Ich habe mich sehr auf meine Reise nach Sri Lanka gefreut, doch
meine Eindrücke sind sehr ambivalent mit Höhen und Tiefen. Obwohl
ich mich in Südasien befinde, vergleiche ich meine Eindrücke
weltweit mit Südamerika und insbesondere Paraguay. Derzeit
befinde ich mich im Amanda Beach Resort in Arugam Bay an der
Ostküste Sri Lankas. Ich liege entspannt am Pool in meiner
sechsten und letzten Station des Landes und kann mir mittlerweile
einen eigenen Eindruck erlauben. Nach meiner Ankunft aus Pakistan
waren meine Erwartungen hoch, da mir ein Vielreisender Sri Lanka
als schönstes Land empfohlen hatte. Deshalb habe ich volle zwei
Wochen eingeplant. Schon der Flughafen war besonders, da dort ein
Blütenduft lag und Musik spielte. Da er jedoch eine Stunde von
der Hauptstadt Colombo entfernt liegt, nahm ich ein Uber. Während
der Fahrt erlebte ich den ersten kleinen Schock, als der Fahrer
nach Euros fragte und meine columbianischen Pesos am Ende wohl in
Wechselstuben umtauschte. Mein kleines, familiäres Gästehaus an
der Küste war nett, allerdings bot die Küste vor Ort wegen großer
Steine und Bahngleisen keinen echten Strand zum Schwimmen. Am
ersten Tag besuchte ich die Altstadt Fort in Colombo mit ihren
wundervollen Kolonialgebäuden. Meine Laune kippte jedoch, als
mich ständig Taxifahrer bedrängten und Passanten in Gespräche
verwickelten. Zwei Männer versuchten mich unabhängig voneinander
zu einer angeblichen buddhistischen Zeremonie zu locken. Wie mir
die künstliche Intelligenz später bestätigte, handelte es sich um
eine reine Abzockmasche für überteuerte Taxis oder gefälschte
Tempelzeremonien. Am Strand der Hauptstadt ließ ich den
unspektakulären Tag ausklingen. Am zweiten Tag geriet ich beim
morgendlichen Joggen überraschend in den Colombo-Marathon.
Bemerkenswert war, dass viele Läufer barfuß auf hartem Asphalt
liefen. Anschließend besuchte ich einen beeindruckenden Tempel,
der teilweise auf einem See mit schwimmenden Blumenbeeten liegt.
Die detailverliebte Architektur und die Statuen waren
faszinierend, auch wenn ich versehentlich doppelt Eintritt
zahlte. Besonders beeindruckend fand ich die riesigen, alten
Bäume mit ihren Luftwurzeln sowie das Nationalmuseum von außen,
das dem Weißen Haus ähnelt. Den Tag schloss ich am
Unabhängigkeitsplatz ab. Am nächsten Tag reiste ich mit einem
nicht klimatisierten, extrem langsamen und nervenaufreibenden Bus
ins Landesinnere nach Sigiriya. In Dambulla nutzte ich die
Gelegenheit, mein Gepäck an einem Stand abzugeben und stieg die
100 Treppenstufen zum Höhlentempel hinauf. Auf dem Weg fielen mir
die Affen auf, deren Frisuren mich schmunzelnd an Politikerinnen
der Linkspartei erinnerten. Die Höhlen mit ihren zahlreichen
Buddhas und Wandmalereien waren genauso beeindruckend wie die
frechen Affen, die mich schließlich von oben mit Fruchtresten
bewarfen. Nach dem Abstieg geriet ich an den nächsten
Fahrgasttricker, der mir eine Fahrt im Tuk-Tuk zum Preis eines
Autos aufschwatzte. In Sigiriya angekommen, bezog ich mein
familiäres Hotel. Mein Hauptziel war der berühmte Felsen von
Sigiriya, doch als mir die KI verriet, dass dort 1200 Stufen zu
erklimmen sind, erinnerte ich mich an eine ähnliche Erfahrung in
Armenien und entschied mich dagegen.
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