Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 05/19 Archiv
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Trotz großer randomisierter Studien ist es bisher nicht möglich Unterschiede in der Inzidenz thrombembolischer Komplikationen nach Aortenklappenersatz zwischen verschiedenen mechanischen Klappen nachzuweisen, trotz erheblicher Differenz bezüglich des Klappendesigns. Die erhebliche Varianz veröffentlichter thrombembolischer Komplikationsraten für einen bestimmten Klappentyp veranlasste uns zu der Hypothese, dass eher patientenbezogene als klappenbezogene Risikofaktoren diese Heterogenität der Thrombembolieraten erklären könnten. In die Untersuchung wurden 147 Patienten nach isoliertem Aortenklappenersatz mit einer Sorin Bicarbon Doppelflügelprothese eingeschlossen. Innerhalb eines Beobachtungszeitraumes von 7,95+/-3,3 Jahren wurden 31 thrombembolische Komplikationen dokumentiert (21%). Dies entsprecht einer Thrombembolierate von 2,78%/Patientenjahr. Die meisten Verschlüsse lagen cerebral (68%) oder im Bereich retinaler Gefäße (29%). In einem Fall kam es zu einem peripheren Verschluss. Die wichtigsten Risikofaktoren thrombembolischer Komplikationen waren eine pAVK (p
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Die Arbeit beschäftigt sich mit einer neuen Krankheit von nichtgestillten Säuglingen, die mit der Einführung von Kupferrohren in die Trinkwasserversorgung aufgetreten ist. Sie manifestiert sich vorwiegend als Lebererkrankung. 1986 konnte ursächlich eine erhöhte Kupferkonzentration in der Nahrung der Kinder nachgewiesen werden. In der Arbeit werden typische Symptome und Zeichen der Erkrankung zusammengestellt von 33 verstorbenen oder schwer an der chronischen Kupfervergiftung erkrankten Patienten.
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The proinflammatory cytokines interleukin (IL)-1beta and IL-18 are supposed to play a crucial role in the pathogenesis of human inflammatory bowel disease. To exert biological activity, the precursors of both IL-1beta and IL-18 need to be cleaved by the interleukin-1beta-converting enzyme (ICE). IL-18 induces the synthesis of IFN-gamma in T cells and NK cells. In the present study, we investigated the effect of the specific ICE inhibitor pralnacasan in dextran sulfate sodium-induced murine colitis. Colitis was induced in BALB/c mice by 3.5% dextran sulfate sodium dissolved in drinking water for 10 days. Pralnacasan was administered either intraperitoneally or orally every day. To assess in vivo efficacy, a clinical disease activity score was evaluated daily. Colon length, expression of IL-18 in colonic tissue, expression of interferon-gamma (IFN-gamma) in paraaortal lymphocytes, and systemic production of IFN-gamma in splenocytes were analyzed post mortem. Intraperitoneally administered pralnacasan significantly reduced the clinical score compared with the dextran sulfate sodium control group from day 6 to day 10. Oral administration of pralnacasan also significantly reduced the clinical score at days 8 and 9. Administration of pralnacasan i.p. reduced the expression of intracolonic IL-18 significantly. Furthermore, pralnacasan reduced the number of IFN-gamma-positive lymphocytes in paraaortal lymph nodes. IFN-gamma synthesis in stimulated splenocytes was significantly suppressed in all pralnacasan-treated groups. No side effects of pralnacasan were observed. In conclusion, pralnacasan is effective in the prevention of dextran sulfate sodium-induced colitis. This effect is probably mediated by suppression of the proinflammatory cytokines IL-18, IL-1beta, and IFN-gamma.
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Ziel der vorliegenden Arbeit war es zu untersuchen, ob die Aktivität der 17ß-Hydroxysteroiddehydrogenase 4 (ein Enzym, das die Umwandlung von Östradiol in Östron katalysiert) in gesunden Brusdrüsenepithelzellen der Frau menstruationszyklusabhängig variiert und ob orale Kontrazeptiva Änderungen hervorrufen. Die 17ß-Hydroxysteroiddehydrogenasen repräsentieren eine Gruppe von mehreren Isoenzymen, welche vor allem Östrogene und Androgene umsetzen. 17ß-HSD 4, die als steroidumsetztendes Enzym identifiziert wurde, konnte immunhistochemisch in Drüsenepithelien und biochemisch generell im Brustgewebe nachgewiesen werden. Weiterhin wurde geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen der Expression von Progesteron- und Östrogenrezeptoren in Brustdrüsengewebe und Verlauf des weiblichen Zyklus besteht und ob sich Unterschiede durch die Einnahme oraler Antikonzeption ergeben. Für unsere Studie untersuchten wir Brustdrüsengewebe von 47 prämenopausalen Frauen, die sich einer Mammareduktionsplastik unterzogen. Da wir postoperativ eine Zyklusananmese erhoben, konnten wir den Tag der Operation entweder der follikulären oder lutealen Menstruationszyklusphase zuordnen. Die 17ß-Hydroxysteroiddehydrogenase 4 ließ sich immunhistochemisch mit zwei verschiedenen monoklonalen Antikörpern in den Gängen und Tubuloalveoli des normalen Brustdrüsenepithels nachweisen. Angefärbt haben sich zytoplasmatische granuläre Strukturen in Drüsenepithelzellen und in Myoepithelzellen. Wir stellten leicht unterschiedliche Tendenzen in der Signalstärke der Expression von 17ß-HSD 4 mit dem Menstruationszyklus fest. Auch bei Einnahme oraler Kontrazeptiva ergaben sich leicht unterschiedliche Tendenzen in der Signalstärke der Expression von 17ß-HSD 4. Man sah die Tendenz einer höheren 17ß-HSD 4 Färbe-Intensität in der follikulären Phase und die Einnahme oraler Kontrazeptiva bewirkte eine niedrigere 17ß-HSD 4 Färbe-Intensität in der lutealen und eine höhere in der follikulären Phase. Expressionsstudien mit mRNA ergaben keine Zyklusabhängigkeit der 17ß-HSD 4. Die Ergebnisse geben keine klare Aussage darüber, ob 17ß-HSD 4 primär mit dem Umsatz von Östrogenen betraut ist, oder ob die Hauptfunktionen in Fettsäure- und Gallensäuremetabolismus liegen, Funktionen, die das Enzym auch ausüben kann. Insgesamt war die Östrogen-und Progesteronrezeptorexpression in der follikulären Phase geringfügig höher als in der lutealen Phase. Es ergaben sich Unterschiede in der Expression von Östrogen- und Progesteronrezeptoren durch orale Antikonzeption. Frauen die die „Pille“ regelmäßig einnehmen, zeigten in beiden Phasen (luteal und follikulär) eine geringere Expression von Östrogen-und Progesteronrezeptoren als bei Frauen die keine Hormone einnehmen. Alle Unterschiede waren jedoch statistisch nicht signifikant.
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Die Pathophysiologie von neuropathischen Schmerzen ist noch weitgehend unverstanden. Verletzungen und Entzündungen im Stamm eines peripheren Nervens könnten zur Freisetzung von Entzündungsmediatoren oder Inhaltsstoffen des Zytosols führen und auf diese Weise zu ektopen Erregungen beitragen. In der vorliegenden Arbeit wurde mit funktionellen Tests untersucht, ob die axonale C-Fasermembran Rezeptoren für derartige Substanzen besitzt.
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Es wird untersucht, in wieweit die Faktoren Häufigkeit der Unterbringung, Alter bei erstunterbringung, Gesamtunterbringungszeit und eine Kombination aus diesen Faktoren geeignet sind zur Vorhersage von Rückfälligkeit.
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Mit der intravenösen Alfentanil-Infusion (IVA)steht ein effektives und sicheres Analgesieschema zur Verfügung. Mit Hilfe eines Niederenergie-Lithotriptors konnte eine sehr viel geringere Schmerzinduktion und damit ein erheblich verminderter Schmerzmittelverbrauch im Vergleich zur Hochenergie-Lithotripsie erreicht werden. Dies geht allerdings einher mit einer höheren Zahl an notwendigen Wiederholungsbehandlungen.
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Einleitung und Ziel der Arbeit: Immunchemotherapie-Protokolle mit 5-Fluorouracil (5-FU) in Kombination mit Interleukin-2 (IL-2) und Interferon-alpha2a (IFN-alpha) zeigten eine verbesserte Ansprechrate bei Patienten mit metastasiertem Nierenzellkarzinom (NZK). Die Rolle des 5-FU im Rahmen eines synergistischen bzw. additiven Effektes ist bislang nicht geklärt. Die vorliegende Arbeit hinterfragt, ob die Gabe von 5-FU im Zusammenhang einer Immuntherapie aus immunologischer Sicht gerechtfertigt ist. Hierzu wurden die Effekte des 5-FU auf die Lymphozytenfunktion in vitro und ex vivo während der Immunchemotherapie analysiert. Methoden: Periphere Blutmononukleäre Zellen (PBMC) wurden aus dem Blut gesunder Spender isoliert und für 5 Tage mit verschiedenen NZK-Linien in Mixed lymphocyte tumor cell cultures (MLTC) koinkubiert. IL-2, IFN-alpha, 5-FU wurden allein oder in Kombination dazugegeben. Die Lymphozyten wurden im Hinblick auf Proliferation, Zytotoxizität mittels colorimetrischer Verfahren und bezüglich ihrer Aktivität in der Immunfluoreszenz analysiert. Zusätzlich entwickelten wir eine Langzeit-Kultur mit PBMC in Kokultur mit NZK-Linien und den Pharmaka nach dem Hannoveraner Protokoll (IL-2, IFN-alpha, 5-FU). Der Lymphozyten-Phänotyp und ihre Funktion wurden bei 5 Patienten mit metastasiertem NZK, die die Immunchemotherapie nach dem Hannoveraner Protokoll und bei 6 weiteren Patienten in modifizierter Form erhielten, analysiert. Ergebnisse: Die Lymphozyten-Proliferation in der MLTC war um mehr als das doppelte gesteigert nach der Gabe von IL-2 und/oder IFN-alpha. 5-FU inhibierte die Proliferation vollständig allein und in der Kombination mit IL-2 und/oder IFN-alpha. Die Zytotoxizität der aktivierten Lymphozyten war in ähnlicher Weise vermindert. Die Langzeitkultur (MLTC mit PBMC und NZK-Linien, IL-2, IFN-alpha und 5-FU) führte zu einer kontinuierlichen Lymphozyten-Proliferation und ergab einen deutlichen Anstieg der Zellzahl. Die Proliferation und die Vitalität waren nach Gabe von 5-FU vollständig aufgehoben. Nach 14-tägiger Kultur mit NZK-Linien IL-2 und IFN-alpha zeigten die aktivierten Lymphozyten eine allospezifische Zytotoxizität. Die Gabe von 5-FU führte zu einem starken Absinken der zytotoxischen Aktivität der stimulierten Zellen. Analog durchgeführte ex vivo – Analysen der Lymphozyten-Funktion aus dem Vollblut von 5 Patienten mit metastasiertem NZK, die die Immunchemotherapie erhielten, zeigten ähnliche Ergebnisse. Die Zytotoxische Aktivität der stimulierten Lymphozyten der behandelten Patienten gegen NZK-Linien stieg nach der Zytokinbehandlung erst an von 35.5% auf 62.2% allospezifische Lyse (E:T ratio 40:1)und fiel nach der Gabe von 5-FU auf weniger als 30% ab. Analog zeigten die Untersuchungen der 6 weiteren Patienten, die zuerst die Kombination aus 5-FU und IFN-alpha und anschließend IL-2 und IFN-alpha erhielten, zunächst einen Abfall der zytotoxischen Aktivität der NK-Zellen. Die Gabe von IL-2 und IFN-alpha wiederum führte zu einem Anstieg der aktivierten Lymphozyten sowie zu vermehrter zytotoxischer Aktivität der NK-Zellen. Schlussfolgerung: 5-FU führt inhibiert die Proliferation und die Zytotoxizität von aktivierten Lymphozyten auch in Kombination mit Zytokinen in vitro. Die ex vivo – Analysen der behandelten Patienten zeigen den gleichen Effekt. Ob eine Änderung der sequentiellen Applikation der einzelnen Pharmaka eine klinische Konsequenz hat, sollte in einer klinischen Studie überprüft werden.
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In vorliegender Arbeit wurde anhand von Fremd- und Selbstbewertungsskalen umfassend explorativ untersucht, wie sich eine zweiwöchige Therapie mit präfrontaler rTMS (repetitiver transkranieller Magnetstimulation) auf die Symptomatik depressiver Patienten auswirkt und inwieweit es potentielle klinische Prädiktoren gibt, die ein Ansprechen auf rTMS vorhersagen können. In der offenen Studie wurden 39 Patienten eingeschlossen. Die Patienten erhielten eine Behandlung mit 10 Hz rTMs des linken dorsolateralen präfrontalen Kortex (100% Intensität bezogen auf die individuelle motorische Schwelle, 1500 Stimuli/d, 10 rTMS-Behandlungen). Alle Patienten waren während der Studie medikamentenfrei. Im Gesamtkollektiv wiesen die Summenscores der Hamilton Rating Skala für Depressionen (HRSD) und Montgomery-Asperg Depressions Rating Skala (MADRS) eine signifikante Besserung der klinischen Symptomatik um 30% auf. Die Abnahme der Summenscores der Selbstbeurteilungsskalen war nicht signifikant. Die depressive Kernsymptomatik besserte sich signifikant unter rTMS. Eine spezifische Wirkung der rTMS auf Angstsymptomatik und psychomotorische Hemmung konnte im Gesamtkollektiv nicht bestätigt werden. Anhand der Einzelitemanalyse der HRSD fand sich eine signifikante Besserung der Schlafitems. Die HRSD-Subskalen zeigten ebenfalls eine Besserung von etwa 30%. Patienten mit psychotischer Depression zeigten signifikant weniger Response.
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In dieser Arbeit wurden 3 Peptide, die eine Affinität für den VEGF-Rezeptor KDR besitzen oder erwarten lassen, in das Kapsid des Adenoassoziierten Virus 2 inkorporiert. Anschließend wurde das Infektionsverhalten der erhaltenen Mutanten in vitro analysiert.
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The BCR/ABL1 fusion protein is found in virtually all cases chronic myeloid leukemia (CML) and a large proportion of acute lymphoblastic leukemia (ALL). The fact that the BCR/ABL1 fusion protein is crucial for the development of leukemia makes this fusion protein an attractive target for therapy development. We have developed a strategy for the in vivo detection of the BCR/ABL1 fusion protein, in which the presence of the BCR/ABL1 fusion protein is detected intracellularly and if the fusion protein is present an arbitrary action is initiated in the cell (e.g. mark the cells or selectively kill the cells). Our BCR/ABL1 detection strategy is based on protein-protein interactions. Two detection proteins are expressed in the cells: 1) protein A, a GAL4-DNA binding domain/BCR interacting protein fusion protein (GAL4DBD-BAP-1) and 2) protein B, a GAL4-activation domain/ABL interacting protein fusion protein (GAL4AD-CRKL). Only when BCR/ABL1 is present in the cell, do protein A, protein B, and BCR/ABL1 form a trimeric complex which activates the transcription of reporter genes under the control of GAL4-upstream activating sequence (UAS). A proof of principle for the strategy was implemented in the yeast system. We did not use full length BAP-1 or CRKL but only those portions of the proteins that directly interacted with BCR or ABL, respectively. We showed in the yeast two hybrid system, that the C-terminus of BAP-1(amino acids 617-879) binds to full length BCR. The site of interaction of CRKL and ABL was confirmed to be the N-terminal SH3 domain (SH3n) of CRKL as described in the literature. Yeast cells (strain CG1945) transformed with a protein A expressing plasmid (pGBT9-BAP), a protein B expressing plasmid (pGAD424-CRKLSH3n), and a BCR/ABL expressing plasmid (pES1/BCR-ABL) showed expression of the reporter genes HIS3 and LACZ. The expression of the HIS3 reporter gene was assayed by growth of the yeast cells on medium lacking histidine. The expression of the LACZ gene was verified by a beta-galactosidase filter assay. Yeast cells that were transformed with the pES1 plasmid without the BCR/ABL1 coding region did not show activation of the reporter genes. Several other negative controls demonstrated the specificity of the assay. Thus the method was able to clearly distinguish between BCR/ABL expressing cells and cells did not express BCR/ABL1. We then adapted this system for use in mammalian cells. The open-reading frames encoding the proteins A and B were recloned into mammalian expression vectors. The human embryonal kidney cell line HEK293 and the murine myeloid progenitor cell line 32D which had been stably transfected with a BCR/ABL expressing plasmid were tested. The firefly luciferase gene and the yellow fluorescent protein (eYFP) were used to evaluate the whole cell population and single cell, respectively. Unfortunately, the system failed to work in the mammalian cell lines tested. Even though the detection system did not work in mammalian cells, most likely due to the cytoplasmic localization of the BCR/ABL1 fusion protein, it should still be a viable strategy for the detection of leukemia-associated fusion protein, which localize to the nucleus (i.e AML-ETO). This strategy could be adapted for purging the bone marrow of leukemia patients using therapeutically more useful effector genes like suicide genes, which encode pro-drug converting enzymes (e.g. HSV thymidine kinase), or markers that can easily be assayed (e.g. YFP).