Wiener Börse Podcast Archiv
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Trotz Corona konnte die UBM Development AG in H1 das zweitstärkste Halbjahr in der fast 150-jährigen Geschichte des Unternehmens abliefern. Das Unternehmen erzielte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 einen Umsatz von 147,3 Millionen Euro (plus 85,1%), ein Ergebnis vor Steuern von 35,7 Millionen (minus 18,6%) und einen Überschuss von 27,5 Millionen Euro (plus 3,6%). Thomas G. Winkler: "Wir sind eigentlich Anfang des Jahres von einer Coronadelle ausgegangen ... heute können wir verkünden, diese Delle wird es überhaupt nicht geben. Es ist uns gelungen mehrere Projekte vor Baubeginn zu verkaufen." Die UBM erwartet eine steigende Nachfrage ihrer Leistungen für die Zukunft. Die Aktie steht momentan stabil bei 42 Euro und auch die Dividende soll 2,20 Euro konstant gehalten werden. „Was für die UMB sehr stark spricht ist, dass wir auch durch die Krise hindurch einer der verlässlichsten Dividendenzahler.“
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Und noch eine gute Nachricht hat CEO Andreas Brandstetter für die Anleger: Spätestens 2022 liegt die Dividende wieder über dem Niveau von vor der Corona Krise, so der Plan. Gute Zahlen, und das trotz etlicher Großschäden. "Hagel und Sturm haben uns stärker getroffen als im Schnitt der Jahre vorher. Rückenwind kam aber aus dem Geschäft mit der KFZ Versicherung." Deutliche Steigerung auch beim Finanzergebnis vor allem mit Aktien und Anleihen. "Da ist kein Zaubertrank und Geheimrezept dabei." Das Strategieprogramm Uniqa 3.0 trägt erste Früchte. "Nicht überinterpretieren. Es ist ein erster Etappensieg." Interessant: Die Tochter Uniqa Venture sorgt auch für einen Innovationsschub im Unternehmen selber.
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Die Luftfahrtindustrie wurde von der Corona-Seuche nicht nur als erste getroffen, sondern auch am stärksten und am längsten. Quasi von einem Tag auf den anderen wurde fast die Geschäftsgrundlage entzogen. Reisen nahezu unmöglich. Die Passagiere blieben weg. Die Flugzeuge auch. Am Flughafen Wien hat man in guten Zeiten 32 Mio. Passagiere abgefertigt, in diesem Jahr rechnet VIE mit 12-13 Mio. Passagieren. Also 1 Mio. im Monat. Die würde CFO Günther Ofner am liebsten alle persönlich mit Handschlag begrüßen. "Die Juli-Passagierzahlen sind ein Silberstreif am Horizont. Die Reiselust ist ungebrochen." Ihn ärgert der "Flickenteppich" der Corona-Maßnahmen in Europa. Das macht Geschäftsreise beinahe unmöglich. Die Zahlen zum ersten Halbjahr 2021: Umsatz 129 Mio. nochmal ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Ergebnis vor Steuern -46 Mio., EPS -37 Cent. Trotzdem rechnet Ofner mit einem bessern zweiten Halbjahr. "Die Pandemie sollte ihren Schrecken verloren haben. Wir schauen zuversichtlich nach vorne."
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Der Umsatz in H1/2021 für die Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG: 130 Mio. Euro (184 Mio. Euro. 2020). SBO dennoch in der Gewinnzone: Das Ergebnis nach Steuern liegt bei 18. Mio. Euro. Das Öl der Zukunft aber heißt Wasserstoff. Welche Rolle spielt bei diesem Wandel eigentlich die Schoeller-Bleckmann AG? "Wir stellen uns strategisch darauf ein. Man darf aber nicht vergessen, dass diese Projekte noch viele Jahre benötigen, um umgesetzt werden zu können." Gleichwohl verfolge das Unternehmen Ziele außerhalb der Geschäftsfelder mit Öl und Gas. So läuft mit Shell eine Kooperation in Sachen "Geothermalbohrung". Umsatzmäßig könnten diese Geschäftsfelder aber noch nicht mithalten, "doch ich gehe davon, dass das über die Zeit wachsen wird". Grohmann weiter: "Q3/2020 war der Tiefpunkt dieser pandemiegetriebenen Krise. Wir haben uns seither von Quartal zu Quartal erholt. Ich gehe davon aus, dass dieses Wachstum sich fortsetzt." Für 2022 erwarte Grohmann eine neue Dynamik, "weil die Fundamentaldaten für unsere Industrie sprechen".
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Nach einem schwierigen Jahr kommt von FACC die gute Nachricht: FACC ist nach den ersten 6 Monaten 2021 zurück in der Gewinnzone. Ebit knapp 3 Mio, Umsatz +20 %. CEO Robert Machtlinger: "Wir haben uns den veränderten Marktanforderungen angepasst und werden in diesem Jahr den Turnaround schaffen." In den USA ist der nationale Flugverkehr schon wieder bei 85 %. "Bis der internationale Verkehr wieder da ist, wo er vor Covid war, wird es noch länger dauern." Versorgungsprobleme hat FACC nicht. "Wir haben unsere Supply Chain stabilisiert und können deswegen das Materiallager wieder herunterfahren." Neben dem neuen Standbein "Urban Air Mobility" folgt jetzt auch der Einstieg ins Raumfahrtgeschäft.
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Die ersten Halbjahreszahlen 2021 bei der Vienna Insurance Group AG: 251 Mio. Euro vor Steuer, plus 25 %. Prämiensteigerung um 3,5 %, die Combined Ratio geht zurück auf 95,2 %. In welcher Region war die Vienna Insurance Group AG besonders flexibel? "Die Bedürfnisse unserer Kunden sind von Land zu Land unterschiedlich. Wir haben ein lokales Management", so Prof. Elisabeth Stadler, CEO bei der Vienna Insurance Group AG, "unser erfolgreichstes Beispiel ist unsere Direktversicherung in Polen. Die polnische Bevölkerung ist sehr digital-affin. Fast 80 % der Autoversicherungen wurden dort während der Pandemie über eine digitale Direktlösung abgeschlossen." Wie kommt es zur Prämiensteigerung um 3,5 %? "Zum einen haben wir mehr Kunden, mehr Prämien und entsprechende Prämienanpassungen, die der Inflation folgen. Das starke Wachstum zeigt, wie resilient unsere Versicherungsgruppe ist." Für Schäden ausgegeben haben Sie 3,6 Mrd. Euro. Knapp ein Prozent mehr als zuletzt. "Wenn die Prämien steigen, wächst das Geschäft und damit steigen auch die Schäden. Wir hatten in diesem Jahr viele Extremereignisse." Aber auch die eingeschränkte Mobilität während der Pandemie wirke sich auf die Zahlen aus. "Wir haben weniger Schäden in der Autoversicherung gesehen." Zugenommen haben Unwetterschäden. "Wir erwarten, dass die Schadenhäufigkeit in diesem Bereich steigt. Daher ist es auch wichtig, dass wir eine sehr umsichtige Reservierungspolitik fahren. Versicherungsunternehmen sind grundsätzlich konservativ. Wir wissen ja nicht, was sich im zweiten Halbjahr noch an Unwetterschäden zeigt."
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"Sensationelle Ergebnisse im ersten Halbjahr" schreiben die Analysten von Raiffeisen Research über die Zwischenbilanz von Frequentis. Wikipedia schreibt: Einer der größten "Hidden Champions" in Österreich. Norbert Haslacher der CEO sagt: "Wir wollen gerne das "Hidden" loswerden - den "Champion" wollen wir behalten". Es ist ein Nischenmarkt in dem sich Frequentis bewegt. Das allerdings sehr sicher und selbstbewusst. "Schon zum Börsengang 2019 haben wir den Investoren gesagt, dass wir eine ganz klare M&A Strategie haben." Die jüngste Übernahme von L3Harris Technologies konnte nach einem Jahr Vorbereitung und Verhandlung letztendlich in knapp fünf Monaten abgewickelt werden. Und weitere werden folgen. "Opportunitäten kommen rasch. Dann müssen wir schnell reagieren." Die Eckdaten zum 1 HJ 2021: Umsatz +9,4 % auf 145 Mio., erstmalig positives Ergebnis 5,4 Mio. "Wir haben ein kontinuierliches und langfristig angelegtes Geschäft mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 8-10 % pro Jahr."
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Der Anbieter von Feuerwehrfahrzeugen Rosenbauer konnte den Gewinn im 1. Halbjahr 2020 steigern: Gewinn steht mit 5,5 Mio. Euro viel mehr als die 2,2 Mio. aus dem Vorjahr. Geholfen hat ein Sondereffekt aus COVID-19 Liquiditätshilfen, dagegen wirken aber Lieferkettenprobleme und Materialengpässe. CFO Sebastian Wolf: "Wir tun alles, um den Materialengpässen entgegenzuwirken." Wirken die Katastrophen rund um die Welt, große Brände wie in der Mittelmeerregion oder Fluten in Mitteleuropa? "Das Material verschleißt dann schneller, so können wir im Servicebereich einen Beitrag leisten." Prognose: stabiler Umsatz und eine EBIT-Marge im Bereich von 5 %.
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Wachstumsmeldung bei der Banktochter bank99 der österreichischen Post: Die bank99 übernimmt das Privatkundengeschäft der ING Österreich. IR Manager Harald Hagenauer: "Es geht um ein Cash-Involvement von 100 Millionen Euro. Es wird auch damit eine Bilanzsumme von 1,7 Mrd. Euro übernommen. Wir wollen mit der bank99 in 3 Jahren die Break-even-Schwelle erreichen." - "Die Logistik-Tochter in der Türkei, ARAS Kargo ist vom Volumen und den Paketmengen größer als die österreichische Post. Es ist ein Unternehmen mit 6.000 Mitarbeitern. In Österreich hatten wir letztes Jahr 170 Millionen Pakete, in der Türkei werden wir heuer auf 240 Millionen Pakete zusteuern." Das Paketvolumen Österreich stieg im 1. Halbjahr 2021 um +20 %, in der Türkei um +24 %, und im CEE-Raum um +21 %. Klima-Notstand. Was sind die Nachhaltigkeitsziele?: "Wir wollen über 2 Stufen einen Weg weiter gehen. Die erste Etappe ist der Zeitraum von 2020 bis 2030 wo wir die gesamte Flotte an Zustellfahrzeugen elektrisch haben wollen. Für die Wasserstoff-Lkws wird das bis 2040 dauern."
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Der Konzernumsatz im HJ1 2021 liegt bei 292 Mio. deutlich über Vorjahr. Das operative Ergebnis bei 10,1 Mio. (HJ1 2020: –7,0 Mio. Euro). Unterm Strich bleiben 6,8 Mio. (HJ1 2020: –8,9 Mio.). Kunden haben zum Teil nennenswerte Abrufe gekürzt. Das konnten die anderen Bereiche nicht auffangen. CFO Peter Haideneck: "Die Verknappung bei Elektronik Chips setzt der Branche zu. Trotzdem ist das ein achtbares Ergebnis. Die Versorgung wird nach dem Sommer besser sein. Die Preise bleiben aber hoch." Die Ergebnisprognose hat Polytec nach unten angepasst und erwartet jetzt ein EBIT von etwa 30 Mio. Euro (35 Mio.). Allerdings hat der Finanzvorstand noch zwei Asse im Ärmel...
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Das Baustoffunternehmen Wienerberger AG mit Rekorden. Umsatzplus 14 %, also 1,8 Mrd. Euro. Gibt es etwa einen Bauboom? Heimo Scheuch: "Ich würde gar nicht mal von einem Boom sprechen. Unser Plus kommt daher, dass wir sehr konsequent in innovative Lösungen und Produkte investieren." Das Unternehmen wird in Zukunft nicht nur Ziegeln für Haushüllen, Wände und Dächer produzieren. Nachhaltigkeit und CO2-neutrale Produktion sind auch im österreichischen Unternehmen Trumpf. Vom Regen- bis zum intelligenten Wassermanagement rund ums Haus. Ist es nun an der Zeit für ein neues Branding? "Der Tonbaustoff wird auch in Zukunft ein wesentlicher Bestandteil unseres Unternehmens bleiben. Unser Auftrag im energetischen Bereich wird sein, dass der Neubau und auch die Sanierung nachhaltig und effizient erfolgen." Aufhorchen lässt das höchste EBITDA LFL aus der Unternehmensgeschichte: 308 Mio. Euro, also plus 21 %. Welche Akquisitionen wurden in Q2/2021 noch getätigt? "Man sieht, dass wir sehr organisch wachsen. Wir haben FloPlast und Floor Basics übernommen. Das sind zwei Beispiele für zusätzliches Wachstum."
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Weniger Strom, dafür höherer CO2-Preis im 2. Quartal 2021. Das Konzernergebnis der Verbund stieg um 4,5 % auf über 324 Mio. Euro. Mit in den Zahlen dabei war zum ersten Mal die übernommene Gas Connect Austria (GCA). Michael Strugl CEO: "Wir haben uns den Kauf der Connect Austria GmbH gut überlegt. Die Connect hat eine strategische Infrastruktur. Wenn es darum geht und wir diese Energiewende umsetzen, dazu brauchen wir die Koppelung von Strom- und Gas-Infrastruktur um Flexiblilitäten zu schaffen. Wir haben damit auch die Perspektive für eine Wasserstoffinfrastruktur. Das Konzernergebnis wird sich durch die Connect um die 20 Mio. Euro erhöhen." Weitere Themen: Sind die CO2-Ziele in den nächsten 9 Jahren erreichbar? Und die eigene PV-Anlage von Verbund für Ihr Dach wird der Kunden dann zum Stromlieferant für Verbund?
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Wäre es derzeit nicht spannender, Olympia zu schauen, als auf die Börse? Alois Wögerbauer: "Börse ist immer spannend. Derzeit aber eher ruhig. Das ruhige Börsenumfeld wird uns noch bis in den Frühherbst begleiten" Wögerbauer lobt die ausgezeichnete Earnings Season der Unternehmen, stellt aber auch die Frage, ob die Unternehmen die Margen verteidigen können gegen hohe Rohstoffpreise und Lohndruck. Ein weiterer Lockdown sollte nicht kommen. Dann würden die Märkte ihre Gelassenheit ablegen. Zumindest für ein paar Wochen. Als echten Prüfstein entwickelt sich die Situation in China. "China wird uns noch mehr beschäftigen als uns lieb ist. Wir sehen das kritisch und es ist noch nicht vorbei." Momentan ist Wögerbauer eher neutral aufgestellt. Wichtige Botschaft: "Nicht so weit aus dem Fenster lehnen!"
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Gute Zahlen zum Halbjahr und eine grüne Lenzing mit Platinstatus. EBITDA auf 218 Mio. mehr als verdoppelt, Umsatz ebenfalls deutlich gesteigert auf 1,03 Mrd., Cashflow fast 200 Mio. Euro. Die Erholung bei den Faserpreisen schlägt voll durch. Doch für Lenzing ist die Corona-Krise nicht abgehakt. CEO Stefan Doboczky: "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir profitieren von einem Markt, der sich erholt hat und von unseren Maßnahmen zur Effizienzsteigerung. Das hat beides zu Buche geschlagen." Lenzing hat den unteren Rand der Prognosespanne angehoben auf 360 Mio. Euro. "Wir müssen erstmal durch das Jahr hindurchgehen und dann werden wir uns mit dem Thema Dividende sehr ernsthaft auseinandersetzen. Außerdem haben wir in den vergangenen drei Jahren 2 Mrd. Euro in Wachstum investiert." Und auch in das Thema Nachhaltigkeit. Dafür gab es jetzt die höchste Auszeichnung von EcoVadis. Platinstatus. "EcoVadis ist eine der renommiertesten Nachhaltigkeits Ratingagenturen der Welt."
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Chipmangel in der Industrie: ist das gut für den Leiterplattenhersteller AT&S? CEO Andreas Gerstenmayer: "Da muss man auch ein bissen unterscheiden. Es gibt ja unterschiedliche Komponenten die dann auch unterschiedliche Chips benötigen. Zum Beispiel bei den Mikroprozessoren: dort muss man zur Kenntnis nehmen, dass es Chips genug gibt. Aber Gott sei Dank nicht genug Substrate, das ist ja der große Treiber für unser Geschäft, wo wir sehen, dass es die nächsten Jahre massives Wachstumspotenzial für unsere Komponenten gibt. Hier investieren wir auch sehr viel". Zum Q1 2021/2022 kommentierte Raiffeisen Research: "AT&S: Umsatzrekord in Q1, aber noch durchwachsene Rentabilität!" Der Umsatz steigt um 28 % auf fast 318 Mio. Euro (VJ: 247,9 Mio.). Das Konzernergebnis erhöhte sich vor allem aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses von -7,9 Mio. Euro um 2,6 Mio. auf -5,3 Mio. Euro. Das bereinigte EBITDA lag mit 50,8 Mio. Euro um 24 % über dem Vorjahr. Es wird sehr viel investiert.