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#135 Geopolitik, Resilienz, Service: „Großes Interesse an deutscher Flagge“

#135 Geopolitik, Resilienz, Service: „Großes Interesse an deutscher Flagge“

HANSA Podcast vor 2 Wochen
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Christian Bubenzer hat sich das Ziel gesetzt, ein Drittel der
deutschen Handelsflotte unter die deutsche Flagge zu bringen. Der
Einflaggungsmanager des Bundesverkehrsministeriums führt viele
Gespräche mit Reedereien, die Aufmerksamkeit ist so groß wie viele
Jahre nicht mehr. Auch die neue Schiffsbesetzungversordnung spielt
dabei eine Rolle. Viele Reedereien, „die schon lange lange nicht
mehr auf die deutsche Flagge gesetzt haben“ könne man mittlerweile
überzeugen, berichtet Bubenzer exklusiv im HANSA Podcast. Bubenzer
spricht über konkrete Zahlen an Schiffen mit Schwarz-Rot-Gold am
Heck. Die Rede ist unter anderem von „langsamer Steigerung“ und
„Steigerungsfähigkeit“. In den letzten zweieinhalb Jahren sei man
mit dem Team der BG Verkehr und gemeinsam mit dem
Bundesverkehrsministerium „richtig durchgestartet“. Zentral sei ein
intensiver Dialog mit Reedereien gewesen, aus dem eine lange Liste
an Verbesserungswünschen in punkto Service, Bürokratie und
Rechtslage entstand. „Von der Liste haben wir einiges abgearbeitet.
Es kommt noch einiges." Ein Grund für das zunehmende Interesse ist
laut Bubenzer auch die Geopolitik und die angespannte
Sicherheitslage in einigen Seegebieten wie unter anderem der Straße
von Hormus. „Wir leben in unsicheren Zeiten, da wird das Thema
Flagge wichtiger“, berichtet er aus Gesprächen hinter
verschlossenen Türen und geht auf die Themen „Resilienz eines
Wirtschaftsstandortes“ und „Kernflotte für das Land“ sowie den
Schutz deutscher Schiffe in Krisen- und Kriegsgebieten ein. Ein
anderes wichtiges Thema – für Bubenzer eine der wichtigsten
Verbesserungen – ist die Anpassung der Schiffsbesetzungsverordnung.
Im Kern geht es darum, dass der Kapitän nicht mehr zwingend aus
einem EU-Land kommen muss, wenn man die deutsche Flagge führen
will. In der Podcast-Episode geht es um die Anforderungen und
verschiedene Voraussetzungen, die dafür seitens der Reederei
erfüllt werden müssen. Nicht zuletzt setzen Bubenzer und sein Team
auf ein laufendes Markterkundungsverfahren unter der Federführung
des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie. Reeder werden
befragt, ob sie eine Service-Agentur für die deutsche Flagge wollen
– analog zu den Einrichtungen anderer internationaler Flaggen.
Bubenzer spricht über mögliche Details eines One-Stop-Shops – und
nicht zuletzt über die vieldiskutierte und seit Jahren von den
Reedern geforderte „einheitliche Flaggenstaatsverwaltung“. Der
Experte kündigt weitere Einflaggungen an und berichtet von
Gesprächen mit vielen Reedereien: „Besonders freut uns, dass es uns
zunehmend gelingt, Reedereien zu überzeugen, die schon lange, lange
nicht mehr auf die deutsche Flagge gesetzt haben. Das ist ein gutes
Zeichen.“ Nicht zuletzt dreht sich das Gespräch um konkrete Zahlen:
Je nach Berechnungsweise ist die Zahl ausgeflaggter Schiffe mehr
als drei oder fast sechs Mal so hoch wie die unter
Deutschland-Flagge (es gibt eine neue Berechnungsmethode). Das sei
„natürlich ein Punkt, der uns definitiv nicht zufriedenstellt“.
Eine offizielle Zielmarke gibt es zwar nicht. Bubenzer spricht
darüber, wann er zufrieden ist und nennt sein ganz persönliches
Ziel: „ein Drittel der deutschen Handelsflotte unter deutscher
Flagge“. Das müsse möglich sein. Hören Sie hier die komplette
Episode. Der „Einflaggungsmanager“ Christian Bubenzer spricht darin
außerdem über weitere Verbesserungen und Hausaufgaben für die
Behörden, das große Argument „Kosten“ und der Vergleich zu anderen
Flaggen, Schifffahrtsrecht und private Sicherheitsteams an Bord,
Hoheitliche Aufgaben und Zusammenarbeit mit
Klassifikationsgesellschaften, Imagewandel, Vorurteile und
„Umparken im Kopf“, Ausbildung und Förderung, bessere
Karrierechancen für deutsche Seeleute, Schiffstypen unter deutscher
Flagge, Überzeugungsarbeit bei Tailwind, Tui Cruises & Co.
sowie Rückenwind aus dem Verkehrsministerium.
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„#135 Geopolitik, Resilienz, Service: „Großes Interesse an deutscher Flagge““

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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