Unter der Oberfläche Archiv
34 Episoden
49 Minuten
Lady Frankenstein ist eine Künstlerin durch und durch. Schon seit Kindertagen erschafft sie ungewöhnliche und faszinierende Kunstwerke, die sie auch in den Sozialen Medien teilt. Seit einigen Jahren bewegt sie sich auch in der Steampunk-Szene, besucht Events und Veranstaltungen und ist dort in atemberaubenden Outfits unterwegs. Oft sind die Accessoires selbst gemacht, reichen von Oktopuszylindern bis zu verrückten Grinsekatzen. Nachdem einer ihrer selbstgebauten Masken viral ging, meldete sich sogar der Amerikanische Science-Fiction-Sender SYFY. Gemeinsam mit Ihrem Mann Ludwig von Rabenstein erzählt Lady Frankenstein heute der WZ-Redakteurin Johanna Christoph was sie in der Vergangenheit bereits geschaffen hat, wie die anderen Menschen um sie herum auf ihre Kunst reagieren und wie sie immer wieder auf neue Ideen kommt. Viel Spaß beim Reinhören!
29 Minuten
Dörte aus Heckinghausen steht seit 30 Jahren mit der Barmer Küchenoper auf der Bühne. Sie kennt und liebt ihr Viertel, sie ist lustig, musikalisch und hat das Herz am rechten Fleck. So kennen sie ihre Fans. Dörte ist eine Kultfigur und in Wuppertal sehr beliebt. Das erlebte sie auch vor kurzem im Haus der Jugend in Barmen – bei ihrer Show zum 30-jährigen Jubiläum der Barmer Küchenoper. Wie aber wurde Dörte Bald zu Dörte aus Heckinghausen und gleichzeitig zu einem Wahrzeichen des Stadtteils? Genau diese Frage beantwortet sie WZ-Kulturredakteurin Monika Werner-Staude in unserer neuen Folge.
38 Minuten
Ärger im Job, Depressionen, finanzielle Probleme, Liebeskummer - dies sind nur einige der Sorgen und Nöte, mit denen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei der Seelsorge auseinandersetzen müssen. Die Menschen, die dort anrufen zeigen dabei ein außerordentliches Vertrauen, mit dem die Seelsorger am anderen Ende der Telefonleitung sensibel umgehen müssen. Wie herausfordernd aber auch gleichzeitig belohnend diese Arbeit ist, das erzählt die Pfarrerin Jula Heckel-Korsten. Sie ist die Leiterin der Telefonseelsorge Wuppertal. Zusammen mit einer anonymen ehrenamtlichen Mitarbeiterin berichtet sie WZ-Volontärin Johanna Christoph vom Arbeitsalltag.
27 Minuten
Es war gegen 12.30 Uhr am Mittag, als die Polizei am 23. September 2004 zum türkischen Kulturverein in Barmen gerufen wurde. Die Beamten fanden einen Mann mit blutender Kopfwunde am Boden. Er lebte noch, starb aber auf dem Weg ins Krankenhaus. Eine Kugel hatte den 54-jährigen Mann am Hinterkopf getroffen. Welche Spuren waren am Tatort zu finden? Wie ist die Polizei auf den Täter gekommen? Welche Motivation für den Mord gab es? Die Antworten darauf gibt es in unserer neuen Folge von "Unter der Oberfläche". Der Kommissar Edward Schweda verrät WZ-Redakteurin Katharina Rüth Details der Mordermittlung.
26 Minuten
Wie können sich Jugendliche von den Drogen distanzieren und warum haben viele Menschen Probleme damit, die Sucht zu beenden? Mit solchen Fragen beschäftigt sich Sven Wirsen (50) mit Schülern in Wuppertal. Gemeinsam mit der Ärztin Stephanie Hofmann (63) hat er den Verein „Lernraum Knast“ gegründet, um mehr über Drogen und ihre Folgen aufzuklären. In der neuen Folge von "Unter der Oberfläche" erzählen Wirsen und Hofmann unserer WZ-Redakteurin Katharina Rüth von der Arbeit des Vereins. Im Podcast schildert Wirsen seinen Weg zu den Drogen, sein Leben als Dealer sowie die sechs Jahre im Gefängnis und seinen Ausstieg aus der Abhängigkeit.
24 Minuten
Gibt es eine Altersgrenze zum Studieren? Wie sieht eine Universität mit unterschiedlichen Generationen aus? Die Geschichten von zwei Studenten an der Bergischen Universität Wuppertal zeigen, dass das Studium tatsächlich für jedes Alter geeignet ist. In dieser Folge von „Unter der Oberfläche“ spricht Marvin Rosenhoff mit Jonathan Huppertz (26) und Karin Friehold (82). Jonathan macht seinen Master in Englisch und Geschichte. Karin ist Seniorenstudentin. Gerade hat sie schon in Geschichte, Psychologie und evangelischer Theologie ihren Seniorenabschluss gemacht. Zusammen erzählen die beiden, was sie antreibt, weiter zu studieren und wie sie ihren Unialltag gestalten. Außerdem berichten sie, wie der Kontakt zwischen den jüngeren und den älteren Studenten erfolgt.
35 Minuten
Vor 20 Jahren wird die Leiche der 15-jährigen Schülerin Stefanie tot auf dem Gelände einer Finca auf Mallorca gefunden. Hauptverdächtiger ist ein Wuppertaler, bei dem sie kurz vor ihrem Tod gelebt haben soll. Für Kommissar Edward Schweda und sein Team beginnt ein Fall mit vielen Wendungen und Rückschlägen. Was für ein Motiv hatte der Täter? Wieso war die Obduktion der Leiche eine Herausforderung? Wie verlief die länderübergreifende Polizeiarbeit? Und warum musste mit einem verdeckten Ermittler gearbeitet werden? In unserer neuen Folge von "Unter der Oberfläche" blickt der Kriminalist gemeinsam mit WZ-Redakteurin Katharina Rüth auf eine Mordermittlung zurück, die für Schlagzeilen sorgte.
25 Minuten
Anja Vesper ist eine Frau. Eine Frau in der Politik, genauer genommen in der Wuppertaler CDU. Sie kandidiert für die Christdemokraten bei der Landtagswahl am 15. Mai im Wahlkreis Wuppertal III/Solingen und gehört damit einer Minderheit an. Denn lediglich knapp 30 Prozent der Kandidat:innen für die Landtagswahl sind Frauen. Bei der CDU sogar nur 24 Prozent. Warum ist das der Fall? Warum ist das Berufsfeld Politik für Frauen scheinbar immer noch so unattraktiv? Chefredakteur Lothar Leuschen spricht in dieser Folge mit Anja Vesper über Frauen in der Politik, über Hindernisse und Barrieren, über das Mindset von Parteien hinsichtlich Frauenförderung, über Quoten und Zahlen, über Schlammschlachten und Politikverdrossenheit und warum zu Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer nur Frauen gefragt werden.
29 Minuten
Yannik Düringer ist 22 Jahre alt, er ist Wuppertaler, Student, Lokalpolitiker und Ratsmitglied. Und Yannik ist homosexuell. Ein Attribut, das im Idealfall in seiner Arbeit als Politiker und im Job keine Rolle spielen sollte. Doch noch ist der Idealfall nicht eingetreten und es spielt für Yannik bzw. für seine Mitmenschen eben doch eine Rolle. Yannik wird schief angeschaut, wenn er mit seinem Freund händchenhaltend über die Trasse läuft. Er wird aus dem Auto heraus beleidigt. Er wird in den sozialen Medien bedroht, beschimpft und ausgelacht. Er wird mit seinen Anliegen in der Politik nicht ernst genommen. Und oftmals nur auf sein Blümchenhemd - sein Markenzeichen - reduziert. WZ-Redakteurin Miriam Karout hat Yannik für ein Gespräch getroffen, um mit ihm unter die Oberfläche der Beleidigungen, der Reaktionen und der Intoleranz zu gehen. Was hat Yannik dazu motiviert sich zu outen? Wie beeinflusst das generell seine politische Arbeit? Wo begegnen ihm Hass und Intoleranz im Alltag? Und warum zum Teufel ist die eigene sexuelle Orientierung und Identifikation immer noch so ein großes Thema? Yannik erzählt von der Stimmung im Rat, seinen Wünschen und Plänen für die Zukunft, seinen Herzensprojekten in Wuppertal und er gibt Tipps, wie Menschen, die selbst nicht queer sind, zu Verbündeten werden können.
28 Minuten
Eine Frauenleiche liegt nur spärlich mit Blättern bedeckt in einem Straßengraben an einer Landstraße bei Venlo. Als ein Windstoß diese Blätter wegweht, sieht ein Radfahrer die tote Frau und alarmiert die Polizei. Die Ermittlungen führen nach Wuppertal, wo Kriminalhauptkommissar Edward Schweda nach Jahren den entscheidenden Hinweis findet, um den Täter ins Gefängnis zu bringen: ein Eichenblatt. Was steckt hinter diesem brutalen Mord? Wie genau geht man als Ermittler vor, um herauszufinden, wer der Täter oder die Täterin war? Und wie kann ein einziges Blatt zu der Überführung des Täters beitragen? Erster Kriminalhauptkommissar Edward Schweda, der von 1998 bis 2005 zum KK11 für Todesermittlungen und Tötungsdelikte gehörte, blickt in dieser Folge von "Unter der Oberfläche" gemeinsam mit WZ-Redakteurin Katharina Rüth auf diesen speziellen Fall zurück. Der Kommissar erzählt von Rückschlägen, Erfolgen, der DNA-Analyse als revolutionärem Fortschritt - und von dem persönlichen Dilemma, nicht mit dem verhängten Strafmaß einverstanden zu sein.
33 Minuten
"Liebling, ich bin abhängig" - Ein Satz, der demjenigen, der ihn ausspricht, vermutlich nicht leicht über die Lippen geht. Ein Satz, der so klar und so verständlich ist, hinter dem aber gleichzeitig so viel mehr steckt, das nicht auf den ersten Blick sichtbar ist. Und ein Satz, den Jil Rieger von ihrem Partner gehört hat. Denn Jil ist eine von vielen so genannten Mitbetroffenen, deren Partnerinnen oder Partner süchtig sind: Ihr mittlerweile Ex-Partner hat lange Zeit illegale Drogen konsumiert. Damals konnte und wollte sie sich nicht von ihm trennen, doch heute sagt sie, dass sie in dieser Zeit stark darunter gelitten und sich selbst nicht mehr gespürt habe. Wie schafft man es aus dieser schwierigen Situation heraus, welche Angebote sind da hilfreich und wie lernt man, damit umzugehen? Im Gespräch mit WZ-Redakteurin Miriam Karout spricht Jil, die selbst einen Podcast namens „Liebling, wir sind abhängig“ hat, über ihre Geschichte, ihre Sicht als Mitbetroffene und inwiefern eine Vorbelastung in ihrer eigenen Familie in ihrem Beziehungsmuster eine Rolle spielen könnte. Unterstützt werden die beiden von Thomas Rehbein von der Fachstelle für Suchtvorbeugung in Wuppertal. Er beschäftigt sich in der Suchtberatung vor allem mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Gemeinsam sprechen sie über Hilfs- und Beratungsmöglichkeiten, Probleme und Schwachstellen bei der Suche nach Angeboten und die unterschiedlichen Motivationen und Intentionen der Betroffenen. Denn jede Sucht ist anders, jeder Suchtverlauf und auch der Prozess und Weg daraus gestalten sich individuell. Sucht hat immer eine Geschichte.
31 Minuten
Diese Special-Folge außerhalb des üblichen Zwei-Wochen-Rhythmus' hat diesmal nicht mit dem Ukrainekrieg zutun, sondern mit unserem Gast: Jürgen Becker. Der Kabarettist tritt am 12. März in der Immanuelskirche in Wuppertal auf und dies hat unsere Kulturredakteurin Monika Werner-Staude zum Anlass genommen, ihn mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und einer weltweiten Pandemie stellt sich die Frage, ob die aktuelle Zeit eine gute für Kabarettisten ist, ob man über alles und jeden Witze machen darf oder ob es Themen gibt, die man lieber nicht behandelt. Und kann man für die aktuelle Absurdität überhaupt noch Bilder und Beispiele finden? Die beiden diskutieren darüber, ob die Menschen gerade in der Krise das Lachen brauchen oder ob es aufgrund der Geschehnisse eher unangebracht ist ins Fußballstadion, in die Kneipe, in Clubs oder eben ins Kabarett zu gehen. Der aus dem WDR und den Mitternachtsspitzen bekannte Künstler erzählt, warum seiner Meinung nach die Juden im Humorbereich Vorreiter sind, inwieweit er bei Auftritten improvisiert und was das Besondere an seinem neuen Programm "Die Ursache liegt in der Zukunft" ist.
37 Minuten
Das hat sich Anja Liebert vermutlich anders vorgestellt. Die Wuppertalerin ist im September nach mehr als 20 Jahren im Stadtrat für die Grünen in den Bundestag gewählt worden. Aber eine Eingewöhnungsphase bekam sie nicht, denn sofort sah sie sich mit ihrer Partei und mit dem ganzen Gremium mit nur einer Sache konfrontiert: dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Wie sieht die Arbeit im Bundestag in so einer herausfordernden Situation aus? Wie ist die Stimmung innerhalb der Partei? In der Specialfolge, die natürlich der aktuellen Situation geschuldet ist, spricht Anja Liebert mit Chefredakteur Lothar Leuschen über ihre Anfangszeit als Mandatsträgerin, die Ampel-Koalition, den Überfall Russlands auf die Ukraine und über die Pläne von Wladimir Putin, der aktuell den Dienstplan der Abgeordneten zu schreiben scheint.
25 Minuten
Europa befindet sich in einem Ausnahmezustand. Russland und die Ukraine führen Krieg, russische Truppen marschieren in ukrainische Städte ein, die Menschen fliehen und suchen dort Schutz, wo sie nur können. Und die "westliche" Welt ist erschüttert. Was kann in so einer schlimmen Situation noch helfen? Wie geht man damit um und kann man überhaupt irgendwas tun? Und ist es richtig, dass die politische Gesinnung dazu führt, dass Musikerinnen und Musiker aus Russland nicht mehr auftreten dürfen? Wir sprechen in dieser Folge mit Michael Blatow, dem Gründer der Anton Rubinstein Akademie in Düsseldorf. Er ist in Russland geboren, lebt seit über 40 Jahren in Deutschland und ist Musiker mit Leib und Seele. Im Gespräch mit Kulturredakteur Christian Oscar Gazsi Laki spricht er über die Gefühle, die die aktuelle Situation bei ihm und bei seinen Studentinnen und Studenten sowie Mitarbeitenden in seiner Akademie auslöst. Wir erfahren, was Musik in so einer Zeit bewirken kann und wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu unterstützen.
29 Minuten
122 000 Abonnenten auf YouTube, insgesamt zehn Millionen Klicks und zwei Filmpreise - nicht die schlechteste Bilanz für eine Newcomer-Serie. Die deutsche Mystery-Serie „Wishlist", produziert von der Wuppertaler Firma Outside the Club im Auftrag von Funk und Radio Bremen, ist nach Erscheinen im Jahr 2016 gefeiert und gelobt worden. Entstanden ist die Webserie nach einer Idee der drei Freunde Marcel Becker-Neu, Marc Schießer und Tobias Lohf, die innerhalb eines Jahres die ganze erste Staffel von der Idee bis zur Ausstrahlung begleitet haben. Hauptdrehort war Wuppertal: die Schwimmoper, der Sparkassenturm, Schwebebahn, das Dach der City-Arkaden, der Bahnhof Unterbarmen oder der Steinbruch Oetelshofen. Doch nicht nur Serien produzieren kann das Team, sondern auch Special Effects, das zweite Standbein. Und das so gut, dass sie für Serien wie „How to sell drugs online (fast)" (Netflix) oder „Die Wespe" (Sky) die Animationen und Special Effects gemacht haben. Kameramann und Produzent Tobias Lohf spricht in dieser Folge unseres Podcasts „Unter der Oberfläche" mit WZ-Redakteur Daniel Neukirchen darüber, wie herausfordernd es für die jungen Serienmacher war, innerhalb eines Jahres von 0 auf 100 eine Serie produzieren zu müssen, warum so viel in Wuppertal gedreht wurde, wie die Idee zu Wishlist entstanden ist - und wie man es schafft, bei den ganz Großen mitzuspielen.