„Liebst du dein Kind so, wie es ist?" Natürlich. Was ist das für
eine Frage. Und ich glaube dir das. Wirklich.
Trotzdem sagen fast alle Eltern jeden Tag Sätze, bei denen beim
Kind etwas anderes ankommt. Nicht aus Mangel an Liebe – sondern
weil die meisten von uns gelernt haben, dass Erziehung heißt:
verbessern, korrigieren, das Kind ein bisschen besser machen, als
es gerade ist. Und irgendwo dazwischen geht manchmal eine
Botschaft verloren. Die, dass es schon jetzt völlig in Ordnung
ist.
In dieser Folge von Fachlich. Menschlich. geht
es um genau diesen Unterschied – und darum, wie ein Kind das
Gefühl bekommt, bedingungslos angenommen zu sein.
Du erfährst:
Warum Kinder ihr Selbstbild nicht aus dem bauen, was wir
fühlen, sondern aus dem, was bei ihnen
ankommt
Der entscheidende Unterschied zwischen
Verhalten („das war gerade zu laut") und
Person („du bist ein Wildfang") – und warum
Zuschreibungen hängen bleiben
Warum auch nette Spitznamen wie „unser Trotzkopf", „die
Prinzessin" oder „der Schüchterne" problematisch werden, wenn sie
vor dem Kind ausgesprochen werden
Was passiert, wenn elterliche Wärme an Leistung
hängt – und was die Forschung von Avi Assor dazu
zeigt
Warum Scham genau da entsteht, wo nicht das
Tun bewertet wird, sondern das Sein (Rückbezug auf die
Scham-Folge)
Der wichtige Nachsatz: Bedingungslos heißt
nicht „alles ist gut" – die Beziehung steht
nicht zur Debatte, das Verhalten schon
Vier konkrete Alltagswege: Da sein ohne Anlass.
Beschreiben statt bewerten. Zeigen, dass du dein Kind kennst.
Nach dem Streit zurückkommen.
Diese Folge ist für alle Eltern, Mütter, Väter und pädagogischen
Fachkräfte, die ihrem Kind etwas Tieferes mitgeben wollen als „du
bist super" – nämlich das stille Wissen: Ich bin gut, wie ich
bin.
Dein Kind weiß nicht automatisch, dass du es liebst, so
wie es ist. Es muss das erleben. Immer wieder. Nicht durch große
Worte – sondern in kleinen Momenten.
Deine Stimme ist gefragt: Welches Thema soll als
Nächstes kommen? Was beschäftigt dich gerade zu Hause oder in der
Kita? Schreib mir auf Instagram – die nächsten Themen bestimmst
du mit.
Die Quellen zu bedingungsloser Elternschaft und bedingter
Zuwendung (Kohn, Juul, Assor et al.) findest du am Ende der
Beschreibung.
Wenn dir der Podcast gefällt, folge ihm und lass gerne eine
Bewertung da – das hilft wirklich, dass mehr Eltern diesen
Podcast finden.
Mehr Impulse zu bindungsorientierter Erziehung, Selbstwert und
Pädagogik im Alltag findest du auf Instagram:
@fachlich.menschlich
Wenn dich diese Folge berührt, teile sie mit jemandem, der das
gerade hören sollte.
Quellen:
Kohn, A. (2010): Liebe und Eigenständigkeit. Die Kunst
bedingungsloser Elternschaft, jenseits von Belohnung und
Bestrafung – Arbor Verlag
Juul, J. (2003): Dein kompetentes Kind. Auf dem Weg zu einer
neuen Wertgrundlage für die ganze Familie – Rowohlt
Assor, A., Roth, G. & Deci, E.L. (2004): The Emotional
Costs of Parents' Conditional Regard – Journal of Personality
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