Wiener Börse Podcast Archiv
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8 Minuten
Das Halbjahreskonzernergebnis beim Kranhersteller Palfinger 2021 übertrifft jetzt schon das Konzernergebnis des Rekordhalbjahres 2019 deutlich. Und das trotz einer Betriebsunterbrechung von zwei Wochen durch einen Hackerangriff im Januar 2021. Palfinger also auf Rekordkurs mit einem Umsatzplus von 21 %. Der Gewinn als EBIT steigt um rund 138 % auf 92 Mio. Euro. CFO Felix Stohbilcher: "Wir profitieren von dem Rückenwind aus der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere die Bauindustrie hat bereits im 2. Halbjahr 2020 begonnen anzuziehen. Das ist für uns ein wesentlicher Treiber und somit war auch schon im 3. und 4. Quartal 2020 ein Hochlaufen spürbar. So hatten wir sehr, sehr gute Auftragseingänge und die haben sich in den ersten Monaten dieses Jahres nochmals deutlich gesteigert, sodass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur einen guten Umsatz und Ergebnis für das 1. Halbjahr 2021 zeigen können. Sondern insbesondere auch mit einem historischen Auftragsbestand in das 2. Halbjahr starten und mittlerweile auch Aufträge hereinnehmen die dann im Jahr 2022 abgearbeitet werden."
17 Minuten
Die OMV befindet sich mitten in der Transformation weg vom klassischen Ölkonzern, hin zu mehr Chemie. Durch den Kauf der Borealis wurde das vorangetrieben, das neue Segment Chemie & Materials macht schon mehr als 50 % des Geschäfts aus. Doch auch Öl und Gas läuft gut, da die Preise dort deutlich angezogen haben. Vorstand Rainer Seele verabschiedet sich somit mit Rekorden: das bereinigte Ergebnis vor Sondereffekte ist im Halbjahr 2021 um 157 % gestiegen auf 2,17 Mrd. Euro. "Das ist nicht alles nur Borealis und die Preissteigerungen haben nicht nur bei Öl und Gas stattgefunden. Wir sehen eine sehr starke Konjunktur, insbesondere bei der Chemie." Nun soll die Transformation unter Alfred Stern fortgeführt werden. Wichtig ist dabei aber die Finanzierung. CFO Reinhard Florey betont im Interview, dass die OMV weiterhin verlässlicher Dividendenzahler bleiben will. "Die Dividendenpolitik hat eine sehr hohe Priorität bei unserer Mittelverwendung." Die Zukunft könnte im Recycling von Plastik und der Umwandlung in synthetisches Rohöl liegen. Das Pilotprojekt läuft so gut, dass es deutlich ausgeweitet wird.
11 Minuten
Die Cleen Energy AG hat nach Verschiebungen nun die Jahreszahlen 2020 veröffentlicht: Ein Plus bei der Betriebsleistung von 84 % auf 6,2 Mio. Euro. Die Nachfrage nach den Produkten ist aber auch enorm: Photovoltaik, LED-Beleuchtung, Stromspeicher, Elektromobilität & dezentrale Stromnetze. Und das auch mit Leasing und Contracting Modellen. CEO Lukas Scherzenlehner: "Die Nachfrage ist wirklich gewaltig!" Im ersten Halbjahr 2021 hat sich die Betriebsleitung somit vervierfacht. Für das Gesamtjahr 2021 soll mindestens eine Verdoppelung stehen. "Wir haben 2021 sehr große Pläne." 2020 war das EBITDA allerdings noch negativ: EBITDA -0,56 Mio. "Wir planen 2021 definitiv mit einem positiven EBITDA."
15 Minuten
Der SAM Softwarehersteller, VOQUZ Labs listet ab heute an der Wiener Börse. Im Interview stellen der Aufsichtsratsvorsitzende und Hauptaktionär Helmut Fleischmann und CEO Martin Kögel die Firma vor: wie ist das Geschäftsmodell, was ist der Markt und wer sind die Kunden? Wie sollen die Pläne erreicht werden, den Umsatz in vier Jahren mehr als zu verdreifachen? Das EBIT soll in der Zeit von 0,4 Mio. auf 3,6 Mio. Euro gesteigert werden. Da sind die Chancen, die das Börsenlisting bringt noch gar nicht mit eingerechnet. Worauf können sich potenzielle Aktionäre einstellen?
17 Minuten
Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana konnte in Q1 den Umsatz steigern: +8,2 % auf 705,8 Mio. Euro. Der Gewinn dagegen geht deutlich zurück: das EBIT ist mit 20,9 Mio. Euro fast 35 % weniger. Beim Konzernergebnis sind es fast 38 % weniger mit 12,1 Mio. Euro. Grund sind vor allem Effekte aus dem Vorjahr: hohe Kosten auf Rohstoffseite und Coronafolgen. Das soll sich in der zweiten Jahreshälfte aber legen, sodass die Prognose bestätigt wurde: das EBIT soll deutlich über dem Vorjahreswert von 78,7 Mio. Euro. Der neue CEO Markus Mühleisen ist optimistisch: "Wir sehen durch die Öffnungen und die Entwicklungen auf der Rohstoffkostenseite, dass es ungefähr so läuft, wie wir erwartet haben. Man muss aber immer dazu sagen: auch dieses Jahr wird von Corona stark geprägt sein." Im Interview erklärt der neue Vorstandsvorsitzende außerdem, wie sein Fußabdruck aussehen soll, warum er sich verstärkt um den Zuckerbereich kümmert und wie er die Zukunft sieht.
13 Minuten
Helge Rechberger von Raiffeisen Research: "Starke Fundamentaldaten überwiegen die Inflationsängste. Nach der überaus schwachen Konjunktur Ende 2019 / Anfang 2020 ist eine überaus starke Konjunktur, wie wir sie jetzt erleben, durchaus im Rahmen. Ein starkes Wachstum ist für von der Pandemie stark betroffene Länder naturgemäß erwarten. Energie- und Tourismuswerte sind stärker gefragt. Die starke Gewinndynamik wird sich in nächster Zeit wieder normalisieren".
12 Minuten
Leuchtenhersteller Zumtobel konnte im Jahr 2020/21 den besten Gewinn seit dem Jahr 2010/11 erzielen: 45,6 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es noch 14,5 Mio. Grund war unter anderem ein Steuereffekt, aber auch operative Effekte konnten helfen. So wurden die Effekte aus dem Umsatzrückgang (-7,7 % auf 1,04 Mrd. Euro) gut aufgefangen durch Kurzarbeit, außerdem konnten die Margen gesteigert werden. Nun sollen 20 Cent Dividende je Aktie ausgeschüttet werden. Die Auftragsbücher sind voll, allerdings steigen die Rohstoffpreise und es gibt Lieferprobleme bei einigen Komponenten. Diese steigenden Kosten sollen weitergegeben werden. CFO Thomas Tschol: "Wir gehen davon aus, dass wir diesen Effekt mit Preiserhöhungen auffangen können". Prognose 2021/22: 5 bis 7 % Umsatzwachstum sind für das neue Geschäftsjahr 2021/22 geplant und eine EBIT-Marge von 4 bis 5 %.
12 Minuten
Die Österreichische Nationalbank vermeldet, dass sie steigende systemische Risiken auf dem Immobilienmarkt sieht, die Kontrollbank spricht gar von einer Überhitzung. Sind das bereits Warnsignale für den Gesamtmarkt? Gregor Rosinger: "Das sind Anleger, die mit Unternehmensbeteiligungen und von Aktien wenig Erfahrung haben. Für die sind Immobilien eine Verlegenheitslösung. Das funktioniert. Solange die Zinsen niedrig sind. Es ist in letzter Zeit immer mehr gehebelt worden mit wenig Eigenkapital." Auch die Pandemie sieht Rosinger keinesfalls überwunden und warnt vor der Delta- und der Kappa-Variante. Dennoch sieht er ein gutes Umfeld für Börsengänge. Gerade ist er dabei, das Softwareunternehmen VOQUZ Labs an die Börse zu begleiten.
14 Minuten
Die Börsen sind bereits gut gelaufen, manch einer warnt davor, dass es zu weit gegangen sein könnte. Die Konjunktur wird jetzt wicht, denn die Börsenkurse müssen nun fundamental bestätigt werden. Alois Wögerbauer: "Das, was eingepreist ist, ist bisher auch eingetreten." Welche Konjunkturdaten sind jetzt besonders wichtig? "Das kann man so nicht sagen, man muss das große Bild im Auge behalten." Droht denn eine Korrektur? "Wir haben eine Plus-Minus-Liste und auf der Plus-Seite steht auch verdammt viel."
17 Minuten
Die Immobilienbranche galt vor Corona als sicheres Geschäft, die Pandemie hat aber gezeigt, dass selbst diese Branche nicht verschont geblieben ist. Einige Unternehmen haben sich komplett gewandelt, wie die UBM. Andere verändern sich durch Übernahmen, wie Vonovia und Deutsche Wohnen oder Immofinanz und S Immo. Und auch Preissteigerungen und Inflation sind seit einigen Wochen Dauerthema. Wie schätzt Immobilien-Analyst Stefan Scharff von SRC Research die Lage der Branche ein Mitte 2021? Im Fokus: CA Immo, DIC Asset, UBM, Accentro und das Immofinanz S Immo Übernahmeangebot.
14 Minuten
"75 % konservative Aktien und 25 % Rohstoffe, so sieht das solide Depot derzeit aus," sagt Fondsberater Herbert Schmarl. Aktien sind vergleichsweise spottbillig, selbst in den teuren USA. Die Inflation wird unterschätzt und wird nicht nur ein vorübergehendes Phänomen sein. Wie lange wird die Hausse am Aktienmarkt noch laufen? "Solange die Zinsen bei null sind, und ich sehe nicht, dass die Notenbanken mit ihren jüngsten Äußerungen von ihrer bisherigen Linie abweichen." Auch der Gesundheitssektor ist derzeit günstig bewertet.
19 Minuten
Dr. Wolfgang Habermeyer: "Inflation: Nur temporärer Effekt, Zinsen und Renditen werden ansteigen, nach 12 oder 24 Monate können wir von einer Entspannung ausgehen." China: "Die Geschäftsmodelle sind intakt, die Bewertungen günstig, eher investieren und weniger abwarten." Rohstoff-Superzyklus: "Wir sind noch sehr weit entfernt von den Bewertungshöhen, wir haben alle Ingredienzien für einen Superzyklus, rate Rohstoffe mit aufzunehmen, aber Rohstoff ist Rohstoff, keine Aktie!" Bitcoin: "Ich kann nicht raten in Kryptowährungen zu investieren. Es ist irreführend, von einer Währung zu sprechen." Was sollte man mit Techaktien machen? "Ich würde investiert bleiben!" Was sind die größten Risiken 2021?
18 Minuten
Die Aktienmärkte sind gut gelaufen und zwar für eine lange Zeit. Kann man da überhaupt noch nach günstigen Aktien fragen? Wolfgang Matejka: "Da treffen sich die alten Sprichwörter: Pain Trades, Trend is your friend und never fight anybody. Solange die Notenbanken nicht widersprechen, solange bleibt die Fantasie finanziert." Kann man da überhaupt noch nach günstigen Aktien suchen? Wolfgang Matejka gibt Einblick in seine Kriterien und Überlegungen und spricht über die Finanzbranche, Übernahmen (Immofinanz und S Immo) und Aktien rund um das Thema Klima, CO2 und Energiewende.
19 Minuten
Der Öl- und Erdgaskonzern Shell muss seine Kohlendioxidemissionen drastisch reduzieren. Das Urteil gegen Shell hat Vorbildwirkung. Hat das Urteil Auswirkungen auf das Geschäft von Wolftank-Adisa Holding AG? CEO Dr.-Ing. Peter Werth: "Die Kapitalerhöhung benötigen wir als Kriegskasse für den Ausbau der neuen Infrastruktur für die Wasserstoff-Tankstellen. Wir benötigen in den nächsten 10 Jahren rund 15.000 Wasserstoff-Tankstellen. Es werden aber auch noch 1.000 Tankstellen für LNG geraucht, für flüssiges Biomethan. Jeder fünfte Fernlastzug ist bereits ein LNG- Fahrzeug. Und die müssen tanken. Es gibt Stand jetzt in ganz Europa 400 LNG-Tankstellen. Für diesen Wechsel der Energieträger für den Bau von Wasserstoff-Tankstellen, für die Vorfinanzierung wird die Kapitalerhöhung verwendet. - Wir kennen jede Tankstelle zwischen Südeuropa und Nordeuropa. Wir haben prallgefüllte Auftragsbücher wie noch nie!"
15 Minuten
Die Immofinanz setzt auf Einzelhandels- und Büroimmobilien, ein Geschäft, das von der Coronapandemie getroffen wurde. Q1 2021 liegt dennoch deutlich über dem Vergleichsquartal des Vorjahres: Nettogewinn von 123,1 Mio. Euro, vor einem Jahr waren es noch 37,6 Mio. Euro Verlust. Dazu beigetragen hat unter anderem die Wertsteigerung der S Immo Beteiligung. Davon hätte die Immofinanz gerne mehr, deshalb wurde ein Übernahmeangebot eingereicht. Immofinanz CEO Stefan Schönauer: "Das ist ein sehr sehr gutes Angebot!" Wie sind die Wachstumspläne, wie gut ist die Immofinanz finanziell aufgestellt und was ist der Plan B, falls das Übernahmeangebot scheitert?