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BARFUSS - Leute und Geschichten Archiv

403 Episoden
4 Minuten
Rojin Yazar und Alina Greta Bertolani setzten sich in ihrem „Claus 2023“-Projekt mit der künstlichen Intelligenz in der Medizin auseinander, Alex Putzer beschäftigte sich mit „Un-Glücksein“. Die drei Claus-Drittplatzierten im zweiten Teil der Podcast-Serie über den Schüler:innenpreis.

  Glücklich, unglücklich, wie geht es dir? Und mir? Antworten suchte Alex Putzer. Rojin Yazar und Alina Greta Bertolani, sie besuchen das Sprachen- und Realgymnasium in Bruneck, beteiligten sich am 5. Claus-Gatter-Schülerpreis mit einem gelungenen Video über die künstliche Intelligenz in der Medizin.
5 Minuten
Der „Claus 2023“, der 5. Schülerpreis für journalistisches Arbeiten war heuer besonders überzeugend. Nachfragend und engagiert, wie die Preisträgerin Anna Kobler. Eine Podcast-Serie von Wolfgang Mayr (Teil1)

Ihr Video über die versteckte Armut im reichen Land Südtirol überzeugte, wegen seiner Analyse und auch Schärfe. Der Ideator des Projekts, Hermann Rogger, Koordinator für Begabtenförderung im Schulverbund Pustertal, konnte sich zurecht darüber freuen. Am heurigen Claus, dem Claus Gatterer-Schülerpreis, beteiligten sich 12 Schülerinnen und Schüler des Sprachen- und Realgymnasiums Bruneck und Schlanders, des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums und der Technologischen Fachoberschule in Bruneck. BARFUSS wird die neun Audio- und Video-Beiträge online stellen. Aufgeweckte junge Leute. Betreut wurden die Nachwuchs-Journalistinnen und Journalisten von der Filmemacherin Karin Duregger und Filmproduzenten Jiri Gasperi. Eine Nachwuchs-Förderung im Sinne des verstorbenen ORF-Journalisten Claus Gatterer aus Sexten. Ganz nah dran an Gatterer kam Anna Kobler mit ihrer Video-Reportage „Versteckte Armut“:

Die neue Kraft

15 Minuten
Nach Graz schafften die Kommunisten auch in Salzburg den Durchbruch. Ist die KPÖplus die Stimme der Zukurzgekommenen, der Vergessenen, der Abgedrängten, der Aufrechten? Teil drei des Podcasts von Wolfgang Mayr.

Für sie macht seine Partei eine konsequente Politik, erklärt Kay-Michael Dankl den Erfolg der KPÖplus im Podcast (Teil 3) mit Wolfgang Mayr. Stimmen für die KPÖplus sind eine Mahnung von unten, gegen eine abgehobene Politik, gegen die soziale Kälte, gegen das ständige Reden über Kosten im Gesundheits- und Bildungswesen. Diese Wählerstimmen sind nicht nur Protest, sondern mehr, sagt Dankl.
9 Minuten
2021 haben sich viele in Österreich gewundert. Bei den Gemeindewahlen erhielt die Kommunistische Partei KPÖ fast ein Drittel der abgegebenen Stimmen und stellt mit Elke Kahr das Bürgermeisteramt. Für die Salzburger KPÖplus nachahmenswert, sagt Kay-Michael Dankl im zweiten Teil des Podcasts von Wolfgang Mayr. Elke Kahr und ihrer KPÖ gelang es 2021, auch in Villenvierteln gewählt zu werden. Kahr und ihre Genoss:innen machten sich zum Sprachrohr für die kleinen Leute. Und, einen Teil ihres Politikergehaltes legten die Grazer Kommunisten in einem Sozialfonds an, um im Bedarfsfall schnell helfen zu können. Seit 1998 kamen auf diese Weise 1,7 Millionen Euro zusammen. Ein unübersehbares Signal mit doch weitreichenden Folgen.

Der Kümmerer

13 Minuten
Kay-Michael Dankl von der KPÖPlus mischt im Bundesland Salzburg die politische Landschaft auf. Mit mehr als elf Prozent wurde die KPÖ in den Landtag gewählt, in der Stadt Salzburg erhielt Dankl mehr Vorzugsstimmen als der ÖVP-Spitzenkandidat Haslauer. Teil eins des Podcasts mit dem Politiker und Wolfgang Mayr.

 

Bei den Wahlen 2019 zog die KPÖ erstmals mit einem Mandat in den Salzburger Gemeinderat ein. Kay-Michael Dankl agierte wie ein Volksanwalt, ein Kümmerer für die Anliegen jener Bürgerinnen und Bürger, die in der Festspiel-Stadt keine politische Rolle spielen. Dankl und sein Engagement für das andere Salzburg wurden zum Erfolg. Bei den Landtagswahlen vor einigen Wochen wählten elf Prozent der Wählerinnen und Wähler KPÖplus. Graz lässt grüßen. Dort wurde bei den letzten Gemeindewahlen Elke Kahr von der KPÖ zur Bürgermeisterin gewählt. Auch sie versteht sich als Ombudsfrau der arbeitenden Bevölkerung, für bezahlbare Mieten, für Wohnraum, für eine lebenswerte Stadt. Kehrt in Österreich der Kommunismus zurück?
21 Minuten
Aus der Volkspartei wurde die Sammelpartei der Bauern, Kaufleute, Handwerker und Gastwirte. Sie bestücken die Liste für die Landtagswahlen.

 

Der Bauernbund ist auf der SVP-Landtagsliste vertreten, wie auch die übrigen Wirtschaftsverbände. Darüber wunderte sich frühzeitig salto. Als Ausgleich zum Bauernbund regte der Passeier Hotelier Heini Dorfer an, dem HGV ein größeres Gewicht in der SVP einzuräumen. Der Oppositionelle Paul Köllensperger  findet, dass in der SVP die großen Verbände den Takt vorgeben. Bereits Mitte April war die SVP-Wahlliste schon halbvoll, inzwischen wurde weiter aufgestockt. Spitzenkandidat Arno Kompatscher holte sich in seine Gruppe den ehemaligen Primar Hubert Messner als Unabhängigen auf die Liste, den Gewerkschafter Dieter Mayr und die Volksanwältin Gabriele Morandell. Zwiespältig verfolgen im Podcast von Wolfgang Mayr Tony Tschenett und Alex Piras vom Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbund ASGB die KandidatInnen-Kür der SVP.
19 Minuten
„Mehr Reha ist notwendig!“ sagte Ulrich Seitz vom Verein Kinderherz am Tag des herzkranken Kindes (5. Mai). Man werde allein gelassen, so Seitz und Katharina Gschnell im Podcast von Wolfgang Mayr.

Mehr als 13.000 Menschen mit angeborenem Herzfehler fühlen sich allein. Es fehlt an allen Ecken und Enden, schreibt der Verein Kinderherz: an Unterstützung, an Fachpersonal und Geld. Und jährlich kommen weitere 70 neue Fälle hinzu. Eine ständig wachsende Zahl von Langzeitkranken. Mit dem Theaterstück „Boom Boom“ des Trios Stefanie Zagler, Katharina Gschnell und Elisabeth Ramoser versuchte Kinderherz einmal mehr auf die Lage der Menschen mit einem angeborenen Herzfehler hinzuweisen.
16 Minuten
In den vergangenen zehn Jahren haben 1.000 Milchbauern aufgegeben. Es werden noch mehr werden, befürchtet Roland Reiterer vom Arbeitskreis Zukunft Südtiroler Bergmilch in diesem Podcast mit Wolfgang Mayr. Milchbauern arbeiten viel, verdienen aber wenig. In einem Offenen Brief drängte deshalb der Arbeitskreis Zukunft Südtiroler Bergmilch den Sennereiverband auf ein schnelles Handeln. Seit dem letzten Sommer organisiert der Arbeitskreis den Protest der kleinbäuerlichen Milchwirtschaft. Kurz vor Weihnachten trafen sich in Völlan 500 dieser Milchbauern. Astrid Tötsch berichtet kontinuierlich über diesen neuen Bauernbund von unten. Die Bergbauern-Hütte brennt, kommentierte die „Neue Südtiroler Tageszeitung“. Die Bergbauern hoffen auf solidarische Hilfe der Hoteliers und Gastwirte. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Bauernprotest blieb nicht ganz folgenlos, die Milchhöfe wollen stärker zusammenarbeiten.
13 Minuten
„Im toten Winkel“ zeigt die deutsche Filmemacherin Ayşe Polat, was Angst mit Menschen macht. Ein Polit-Thriller, der auf dem Bolzano Film Festival Bozen zu sehen war, auf der Berlinale hochgelobt und in der Türkei preisgekrönt wurde. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Gewalt zieht sich durch die Geschichte der Kurden, das Trauma belastet das kurdische Leben. Der rote Faden, der alle Kurd:innen verbindet, die alevetisch-kurdisch-stämmige Regisseurin Polat mit Lisa Çalan und Rezzan Bayram, mit dem Schweizer Regisseur Mano Khalil, aus dem kurdischen Rojava in Syrien stammend, der mit seinem Filmen für Respekt und Freiheit „wirbt“. Sie wollen sich mit ihren Filmen Gehör verschaffen.

„Im toten Winkel“ ist ein verstörender Film, der in der nordöstlichen Türkei spielt. Eine Art Doku, aber auch ein Thriller, über ein System, das Angst schürt und irgendwann sich selbst auffressen wird, sagt Polat.
19 Minuten
Die verbliebene Wildnis samt Pflanzen und Tieren schrumpft. Ein Drittel der Pflanzen und fast die Hälfte der Tiere in Südtirol sind in ihrem Bestand gefährdet. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

In den übererschlossenen Tallagen sind die wenig verbliebenen Wälder gefährdet. Schrumpfende Reservate für immer seltener werdende Wildpflanzen und Wildtieren. Die Forschenden der Europäischen Akademie untersuchen seit vier Jahren die Biodiversität: Die biologische Vielfalt nimmt ständig ab, schrumpft kontinuierlich, warnt die Plattform Biodiversität. Artenschutz, warnen deshalb die Grünen, ist kein Luxus. Der Artenschutz ist deshalb für den Dachverband für Natur- und Umweltschutz von grundlegender Bedeutung, sagen Madeleine Rohrer und Florian Reichegger.
20 Minuten
„Energie-Autarkie ist nicht zielführend“, sagen Alexandra Troi und Wolfram Sparber vom Institut für erneuerbare Energie der Eurac im Podcast von Wolfgang Mayr. Aber ein guter Mix aus erneuerbarer Energie und Energiesparen.

Hohe Energiepreise plagen auch die Verbrauchenden im stromreichen Südtirol. Südtirol kann nicht abgekoppelt vom restlichen Europa betrachtet werden, sagt Instituts-Leiter Sparber, Südtirol ist Teil eines europaweiten Stromverbundes. Das drückt sich auch und besonders in den Preisen aus. Wegen des russischen Krieges in der Ukraine und den folgenden Sanktionen kletterten die Strompreise massiv nach oben, inzwischen sinken sie wieder spürbar ab. Laut Sparber entspannt sich die Lage. Soll sich Südtirol deshalb abkoppeln, autark werden? Vor einigen Monaten warb Alperia-Vorstand Helmuth Moroder für den großzügigen Ausbau der Fernwärme in den größeren Zentren des Landes. Die Landesregierung fördert erneuerbare Energien, es gibt es Zuschüsse für Fotovoltaik, für Wärmepumpen, Speicherbatterien, für die energetische Sanierung von Gebäuden. Ist noch mehr notwendig? Antworten von Professor Troi und Institutsleiter Sparber:
22 Minuten
Immer öfter stoßen Banken mit ihren traditionellen und weniger traditionellen Geschäften an ihre Grenzen, scheitern, wie die Credit Suisse. Es gibt auch ein anderes Bankenmodell, sagen Roland Furggler und Erich Innerbichler im Podcast von Wolfgang Mayr.

 

Der „Spiegel“ wirft in seiner Analyse einer „Riege überschätzter Manager“ vor, die Credit Suisse zugrunde gerichtet zu haben. Sie sollen Geschäfte in großem Stil mit dubiosen Kunden betrieben haben. Zocken als Geschäftsmodell. Kein Einzelfall, die Zocker im Doppelreiher haben 2007 die Welt in einer Finanz- und anschließend in eine Wirtschaftskrise gestürzt. Das geht auch anders, sind Roland Furggler und Erich Innerbichler von Ethical Banking überzeugt. Furggler leitet das Ethical Banking der Raiffenkasse Bozen, Innerbichler ist der neue Vorsitzende des Fördervereins. Sie werben für eine selbstbestimmte, ethisch und sozial orientierte Finanzwelt. Mit ihren Kleinkrediten für die „alternative“ Wirtschaft will Ethical Banking Kunden am Wirtschaftsleben beteiligen und neue Formen des wirtschaftlichen Handelns fördern.
15 Minuten
Vor 50 Jahren stießen die Mitglieder des American Indian Movements mit einer spektakulären Aktion eine indigene Renaissance an. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

Der National Congress of American Indians, die älteste indianische Organisation in den USA, fordert mehr. NCAI-Präsidentin Fawn Sharp von der Quinault Nation verlangte in ihrem Bericht „zur Lage der indigenen Nationen“, mehr für die Alten, für die Frauen, die Jungen, für die Zukunft. Auch 50 Jahre nach der Besetzung von Wounded Knee sind viele Forderungen unerfüllt geblieben: Wie die Selbstverwaltung der Reservate, die entsprechende Ausstattung der Stammesbudgets, die flächendeckende Sprachförderung. Die Besetzung von Wounded Knee im Februar 1973 sorgte für ein indianisches Revival.
21 Minuten
Mit der Besetzung des Handelspostens am Wounded Knee in Süd-Dakota 1973 stießen die AIM-Militanten den weltweiten indigenen Protest an.

Vor 50 Jahren, am 27. Februar 1973, waren in den TV-Nachrichten Bilder bewaffneter Indianerinnen und Indianer zu sehen. Mit Federn im Haar, Fransen an der Kleidung, bemalte Gesichter. Sie nannten sich American Indian Movement und bedienten für ihren militanten Protest die gängigen Indianerklischees. Das AIM und die Lakota am Wounded Knee forderten eine neue Politik der Selbstbestimmung und das Ende der kolonialistischen Bevormundung. Ein Fanal, das immer noch nachwirkt, ein Protest, der auf eine unglaubliche Politik der Assimilierung und der Plünderung aufmerksam machte. Sie zeigten aller Welt, sagt Claus Biegert im folgenden Podcast, dass die Ureinwohner seit 200 Jahren rechtlos waren.
10 Minuten
Seit 48 Jahren sitzt der ehemalige Aktivist des American Indian Movements, Leonard Peltier, im Gefängnis. Ein Podcast von Wolfgang Mayr.

1977 wurde Leonard Peltier zu zwei Mal lebenslänglich für einen Mord an zwei FBI-Beamten verurteilt. Morde, die er nicht begangen hat, ist Journalist Claus Biegert von der Gesellschaft für bedrohte Völker überzeugt. In sechs Folgen zeichnete Biegert auf Voices die Geschichte Peltiers nach. Peltier war vor 50 Jahren im American Indian Movement engagiert, das damals den Handelsposten und die Gedenkstätte Wounded Knee besetzt hatte. Die Lebensgeschichte von Leonard Peltier ist die indianische Geschichte, sagt Claus Biegert.

Weitere Informationen: Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte erinnerte zum 50. Jahrestag von Wounded Knee an die vielen nicht eingehaltenen Versprechen, an die verweigerte Gerechtigkeit für Leonard Peltier.

Claus Biegert widmete Leonard Peltier den Film „I´m the indian voice“, seit 1977 organisiert das Peltier-Komitee die internationale Solidarität.

Leonard Peltier schrieb im Gefängnis seine Autobiografie „Mein Leben ist mein Sonnentanz“. Ein beeindruckendes Zeitdokument.

Michael Koch und Michael Schiffmann widmeten dem politischen Häftling das Buch "Ein Leben für die Freiheit - Leonarde Peltier und der indianische Widerstand" (bestellbar unter lpsgrheinmain@aol.com).

In einer zehnminütigen Slideshow zeigt die Kampagne „Europe for Leonard Peltier“ Aktionen für die Freilassung von Peltier. Die nächste europaweite Aktionskampagne für Leonard Peltier wird voraussichtlich anlässlich des Oglala Commemoration Days stattfinden (26.6.).

Und noch der GfbV-Appell zur Freilassung von Leonard Peltier und die GfbV-Aktion Leonard Peltier der Künstler.