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  4. Folge 76: Wir statt Ich – Warum Kinder Gemeinschaft brauchen
Was macht aus einer Gruppe von Menschen eigentlich eine
Gemeinschaft?

Und was wäre, wenn wir Schule nicht nur als einen Ort betrachten
würden, an dem Kinder Mathematik, Deutsch oder Englisch lernen –
sondern auch als einen Ort, an dem sie lernen, miteinander zu
leben?

Ich spreche über Gemeinschaft, Familie, Zugehörigkeit und
Verantwortung und darüber, welche Bedeutung all das für unsere
Schulklassen haben kann.

Ausgangspunkt ist unter anderem der hawaiianische Begriff ʻOhana,
der mit Familie und verwandtschaftlicher Verbundenheit verbunden
ist. Von dort führt uns die Folge in die Schule und zu einer
zentralen Frage:

Was braucht es, damit aus 25 einzelnen Kindern tatsächlich ein
Wir entsteht?

Dabei schauen wir auch auf das Thema Mobbing und Ausgrenzung.
Denn Mobbing ist nicht nur eine Angelegenheit zwischen einem
Kind, das mobbt, und einem Kind, das betroffen ist. Es entwickelt
sich innerhalb von Gruppen – dort, wo andere mitmachen, lachen,
schweigen, wegsehen oder sich trauen einzugreifen. Auch das
Berliner Familienportal betont die Bedeutung des Umfelds und des
frühzeitigen Eingreifens.

Wir richten den Blick deshalb auch auf die Situation an Berliner
Schulen und fragen nicht nur: Wie reagieren wir, wenn Konflikte
und Gewalt bereits entstanden sind? Sondern vielmehr: Wie können
Beziehung, Zugehörigkeit, Partizipation und gemeinsame
Verantwortung präventiv gestärkt werden?

Anschließend reisen wir gedanklich nach Japan und schauen darauf,
was es bedeuten kann, wenn Schülerinnen und Schüler Verantwortung
für ihren gemeinsamen Schulalltag übernehmen – beispielsweise
durch Klassendienste, gemeinsames Aufräumen oder das Verteilen
des Schulessens.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, andere Länder zu
idealisieren.

Denn ein starkes Wir kann verbinden – es kann aber auch
Konformitätsdruck erzeugen.

Deshalb lautet eine der wichtigsten Fragen dieser Folge:

Wie schaffen wir Gemeinschaft, ohne Individualität aufzugeben?

Auch der Blick nach Finnland und in nordische Bildungssysteme
eröffnet weitere Perspektiven auf Wohlbefinden, Prävention,
Beteiligung und Schulgemeinschaft.

Am Ende kehren wir zurück nach Deutschland und Berlin und fragen
ganz konkret:

Wie können Eltern, Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und
Schulen dazu beitragen, dass Kinder erleben:

Ich gehöre dazu.Ich werde gesehen.Mein Beitrag zählt.Und wenn
jemand ausgeschlossen wird, geht mich das etwas an.

Denn vielleicht müssen wir in der Bildungsdebatte nicht nur
darüber sprechen, was Kinder lernen sollen.

Wir sollten auch darüber sprechen, wie Kinder miteinander leben
lernen.

Eine starke Gemeinschaft bedeutet dabei nicht:

Wir sind alle gleich.

Sondern:

Wir sind unterschiedlich – und trotzdem gehören wir zusammen.

Für Workshops, Fortbildungen, Mediation, Supervision, Coaching,
Beratung und Kooperationen begleite ich Schulen, pädagogische
Einrichtungen, Teams und Organisationen kultursensibel und
diskriminierungssensibel – online und in Präsenz.

Mehr über meine Arbeit findet ihr auf www.kulturklarheit.de⁠.

Kulturklarheit – verstehen, verbinden, gestalten.
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„Folge 76: Wir statt Ich – Warum Kinder Gemeinschaft brauchen“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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