Kulturstiftung der Länder Archiv
84 Episoden
25 Minuten
Die Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden zeigt vom 19. September 2026 bis 10. Januar 2027 die Ausstellung „Correggio. Berührend menschlich“. Der aus der Nähe von Parma stammende Künstler zählte über Jahrhunderte zu den berühmtesten Malern Italiens, ist heute jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten. Die von der Kulturstiftung der Länder geförderte Ausstellung widmet sich seinem Werk erstmals außerhalb Italiens. Antonio Allegri da Correggio, wie er eigentlich heißt, gilt als wichtiger, auch einflussreicher Vorläufer des Barock. Seine revolutionäre, illusionistische Kuppeldekoration im Dom von Parma beeinflusste stark die spätere Freskomalerei, sein meisterhafter Einsatz von Licht und Schatten (Chiaroscuro) inspirierte zahlreiche Maler wie Giovanni Battista Tiepolo, Rembrandt oder Rubens. Im Gespräch mit Hans-Georg Moek erläutert Dr. Andreas Plackinger, Kurator der Ausstellung, die Hintergründe des Ausstellungsprojekts, Correggios außergewöhnliche Bedeutung für die Kunstgeschichte und die Gründe, weshalb der einst gefeierte Renaissancekünstler heute kaum noch bekannt ist.
21 Minuten
Anlässlich des 300-jährigen Jubiläums zeigen die Schlösser Brühl vom 27. Juni bis 1. November 2026 die Ausstellung „Rokoko under Construction – The Making of Schloss Augustusburg“. Die von der Kulturstiftung der Länder geförderte Ausstellung widmet sich dem Bau von Schloss Augustusburg und den Menschen, die daran beteiligt waren – von den Architekten bis zu den Kunsthandwerkern aus ganz Europa. Benedikt Bauer, Kurator der Ausstellung, spricht im Interview mit Hans-Georg Moek über die Hintergründe der Ausstellung, über die Bedeutung des Brühler Schlossensembles für das Rokoko in Deutschland und die Herausforderungen einer Großbaustelle im 18. Jahrhundert.
23 Minuten
Die Ausstellung „Horizontal. Das Krankenbett und die Welt im Liegen“ ist vom 29. Mai 2026 bis zum 2. Februar 2027 im Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité zu sehen. Neben der kulturhistorischen Betrachtung des Krankenbetts beschäftigt sich die von der Kulturstiftung der Länder geförderte Ausstellung auch mit den Erfahrungen chronisch kranker Menschen. Monika Ankele, Direktorin des Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité und Kuratorin der Ausstellung, spricht im Interview mit Hans-Georg Moek über die Hintergründe der Ausstellung, über die veränderte Wahrnehmung von Welt und Selbst im Liegen, über Protestformen im Liegen, Liegen als Therapie, das Krankenbett als Ort der sozialen Interaktion und gesellschaftlichen Teilhabe oder die medizinhistorische Dimension des Krankenbettes.
25 Minuten
Das Zeppelin Museum in Friedrichshafen beschäftigt sich mit der nostalgischen Verklärung der Zeppelin-Luftfahrt und ihrer Bedeutung in der NS-Zeit. Die Ausstellung „Gefühlte Wahrheiten. Zeppeline und Nationalsozialismus“ ist vom 22. Mai 2026 bis zum 4. April 2027 zu sehen und wird von der Kulturstiftung der Länder gefördert. Tabea Widmann und Felix Banzhaf sind Kurator:innen des Zeppelin Museums Friedrichshafen und sprechen in diesem Podcast über die Hintergründe der Ausstellung.
19 Minuten
Das Brücke-Museum in Berlin zeigt die erste Gesamtbetrachtung der bislang wenig beachteten angewandten Kunst der expressionistischen Künstlergruppe Brücke. Die Ausstellung „Kunst Hand Werk Brücke“ ist vom 6. März bis zum 21. Juni 2026 zu sehen und wird von der Kulturstiftung der Länder gefördert. Lisa Marei Schmidt ist Direktorin des Brücke-Museums und spricht in diesem Podcast über die Hintergründe der Ausstellung.
20 Minuten
In diesem Podcast geht es um die Ausstellung „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“, die vom 27. März bis zum 26. Juni 2026 im Museum Ostwall im Dortmunder U gezeigt wird. Über die Ausstellung spricht Michael Griff, einer der Kuratoren der Ausstellung, mit Hans-Georg Moek. Die Ausstellung zeigt anhand künstlerischer Positionen von den 1960ern bis heute, wie sich Künstlerinnen und Künstler vermeintlich nutzlos gewordene Materialien aneignen und in ihren Werken soziale, ökologische und politische Fragestellungen thematisieren. Ausgangspunkt ist unter anderem die spektakuläre Aktion „Situation Schackstraße“ von H. A. Schult, der 1969 Müll bewusst in den öffentlichen Raum zurückbrachte, um auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen. Die Schau zeigt, wie Künstlerinnen und Künstler Abfall nicht nur als Material nutzen, sondern als Spiegel gesellschaftlicher Prozesse – von Aktionskunst und Fluxus bis zu aktuellen Arbeiten über globale Abfallströme und Umweltfragen. Abb.: Krištof Kintera (*1973), Postnaturalia, 2016-2017, Mixed-Media Installation, Krištof Kintera, Foto: Krištof Kintera
45 Minuten
Mit Prof. Dr. Christoph Bareither, Kulturwissenschaftler von der Universität Tübingen, sprechen wir über die Potenziale von KI für die museale Vermittlungsarbeit und darüber, wie sich Wissen aus Museen und Archiven mithilfe von KI neu präsentieren lässt. Zugleich gehen wir der Frage nach, welche praktischen Herausforderungen und ethischen Spannungsfelder damit verbunden sind. Im Mittelpunkt steht die Überlegung, wie KI kulturelle Teilhabe fördern und den Zugang zu Kultur erleichtern kann.
14 Minuten
Obwohl Tina Blau zu Lebzeiten große Erfolge feierte – mit Ausstellungen von München bis Berlin und Beteiligungen an Weltausstellungen – ist sie heute außerhalb Österreichs kaum bekannt. Warum das so ist und weshalb das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern der Künstlerin dennoch eine umfassende Werkschau widmet – die erste seit über hundert Jahren – darüber spricht die Kuratorin Annette Reich im Gespräch mit Hans-Georg Moek. Im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Tina Blau. Im Freien“, die vom 31. Januar bis zum 25. Mai 2026 zu sehen ist, steht Tina Blaus Hauptwerk „Apriltag im Prater“ (1889), das gemeinsam mit rund 50 internationalen Leihgaben präsentiert wird. Darüber hinaus beleuchtet die Schau ihren künstlerischen Weg zwischen Wien und München, ihre Rolle als Lehrerin an der Damenakademie oder ihren bedeutenden Beitrag zur Landschaftsmalerei am Übergang zur Moderne. Das Gespräch ist eine Episode aus dem Podcast "Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder", in dem die Kulturstiftung der Länder die von ihr geförderten Ausstellungen vorstellt und den Sie auf allen Podcast-Plattformen abonnieren können.
19 Minuten
Das Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen zeigt erstmals weltweit in einer Ausstellung „Mittelalterliche Kunst in Bewegung“. Konkret geht es um die vielseitigen Nutzungen mittelalterlicher Figuren in rituellen Kontexten zwischen 1300 und 1550 sowie ihre Wirkungsmacht auf die Menschen. Dazu gehören Prozessionsfiguren auf Rädern, Skulpturen mit beweglichen Armen und Beinen oder weinende Heiligenstatuen, blutende Kruzifixe und Figuren, die ihre Augen und Münder auf wundersamerweise öffnen und schließen. Solche „handelnden“ Bildwerke spielte im religiösen Alltag des Mittelalters eine bedeutende Rolle. An verschiedenen Festtagen wurden bei effektvollen Inszenierungen biblischer Geschichten meist hölzerne Skulpturen in rituellen Handlungen in Bewegung gesetzt. Von Menschenhand gelenkt, erweckten diese interaktiven Bildwerke den Eindruck lebendig zu sein und entfalteten dabei eine starke spirituelle, emotionale und performative Wirkung auf die Gläubigen. Michael Rief ist der stellvertretende Direktor des Suermond Ludwig Museums und Kurator der Ausstellung "Praymobil. Mittelalterliche Kunst in Bewegung". Das Gespräch ist eine Episode aus dem Podcast "Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder", in dem die Kulturstiftung der Länder die von ihr geförderten Ausstellungen vorstellt und den Sie nicht nur auf YouTube, sondern auf allen Podcast-Plattformen abonnieren können.
17 Minuten
Das Landesmuseum hat die jahrzehnte-währende Zusammenarbeit von Max Slevogt und Bruno Cassirer zum Thema einer Ausstellung gemacht. Slevogt, einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus verdankt seine Karriere zu einem nicht unerheblichen Teil seinem Verleger Bruno Cassirer, der wiederum der wahrscheinlich bedeutendste Verleger der Weimarer Republik war. Im Zentrum der Ausstellung steht Slevogts Werk im Bereich der Illustration und Grafik. In Zusammenarbeit mit Bruno Cassirer, einem der einflussreichsten deutschen Verleger des frühen 20. Jahrhunderts, realisierte er 51 Illustrationsprojekte. In Vorbereitung der Ausstellung wurde der umfangreiche Briefwechsel aus der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer und dem Saarlandmuseum Saarbrücken – Moderne Galerie erstmals wissenschaftlich erschlossen, wie die Kuratorin, Dr. Karoline Feulner im Gespräch mit Hans-Georg Moek erklärt. Auf Basis dieses und weiteren Quellenmaterials thematisiert die Schau die Beziehung dieser beiden bedeutenden Protagonisten der Berliner Kulturszene des frühen 20. Jahrhunderts und ihre Netzwerke. Gezeigt werden auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Arbeiten aus dem grafischen Nachlass Slevogts, die sich in der Sammlung des Landesmuseums Mainz befinden, die darüber hinaus den umfangreichsten Bestand an Werken des Wahlpfälzers verwahrt. 2014 hatte Rheinland-Pfalz mit Förderung der Kulturstiftung der Länder den graphischen Nachlass Max Slevogts erworben, ein Konvolut aus 6.000 Objekten. Das Gespräch ist eine Episode aus dem Podcast "Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder", in dem die Kulturstiftung der Länder die von ihr geförderten Ausstellungen vorstellt und den Sie nicht nur auf YouTube, sondern auf allen Podcast-Plattformen abonnieren können.
17 Minuten
Lovis Corinth gilt als einer der bedeutendsten deutschen Maler des beginnenden 20. Jahrhunderts. Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg hat ihm anlässlich seines 100. Todestages eine Ausstellung gewidmet und zeigt erstmals 12 Skizzenbücher, mit deren Hilfe der Entstehungsprozess seiner Werke nachvollziehbar wird. An seiner Karriere hat er hart gearbeitet. Sein Renommeé verdankt er allerdings – neben seiner künstlerischen Meisterschaft – auch den Frauen in seinem Leben, wie Dr. Mona Stocker, Kuratorin im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg und Kuratorin der Ausstellung im Gespräch mit Hans-Georg Moek erzählt. Dabei sagte ihm sein Lehrer in seiner frühen Karriere, dass er nicht zeichnen könne. Die Ausstellung geht zurück auf ein umfangreiches Forschungsprojekt des Museums, bei dem untersucht wurde, welche dieser Skizzen welchen Gemälde zu Grunde liegen. Lovis Corinth. Bildrausch 24. Oktober 2025 bis 18. Januar 2026 Kunstforum Ostdeutsche Galerie Dr.-Johann-Maier-Straße 5, 93049 Regensburg Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10–17 Uhr, Donnerstag 10–20 Uhr https://www.kunstforum.net/ Das Gespräch ist eine Episode aus dem Podcast "Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder", in dem die Kulturstiftung der Länder die von ihr geförderten Ausstellungen vorstellt und den Sie nicht nur auf YouTube, sondern auf allen Podcast-Plattformen abonnieren können. Foto: Nach Lovis Corinth „Selbstbildnis“, 1920 Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg/Leihgabe BRD Foto: Uwe Moosburger, www.atrostudio.de
18 Minuten
Ein ganzes Jahr lang begleitete Dr. Maren Richter am Residenztheater München die Entstehung der Inszenierung von „Romeo und Julia“. Mit Kamera, Mikrofon und Notizbuch dokumentierte sie die verschiedenen Arbeitsphasen und Blicke hinter die Kulissen. Parallel dazu kuratierte sie im Deutschen Theatermuseum München eine Ausstellung, die diesen kreativen Entstehungsprozess und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Theatergewerke anschaulich macht. In der Podcast-Reihe „Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder“ spricht Hans-Georg Moek mit ihr über die besondere Form der „Live-Kuration“ einer Ausstellung, die zeitgleich mit der Premiere der Theaterproduktion eröffnet wurde. in dem Podcast werden die von der Kulturstiftung der Länder geförderten Ausstellungen vorgestellt. Zu finden ist er auf allen gängigen Podcast-Plattformen, auf YouTube sowie auf der Webseite www.kulturstiftung.de/ausstellungstipps. Das vollständige Transkript findest Du auf der Website https://www.kulturstiftung.de/events/making-theatre-wie-theater-entsteht/ making THEATRE. Wie Theater entsteht 25. Juni 2025 – 12. April 2026 Deutsches Theatermuseum München Galeriestraße 4A, 80539 München Öffnungszeiten Dienstag – Sonntag 11–17 Uhr https://www.deutschestheatermuseum.de/de/
16 Minuten
In der Ausstellung „Rendezvous der Träume. Surrealismus und deutsche Romantik“ stellt die Hamburger Kunsthalle erstmals Verbindungen zwischen der deutschen Romantik und dem internationalen Surrealismus her. Über 300 Werke – von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge bis zu Max Ernst, Dalí, Magritte, Valentine Hugo, Toyen und weiteren Künstler:innen – machen Gemeinsamkeiten wie Traumwelten, das Übernatürliche, die Nacht und das enge Verhältnis von Natur und Gefühl sichtbar. Bemerkenswert ist, dass rund die Hälfte der vertretenen Positionen von Künstlerinnen stammt, darunter Meret Oppenheim, Jane Graverol und Dorothea Tanning. Im Gespräch geht es um die inhaltlichen Parallelen und Unterschiede beider Kunstrichtungen – bis hin zur Frage nach der Vereinnahmung Caspar David Friedrichs durch die Nationalsozialisten als „deutscher Nationalmaler“. Das Gespräch ist Teil des Podcasts „Ausstellungstipps der Kulturstiftung der Länder“, in dem geförderte Ausstellungen vorgestellt werden. Die Reihe ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen, auf YouTube sowie auf der Webseite www.kulturstiftung.de/ausstellungstipps abrufbar. „Rendezvous der Träume. Surrealismus und deutsche Romantik“ 13. Juni 2025 – 12. Oktober 13.6.-12.10.2025 2025 Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall 5, 20095 Hamburg Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10–18 Uhr, Donnerstag 10–21 Uhr https://www.hamburger-kunsthalle.de/de
16 Minuten
Als die 1819 von Friedrich Wilhelm III. 1819 neugegründete Königlich-Preußische Kunstakademie Düsseldorf zu einer der führenden Kunsthochschulen aufstieg, kamen auch viele weibliche Künstlerinnen nach Düsseldorf. Sie nahmen u.a. Privatunterricht; es bildeten sich viele private Kunstschulen, die vor allem von Frauen in Anspruch genommen wurden, denn ihnen war der Zugang zur Akademie verwehrt. Und während – historisch gut dokumentiert – an der Akademie zahlreiche später namhafte Maler ausgebildet wurden, gab es – auch in Düsseldorf – zahlreiche Künstlerinnen, die erfolgreich waren, die teilweise mit ihren männlichen Zeitgenossen ausgestellt haben, und heute weitgehend unbekannt sind. Diesen in der Kunstgeschichte oftmals vergessenen Frauen hat der Kunstpalast Düsseldorf die Ausstellung gewidmet, über die Hans-Georg Moek mit der Ausstellungskuratorin Dr. Kathrin DuBois spricht. Die Schau, die auf den Ergebnissen eines Forschungsprojektes in Kooperation mit dem Finnischen Nationalmuseum in Helsinki beruht, zeigt Werke von 31 deutschen und internationalen Künstlerinnen, u. a. von Paula Monjé, Elisabeth Jerichau-Baumann, Gabriele Münter und Sofie Ribbing. Foto: Andreas Endermann/ Kunstpalast
9 Minuten
In diesem Podcast spricht Dr. Juliane Weber, Direktorin der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, über die Ausstellung „Die blauen Schwerter – Meissen in der DDR“. In der Ausstellung wird erstmals die Geschichte der Meissener Porzellanmanufaktur nach dem 2. Weltkrieg und in der DDR beleuchtet. Dieser Podcast ist Teil einer Serie mit Ausstellungstipps, in denen die Kulturstiftung der Länder die von ihr geförderten Ausstellungen vorstellt.