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hr2 Dokumentation und Reportage Archiv

23 Episoden
50 Minuten
Auf europäischen Lufthansa-Flügen gibt es keine Sitzreihe 13, in New Yorker Aufzügen keinen 13. Stock. Auch in vielen Hotels und Krankenhäusern wird auf Zimmer mit der Nummer 13 verzichtet. Warum gibt es in unserem Kulturkreis noch immer den Nimbus um die Zahl 13, die Unglück bringen soll - aber manchmal eben auch Glück? Von alters her werden Zahlen oder Zahlenkombinationen über ihre mathematische Bedeutung hinaus bestimmte Bedeutungen zugewiesen, und diese variieren in ihrer Ausprägung und Funktion je nach Anwendungsbereich und kulturellem Verständnis. In Religion, Liturgie, Kunst, Literatur, Brauchtum und Aberglaube, aber auch in Bereichen wie Recht, Architektur, Medizin und Musik spielen Zahlen eine symbolische Rolle. Die Beispiele finden sich praktisch in allen Kulturen und in allen Epochen - Sabine Appel geht in diesem Feature den Zahlenspielen und der Zahlenmystik auf den Grund.
53 Minuten
Karl Corinos Beiträge zur DDR-Literatur, die er als Redakteur und Moderator des HR-Hörfunkmagazins „Transit“ zwischen 1973 und 1990 veröffentlichte, sind Zeugnisse einer Epoche - Porträts und Interviews, Rezensionen und Bilanzen. Alles längst „versendet“ oder als Artikel verstreut in Zeitungs-Archiven. Dabei sind diese Geschichten aus vergangenen Zeiten auch für die Nachgeborenen erhellend: Sie erzählen von Klarheit und Mut derer, die öffentlich sagten, was sich so viele in der DDR nicht zu denken trauten. Die als Autorinnen und Autoren das Leben in der Diktatur wahrheitsgetreu beschrieben: Reiner Kunze und Wolf Biermann. Erich Loest und Franz Fühmann. Peter Huchel und Wolfgang Hilbig. Thomas Brasch, Jürgen Fuchs und Günter Kunert. Sarah Kirsch und Helga Schubert. Ulrich Plenzdorf und Günter de Bruyn. Zudem spiegeln Karl Corinos Bilanzen der Leipziger Buchmessen, die er seit 1972 besuchte, die Kulturpolitik der SED in der Ära Honecker. Der Autor Roman Grafe hat Karl Corino noch einmal ausführlich befragt und seine Beiträge aus den Archiven zusammengetragen. Das Feature beschreibt Literaturgeschichte, Geschichte des geteilten Deutschlands und Rundfunk-Geschichte. Wir wiederholen das Feature anlässlich des Todes Karl Corinos am 8. September 2026.
53 Minuten
Der britische Künstler Derek Jarman ist bekannt für seine virtuosen Filme. Als AIDS-Aktivist spielte er eine wichtige Rolle in Zeiten der Thatcher-Regierung. Für sein Meisterstück hielt er jedoch einen Garten, den er an einem entlegenen Ort am Ärmelkanal anlegte. In einer menschenleeren Landschaft am Südzipfel Englands liegt Dungeness, wo nur karge Vegetation den salzigen Winden standhält. Ein Atomkraftwerk, am Ende seiner Tage angekommen, surrt leise am Horizont, begleitet von den Geräuschen des Meeres, das über den Kies rollt. Dorthin zieht es 1986 den britischen Filmemacher Derek Jarman, nachdem er bei einer gemeinsamen Autofahrt mit Tilda Swinton eine alte Fischerhütte entdeckt hatte. In Dungeness erfährt Jarman, dass er an AIDS erkrankt ist. Und beginnt, einen Garten anzulegen, der bis heute, über 30 Jahre nach seinem Tod, gepflegt wird - und Pilger aus aller Welt anlockt. Die Autoren Konstantin Schönfelder und Marc Bädorf haben den Garten besucht und begeben sich auf die Spuren des Künstlers.
52 Minuten
Vor 90 Jahren begann der spanische Bürgerkrieg, der über 500.000 Menschen das Leben kostete. Eine weitere halbe Million Republikaner, Regimegegner und Flüchtlinge wurde in den ersten Jahren der Franco-Diktatur in Konzentrationslager eingesperrt. Über die Lager ist bis heute wenig bekannt, das Regime hatte viele Spuren ihrer Existenz beseitigt. Ein Zeitzeuge war der ehemalige anarchistische Milizionär Isidro Benet. Fast sein ganzes Leben lang hatte er nicht über seine Haft in Albatera gesprochen. Erst mit 90 Jahren, kurz vor seinem Tod, begann er, seine Erlebnisse aufzuschreiben. Heute führt der Archäologe Felipe Mejías in der Provinz Alicante Grabungen auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers von Albatera durch. Er hat bei seiner Spurensuche mit vielen Widerständen zu kämpfen. Der Blick der spanischen Gesellschaft auf die eigene Vergangenheit ist auch heute noch von Gegensätzen geprägt. Einerseits sind an vielen Orten Bürgerinitiativen zur Aufarbeitung der Vergangenheit entstanden, andererseits ist in Teilen der Gesellschaft immer noch der Pakt des Schweigens bemerkbar. Bürgerkrieg und Diktatur liegen im Fokus parteipolitischer Auseinandersetzungen. Erst 2021 hat man in Alicante mit Exhumierungen von Massengräbern der Opfer der Repressionen begonnen. 2025 wurde die Stadt als zweite Stadt Spaniens nach Guernica zum “Ort der demokratischen Erinnerung“ ernannt.
50 Minuten
Eisige Höhen: Orte der Gotteserfahrung oder der Selbsterkenntnis - Berge erheben sich über die alltägliche Ebene der Menschheit und reichen in die Nähe des Himmels. Heilige Berge, das ist etwa bei den Griechen der Olymp, im Alten Testament der Berg Sinai, der Gottesberg Horeb, an dem Mose dem Gott Jahweh begegnete oder der Berg Tabor in Galiäa, eine vorchristliche Kultstätte der Antike und im Christentum Ort der Verklärung Jesu Christi, der heilige Berg Elbrus im Kaukasus oder in Japan der Fujiyama. Die Berge sind Orte der Gottesnähe und des Erkenntnisgewinns, Orte der Reflexion, der Sinnstiftung und des inneren Wachstums. Dagegen stehen sie aber auch für gefährliche Isolierung und Abgrenzung, für Überheblichkeit und Entfernung von der menschlichen Gemeinschaft. Ein Feature über die vielfältigen Bedeutungen der Berge in Kultur, Literatur und Religion - über Gipfelstürmer und philosophische Höhenflüge.
55 Minuten
Zwischen Ingeborg Bachmann, der berühmten Lyrikerin, und Hans Werner Henze, dem berühmten Komponisten, bestand eine lange Freundschaft: Was sie genau ausmachte, war von Anfang an in ein geheimnisvolles Dämmerlicht gehüllt. Es hatte zeitweise etwas mit einem gemeinsamen Leben in Italien zu tun, und die Homosexualität Henzes schien zu der sphinxhaften Gestalt Bachmanns zu passen, die ihr Erscheinungsbild in den Medien bewusst mit Widersprüchlichkeiten anlegte. Kennen gelernt haben sich die beiden, als sie 26 Jahre alt waren, 1952 auf einer Tagung der Gruppe 47. Die gemeinsamen Monate auf Ischia, von August bis Oktober 1953, bilden den mythischen Urtext ihrer Beziehung. Ingeborg Bachmanns Gedichtzyklus "Lieder von einer Insel" kündet genauso davon wie ihr Hörspiel "Die Zikaden", zu dem Henze die Musik schrieb. Beide standen im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne und verschrieben sich der Kunst. Bachmann und Henze erlebten offenkundig ekstatische Augenblicke der Gemeinsamkeit - doch im Alltag ließ sich das nicht durchhalten. Zu einer wahren Katharsis kommt es, als sie sich offensiv anderen Männern zuwendet. Spätestens mit der Uraufführung seines "Undine"-Balletts in London 1958 ist Henze ein internationaler Star. Je mehr sich Henze im Jet Set bewegt und mal aus New York, mal aus Hongkong schreibt, desto fester und rigider wird sein Stil. Bachmann hingegen erleidet durch die Beziehung mit Max Frisch ihr Lebenstrauma, ihre Äußerungen werden immer karger und verzweifelter. Die Beziehung zwischen beiden erlaubt unschätzbare Einblicke in eine Zeit, die man sich kaum mehr vorstellen kann: als alles offen schien, die Zukunft vielversprechend war und man dennoch an den Zuständen zerbrechen konnte.
53 Minuten
Im bayerischen Oberallgäu bewirtschaftet eine Familie ihren Bauernhof mit 25 Milchkühen. Der Alpsee liegt vor der Tür und die Berglandschaft lockt viele Touristen an. Direkt gegenüber vom Hof will die Gemeinde ein Wohngebiet mit Seepanorama erschließen, sie droht den Bauern mit Enteignung ihrer besten Weide. Doch die wissen sich zu wehren, schließlich steht die Zukunft ihres Hofes auf dem Spiel. Im Schweizer Bergeller Tal baut ein junges Paar Esskastanien an, hält Ziegen, Schafe und Esel. Das Tal ist schroff und schmal, und die beiden betreiben eine traditionelle Landwirtschaft mit viel Handarbeit. Aber die Vorschriften der Agrar- und Umweltbehörden erreichen auch die letzten Winkel. Ihren Ziegenmist sollen sie neuerdings in einer Wanne aus Beton unterbringen. Im italienischen Veltliner Tal kultiviert ein Paar alte Sorten, die früher in den Alptälern verbreitet waren. Sie retten Kartoffeln, Buchweizen und Roggen vor dem Aussterben. Doch die Gastronomen im Tal kaufen ihr Buchweizenmehl lieber als billige Importware ein. Im Leben der Bergbauern spielen auch Naturgewalten wie Starkregen, Trockenheit und Bergrutsche eine Rolle. Die Herausforderungen wachsen angesichts der Klimaveränderungen. dIE Berglandwirtschaft erhält die typische alpine Landschaft mit ihrer Vielfalt an Pflanzen und Tieren, und sie ist nachhaltig. Was kann ihren Rückgang stoppen? Die Autorin Maike Hildebrand besucht die drei Höfe im Frühjahr, Sommer und Herbst.
54 Minuten
Am 4. Juni begehen wir das Fronleichnamsfest. Seit dem 13. Jahrhundert wird von Katholiken mit diesem Fest die Realpräsenz Christi gefeiert. Bald entstanden um das Fest herum Rituale und Bräuche, Prozessionen und Spiele und in der Volksfrömmigkeit Flurumgänge, Wettersegen und Erntebitten zum Sommeranfang. Diese Dokumentation erzählt von der religiösen und kulturgeschichtlichen Bedeutung des Festes ebenso wie vom weltlichen Brauchtum. Autor Hans-Joachim Simm stellt Legenden und Märchen, Gedichte und Erzählungen vor, die sich auf dieses Fest beziehen.
50 Minuten
Unsere Gesellschaft wird oft als ich-bezogen und rücksichtslos beschrieben. Aber es gibt dennoch viele Menschen, die sich für andere engagieren. Was bewegt sie zu einem solchen Schritt? Welche Spielräume im Umgang mit- und füreinander können sich dadurch öffnen? Welche Möglichkeiten und Freuden können daraus erwachsen? Und wo liegen zugleich die eigenen Grenzen für ein solches Engagement? Das sind Fragen, denen dieses Feature nachgeht.
53 Minuten
Schwerkranke Kinder aus der gesamten Ukraine kommen ins Ohmatdyt -Krankenhaus nach Kiew - von der Front und den besetzten Gebieten im Osten bis zu den vom Krieg weniger versehrten Gebieten im Westen des Landes. Doch ausgerechnet dieses Krankenhaus wurde 2024 von der russischen Armee beschossen. Die Bilder gingen um die Welt: das von der Rakete zerfetzte Gebäude - unweit entfernt die Kinder, manche mit nackten Füßen, herausgerissen aus ihren Chemotherapien und Dialysen. Das Feature begleitet drei Mütter und ihre Kinder, die den Angriff miterlebt haben - sowie eine Krankenschwester, die schwer verletzt wurde, und eine Filmemacherin, die sofort zur Hilfe geeilt ist. Ein Raketenangriff auf das wichtigste Kinderkrankenhaus im Land - was macht so ein Angriff mit einer Gesellschaft, die ohnehin im Ausnahmezustand ist? Und was sagt es über diesen Krieg aus, wenn selbst dieser Ort angegriffen wird - ein Ort, an dem die Verletzlichsten der ukrainischen Gesellschaft Schutz suchen?
54 Minuten
Vor 100 Jahren, am 28.April 1926 wurde die Schriftstellerin Harper Lee geboren. Bekannt und berühmt wurde sie mit ihrem Roman "Wer die Nachtigall stört". In ihrer Kindheit lebte sie in Monroeville in Alabama, Haus an Haus mit Truman Capote, mit dem sie seit Kindheitstagen befreundet war. Vor allem Capote, klein, exzentrisch, mit heller Stimme, war ein Außenseiter in Monroeville. Doch auch Harper Lee passte nicht richtig in die ländliche Gemeinde: Am liebsten las sie - oder schrieb mit Capote Geschichten auf einer Schreibmaschine, die ihr Vater gekauft hatte, ein bekannter Anwalt der Gegend. Als Jugendlicher zog Capote mit seiner Mutter und seinem Stiefvater nach New York. Lee folgte ihm nach Abbruch ihres Studiums, schrieb in der Stadt ihren Weltbestseller "Wer die Nachtigall stört", in dem auch Capote als Figur auftaucht. Und als Capote mit "Kaltblütig" das Genre des Tatsachenromans begründete, gelang ihm das nur, weil Lee ihn bei der Recherche in Kansas unterstützt hatte. Später zerbrach ihre Freundschaft. In ihren vielverkauften Romanen erzählen Capote und Lee von ihrer Freundschaft und vom Leben im amerikanischen Süden, von Rassismus und Ungerechtigkeit - Themen, die bis heute aktuell sind. Die Autoren Marc Bädorf und Konstantin Schönfelder haben sich in Alabama auf die Spurensuche der beiden Schriftsteller begeben.
53 Minuten
Wie schöpft man Kraft, wenn die Welt zu zerbrechen und die eigene Wirkkraft zu schwinden scheint? Drei Menschen um die 90 blicken auf ihr langes Leben zurück. Gabriele war als "Ledigenkind" einer an Krebs erkrankten Mutter in den Kriegswirren Nazideutschlands mehr oder weniger auf sich allein gestellt und quälenden Schikanen ausgesetzt. Auch Hubert ist kurz vor dem Zweiten Weltkrieg geboren, erlebte die Kriegsjahre aber durch die liebevolle Unterstützung seiner Eltern vergleichsweise behütet. Er hatte den schwersten Schicksalsschlag seines Lebens viele Jahre später zu überstehen, als seine eigene Tochter im Alter von zwei Jahren überfahren wurde. Johanna wuchs in Rumänien als Angehörige der Minderheit der Siebenbürger Sachsen auf. Als sie sich der Zwangsevakuierung des kommunistischen Regimes widersetzte, um ihren Verlobten in Bukarest zu besuchen, wurde sie von der Securitate verhaftet und musste ihr erstes Kind im Gefängnis zur Welt bringen. Mit einer berührenden Offenheit, aber auch voller Humor und Wärme berichten alle drei, wie es ihnen gelungen ist, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten und trotz aller Hindernisse und Niederlagen immer wieder aufzustehen. Das Feature "Woher die Kraft kam" verknüpft die Lebensgeschichten von Gabriele, Hubert und Johanna in Form einer künstlerischen Collage aus Stimmen, Klängen und Musikkompositionen von Ina Werse-Wiskott. In einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft in einem gefühlten permanenten Krisenmodus befindet, spendet es Hoffnung, Menschlichkeit, Mut und Zuversicht. hr 2026
53 Minuten
Liebe im Alter? Warum nicht! Anders als in früheren Zeiten stößt der Wunsch nach Zweisamkeit und Nähe an keine bestimmte Altersgrenze mehr. Nicht nur die Lebensentwürfe haben sich gewandelt, vergrößert hat sich auch die Lebensspanne, die Männer und Frauen nach Familie und Beruf noch vor sich haben und gestalten können. Der Wunsch nach einer späten Liebe ist vielfach da, dennoch fällt es im Alter schwerer als in jungen Jahren, jemanden zu finden und sich für eine neue Liebe zu öffnen. Liegen Zweisamkeit und Nähe lange zurück, scheuen sich manche, es noch einmal zu versuchen. Oder es fehlt der Mut, sich nach Enttäuschungen oder Verletzungen noch einmal auf einen anderen Menschen einzulassen. Und was werden die eigenen Kinder zu einer neuen Liebesbeziehung sagen? Dennoch bietet die späte Liebe nach Familien- und Berufsleben eine ganz eigene Erfüllung - eine Zeit bedachtsamen Für- und Miteinanderseins in dem Wissen um die Kostbarkeit eines solch späten Glücks zu zweit. In diesem Feature erzählen Paare von ihren Erfahrungen.
54 Minuten
Friedrich von Hardenberg, der sich "Novalis " nannte, gilt noch immer als geheimnisvolle Dichterpersönlichkeit der Frühromantik. Obwohl er nur 28 Jahre alt wurde, beeinflusste er mit seinem Werk eine ganze Generation von Schriftstellern und Dichtern: eine Jugendbewegung, die mit Philosophie und Wissenschaft und mit einer "progressiven Universalpoesie" die Welt verbessern wollte. Man begann, Natur als einen komplexen Organismus zu verstehen, mit ganzheitlichem Denken Grenzen zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen aufzuheben, Bildung und das Ich neu zu definieren. Der frühe Tod seiner Verlobten Sophie von Kühn und die eigene Krankheit haben Novalis immer wieder mit der Endlichkeit des Diesseits konfrontiert. Die Bedeutung seiner Erkenntnisse und Einsichten liegt in ihrer oft schonungslosen Authentizität. Wir wiederholen das Feature anlässlich des 225. Todestages des Dichters am 25. März 1801.
53 Minuten
Norwegen sieht sich als Vorreiter beim Umwelt- und Klimaschutz. Das Land besaß das erste Umweltministerium weltweit, es hat schon sehr früh eine CO2-Steuer eingeführt, der Gro Harlem Brundtlandreport prägte den Begriff der nachhaltigen Entwicklung und Norwegens Stromproduktion ist zu fast 99% klimaneutral. Das ist eine sichere Basis für die Pariser Klimaziele, wenn es nicht den fossilen Exportsektor mit seiner CO2-intensiven Öl- und Gasproduktion gäbe. Auch der soll nun klimaneutral werden. Der Strom für die Förderung, der bisher durch Gasturbinen auf den Plattformen selbst erzeugt wird, soll jetzt von Wasser- und Windkraft kommen. Doch die Norweger „vergessen“ die Emissionen, die beim Verbrauch von Öl und Gas bei den Endkunden im Ausland entstehen. Wie klimafreundlich ist das Land also wirklich? Das erkunden Martin Zähringer und Jane Tversted.