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Pakistan – mein 97. Land – war ein intensiver Trip voller
Überraschungen. Ursprünglich wollte ich nur kurz für drei Nächte
nach Karatschi, da es auf meiner Route von Katar nach Sri Lanka
lag. Ich hatte das Bild einer lauten, dreckigen Riesencity im
Kopf. Islamabad soll zwar schöner sein, lag für mich aber
geografisch ungünstig.

Schon die Anreise war chaotisch: Für mein Visum saß ich
dreieinhalb Stunden am Antrag, da unzählige Daten wie all meine
Reiseziele der letzten Jahre verlangt wurden. Wegen einer
unpraktischen Ankunftszeit um 1:50 Uhr nachts buchte ich für
stolze 120 Euro eine zusätzliche Nacht in einem
Fünf-Sterne-Airport-Hotel. Am Flughafen erwartete mich eine Welle
der Überraschung: Um 2 Uhr nachts standen dort gefühlt 2.000
wartende Menschen. Als hochgewachsener, hellhäutiger Mann wurde
ich wie ein Filmstar begrüßt und angewinkt.

Geld abheben klappte an drei Automaten nicht, weshalb ich
zunächst ohne Bargeld dastand. Die Sicherheitsvorkehrungen am
Hotel waren surreal: Sechs Wachen mit Kalaschnikows, doppelte
Schranken und Metalldetektoren am Eingang. Am nächsten Morgen
konnte ich schließlich 150 Euro an der Rezeption wechseln.

Kulinarisch war die Reise ein absolutes Highlight. Das
Frühstücks-Curry im Luxushotel war das leckerste, das ich je
gegessen habe – die Messlatte für indisch-pakistanisches Essen
liegt für mich nun extrem hoch.

Anschließend zog ich in ein ruhigeres Hotel im Viertel Clifton
um. Von Karatschi selbst sah ich vor allem chaotischen Verkehr,
unüberquerbare Straßen und schwer verständliche Akzente. Mit der
App inDrive konnte ich Fahrten per Tuk-Tuk und Taxi immerhin
brauchbar verhandeln.

Die Menschen erlebte ich unerwartet dezent und respektvoll.
Besonders die Frauen fielen mir durch ihre faszinierende,
ausdrucksstarke Ausstrahlung auf. Kleidungsmäßig dominierten
traditionelle Gewänder.

Sightseeing bot gemischte Eindrücke: Die britische Frere Hall
beeindruckte von außen. Bei einem historischen Kolonialhaus
geriet ich in eine viel zu kurze, zwei-Minuten-Führung und sah
mich überall mit schwer bewaffneten Sicherheitskräften
konfrontiert. Am Empress Market staunte ich über die Architektur,
während ich am Mausoleum Mazar-e-Quaid wegen der Sorge um meine
teuren Schuhe lieber draußen blieb – bis mich das
Sicherheitspersonal versehentlich doch mit Schuhen durch die
Anlage schleuste. Im Atrium Shopping Center genoss ich köstliches
lokales Essen für unschlagbare 1,19 Euro.

Am dritten Tag besuchte ich den beeindruckenden Mohatta Palace.
Doch nach all den Stationen spürte ich eine deutliche
Museums-Müdigkeit: Irgendwann ähnelt sich Kulturgeschichtliches
stark. Mein Fazit: Karatschi war extrem, streckenweise
anstrengend, aber definitiv eine prägende Erfahrung.
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„#133 Pakistan – Zu viel von allem“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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