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  4. #135 Malediven – Traumstrände mit „kleinem“ Haken
Im Rahmen meiner mehrwöchigen Reise durch verschiedene Länder
landete ich spontan auf den Malediven, nachdem ich zufällig ein
Bild des beeindruckenden Flughafens der Hauptstadt Malé entdeckt
hatte. Ursprünglich vermutete ich die Inselgruppe nahe Mauritius,
doch sie liegt südwestlich von Indien bei Sri Lanka. Da ich mich
ohnehin in der Nähe befand, integrierte ich diesen Abstecher
kurzerhand in meine Reise.

Mein Aufenthalt begann in Malé, der am dichtesten besiedelten
Hauptstadt der Welt. Entgegen meiner Befürchtungen wirkte das
Chaos überschaubar, da riesige Wolkenkratzer fehlen. Stattdessen
prägen unzählige Motorräder und überfüllte Straßen das Bild,
während Autos aus Mangel an Parkplätzen kaum vorhanden sind. Zwar
wirkte die Stadt funktional und relativ günstig, doch nach
wenigen Stunden hatte ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
bereits erkundet. Kulinarisch bot mir ein preiswerter Food Court
am Hafen eine große Auswahl an Buffets. An den Stränden von Malé
gilt aus Respekt vor der lokalen muslimischen Kultur ein striktes
Bikini-Verbot – ein Prinzip, das ich vor Ort vollkommen
akzeptiere, das jedoch Fragen zur westlichen Doppelmoral
aufwirft.

Nach Malé setzte ich mit einer extrem günstigen Fähre für nur
einen Euro auf die ruhigere Insel Gulhi über. Dort bezog ich ein
wunderschönes Zimmer mit Panoramafenstern und Blick auf das
türkisblaue Meer. Wegen der Monsunzeit im September und Oktober
profitierte ich zwar von günstigen Preisen, musste jedoch meist
mit verhangenem Himmel vorliebnehmen. Obwohl die Kulisse auf den
ersten Blick paradiesisch wirkt, offenbarte der Strand schnell
seine Schattenseiten: Das Wasser ist extrem flach, der Grund
voller scharfer Korallenteile sowie dichter Algen, was echtes
Schwimmen nahezu unmöglich macht. Stattdessen eignet sich der Ort
vor allem als fotogene Kulisse für den Tourismus.

Besonders absurd empfand ich die Energieversorgung vor Ort.
Während in Deutschland im Namen des Klimaschutzes strenge
Auflagen, hohe CO2-Steuern und Verbote gelten, um ein angebliches
Absaufen der flachen Malediven zu verhindern, wird auf den
Malediven jede einzelne Insel autark durch riesige
Dieselgeneratoren mit Strom versorgt. Zudem wird Müll unbedacht
verbrannt oder landet im Meer, was den weltweiten
Umweltbemühungen spöttisch entgegenzuwirken scheint.

Abschließend ging es für mich mit einem Speedboat weiter nach
Maafushi, um die letzten Tage im Hotel zu verbringen und den
gewohnten Komfort eines Swimmingpools zu genießen. Die Malediven
sind optisch ohne Zweifel ein atemberaubendes Reiseziel, doch der
Schein der makellosen Postkartenmotive trügt bei genauerem
Hinsehen erheblich.
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„#135 Malediven – Traumstrände mit „kleinem“ Haken“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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