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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
5 Minuten
Die Themen des diesjährigen Claus-Preises gingen tief, vom sexuellen Missbrauch bis zum Nahtod.

Zum 8. Mal wurde kürzlich in Sexten der Claus-Schüler:innen-Preis vergeben. Ein journalistischer Preis in Gedenken an Claus Gatterer, gebürtiger Sextner und gefürchteter ORF-Journalist. Die 12 Teilnehmenden kommen aus zwei Oberschulen des Pustertales. Die Schüler*innen haben für den Claus 2026 insgesamt neun Beiträge eingereicht, sechs Video- und drei Audiobeiträge. Barfuss stellt in den nächsten Tagen dieBeiträge online. Preisträgerin Maria Erhard folgt in einem weiteren Podcast.Hier die Gatterer-Erben, sie stellen sich und ihre Themen vor.

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Siehe auch:

Claus 2020

Claus 2022

Claus 2023

Claus 2024

Claus 2025

Junge Journalist:innen zeigen auf

 

 
7 Minuten
Die Verhaftung von hohen Landesbeamten durch die Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft besorgt Hans Heiss.

Zeigt der Staat mit dieser Aktion dem Land seine Grenzenauf? Das befürchtet der Historiker Hans Heiss. Die Anti-Mafia-Staatsanwalt von Trient wirft den Verhaftetenmafiaähnliche Praktiken vor. Für den Herausgeber der „NeuenSüdtiroler Tageszeitung“, Arnold Tribus, ein schockierender Vorgang. Damit schadet sich die Justiz selbst, sagt Tribus. Und Heiss vermutet hinter den Ermittlungen gar einen Schlag gegen die Autonomie. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Siehe auch:

Operation „Carbone delle Alpi“

Illegaler Müllhandel in Südtirol

Schlag gegen internationalen Handel mit illegalen Abfällen

Der Ruffini-Schock
12 Minuten
Historiker Hans Heiss würdigt die Autonomiereform. Aber hält sie, was sie verspricht? Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Hans Heiss hat so seine Bedenken. Er verweist auf die Verhaftung hoher Landesbeamter – wenige nach der Verabschiedung der Autonomiereform - wegen angeblicher mafiöser Praktiken in der Abfallwirtschaft.Manifestiert damit der Staat, wo die Autonomie ihre Grenzen hat? Heiss schreibt derzeit an einem Buch über Südtirol ab 1972. Damals trat das neue Autonomiestatut in Kraft. Eine wechselhafte Geschichte, findet Hans Heiss:

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Siehe auch:

Nachder Reform ist vor der Reform

Riformapolitica

Etappensiegfür Südtirol
8 Minuten
So beschreibt der ukrainische Historiker Yaroslav Hrytsakden Zustand seiner Nation. Ein Podcast von Wolfgang Mayr

Yaroslav Hrytsak ist ein unbequemer Historiker. Er hält nichts von der Romantisierung seines Landes, genauso widerspricht er aber auch der russischen „Erzählung“ über die Ukraine. Die Ukraine ist kein Teil Russlands, weist Hrytsak den imperialistischen Anspruch Russlands auf die Ukraine zurück. In seiner historischen Biografie über „die geschundene Nation“ rechnet er mit ukrainischen Mythen ab und mitdem unverhüllten russischen Anspruch auf sein Land. Diesen Anspruch versucht der russische Präsident Putin mit einem seit vier Jahren dauernden Krieg umzusetzen. Hrytsak war Gast auf dem Journalismusfest in Innsbruck.

Siehe auch:

Ukraine verstehen

Dekoder Salonkolumnisten
5 Minuten
Der russische Historiker Ivan Shemanov wirbt im deutschen Exil für Menschenrechte und Demokratie in seiner Heimat

Ivan Shemanov betreut Ausstellungs- und Bildungsprojekte zur Geschichte politischer Repressionen. Ein besondererSchwerpunkt sind der Stalinismus und die Opfer der Arbeitslager. Der Historiker ist auch in der europäischen Erinnerungskultur „aktiv“. Shemanov stellte auf dem Journalismusfest in Innsbruck seine Ausstellung „Das andere Russland. Memorial“ vor. Dieses andere Russland ist die Menschenrechtsorganisation Memorial, in der Sowjetunion einst gegründet von Dissidenten. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Siehe auch:

Erinnern ist Widerstand

Deutschlandfunk: Das andere Russland

Klaus Staek: Für das andere Russland
4 Minuten
Die iranische Journalistin Mahtab Qolizadeh ist optimistisch, dass die USA das Mullah-Regime zu Fall bringen werden.

Für Mahtab Qolizadeh gibt es nur eine realistische Option, den Sturz der shiitischen Diktatur. Die Wirtschaftsjournalistin hofft, dass die USA und Israel die Mullahs samt ihrenRevolutionsgarden wegbomben. Ungewohnte Aussagen, getroffen auf dem Journalismusfest in Innsbruck.Qolizadeh ist überzeugt, der Krieg zerstört die iranische Wirtschaft, die Republik wird daran zerbrechen. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

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Siehe auch:

Vom Wirtschaftsprotest zur Systemfrage

Das langsame Sterben eines Traums

Heimat ist wie ein grausamer Liebhaber

Krieg im Iran: Ist er richtig oder falsch?
12 Minuten
Landeshauptmann Arno Kompatscher setzt auf die kontinuierliche Erweiterung der Autonomie. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Die Urteile über die Autonomie-Reform fallen unterschiedlich aus. Doch auch Gegner und Kritiker finden, immerhin. Für den Verfassungsrechtler und Eurac-Forschenden FrancescoPalermo ist die Reform ein Beweis für eine lebendige Autonomie. Sie ist und bleibt dynamisch. Artig bedankte sich deshalb Landeshauptmann Kompatscher bei Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Sie hat Wort gehalten, lobte Kompatscher Meloni. Aber, diese Reform ist kein Schlusspunkt, ist Kompatscher überzeugt, denn nach der Reform ist vor der nächsten Reform.

Nachtrag: Wurde die Reform möglich, weil es „italienische“ Zugeständnisse gab, wie die Verringerung der Ansässigkeitsklausel, die „italienische“ Vertretung in den Gemeindeausschüssen und in der Landessregierung? Nein, weist Kompatscher die Frage zurück, das sind keine Zugeständnisse. Die Logik stimmt doch nicht, dass wenn sich eine Sprachgruppe freut, diese automatisch zum Schaden der anderen sein müsste.

Siehe auch:

Eigenständiger in die Zukunft

Nachdenken über die Zukunft

Lebensferne Autonomie?

Lebensferne Autonomie (2)?
13 Minuten
Die Europäische Akademie verteidigt dieses Instrument als „friedensstiftend“.

Die Eurac setzte sich auf einer Tagung mit derZukunftstauglichkeit des Proporzes auseinander. Einedurchwachsene Veranstaltung, kommentierte der BloggBrennerbasisdemokratie. Die Kritik am Proporz ist so alt, wieseine „Einführung“ 1972 mit der neuen Autonomie. In manchen Bereichen ist er teilweise ausgesetzt, wie auch der Zweisprachigkeitsnachweis. Zwei grundlegende Säulen der Autonomie. Trotzdem ist Eurac-Mitarbeiterin Anna Wolfoptimistisch.

Siehe auch:

Der ethnische Proporz in Südtirol

50 Jahre Proporz und was sich verändert hat

Proporzsystem bleibt zentraler Stabilitätsfaktor

Geteilte Meinung zum Proporz im Gesundheitswesen
6 Minuten
Können Gewässer ihre Rechte einklagen? Der deutsche Völkerrechtler Michael Riegner sagt dazu eindeutig ja. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr:

Die Künstlerin Stefanie Zoche, der Autor Claus Biegert undder Völkerrechtler Michael Riegner boten auf dem Journalismusfest Innsbruck eine Performance an: DieAnhörung der Flüsse Loisach, Isel und Rio Ulla. Siekonnten sich vor einem imaginierten Gericht – dem World Council of Living Waters - vertreten lassen, durch Anwält:innen, wie Unternehmen auch. Nur Imagination? Nein, entgegnet der Völkerrechtler Riegner, Realpolitik für Mensch, Natur undMitwelt:

Nachtrag: Die Teilnehmenden der Performance „Anhörung derFlüsse“ auf dem Journalismusfest in Innsbruck gründeten dengrenzüberschreitenden Verein „River Riots“.

Siehe auch:

"Die Konferenz der Flüsse"

"Sind Flüsse Lebewesen?"

Natur und Justiz: Wenn Tiere, Seen und Wälder klagen können

«Flüsse sind nicht Dinge, sondern Gegenüber»

Klimawandel: Wenn Flüsse sprechen

Gewässerökologie - Wenn gestaute Flüsse wieder frei fließen

 

 

 

 
10 Minuten
Eine Performance auf dem Innsbrucker Journalismusfest zu den Rechten der Natur. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

Konzerne können sich bei Gerichten vertreten lassen. Warumnicht auch die Natur? Sollten nicht auch die Flüsse ihre Geschichten erzählen dürfen, sich vor Gericht gegen Verbauung, Kanalisierung und Einbetonierung wehren können? Das ist das Anliegen der weltweiten Bewegung für die Rechte der Natur, vorne mit dabei, Jurist:innen, Rechtswissenschaftler:innen, die für die Eigenrechteder Natur „werben“. Vor einem halben Jahrhundert formulierte der US-amerikanische Rechtswissenschaftler ChristopherStone die Idee der Rechtspersönlichkeit der Natur: „ShouldTrees Have Standing?“ Esoterik? Weit gefehlt.

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Siehe auch:

Lebendige Isel

Deklarationfür eine lebendige Isel

DieIsel im Porträt

Eukalyptusgegen den Rio Ulla

RioUlla

VonNeuseeland nach Bayern

Warumnicht die Loisach?
10 Minuten
RubyRebelde findet die Berichterstattung über Sexarbeitende als „ein einziges Desaster“. Ein Podcast mit Ruby Rebelde.

Die Autorin, Aktivistin, die Sexarbeiterin Ruby Rebelde warb auf dem Journalismusfest in Innsbruck für eine realitätsnahe und professionelle Berichterstattung über die Sexarbeit. Dieverbreiteten gängigen Klischees und Vorurteile sind schablonenhaft und voller Ressentiments, findet Ruby Rebelde. In ihrem Buch „Warum sie uns hassen“ analysiert Rebelde dieAuswirkungen der Diskriminierung von Sexarbeiter*innen sowie die Sexarbeitsfeindlichkeit auf die Gesellschaft und welchen Anteil der Journalismus daran trägt.

Siehe auch:

Berufsverband Sexarbeit

Gleichstellungsportal Sexarbeit

Sexworking?

Was verdient eine Sexworkerin?

Hetara Berlin

Born in der DDR, über die Hetaera Hanna Lakomy

Erotikzone, Sexarbeiterinnen erzählen

 

 
20 Minuten
Der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner empfiehlt die Abschaffung des 50 Jahren alten österreichischen Volksgruppengesetzes. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr:

Im Staatsvertrag von 1955, der Verfassung, sind dieMinderheitenrechte für die Slowenen in der Steiermark und in Kärnten sowie für die Kroaten im Burgenland festgeschrieben. Zwanzig Jahre später verabschiedetdie Bundesregierung das Volksgruppengesetz. Nicht zur Umsetzung der Rechte, sondern zu deren Verwässerung, kritisiert Baumgartner. Lange boykottierten deshalbdie Minderheiten dieses Gesetz und die dafür vorgesehenen Organe, die Volksgruppenbeiräte.

Siehe auch:

Demokratiewerkstatt - Minderheiten

Daheim – das Volksgruppenmagazin

Was wir fordern – Minderheitenbewegungen in Österreich

Migration und Minderheiten

 

 

 
22 Minuten
Der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner plädiert für die Abschaffung des österreichischen Volksgruppengesetzes. Ein Podcast (1) von Wolfgang Mayr.

Im Juni wird das Volksgruppengesetz ein halbes Jahrhundert alt. Der Nationalrat, das Parlament in Wien, feierte bereitsdas Jubiläum. Da gibt es aber nichts zu feiern, findet Baumgartner, dieses Minderheitenschutzgesetz war schon bei seiner Genehmigung hoffnungslos „überholt“. Baumgartner ist auch überzeugt, dass eine Überarbeitung des Gesetzes an der Inhaltslosigkeit wenig ändern wird. Er empfiehlt ein grundsätzlich neues Gesetz.

Siehe auch:

50 Jahre Volksgruppengesetz

Minderheiten in Österreich

Was steht im Volksgruppengesetz?

Dialogplattformautochthone Minderheiten
19 Minuten
Fuen-Präsidentin Olivia Schubert und ihre Tour nach Südtirol. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Die Fuen braucht Geld, beispielsweise für ihre Kampagnenfür Minderheitenrechte. Geld, um die politische Teilhabe in der EU zu finanzieren. Die FöderalistischeUnion Europäischer Nationalitäten (Fuen) hofft auf eineinstitutionelle EU-Förderung, um unabhängig die Interessen der Minderheiten vertreten zu können. Fuen-Präsidentin Olivia Schubert, leise aber hartnäckig, suchte letzthin auch Unterstützung im autonomen Südtirol in Italien. Beim Volksgruppen-Institut SVI und bei der Eurac.

Siehe auch:

Die Fuen im deutschen Bundestag

„Minderheitenrechte dürfen nicht vom politischen Klima abhängen“

Die Fuen im Europarat

 
14 Minuten
Vor einem halben Jahrhundert trat das Minderheitengesetz in Kraft. Es ist „überholt“ und äußerst „dünn“. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

 

Das österreichische Parlament feierte bereits das Ereignis. Die Minderheiten, so der Grundtenor, leisten einen wertvollen Beitrag zur Geschichte, Identität und Demokratie. Das Bildungsnetzwerk Erinnern.at erinnerte an den antinazistischen Widerstand der Slowen:innen in Kärnten/Korsoka und an den langen Weg der Anerkennung, der „Rat der KärntnerSlowen:innen“ nutzt das Jubiläum, um auf eine dringendnotwendige Novellierung des Volksgruppengesetzes zu drängen. Und nicht nur der Rat.

Siehe auch:

 

Einst verfolgt, aber nicht anerkannt

Unbekannte Nachbarn

Von den Fahrenden

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Österreichischer Eiertanz

Wütend und laut

Unzufrieden und enttäuscht

Persman und keine Folgen