künftig aber auch steuerliche Vorteile: Die Verluste aus Krypto-Spekulationen können mit Gewinnen aus Wertpapieren, Dividenden und Zinsen gegengerechnet werden. Auch muss man den Tausch eines Krypto-Assets gegen ein anderes, zum Beispiel Bitcoin gegen Ethereum innerhalb eines Jahres nicht versteuern. Die Krypto-Börsen behalten künftig die Steuern ein und führen sie an das Finanzamt ab. Einkünfte aus Krypto-Derivaten wie etwa Token auf Aktien, Kunst etc. unterliegen übrigens dem persönlichen, progressiven Einkommensteuersatz, außer man beauftragt seine Krypto-Börse, freiwillig KESt einzubehalten.
Theoretisch könnte man sein Krypto-Wallet auch im Ausland einrichten. Aber abgesehen von der erforderlichen Steuerehrlichkeit ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier die Finanzämter der EU-Staaten austauschen.
In Deutschland sind Gewinne aus Krypto-Verkäufen weiterhin nur zu versteuern, wenn man die Vermögenswerte innerhalb eines Jahres wieder verkauft. Es gibt eine Freigrenze von 600 Euro. Ein Cent darüber und man muss den Gesamtgewinn versteuern.
In der Schweiz unterliegen Guthaben in Krypto der Vermögenssteuer zum Jahresendkurs. Als Steuerbasis publiziert die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) für Bitcoin, Ether und weitere virtuelle „Währungen“ einen offiziellen Kurswert als Durchschnitt von verschiedenen Handelsplattformen. Kapitalgewinne sind steuerfrei, aber auch Verluste können nicht abgezogen werden. Mining, Staking oder Lending ist ein zu versteuerndes Einkommen.
Wie immer bei der Veranlagung gilt allerdings auch bei Krypto-Investments: Die Ertragschancen und auch das Risiko, nicht die Besteuerung sollten im Vordergrund stehen …
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Es gibt künftig aber auch steuerliche Vorteile: Die Verluste aus Krypto-Spekulationen können mit Gewinnen aus Wertpapieren, Dividenden und Zinsen gegengerechnet werden. Auch muss man den Tausch eines Krypto-Assets gegen ein anderes, zum Beispiel Bitcoin gegen Ethereum innerhalb eines Jahres nicht versteuern. Die Krypto-Börsen behalten künftig die Steuern ein und führen sie an das Finanzamt ab. Einkünfte aus Krypto-Derivaten wie etwa Token auf Aktien, Kunst etc. unterliegen übrigens dem persönlichen, progressiven Einkommensteuersatz, außer man beauftragt seine Krypto-Börse, freiwillig KESt einzubehalten.
Theoretisch könnte man sein Krypto-Wallet auch im Ausland einrichten. Aber abgesehen von der erforderlichen Steuerehrlichkeit ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich auch hier die Finanzämter der EU-Staaten austauschen.
In Deutschland sind Gewinne aus Krypto-Verkäufen weiterhin nur zu versteuern, wenn man die Vermögenswerte innerhalb eines Jahres wieder verkauft. Es gibt eine Freigrenze von 600 Euro. Ein Cent darüber und man muss den Gesamtgewinn versteuern.
In der Schweiz unterliegen Guthaben in Krypto der Vermögenssteuer zum Jahresendkurs. Als Steuerbasis publiziert die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) für Bitcoin, Ether und weitere virtuelle „Währungen“ einen offiziellen Kurswert als Durchschnitt von verschiedenen Handelsplattformen. Kapitalgewinne sind steuerfrei, aber auch Verluste können nicht abgezogen werden. Mining, Staking oder Lending ist ein zu versteuerndes Einkommen.
Wie immer bei der Veranlagung gilt allerdings auch bei Krypto-Investments: Die Ertragschancen und auch das Risiko, nicht die Besteuerung sollten im Vordergrund stehen …
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3 Minuten
Die Gefahr von (Bürger)Kriegen und gesellschaftlichen Eskalationen sind dann besonders hoch, wenn es viele junge Männer ohne berufliche und gesellschaftliche Perspektive gibt, so wie aktuell in einigen afrikanischen und arabischen Staaten. Der deutsche Soziologe Gunnar Heinsohn spricht vom „Jugendüberschuss“ und leitet daraus einen nicht ganz unumstrittenen „Kriegsindex“ ab: Dieser stellt die Zahl junger Männer zwischen 15 und 19 Jahren, die sich um Jobs und gesellschaftliche Positionen matchen jenen Männern im Alter von 55 bis 59 Jahren gegenüber, die aus dem Berufsleben ausscheiden und deren Jobs frei werden. Besonders hoch ist der Kriegsindex etwa mit 5,4 in Jemen: 1000 älteren stehen 5400 junge Männer gegenüber. Ich wünschte, das wäre wirklich so einfach, wie Gunnar Heinsohns Kriegsindex das skizziert. Dann würde uns in Osteuropa mit Sicherheit kein Krieg drohen. Demnach liegt in Russland der Kriegsindex bei 0,67, soll bedeuten: 1.000 Männern zwischen 55 bis 59 Jahren stehen gerade einmal 670 junge Männer von 15 bis 19 Jahren gegenüber. In der Ukraine gibt es mit 0,76 auch alles andere als einen Überschuss an jungen Herren. Die Daten sind zwar aus 2016, der demographische Trend ist aber ungebrochen.
In der DACH-Region liegt der Kriegsindex nur bei 0,65 in Deutschland, bei 0,75 in Österreich und bei 0,77 in der Schweiz. Die Kriegsgefahr ist demnach hierzulande sehr gering, die Pensionssorgen angesichts der Demographie umso höher. Deshalb ist es ja so wichtig, privat vorzusorgen, beispielsweise mit Indexfonds auf „friedliche“ Leitindizes wie den MSCI All Country World, den S&P 500, MSCI Europe, MSCI Emerging Market oder auch auf den japanischen Leitindex Nikkei 225.
Rechtlicher Hinweis: Für Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernehmen die Autorin, Julia Kistner keine Haftung.
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Foto: Pixabay/conmongt
In der DACH-Region liegt der Kriegsindex nur bei 0,65 in Deutschland, bei 0,75 in Österreich und bei 0,77 in der Schweiz. Die Kriegsgefahr ist demnach hierzulande sehr gering, die Pensionssorgen angesichts der Demographie umso höher. Deshalb ist es ja so wichtig, privat vorzusorgen, beispielsweise mit Indexfonds auf „friedliche“ Leitindizes wie den MSCI All Country World, den S&P 500, MSCI Europe, MSCI Emerging Market oder auch auf den japanischen Leitindex Nikkei 225.
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2 Minuten
Auch wenn an den Finanzmärkten derzeit das Glas mehr halb leer als voll erscheint und die Kriegsgefahr zwischen Russland und den Rest der Welt nicht gebannt ist, sollte man nicht die Silberstreifen am Börsenhorizont übersehen. Der europäische Konjunkturmotor, Deutschland kommt in Schwung. Der ifo-Wirtschaftsklimaindex, ein sehr wichtiges Barometer, stieg im Februar auf 98,9 nach 95,7 im Jänner 2022. Der Consensus der Analysten lag laut Agentur Reuters hingegen nur bei 96,5. Zuversicht, obwohl die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2021 schrumpfte, weil die Deutschen brav zu Hause saßen und ihr Geld nicht ausgaben. Doch das könnte sich ändern, wenn mit 20. März auch in Deutschland die Covid-Bestimmungen weitreichend gelockert werden. Und auch der Purchasing Manager Index (PMI), einer der wichtigsten Frühindikatoren der US-Konjunktur tendiert freundlicher. Zuversichtlich stimmen auch die Aktien aus der Reisebranche: TUI legte seit Jahresbeginn trotz allem + 9,19 Prozent, Lufthansa + 10,33 Prozent und der Flughafenbetreiber Fraport + 5,12 Prozent zu.
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2 Minuten
Wenn es am Kontinent oder gar auf dem Erdball geopolitisch richtig rumpelt, erschüttert dies auch die Kapitalmärkte. Und hier zeigt sich In Krisenzeiten erneut, dass Gold glänzt. „In Gold we trust“, in Krypto-Assets offenbar (noch) nicht: Während zum Beispiel Bitcoin nach seinem Höhenflug 2021 seit Jahresbeginn fast 21 Prozent an Wert einbüßte hat Gold auf Dollar-Basis um mehr als 4,3 Prozent Seit 1. Jänner 2022 zugelegt. Was aber auch das Edelmetall nicht kann, ist kurzfristig einen Inflationsschutz zu bieten. Das hat es 2021 leider wieder einmal bewiesen: Im Vorjahr fiel der Goldpreis in Dollar um rund vier Prozent. Zum einen wegen des anziehenden Dollars, der sich in der Regel gegensätzlich zum Goldpreis entwickelt, zum anderen wegen steigender Zinserwartungen. Denn wenn die Zinsen steigen, sind die Alternativkosten für Gold höher. Gold wirft ja im Vergleich zu Anleihen keine Zinsen und auch nicht wie Aktien Dividenden ab. Langfristig gesehen diente Gold bisher aber fast immer als Stabilsator im Portfolio. In den letzten 20 Jahren stieg der Goldpreis auf Euro-Basis um 398 Prozent, in Dollar sogar um 548 Prozent. Im 10-Jahres-Zeitraum waren es in Euro plus 27,57 Prozent. Hingegen konnte Gold die Inflation in den letzten zehn Jahren auf Dollar-Basis mit einem kumulierten Anstieg um rund neun Prozent nicht schlagen. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch bei Anlageklassen das Risiko zu streuen und niemals nur auf ein Pferd, aktuell zum Beispiel auf Gold zu setzen. Selbst wenn man als Aktionär momentan wenig Freude hat: Auch solide Aktien bleiben langfristig ein guter Inflationsschutz.
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