BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv
403 Episoden
16 Minuten
„Slowenisierung Kärntens stoppen“ forderte im Landtagswahlkampf die freiheitliche Jugend. Ganz im Sinne Jörg Haiders. Die Realität ist aber das glatte Gegenstück, mehr im Podcast von Wolfgang Mayr
Die freiheitliche Hetzegegen die slowenische Volksgruppe wirkte. Bei den Landtagswahlen am 5. März rutschten die Sozialdemokraten unter die 40 Prozent-Marke, die „deutsch-nationalen“ Freiheitlichen wurden zur zweitstärksten Kraft Die antislowenische Kampagne wurde auch von der freiheitlichen „Mutterpartei“ mitgetragen. Doch von einer angeblichen Slowenisierung Kärntenskann nicht die Rede sein. Vor 100 Jahren sprachen mehr als 100.000 Kärntner:innen slowenisch, heute wird die Zahl auf knapp 15.000 geschätzt. Tendenz fallend, heißt es in der OGM-Studie zur slowenischen Volksgruppe:
Die freiheitliche Hetzegegen die slowenische Volksgruppe wirkte. Bei den Landtagswahlen am 5. März rutschten die Sozialdemokraten unter die 40 Prozent-Marke, die „deutsch-nationalen“ Freiheitlichen wurden zur zweitstärksten Kraft Die antislowenische Kampagne wurde auch von der freiheitlichen „Mutterpartei“ mitgetragen. Doch von einer angeblichen Slowenisierung Kärntenskann nicht die Rede sein. Vor 100 Jahren sprachen mehr als 100.000 Kärntner:innen slowenisch, heute wird die Zahl auf knapp 15.000 geschätzt. Tendenz fallend, heißt es in der OGM-Studie zur slowenischen Volksgruppe:
14 Minuten
Der Haudenosaunee Tom Porter (Sakokwenionkwas), ehemaliges Ratsmitglied und politischer Aktivist der Mohawk Nation, engagiert sich für die Wiedergeburt der amerikanischen Indianer, der first nations, native americans. Ein langwieriges und schwieriges Unterfangen, sagt Porter in der zweiten Folge des Podcasts mit Wolfgang Mayr.
Akwesasne, die Mohawk-Bezeichnung für das St. Regis-Reservat am St. Lorenz-Strom an der US-amerikanischen-kanadischen Grenze, wurde ab 1968 zu einer der Hochburgen des indianischen Widerstandes. Junge Radikale publizierten die Akwesasne-Notes, blockierten aus Protest gegen bürokratische Schikanen die Reservats-Brücke, gründeten eigene politische Strukturen und protestierten 1980 bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid vor ihrer Haustür gegen die Indianer-Politik der US-Regierung. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Mohawks und dem FBI vermittelte der italienische Europaparlamentarier Mario Capanna (siehe Foto) von der linken Democrazia Proletaria. Akwesasne spielt in der indianischen Politik noch immer eine kräftige Rolle:
Akwesasne, die Mohawk-Bezeichnung für das St. Regis-Reservat am St. Lorenz-Strom an der US-amerikanischen-kanadischen Grenze, wurde ab 1968 zu einer der Hochburgen des indianischen Widerstandes. Junge Radikale publizierten die Akwesasne-Notes, blockierten aus Protest gegen bürokratische Schikanen die Reservats-Brücke, gründeten eigene politische Strukturen und protestierten 1980 bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid vor ihrer Haustür gegen die Indianer-Politik der US-Regierung. Bei den Auseinandersetzungen zwischen Mohawks und dem FBI vermittelte der italienische Europaparlamentarier Mario Capanna (siehe Foto) von der linken Democrazia Proletaria. Akwesasne spielt in der indianischen Politik noch immer eine kräftige Rolle:
11 Minuten
Tom Porter oder Sakokwenionkwas („Derjenige, der gewinnt“) über die Solidaritätsarbeit europäischer Menschenrechtsorganisationen für die first nations in Nordamerika. Porter ist ehemaliges Ratsmitglied und politischer Aktivist der Mohawk Nation. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.
In den späten 1960er Jahren engagierte sich Porter erstmals für seine „Leute des Langhauses“, für die Mohawks im Reservat Akwesasne – US-amerikanische St. Regis - im US-Bundesstaat New York. Dort erschien mehrere Jahre lang die pan-indianische Zeitung Akwesasne Notes, Sprachrohr von Basisbewegungen und militanten Gruppierungen, gründeten Eltern die alternative Akwesasne Freedom School und wurden die Traditionalisten politisch. Tom Porter war mehr als zwei Jahrzehnte einer der neun Mohawk-Vertreter im traditionellen Rat der Haudenosaunee-Konföderation. 1993 gründete Porter mit Mitstreitern die Mohawk-Community von Kanatsiohareke. In der ersten Folge schaut Porter zurück auf die vielen indigenen Kämpfe:
In den späten 1960er Jahren engagierte sich Porter erstmals für seine „Leute des Langhauses“, für die Mohawks im Reservat Akwesasne – US-amerikanische St. Regis - im US-Bundesstaat New York. Dort erschien mehrere Jahre lang die pan-indianische Zeitung Akwesasne Notes, Sprachrohr von Basisbewegungen und militanten Gruppierungen, gründeten Eltern die alternative Akwesasne Freedom School und wurden die Traditionalisten politisch. Tom Porter war mehr als zwei Jahrzehnte einer der neun Mohawk-Vertreter im traditionellen Rat der Haudenosaunee-Konföderation. 1993 gründete Porter mit Mitstreitern die Mohawk-Community von Kanatsiohareke. In der ersten Folge schaut Porter zurück auf die vielen indigenen Kämpfe:
13 Minuten
Ortsnamen in Minderheitensprachen sind Zeugnisse für das Vorhandensein von Anderen, sagt der Kärntner Geograph Peter Jordan.
Sprachliche Monokultur grenzt aus, besonders überschaubare kleine Minderheiten. Ein Beispiel dafür ist das österreichische Bundesland Kärnten. Nur ein Bruchteil der Gemeinden im südlichen Kärnten haben zweisprachige Ortstafeln, tragen ihre ursprünglichen Namen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es mehr als 800 slowenische Gemeindenamen, heute sind es nur mehr ein paar mehr als 100. Es ist Zeit, die Existenz der slowenischen Sprachgruppe auch mit amtlichen Ortsnamen anzuerkennen, sagt Geograph Jordan im Podcast von Wolfgang Mayr.
Sprachliche Monokultur grenzt aus, besonders überschaubare kleine Minderheiten. Ein Beispiel dafür ist das österreichische Bundesland Kärnten. Nur ein Bruchteil der Gemeinden im südlichen Kärnten haben zweisprachige Ortstafeln, tragen ihre ursprünglichen Namen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es mehr als 800 slowenische Gemeindenamen, heute sind es nur mehr ein paar mehr als 100. Es ist Zeit, die Existenz der slowenischen Sprachgruppe auch mit amtlichen Ortsnamen anzuerkennen, sagt Geograph Jordan im Podcast von Wolfgang Mayr.
7 Minuten
Der Iyu Ernest Webb und seine Ehefrau Catherine Bainbridge von Rezolution Pictures richten ihre Kameras auf die natives, auf die Menschen des indian country. Sie erzählen Geschichten, die bisher nicht erzählt wurden.
Webb nahm als Co-Regisseur in Reel Injun die Klischee-Indianer von Hollywood ins Visier, in der Dokumentation Rumble: The Indians Who Rocked the World erzählt er vom Einfluss indigener Musiker im US-Blues und Rock, in Down the Mighty River setzt sich Webb mit der umweltzerstörenden Erschließung seiner Iyu-Heimat im Norden der kanadischen Provinz Quebec auseinander. In der Comedy-Serie Mohawk Girls wird mit viel Ironie und Spott das Leben moderner Mohawk-Mädchen auseinandergenommen. Webb überzeugt mit seinen Geschichten, zu sehen in der von ihm betreuten und moderierten Dokumentarserie Indians and Aliens Ernest Webb stellte einige seiner Filme in München und in Bozen vor, im Filmclub und an der Freien Universität Bozen. Die nicht erzählten Geschichten seiner Iyu, Innu, Algonkin und Anishinabe sind sein Thema, sagt er im Podcast von Wolfgang Mayr.
Webb nahm als Co-Regisseur in Reel Injun die Klischee-Indianer von Hollywood ins Visier, in der Dokumentation Rumble: The Indians Who Rocked the World erzählt er vom Einfluss indigener Musiker im US-Blues und Rock, in Down the Mighty River setzt sich Webb mit der umweltzerstörenden Erschließung seiner Iyu-Heimat im Norden der kanadischen Provinz Quebec auseinander. In der Comedy-Serie Mohawk Girls wird mit viel Ironie und Spott das Leben moderner Mohawk-Mädchen auseinandergenommen. Webb überzeugt mit seinen Geschichten, zu sehen in der von ihm betreuten und moderierten Dokumentarserie Indians and Aliens Ernest Webb stellte einige seiner Filme in München und in Bozen vor, im Filmclub und an der Freien Universität Bozen. Die nicht erzählten Geschichten seiner Iyu, Innu, Algonkin und Anishinabe sind sein Thema, sagt er im Podcast von Wolfgang Mayr.
11 Minuten
Das sagt der kanadische Filmemacher Ernest Webb über die Iynu, die Cree im nördlichen Quebec. Mit seinen Dokumentarfilmen taucht er immer wieder tief ein in die Welt seiner Iynu.
Ernest Webb stammt aus dem Cree-Dorf Chisasibi, das Iyu-Wort für großer Fluss an der James Bay im tiefen Norden der kanadischen Provinz Quebec. Webb, der Geschichten-Erzähler mit der Kamera, zählt zu den erfolgreichen Regisseuren des indian country. Mit seiner Produktionsfirma Rezolution Pictures bringt Webb Dokumentarfilme über die Kulturen, Geschichten und Probleme der indigener Völker Kanadas in die Mainstream-Medien zu bringen. Webb und sein Team sind Chronisten des neuen Kolonialismus auf dem Land der Cree, der Iyu: Staudämme, Überflutung, Bergbau und kahlschlagende Holzwirtschaft. Ernest Webb war nach seinen Veranstaltungen in München Gast des Filmclubs und der Freien Universität Bozen, Webb und die Iyu im ersten Teil des Podcast von Wolfgang Mayr über Ernest Webb.
Ernest Webb stammt aus dem Cree-Dorf Chisasibi, das Iyu-Wort für großer Fluss an der James Bay im tiefen Norden der kanadischen Provinz Quebec. Webb, der Geschichten-Erzähler mit der Kamera, zählt zu den erfolgreichen Regisseuren des indian country. Mit seiner Produktionsfirma Rezolution Pictures bringt Webb Dokumentarfilme über die Kulturen, Geschichten und Probleme der indigener Völker Kanadas in die Mainstream-Medien zu bringen. Webb und sein Team sind Chronisten des neuen Kolonialismus auf dem Land der Cree, der Iyu: Staudämme, Überflutung, Bergbau und kahlschlagende Holzwirtschaft. Ernest Webb war nach seinen Veranstaltungen in München Gast des Filmclubs und der Freien Universität Bozen, Webb und die Iyu im ersten Teil des Podcast von Wolfgang Mayr über Ernest Webb.
13 Minuten
Mit diesem Versprechen sicherte sich Ministerpräsidentin Georgia Meloni von den neofaschistischen Fratelli d´Italia die Stimmenthaltung der SVP bei ihrem Regierungsstart. Was fehlt der Autonomie?
Es geht um die Wiederherstellung autonomer Kompetenzen, wie sie 1992 galten. Damals erklärte Österreich der UNO, den Streit mit Italien wegen Südtirol beigelegt zu haben. Der österreichische Außenminister Bruno Kreisky hatte 1960 Südtirol vor die UNO gebracht. Begründung, Italien scherte sich nicht um den Pariser Vertrag zwischen Österreich und Italien mit seinem Autonomieversprechen. Das von der Nachkriegsregierung erlassen Erste Autonomiestatut brachte Südtirol keine Autonomie, argumentierte Kreisky. Seit damals passierte viel, Bomben, Folter, Leid und Demütigungen. 1972 trat die neue Autonomie in Kraft. 1992 befand Österreich, der Pariser Vertrag ist erfüllt.
War die Autonomie 1992 weitreichender, ist sie seitdem geschrumpft? Die Antworten darauf sind unterschiedlich, Verfassungsrechtlerin Esther Happacher und Völkerrechtler Peter Hilpold und ihre Analysen im Podcast von Wolfgang Mayr:
Es geht um die Wiederherstellung autonomer Kompetenzen, wie sie 1992 galten. Damals erklärte Österreich der UNO, den Streit mit Italien wegen Südtirol beigelegt zu haben. Der österreichische Außenminister Bruno Kreisky hatte 1960 Südtirol vor die UNO gebracht. Begründung, Italien scherte sich nicht um den Pariser Vertrag zwischen Österreich und Italien mit seinem Autonomieversprechen. Das von der Nachkriegsregierung erlassen Erste Autonomiestatut brachte Südtirol keine Autonomie, argumentierte Kreisky. Seit damals passierte viel, Bomben, Folter, Leid und Demütigungen. 1972 trat die neue Autonomie in Kraft. 1992 befand Österreich, der Pariser Vertrag ist erfüllt.
War die Autonomie 1992 weitreichender, ist sie seitdem geschrumpft? Die Antworten darauf sind unterschiedlich, Verfassungsrechtlerin Esther Happacher und Völkerrechtler Peter Hilpold und ihre Analysen im Podcast von Wolfgang Mayr:
10 Minuten
Seit vier Jahren kommt die Volkspartei nicht mehr zur Ruhe. Ein Jahr vor den Landtagswahlen eskaliert der Streit, zwischen den Freunden im Edelweiß und dem Landeshauptmann. Und es ist kein Ende in Sicht.
Die SVP-Fraktion legt sich weiterhin gegen den Landeshauptmann quer, der Obmann benötigt mehrere Tage, bevor er den Landeshauptmann gegen vorgebrachte Spendenvorwürfe verteidigt. Gleich zweimal vertagt Obmann Philipp Achammer eine angesetzte Klausur auf unbestimmte Zeit. Die Burgräfler Bezirksobfrau Rosmarie Pamer, Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier, und die Bürgermeisterin von Hafling Sonja Plank kritisierten das führungslose Schlingern ihrer Partei. Der Bozner Politikwissenschaftler Hermann Atz vom Meinungsforschungsinstitut apollis beschreibt im Podcast von Wolfgang Mayr die SVP als ein Tollhaus.
Die SVP-Fraktion legt sich weiterhin gegen den Landeshauptmann quer, der Obmann benötigt mehrere Tage, bevor er den Landeshauptmann gegen vorgebrachte Spendenvorwürfe verteidigt. Gleich zweimal vertagt Obmann Philipp Achammer eine angesetzte Klausur auf unbestimmte Zeit. Die Burgräfler Bezirksobfrau Rosmarie Pamer, Bürgermeisterin von St. Martin in Passeier, und die Bürgermeisterin von Hafling Sonja Plank kritisierten das führungslose Schlingern ihrer Partei. Der Bozner Politikwissenschaftler Hermann Atz vom Meinungsforschungsinstitut apollis beschreibt im Podcast von Wolfgang Mayr die SVP als ein Tollhaus.
12 Minuten
Rudi Vouk von der Enotna Lista und Hubert Mikl vom Volksgruppenzentrum über die miserable rechtliche Lage der sechs Minderheiten in Österreich.
Die autonomen Südtirolerinnen und Südtiroler scheren sich wenig um Minderheitenrechte anderswo. Der Europäische Gerichtshof EuGH versenkte die Minority Safepack, das Minderheitenpaket der Minderheitenorganisation Fuen. Die Richter stimmen mit der EU-Kommission überein, für Minderheiten sind die Mitgliedsstaaten zuständig. Deren Umgang mit Minderheiten ist EU weit mit wenigen Ausnahmen kaltschnäuzig. Von den 13 Minderheiten in Italien hat nur Südtirol eine weitreichende Autonomie, die Regionen in Spanien oder die deutschsprachige Minderheit in Belgien. Und dann ist Schluss. Wenig herzeigbar sind die Schutzmaßnahmen in Österreich, sagen der Klagenfurter Anwalt Rudi Vouk und Hubert Mikl vom Volksgruppenzentrum in Wien im folgenden Podcast von Wolfgang Mayr.
Die autonomen Südtirolerinnen und Südtiroler scheren sich wenig um Minderheitenrechte anderswo. Der Europäische Gerichtshof EuGH versenkte die Minority Safepack, das Minderheitenpaket der Minderheitenorganisation Fuen. Die Richter stimmen mit der EU-Kommission überein, für Minderheiten sind die Mitgliedsstaaten zuständig. Deren Umgang mit Minderheiten ist EU weit mit wenigen Ausnahmen kaltschnäuzig. Von den 13 Minderheiten in Italien hat nur Südtirol eine weitreichende Autonomie, die Regionen in Spanien oder die deutschsprachige Minderheit in Belgien. Und dann ist Schluss. Wenig herzeigbar sind die Schutzmaßnahmen in Österreich, sagen der Klagenfurter Anwalt Rudi Vouk und Hubert Mikl vom Volksgruppenzentrum in Wien im folgenden Podcast von Wolfgang Mayr.
7 Minuten
Die auch in Südtirol aktive Chorleiterin Nataliya Lukina aus Charkiv leidet mit ihrer alten Heimat. Seit 20 Jahren schon lebt Lukina in Österreich. Die studierte vielseitige und vielseitig engagierte Musikerin hofft auf einen ukrainischen Sieg gegen die russischen Invasoren.
Vor 20 Jahren verließ Lukina ihre Heimat, zog für das angestrebte Musik-Studium nach Graz in der österreichischen Steiermark. Nataliya Lukina ist angekommen, die Chorleiterin und Orchesterdirigentin arbeitet inzwischen in Kärnten, Südtirol und Deutschland. Sie betreute mehrere Landesjugendchöre, leitet in Südtirol den kleinen aber feinen Chor „Alla Breve“ und ist künstlerische Assistentin der Audi Jugendchorakademie. Die russische Invasion rückte ihre Heimat wieder stärker ins eigene Bewusstsein, erzählt sie im Podcast mit Wolfgang Mayr.
Vor 20 Jahren verließ Lukina ihre Heimat, zog für das angestrebte Musik-Studium nach Graz in der österreichischen Steiermark. Nataliya Lukina ist angekommen, die Chorleiterin und Orchesterdirigentin arbeitet inzwischen in Kärnten, Südtirol und Deutschland. Sie betreute mehrere Landesjugendchöre, leitet in Südtirol den kleinen aber feinen Chor „Alla Breve“ und ist künstlerische Assistentin der Audi Jugendchorakademie. Die russische Invasion rückte ihre Heimat wieder stärker ins eigene Bewusstsein, erzählt sie im Podcast mit Wolfgang Mayr.
7 Minuten
US-Präsident Joe Biden und seine Demokraten profitierten bei den midterms-Wahlen von Trump und seinem Radikalismus. Sie konnten sich als verantwortungsvolle Partei profilieren, analysiert ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin.
Die Verluste im Kongress sind überschaubau. Bei den anstehenden Stichwahlen in Georgia für den Senat hoffen die Demokraten auf einen weiteren Sieg. Die Chancen stehen dort nicht schlecht. Bei den Präsidentschaftswahlen 2020 setzten sich in Georgia die Demokraten, wenn auch knapp, gegen die Republikaner durch. US weit schreckten Trump und seine KandidatInnen offensichtlich auch eigene republikanische Wähler ab. Zugunsten der Demokraten, sagt Hawlin im Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
…
Die Verluste im Kongress sind überschaubau. Bei den anstehenden Stichwahlen in Georgia für den Senat hoffen die Demokraten auf einen weiteren Sieg. Die Chancen stehen dort nicht schlecht. Bei den Präsidentschaftswahlen 2020 setzten sich in Georgia die Demokraten, wenn auch knapp, gegen die Republikaner durch. US weit schreckten Trump und seine KandidatInnen offensichtlich auch eigene republikanische Wähler ab. Zugunsten der Demokraten, sagt Hawlin im Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
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13 Minuten
Die Verschärfung der Abtreibungsregeln wurden für die US-Republikaner zum Boomerang. Frauen wählten blau, verhalfen den Demokraten bei den midterms zu einem historischen Erfolg, sagt die gebürtige Südtiroler ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin.
Traditionellerweise werden bei diesen Halbzeit-Wahlen, bei den midterms, die Regierenden abgestraft. Ordentlich. Dieses Mal war es anders. Im Senat verfügen die Demokraten über eine hauchdünne Mehrheit, im Kongress haben die Republikaner nur acht Mandate mehr als die Regierungspartei. Außerdem sind überraschend viele KandidatInnen aus dem Trump-Lager gescheitert. Am 6. Dezember findet in Georgia die letzte Stichwahl dieser midterms statt. Warum sind diese Halbzeit-Wahlen anders gelaufen? Welche Faktoren trugen dazu bei? Setzen sich die Republikaner nach dem Wahltriumph von Ron De Santis in Florida von Trump ab? Antworten im Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
Traditionellerweise werden bei diesen Halbzeit-Wahlen, bei den midterms, die Regierenden abgestraft. Ordentlich. Dieses Mal war es anders. Im Senat verfügen die Demokraten über eine hauchdünne Mehrheit, im Kongress haben die Republikaner nur acht Mandate mehr als die Regierungspartei. Außerdem sind überraschend viele KandidatInnen aus dem Trump-Lager gescheitert. Am 6. Dezember findet in Georgia die letzte Stichwahl dieser midterms statt. Warum sind diese Halbzeit-Wahlen anders gelaufen? Welche Faktoren trugen dazu bei? Setzen sich die Republikaner nach dem Wahltriumph von Ron De Santis in Florida von Trump ab? Antworten im Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
12 Minuten
Die unterschiedlichen Gesichter des anderen Amerika, das sich in aufgelassene Militäranlagen zurückzieht oder als Bürgerwehren für ihre Ordnung sorgen wollen. ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin machte sich auf die Reise in dieses tiefrote Amerika.
US-Kulturjournalist Kurt Anderson präsentierte während der Präsidentschaft von Donald Trump sein Buch „Fantasyland“. Seit 500 Jahren, seine These, verdrängen die Amerikaner erfolgreich die Realität, biegen sie sich zurecht. Anderson meint damit Rechtsradikale, Linksradikale, Religiöse. Deren Hang zum Magischen und Fantastischen, ist tief in die kollektive DNA der Amerikaner eingeschrieben, ist Anderson überzeugt. Er findet, das große amerikanischen Experiment ist spektakulär gescheitert. Es führte dazu, dass Grenzen zwischen Realität und Illusion verrutschten und ein Mann wie Donald Trump ins Weiße Haus gewählt wurde. Alexandra Hawlin schaute im „Fantasyland“ vorbei, in South Dakota und in Arizona. Ein Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
US-Kulturjournalist Kurt Anderson präsentierte während der Präsidentschaft von Donald Trump sein Buch „Fantasyland“. Seit 500 Jahren, seine These, verdrängen die Amerikaner erfolgreich die Realität, biegen sie sich zurecht. Anderson meint damit Rechtsradikale, Linksradikale, Religiöse. Deren Hang zum Magischen und Fantastischen, ist tief in die kollektive DNA der Amerikaner eingeschrieben, ist Anderson überzeugt. Er findet, das große amerikanischen Experiment ist spektakulär gescheitert. Es führte dazu, dass Grenzen zwischen Realität und Illusion verrutschten und ein Mann wie Donald Trump ins Weiße Haus gewählt wurde. Alexandra Hawlin schaute im „Fantasyland“ vorbei, in South Dakota und in Arizona. Ein Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
17 Minuten
Es gibt in den Vereinigten Staaten zwei USA. Das rote Trump-Land im Landesinneren, das blaue Biden-Land an den Küsten. Diese beiden Landesteile, grob gezeichnet, stehen sich ablehnend bis feindlich gegenüber.
Das gilt auch für Georgia, wo am 6. Dezember zum Abschluss der Midterms-Stichwahlen zum Senat stattfinden, zwischen dem Demokraten Raphael Warnock und dem Republikaner Herschel Walker. Zerrissenes Georgia, wie das ganze Land. Was ist los in den USA? Antworten danach suchte ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin bei ihren Reisen durch die USA. Die gebürtige Südtirolerin zählt zum crossmedialen Team des ZDF in Washington. Ihre These, Sorgen und Ängste treiben die US-Gesellschaft auseinander, sagt Hawlin im Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
Das gilt auch für Georgia, wo am 6. Dezember zum Abschluss der Midterms-Stichwahlen zum Senat stattfinden, zwischen dem Demokraten Raphael Warnock und dem Republikaner Herschel Walker. Zerrissenes Georgia, wie das ganze Land. Was ist los in den USA? Antworten danach suchte ZDF-Journalistin Alexandra Hawlin bei ihren Reisen durch die USA. Die gebürtige Südtirolerin zählt zum crossmedialen Team des ZDF in Washington. Ihre These, Sorgen und Ängste treiben die US-Gesellschaft auseinander, sagt Hawlin im Podcast von Thomas Hanifle und Wolfgang Mayr.
7 Minuten
Die Grundrechte-Agentur der Europäische Union schlägt Alarm, Sinti und Roma leiden unter Armut und Ausgrenzung. Der Verband der deutschen Sinti warnt im Podcast von Wolfgang Mayr vor dem neuen, alten Antiziganismus in Europa. Die Grundrechte-Agentur ist so etwas wie die Menschenrechtsbehörde der EU. Sie überwacht die Einhaltung der Grundrechte und dokumentiert Verletzungen von Grundrechten. In einem ihrer jüngsten Reporte geht die Agentur auf die Lage der Sinti und Roma und kritisiert, dass die Roma rechtlich nicht mit den Mehrheits-Angehörigen gleichgestellt sind. Die soziale Lage wird in der aktuellen Krise immer dramatischer. Erst vor kurzem stellte die EU-Kommission fest, dass es keine besonderen Maßnahmen zugunsten der Minderheiten brauche. Im Falle der Roma liegt die Kommission völlig daneben, belegt die Grundrechte-Agentur.