Kann man auf den Zufall hinarbeiten? Und braucht Kreativität
eigentlich Vorbereitung oder gerade den Freiraum, in dem nichts
festgelegt ist?
In dieser Folge von Mit Brille und Bart haben Armin Ziesemer und
Thomas Böhlefeld wieder einmal einen Gast dabei: Christin Hoppe,
Integrated Designerin.
Als Gestalterin geht Christin in Kontexte hinein, beobachtet,
nimmt wahr, stellt sehr viele Fragen und macht Zusammenhänge
sichtbar, die vorher noch nicht zu sehen waren. Genau daraus
entwickelt sie Lösungen.
Gemeinsam tauchen die drei ein in das Spannungsfeld zwischen
Vorbereitung und Kreativität.
Kreativität, so Christin, ist eine Art Tanz zwischen Vorbereitung
und ergebnisoffenem Arbeiten. Vorbereitung kann helfen, das
Gehirn in eine Richtung zu lenken. Eine innere Haltung hilft
gleichzeitig, nicht schon auf ein bestimmtes Ergebnis hinarbeiten
zu wollen.
Und damit entsteht eine spannende Frage:
Kann man den kreativen Zufall bewusst einladen oder entzieht er
sich jeder Vorbereitung?
Armin, Thomas und Christin sprechen darüber, welche
Rahmenbedingungen einen Kreativprozess tragen, welche Rolle
Haltung dabei spielt und warum es oft weniger die Vorbereitung
ist, die Widerstand erzeugt, sondern die Form, in der kreativ
gearbeitet werden soll.
Denn Kreativität entsteht selten auf Knopfdruck. Sie braucht
Räume, in denen Menschen sich sicher fühlen, in denen Ideen
weitergedacht statt sofort verworfen werden und in denen auch das
rebellische, neugierige Kind auf ein Problem schauen darf.
Dabei geht es unter anderem um:
• Kreativität als Tanz zwischen Vorbereitung und ergebnisoffenem
Arbeiten
• die Rolle von Rahmenbedingungen und Haltung im Kreativprozess
• wie man das eigene Denken bewusst lenkt und auf den Zufall
hinarbeitet
• psychologische Sicherheit als Boden für kreative Prozesse
• das Erweitern von Bezugsrahmen und geistige Freiheit für
Entwicklung
• die kindlich neugierige und die rebellische Haltung als Zugang
zu Lösungen
• Ko-Kreation und der Co-Klaton als Format für komplexe Themen
• den Mut, sich als Unternehmen die Freiheit zum Gestalten zu
nehmen
Besonders spannend wird es dort, wo es um den Umgang mit den
eigenen Ideen geht.
Verwerfe ich einen Gedanken sofort, weil er auf den ersten Blick
doof erscheint?
Oder bleibe ich dran und lasse mich an einen Ort führen, der viel
wertvoller ist, als es zunächst den Anschein hat?
Denn wer Ideen zu früh abschneidet, verliert genau die Wege, die
erst beim Weiterdenken sichtbar werden. Manchmal ist es weniger
die Vorbereitung, die Kreativität blockiert, sondern die Art und
Weise, wie wir sie zulassen. Sanfter, weicher und einladender
kreativ zu werden, kann mehr möglich machen als jeder perfekt
geplante Rahmen.
Wie gelingt es, den Raum so zu gestalten, dass Menschen auch ohne
kreative Profession ins Gestalten kommen?
Reinhören lohnt sich!
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Zu Christin Hoppe
Integrated Designerin
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kommitment – Entwicklung wirksamer Zusammenarbeit
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thomas.boehlefeld@kommitment.works
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