Was Spanien mich gerade über Begegnung lehrt
Was passiert, wenn wir für eine Weile unsere gewohnte Umgebung
verlassen – und plötzlich selbst diejenigen sind, die nicht jedes
Wort verstehen, nachfragen müssen und auf die Zugewandtheit
anderer angewiesen sind?
Ich, verbringe zurzeit längere Zeit in Spanien, arbeite von hier
aus und besuche gleichzeitig einen Sprachkurs. Und dabei merke
ich: Ich lerne gerade weit mehr als Spanisch.
In dieser persönlichen Folge von Kulturklarheit
nehme ich euch mit in meine Beobachtungen und Begegnungen rund um
Málaga.
Ich erzähle von Situationen, in denen Menschen auf ein
vermeintliches Problem nicht mit langen Erklärungen reagierten,
warum etwas nicht funktioniert – sondern mir unmittelbar eine
Lösung angeboten haben.
Nicht nur: „Das geht nicht.“
Sondern: „So könnte es
gehen.“
Ich spreche über die Zugewandtheit, die ich in vielen Begegnungen
wahrnehme, und über den Stolz, mit dem einige Menschen hier über
ihre Region, ihr Land, ihre Sprache und ihre Kultur sprechen.
Und ich erzähle von einer besonderen Begegnung mit einem aus
Marokko stammenden Kellner und seinem 18-jährigen Sohn.
Eine Familiengeschichte über mehrere Länder hinweg. Fünf
Sprachen. Migration. Arbeit. Ausbildung. Verantwortung. Familie.
Eine Begegnung, die mich wieder daran erinnert hat:
Hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte, die wir auf
den ersten Blick nicht sehen.
Gleichzeitig stelle ich eine für meine Arbeit mit Kulturklarheit
zentrale Frage:
Wann ist etwas eigentlich kulturell und wann
interpretieren wir es nur als kulturell?
Denn Beobachtungen dürfen neugierig machen. Aber sie sollten
nicht zu Schubladen werden.
In dieser Folge geht es deshalb um kultursensible
Kommunikation, Mehrsprachigkeit, kulturelle Verbundenheit,
Migration, Zugewandtheit und die Fähigkeit, die eigene
Perspektive immer wieder zu hinterfragen.
Und es wird auch persönlich.
Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern habe ich mir
erlaubt, für längere Zeit meinen gewohnten Alltag zu verlassen,
Neues zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln.
Denn auch als Mutter darf ich neugierig bleiben.
Ich darf lernen.
Ich darf mich entwickeln.
Und ich darf Erfahrungen machen, die zunächst einmal auch mir
gehören.
Vielleicht müssen wir dafür nicht alle nach Spanien reisen.
Aber wir können uns fragen:
Wann habe ich zuletzt wirklich einem Menschen zugehört,
dessen Lebenswelt ganz anders ist als meine?
Denn vielleicht beginnt Kulturklarheit genau dort:
Wenn wir unsere eigene Perspektive nicht länger für die
einzig mögliche halten.
Zusammenarbeit mit Kulturklarheit
Für Workshops, Fortbildungen, Mediation, Supervision,
Coaching und Beratung begleite ich Teams,
Führungskräfte, Bildungseinrichtungen und Organisationen
kultursensibel und diskriminierungssensibel – online und
in Präsenz.
Mehr Informationen und Kooperationsanfragen:
www.kulturklarheit.de
info@kulturklarheit.de
Kulturklarheit – verstehen, verbinden,
gestalten.
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