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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
16 Minuten
Eine treffende Beschreibung der Filmemacherin Ulrike Ottinger. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Ulrike Ottinger kann auch als radikal kohärent beschrieben werden, die seit mehreren Jahrzehnten unbeirrt ihren filmischen Weg geht. „Gegen die Diktatur der Mittelmäßigkeit“, Zitat Ottinger. Dafür wurde sie vom Bozner Filmfestival BFFB mitdem Ehrenpreis für das Lebenswerk ausgezeichnet. Ottingerskünstlerisches Wirken ist beeindruckend, ihre 28 Filme, ihre Bücher, die Hörspiele, ihre Ausstellungen, eigensinnig allemal. Die 84-jährige Ottinger ist noch immer aktiv, ihr neuer Film – dieBlutgräfin – ist in diesem Jahr erschienen. Ottinger, eineFilmemacherin der alten Schule, die sich vom mainstream nicht stressen lässt.

…

Siehe auch:

Da Parigi alla Mongolia

Linvenzione di mondi queer e feministi

Ulrike Ottinger über ihre „Blutgräfin“

Film ist Teamarbeit

Ottinger-Chronologie

 

Die dazwischen

13 Minuten
Die oberschlesische Region in Polen war multinational, multireligiös und eigenwillig. Reste davon konnten sich bis heute behaupten. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Nur ein Bruchteil der polnischen Bevölkerung zählt zu den nationalen Minderheiten. Überschaubare fünf Prozent. Überschaubar sind auch deren Rechte. Die Überreste der einstigen deutschen Mehrheitsbevölkerung im ehemaligen Ostpreußen, Pommern und Schlesien organisieren sich in densozial-kulturellen Gesellschaften, koalieren mit den liberalen Kräften und arbeiten grenzüberschreitend mit deutschen Behörden zusammen. Beispielsweise mit Bernd Fabritius, dem Beauftragten für Aussiedlerfragen und nationalen Minderheiten.

Siehe auch:

VdG in der Fuen

Deutsche Minderheit in Polen

Deutschsprachige Medien in Polen

Silesia News

„Nasi Niemcy“ (Unsere Deutschen) von Maciej Falkowski

 

 
12 Minuten
Südtirol trifft Katalonien, ein Schwerpunkt des heurigen Bozner Filmfestivals. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Noch bis zum 19. April „läuft“ das Bozner Filmfestival, miteinem dichten Programm. Seit 1987 bietet der Filmclub dieses Festival an, damals von einigen Film-Begeisterten initiiert. Heuer traf die Film-Landschaft Südtirol, mehr als 460 Unternehmen sind in dieser Branche inzwischen divers vertreten, auf die Filmlandschaft Kataloniens. Einer derSchwerpunkte des Festivals. Begeistert davon ist Luigi Loddi, Präsident des Filmclubs.

Siehe auch:

Die wirtschaftliche Bedeutung der Kultur

Film ab in Südtirol

Filmwirtschaft als Wachstumsmotor der Kreativindustrie

Tardes de Soledad
8 Minuten
Wie die slawischsprechenden Sorben in Ost-Deutschland sind die Friesen in Nord-Deutschland in ihrem sprachlichen Bestand gefährdet. Deutschland ist nicht minderheitenfreundlich. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

 

Die Studie ist zwar alt, am Inhalt wird sich aber wenig geändert haben. Laut der Euromosaic-Studie der EU-Kommission ausdem Jahr 1996 sind die Minderheitensprachen in Deutschland „auf dem Rückzug“. Die Sprachen der Sorben, Dänen, Friesen und auch das Niederdeutsche schrumpfen. GefährdeteSprachen, kam Euromosaic zum Schluss. Trotz der doch düsteren Perspektive wehren sich in den überschaubaren minderheitlichen Sprachgebieten einigen Aktivist:innen gegen das Plattmachen.

…

 

Siehe auch:

Was heißt hierMinderheit?

Interfriesischer Rat

Seelter Buund
10 Minuten
Die Diskussion um die Aufnahme von Minderheiten in das deutsche Grundgesetz „verkommt“ zu einer intellektuellen Rechtsdebatte. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Deutschland mimt den Klassenbesten, agiert wie ein Lehrmeister. Minderheiten- und Menschenrechte zählen zum Arsenal deutscher Außenpolitik. So sponsert Deutschland die Dachorganisation Föderation Europäischer Nationalitäten, ratifizierte auch die Minderheiten-Dokumente desEuroparates. Und trotzdem, Anspruch und Wirklichkeit klaffen aber öfters bedenklich auseinander. Der Schutz und die Rechte der Minderheiten sind im Grundgesetz nicht verankert. Zwar forderte der Bundesrat die Bundesregierung auf, die Rechte der Minderheiten in das Grundgesetz aufzunehmen, die Bedenkendarüber scheinen groß zu sein.

Siehe auch:

Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten

Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen

Minderheiten ins Grundgesetz

Warum Minderheitenschutz so stark triggert
15 Minuten
Basis Vinschgau-Venosta wollte so viel wie möglich erhalten, die Gemeinde Schlanders will den Totalabriss der Drusus-Kaserne. Ist die Basis gescheitert?

Ende März entschied der Gemeinderat von Schlanders, alleKasernen-Gebäude abzureißen. Außer den Standort der Basis. Der Gemeinderat will die Empfehlungen umsetzen, die eine Machbarkeitsstudie vor zehn Jahren formuliert hatte. Wird damit nicht eine „städtebauliche Entwicklung“ kaputt gemacht? Immerhin würdigte das Land vor vier Jahren die Basis-Ideenals innovativ im ländlichen Raum, es gilt anderen gar als Vorzeigeprojekt für Standortaktivierungs- und Gemeinschaftsprojekte. Ist also der kommunale Abriss Beschluss das Ende der Basis-Träume? Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Siehe:

Kein Überschreiben, sondern Prozess

Der bescheidene „Social Activation Hub“

„In einem desolaten Zustand“
11 Minuten
Die überschaubare ladinische Minderheit und die Gefahr ihres Schrumpfens. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Die Lage der ladinischen Bevölkerung in den Dolomiten bewegt Paul Videsott vom Südtiroler Volksgruppen-Institut. Videsott ist Ladiner, deren Sprachregion dreigeteilt ist: Auf drei Provinzen, auf zwei Regionen, mit unterschiedlichen Minderheiten-Politiken. Aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen empfiehlt Videsott zugunsten der ladinischenMinderheit neue Schutzmaßnahmen.

 Siehe auch:

Die Lia macht Druck

La „rivolta“ dei ladini

Die ladinische Gemeinde in Cortina

Cortina zeigt Flagge

Artikel 6 der italienischen Verfassung

Legislazione a tutela delle minoranze linguistiche

Höchster Schutz und höchste Förderung?

Ladiner, Minderheit in der Minderheit

 

 

 
14 Minuten
Das „Südtiroler Volksgruppen-Institut“ SVI unterstützt mit seiner Expertise die Minderheiten in Europa. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Die Mitarbeitenden des Südtiroler Volksgruppen-Instituts sitzen in keinem ghettohaften Elfenbeinturm. Im Gegenteil. Seit den 1990er Jahren mischt das Institut in der Europapolitik mit, als Berater für die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (Fuev), wie der Minderheiten-Dachverband damals hieß. Als Scharnier zum Europarat entwickelte das SVI die Grundzüge der Rahmenkonvention zum Schutz nationaler Minderheiten und der Charta der Regional- und Minderheitensprachen des Europarates mit. Kürzlich legte das Institut ein Memorandum zur Lage der sprachlichen und nationalen Minderheiten vor. Eine ungewohnt aktivistische Wissenschaft.

Siehe auch:

EuropeanCenter for Minority Issues

EuracMinority Rights

Centerfor autonomy experience

Ciemen

ELEN
10 Minuten
Die deutschsprachige Minderheit in Belgien ist imFöderalstaat den wallonischen und flandrischen Nachbarn gleichgestellt. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Lange hat es gedauert. Nach der Annexion der Region um Eupen – einst preußisch - nach dem Ersten Weltkrieg an Belgien blieben die Angehörigen der deutschen MinderheitBürger:innen zweiter Klasse. Erst mit der Föderalisierung in den 1970er Jahren änderte sich die Lage grundlegend. Die deutschsprachige Gemeinschaft DG ist heute ein Baustein des föderalen Staates. Die rechte Bundesregierung plant eine weitere Föderalisierung und damit eine Stärkung der Sprach-Gemeinschaften.

Siehe auch:

 

Info Deutschsprachige Gemeinschaft DG

 

DG oder Ost-Belgien

 

Bürgerportal Ost-Belgien

 

Europarat über DG

 

Große Region

 

Die „letzten Belgier“
9 Minuten
Gerhard Baumgartner befürchtet ein Scheitern des Orban-Herausforderers Peter Magyar. Ein Podcast ( 3) vonWolfgang Mayr:

Die oppositionellen Versuche, getrennt, gemeinsam, Orbanloszuwerden, sind bisher immer gescheitert. Viktor Orban wurde immer stärker, seiner Gegner schwächer. Gründe dafür gibt es viele, erklärt der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner. Die Orban-Regierung änderte das Wahlgesetz, die Wahlkreise und sicherte sich so die numerische Mehrheit. Seit Peter Magyar aus der Regierungspartei Fidesz ausgeschert ist, mit seiner Partei Tisza Orban herausfordert, scheinen laut Umfragen die Chancen groß zu sein, am 12. April Orban samt Fidsez in die Opposition zu schicken. Es ist auf alle Fälle viel in Bewegung, beschreibt Baumgartner die Lage.

Siehe auch:

Info zu Tisza

Wer ist Peter Magyar?

Fidesz – Ungarischer Bürgerbund

Orban gegen EU-Kredite für Ukraine

 

 
15 Minuten
Der einstige liberale Rebell Viktor Orban als Vorbild der Rechten

Viktor Orban und seine Fidesz stellten einst das autoritäreUngarn in Frage. Sie forderten nach dem Zusammenbruch des Kommunismus eine liberale Wende hin zu Rechtsstaat, Demokratie und Freiheit. Heute steht Orbanfür die „illiberale Demokratie“, für den Abbau von Demokratie, Orban exerzierte vor, US-Präsident Trump kopiert seinen ungarischen Freund, für die europäische radikale Rechte ist Orban die Leuchtfigur. Nicht von ungefähr warb US-Außenminister Rubio in Budapest für die Wiederwahl (gewähltwird am 12. April) von Orban, auch Trump-Vize Vance machte sich für den rechten Freund in Budapest stark. Der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner, ein Kenner Ungarns, geht davon aus, dass Orban trotz vielfältiger Skandale in seinem Amtbestätigt wird. Ein Podcast (2) von Wolfgang Mayr.

Siehe auch:

Warum Orban nicht mehr begeistert

Warum Orban (noch nicht) fertig hat

WieOrban um seine Macht kämpft

Muskelspiele in Budapest

US-Wahlkampfhilfe für Orban
12 Minuten
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban mischt sich auch deshalb in Österreich ein. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Im Wahlkampf – gewählt wird am 12. April - positioniertesich Orban als Vater aller Ungarn:innen. Als Schutzpatron der ungarischen Minderheiten in der Slowakei, in Rumänien, in Serbien und in Österreich. Groß-Ungarn, davon träumt der Architekt der „illiberalen Demokratie“. Großzügig vergabUngarn deshalb seine Staatsbürgerschaft an Auslands-Ungarn, ein Unterlaufen von Staatsgrenzen. Der Wiener Historiker Gerhard Baumgartner schaute sich den Orban-Wahlkampf an und was Österreich damit zu tun hat.

Siehe auch:

Dieungarische Volksgruppe im Burgenland

Ungarnin Österreich – still und unsichtbar

BurgenländischeUngarn

Österreichund seine Minderheiten

Österreichswachsende ungarische Bevölkerung
22 Minuten
Mirjam Karoly vom Volksgruppenbeirat der Roma über das Porajmos-Mahnmal in Wien

Sie haben leise dafür demonstriert und gemeinsam drängendie verschiedenen, manchmal verstrittenen Organisationen auf ein zentrales Mahnmal. Der ehemalige Präsident des Nationalrates, Wolfgang Sobotka von der ÖVP und die grüne Abgeordnete Olga Voglauer, Slowenin aus Kärnten-Koroska,warben für das Anliegen. Als Vorbild gilt das jüdischeMahnmal der Holocaust-Opfer auf dem Wiener Judenplatz. Ein halbes Jahrhundert dauerte es, bis dieses Mahnmal „eingeweiht“ wurde. Lovara, Sinti und Roma müssen noch zuwarten, wie lange noch? Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

…

Siehe auch:

ÖsterreichischerNationalfonds

ZentralesMahnmal in Wien

Wartenauf zentrales Denkmal für Roma und Sinti

Baldein Denkmal für die Roma und Sinti in Wien?

Rom*njaim Wiener Stadtbild

Lovara,Sinti, Roma und ihre Vereine

Derlange Weg zur Anerkennung

VomAttentat zur Emanzipation

ModellÖsterreich?

 

 

 

 
13 Minuten
Trotz Koalition mit den Rechtsrechten in der Landesregierung ist und bleibt Harald Stauder skeptisch.

Skeptisch gegenüber den italienischen Koalitionsparteien. Stauder ist Vorsitzender der SVP-Fraktion im Landtag und Landessekretär seiner Partei. In seinem Visier besonders die radikalen Rechtsaußen und ihr „Projekt der Re-Migration“, der kollektiven Ausweisung von Migrant:innen und Flüchtlingen. Stauder legt sich aber auch recht engagiert mit Teilen der Linken an, wegen des - als Antizionismus verpackten - Antisemitismus. Ein Podcast von Wolfgang Mayr:

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Siehe auch:

La remigrazione ha vinto

In die Stadt fest eingeschrieben

L´antifa batte la remigrazione

Der Anti-Fratello

Populisten in die Hände gespielt

Achammer contra Galateo

Mair (F) gegen den LH
1 Stunde 5 Minuten
Hans Heiss und Wolfgang Mayr als Grantler auf derDekadenz-Bühne in Brixen (1)

Der „Probelauf“ fand bereits online statt, auf barfuss. Leitmotiv, granteln über Land und Leut, stänkern, unlimited. Zwei „alte, weise Männer“ lassen sich über Politik vor Ort und weltweit aus.

Zwei alte Männer, nach der Pensionierung herausgefallen ausihren Rollen, suchen sich eine neue Rolle, auf der Dekadenz-Bühne, entworfen von der Architektin Katharina Volgger. Die Dekadenz übernahm dieses „Programm“. Zwei der Ausgaben von „Grantler Unlimited“ fanden bereits statt, am 21. Oktober und am 27. Jänner.

In der ersten Bühnen-Ausgabe fielen Hans Heiss, Historikerund ehemaliger Landtagsabgeordneter und Wolfgang Mayr, Ex-Journalist von Rai-Südtirol, über Trump, Kickl, die AfD und andere Querköpfe her, Überraschungsgast war der BoznerOberschüler Nathan Previdi. Das Granteln in der Dekadenz kann hier auf barfuss nachgehört werden: