Holger Schlichting ist zu Besuch bei den beiden Vorständen Michael
Wellershaus und Peter Hardebeck. Wir sprechen über die
Transformation der Sparkasse Remscheid und den Stand nach mehreren
Jahren Veränderung. Im Mittelpunkt steht, wie die Entwicklung von
einer stärker hierarchischen Organisation hin zu mehr
Selbstorganisation und Agilität war. Dabei geht es auch um die
Frage, warum diese Entwicklung nicht als Blaupause verstanden
werden kann, sondern auf die eigene Organisation zugeschnitten ist.
Ein zentraler Punkt ist die strategische Neuausrichtung hin zu mehr
Kundenzentrierung. Wir beschreiben, dass sich die Anforderungen der
Kundinnen und Kunden durch Digitalisierung und eine komplexere,
schnellere Umgebung verändert haben. Daraus leiten wir ab, dass
Entscheidungen näher an den Kundinnen und Kunden getroffen werden
sollen und nicht unnötig über Hierarchiestufen laufen müssen. Ein
weiterer Schwerpunkt ist die Veränderung von Entscheidungs- und
Führungsstrukturen. Wir sprechen darüber, wie Verantwortung stärker
an Mitarbeitende und Fachbereiche zurückgegeben wird, wie Prozesse
verschlankt wurden und wie Beschlüsse deutlich reduziert werden
konnten. Dazu gehört auch, dass Rollen neu zugeschnitten wurden,
etwa durch geteilte Führung mit klaren Schwerpunkten für People
Lead, Functional Lead und Strategic Lead. Wir besprechen außerdem,
wie Mitarbeitende und Führungskräfte schrittweise an die neue
Arbeitsweise herangeführt wurden. Dazu gehören Workshops, klare
Zielbilder, regelmäßige Retrospektiven und die bewusste Einübung
von Vertrauen und Fehlerlernen. Auch kleine sichtbare
Veränderungen, etwa geöffnete Türen oder vereinfachte Vorgaben,
spielen dabei eine Rolle. Im Bereich Zielmanagement und OKR war
PRAXISFELD ebenfalls an dem Prozess in Remscheid beteiligt. Zum
Schluss geht es um Personal, Kultur und zukünftige Themen wie
Künstliche Intelligenz. Wir hören, dass heute andere Haltungen und
Fähigkeiten gesucht werden, als das früher gefragt war. Eine
stärkere Betonung liegt z.B. auf Mut, Flexibilität und
Veränderungsbereitschaft. Zugleich wird auch deutlich, dass der
Wandel Zeit kostet, nicht überall gleich weit ist und als
fortlaufender Prozess verstanden werden muss. 00:00:29
Transformation beginnt bei der Kundenzentrierung 00:06:05 Strategie
braucht neue Spielregeln 00:11:26 Loslassen schafft Tempo und
Verantwortung 00:14:33 Vertrauen wächst durch gelebte Lernkultur
00:18:36 Geteilte Führung gegen den Flaschenhals 00:24:26
Abstimmung und Retros als Routine 00:30:36 Kleine Schritte, große
Prozessvereinfachung 00:35:50 Neue Menschen, neues Mindset 00:42:01
KI und die Zukunft der Arbeit 00:44:33 Transformation kostet Zeit
und Kraft 00:47:33 Reifegrad erreicht, Reise geht weiter
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